Kinder feiern 20 Jahre UN-Kinderrechtskonvention

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Kinder feiern 20 Jahre UN-Kinderrechtskonvention

 


Am 20. November 2009 jährt sich zum 20. Mal die Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention. Mit Ausnahme der USA und Somalia haben alle Staaten dieser Erde die Konvention ratifiziert, damit genießt sie die größte Anerkennung aller UN-Konventionen. Ein Modellprojekt der Amadeu Antonio Stiftung nimmt das Jubiläum zum Anlass für die Frage, was Kinderrechte in Deutschland heute konkret bedeuten.


Minderjährige Soldaten mit Maschinengewehren um den Hals, die in den Kriegen dieser Welt kämpfen und morden müssen, hungernde Jungen und Mädchen mit aufgeblähten Bäuchen und Kinder, die nähen oder in Minen arbeiten müssen, anstatt zur Schule gehen zu können. Diese Bilder verbinden viele Menschen mit dem Begriff Kinderrechte. Richtige und wichtige Probleme, wenn es um die globale Perspektive von Kinderrechten geht. Doch was bedeutet die UN-Kinderrechtskonvention für eine Industrienation wie Deutschland, in der Mangelernährung oder Kinderarbeit glücklicherweise nur sehr wenige Kinder betreffen? Wie wird hierzulande beispielsweise das sechste Grundrecht umgesetzt, welches Kinder berechtigt, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln?

Kinderrechte als Beteiligungsrechte

Während sich zahlreiche Organisationen mit Kinderrechten als Überlebensrechte beschäftigen, legen nur wenige Initiativen den Fokus auf Kinderrechte als Beteiligungsrechte. Eines dieser Modellprojekte ist das Projekt „Kinderrechte in der Kommune“ der Amadeu Antonio Stiftung in Kooperation mit der RAA Hoyerswerda und der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark. In den Projektstädten Eberswalde und Bernsdorf ist der Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention dann auch kein Termin für Lobbygruppen, um über Kinder und ihre Rechte zu sprechen, sondern ein Anlass, mit Kindern zu feiern. Zu diesem Zweck organisiert die Bürgerstiftung in Eberswalde in Kooperation mit der Stadt eine große Party mit Kinderdisko. Mit einer Aktion wollen die Kinder zudem die Bürgerinnen und Bürger der Stadt auf ihre Rechte aufmerksam machen. Zu diesem Zweck verteilen sie in den öffentlichen Verkehrsmitteln und auf der Straße spezielle „Kinderrechtskekse“, in denen nach dem Vorbild chinesischer Glückskekse Zettel mit den einzelnen Kinderrechten eingebacken sind. In einem Medienworkshop später im Herbst werden die Kinder einen Film drehen, in dem sie ihren Altersgenossinnen und –genossen Kinderrechte vermitteln.

Kinderrechtskekse, Disko und Demokratie in der Schule

Darüberhinaus wird es zwei Veranstaltungen für Erwachsene geben: Der Vortrag „Schule und Demokratie“ beleuchtet Formen und Möglichkeiten innerschulischer Demokratie. Ebenfalls im November findet die Auftaktveranstaltung des Projekts „Spielleitplanung“ statt. Thema ist die Gestaltung städtischen Raumes für Kinder, also die Frage, wie Spielplätze und Freiflächen in der Stadt aussehen sollen und wo sie benötigt werden. Zeit und Ort der Veranstaltung erfahren Sie rechtzeitig auf der Seite der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark.

Verena Haßler

 

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