9. November "Aktuellen Antisemitismus nicht aus den Augen verlieren"

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9. November: "Aktuellen Antisemitismus nicht aus den Augen verlieren"

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Am 9. November jährt sich zum 74. Mal die sogenannte Reichspogromnacht von 1938. Dazu erklärt Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung:

„Der 9. November steht für das Gedenken an die Novemberpogrome von 1938. Ein Gedenken muss aber immer auch mit einem Blick in die Gegenwart verbunden sein. Es zeigt sich leider, dass nicht alle, die an den Judenhass von damals erinnern auch den Antisemitismus von heute bekämpfen. Es ist heuchlerisch, wenn sich beispielsweise bestimmte christliche Organisationen an Veranstaltungen zum Gedenken an die Pogrome von 1938 beteiligen, gleichzeitig eine Kampagne zum Boykott israelischer Waren ins Leben rufen.
Auch die Flut antisemitischer Äußerungen im Zuge der Beschneidungsdebatte offenbart wie verbreitet der Antisemitismus in Deutschland noch ist. Wer den aktuellen Antisemitismus aus den Augen verliert, kann sich das Gedenken an die Novemberpogrome sparen.“

 
Aktionswochen: 110 Organisationen, Schulen, Jugendzentren und jüdische Gemeinden aus 90 Städten in allen Bundesländern mit 265 Veranstaltungen

Um das Gedenken an die Novemberpogrome mit der Thematisierung von aktuellem Antisemitismus zu verbinden, veranstaltet die Amadeu Antonio Stiftung die bundesweiten „Aktionswochen gegen Antisemitismus“. Sie starten am heutigen 9. November. Dieses Jahr beteiligen sich 110 Organisationen, Schulen, Jugendzentren und jüdische Gemeinden aus 90 Städten in allen Bundesländern mit 265 Veranstaltungen.  Die Aktionswochen finden 2012 zum zehnten Mal statt.
Der Veranstaltungskalender - nach Bundesländern geordnet - und alle Information zu den Aktionswochen gegen Antisemitismus finden sich hier.


So veranstaltet die Amadeu Antonio Stiftung in Kooperationen mit lokalen Partnern in Berlin, Döbeln und Halle (Saale) im November und Dezember zweitägige Workshops zur Unterscheidung von israelbezogenem Antisemitismus und legitimer Kritik an israelischer Politik. In Thüringen tourt im Rahmen der Aktionswochen und der Israelisch-Jüdischen Kulturtage der Stand Up Comedian Oliver Polak mit seinem Programm  "Ich darf das, ich bin Jude". Im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten setzt sich am Freitag dem 16. November der Referent Dr. Gideon Greif (YadVashem, Israel) mit der „Bedeutung der Shoah und der Diaspora für die Gegenwart Israels“ auseinander.

 
Die Aktionswochen gegen Antisemitismus werden im Rahmen des Bundesprogramms „Initiative Demokratie Stärken“ gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


 

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