Ein Film erzählt die Geschichte der Stiftung

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Ein Film erzählt die Geschichte der Amadeu Antonio Stiftung


10 Jahre Amadeu Antonio Stiftung: das bedeutet 10 Jahre Engagement für eine demokratische Zivilgesellschaft. Ein Film von Gabriela Hermer und Carsten Hueck erzählt die Entstehungsgeschichte der Stiftung und ihrer Projekte.


 
 

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Das Wichtigste bei der Arbeit für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, betont Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, sei ein langer Atem und kontinuierliches Engagement. Als Thierse vor zehn Jahren gefragt wurde, ob er die Schirmherrschaft über die Amadeu Antonio Stiftung übernehmen wolle, sagte er spontan zu. Seitdem ist viel geschehen: 350 Projekte und Initiativen hat die Stiftung seit ihrer Gründung gefördert. Und anders als noch in den neunziger Jahren ist das Thema Rechtsextremismus heute vielerorts kein Tabuthema mehr. Was aber keineswegs ein Grund ist, sich zurückzulehnen: "In den vergangenen zehn Jahren ist das Problembewusstsein für Rechtsextremismus zwar gewachsen, das Problem selbst ist allerdings nicht kleiner geworden, sondern 'bürgerlicher' und daher nicht mehr nur an einer Glatze erkennbar", so Thierse.

Anetta Kahane, die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, erinnert sich im Film an die Gründungsidee der Stiftung: "Wir wussten, was in diesem Land vor sich geht. Dass hier Menschen totgeschlagen werden, nur weil sie eine andere Hautfarbe haben, nur weil sie nicht in das Weltbild der Neonazis passen. Deshalb haben wir uns die Frage gestellt: Wie schaffen wir es, dass sich jemand um die Opfer kümmert und die engagierten Menschen unterstützt, wenn die Medien gerade mal wieder nicht über das Thema berichten?"

 

"Wie schaffen wir es, dass sich jemand um die Opfer kümmert, wenn die Medien gerade nicht über Rechtsextremismus berichten?": Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung

 

Zu den wichtigsten Projekten, die von der Stiftung kontinuierlich gefördert werden, gehört das in Deutschland einzigartige Aussteigerprojekt EXIT. Gegründet von Ex-Kriminaloberrat Bernd Wagner, bietet EXIT konkrete Hilfe für zweifelnde Neonazis an, die der Szene endgültig den Rücken kehren wollen; seit Bestehen des Projektes konnten so mehr als 300 Menschen beim Ausstieg unterstützt werden.

2004 richtete die Amadeu Antonio Stiftung einen eigenen Fonds für Opfer rassistischer und rechtsextremer Gewalt ein: den "Opferfonds CURA". Der Fonds bietet Opfern rechtsextremer Gewalt und ihren Angehörigen direkte und unbürokratische Hilfe an und unterstützt die Arbeit von anerkannten Opferberatungsstellen.

Zudem ermutigt, berät und fördert die Stiftung kleine Initiativen, die sich für mehr Demokratie stark machen und sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit jeglicher Art einsetzen. Denn, so der Schirmherr Wolfgang Thierse: "Für alltägliche Menschlichkeit in unserer Gesellschaft sind die Bürger verantwortlich, und für die Unterstützung der Demokratie brauchen wir das Engagement möglichst vieler. Genau darauf zielt die Amadeu Antonio Stiftung."

Jan Schwab



 

Kontakt

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10115 Berlin
 

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Fax:  ++49 (0)30. 240 886 22

 

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