25 Jahre Freudenberg Stiftung

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

25 Jahre "Lokale Lernkultur gestalten"

 


Vor 25 Jahre wurde in Weinheim die Freudenberg Stiftung gegründet. Seitdem steht sie wie keine andere Stiftung für partnerschaftliche Zusammenarbeit in der gesamten Stiftungswelt. Die Amadeu Antonio Stiftung gratuliert herzlich zum Jubiläum.
 

Mit der Gründung und Übertragung des Modells der Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Demokratie und Integration (RAA) in 47 Städten, hat die Freudenberg Stiftung in den Bereichen Integrationsgesellschaft, Jugendliche zwischen Schule und Beruf und demokratische Kultur entscheidende Schwerpunkte in der Schul- und Stadtteilentwicklung gesetzt. 1984 wurde die Freudenberg Stiftung gegründet. In 25 Jahren der Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen, Kommunen und weiteren Stiftungen sind neben den RAA eine Vielzahl weiterer lokal entwickelter Ansätze entstanden, die bundesweite Verbreitung gefunden haben. Beispiele sind die Schulvorbereitung für Mütter und Kinder, Ausländische Selbständige bilden aus, Interkulturelle Schülerclubs, Romamediatoren, Peer Leadership Training, Schülerfirmen oder „Lernen durch Engagement“. Darüber hinaus hat sich die Freudenberg Stiftung von Anfang an überregional und europäisch engagiert: z. B. durch die Civis Medienpreise, Bildungsförderung von und mit Roma oder bei der Bekämpfung von Rechtsextremismus. Auch die Amadeu Antonio Stiftung wäre ohne das Engagement der Freudenberg Stiftung nicht gegründet worden. Für die Amadeu Antonio Stiftung ist die Freudenberg Stiftung ständiger Wegbegleiter, langjähriger Förderer und unverzichtbarer Partner.
 

Bildungsbiografie ohne Brüche in benachteiligten Stadtteilen
 

Seit der Jahrhundertwende konzentriert die Freudenberg Stiftung erprobte Handlungsansätze in benachteiligten Stadtteilen größerer Städte und in kleineren Kommunen. Sie will Kindern und Jugendlichen eine Bildungsbiografie ohne Brüche und ihren Eltern ein wirkliches Einbezogensein in Kindergarten und Schule ermöglichen. Dort wo die Bildungsbenachteiligung am größten ist, will die Stiftung Hoffnungsinseln schaffen. Initiativen zur Verbesserung von Demokratiebildung, sozialer und kultureller Integration, Berufsfähigkeit und künstlerischer Kreativität sollen zeigen und vor allem erlebbar machen, dass sich etwas ändern lässt. Man muss es nur anpacken und im Laufe der Zeit in den Gesamtrahmen einfügen.
 

Gemeinsam Verantwortung übernehmen: Der „Quadratkilometer Bildung“
 

Aktuell hat die Freudenberg Stiftung damit begonnen, Bildungsförderung von Kindern und Jugendlichen in einem noch überschaubareren Einzugsbereich einer Grundschule zu konzentrieren, um möglichst nah an den Bildungsbedürfnissen der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien zu sein. „Ein Quadratkilometer Bildung“ heißt der Ansatz, bei dem es um den Aufbau einer Förderkette vom „Krabbelalter“ an in sozial belasteten Stadtteilen geht. Die Fachkräfte in Kindergärten und Schulen dort fühlen sich häufig von der Problemdichte überfordert und nehmen wahr, dass sie den Bildungsbedürfnissen jedes einzelnen Kindes trotz vielfacher Anstrengungen nicht ausreichend gerecht werden können. Der „Quadratkilometer Bildung“ zielt auf den Aufbau eines lokalen Bildungsverbunds, der gemeinsam Verantwortung dafür übernimmt, dass Kinder und Jugendliche eine ermutigende Bildungsbiografie durchlaufen und der alle beteiligt, die dazu etwas beitragen können. Absicht der Freudenberg Stiftung ist es, über einen Zeitraum von zehn Jahren den Aufbau einer Biografie begleitenden Förderkette in mindestens mehreren Kommunen unterschiedlicher Bundesländer zu unterstützen - zur Zeit in Mannheim, Berlin-Neukölln, Herten und Wuppertal. Die positiven Erfahrungen sollen auf andere Stadtteile übertragen werden. Die Stiftung hofft auf eine bundesweit ausstrahlende Dynamik zur Verbreitung des Quadratkilometeransatzes und arbeitet zusammen mit ihren Partnern am Aufbau eines Verbunds aus Stiftungen und Kommunen, die sich in ihren Städten für einen „Quadratkilometer Bildung“ engagieren.
 

Für eine Kultur der Anerkennung
 

Damit Bildungs-, Integrations- und Demokratieförderung in den Quadratkilometern und darüber hinaus gelingt und kein Talent verloren geht, braucht es eine Kultur der Anerkennung, der Wertschätzung und der gemeinsamen Verantwortung für den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen. Lokale Allianzen stiften, die in Verantwortlichkeit und nicht in Zuständigkeit und Besitzständen denken und handeln, ist deshalb auch das Motto der beiden Geschäftsführer Christian Petry und Dr. Pia Gerber. Diesen beiden und allen anderen Kolleginnen und Kollegen der Freudenberg Stiftung einen herzlichen Glückwunsch zum 25. Jubiläum der Stiftung.
 

von Timo Reinfrank
 

 

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