Vorpommern-Greifswald wird „Kein Ort für Neonazis“

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Vorpommern-Greifswald wird „Kein Ort für Neonazis“

 

Im Vorfeld des NPD-Pressefestes in Viereck bei Pasewalk am 10. und 11. August setzt der Landkreis Vorpommern-Greifswald zusammen mit der Amadeu Antonio Stiftung ein deutliches Zeichen. Der Landkreis wird „Kein Ort für Neonazis“. Mit dieser Aktion soll nicht nur gegen das Neonazi-Fest mobilisiert werden, der Landkreis will sich auch dauerhaft mit der Kampagne gegen rechte Vereinnahmungsversuche engagieren.

Ich möchte eine breite demokratische Mobilisierung gegen rechte Gewalt erreichen und dabei viele Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und einbinden“, so Landrätin Dr. Barbara Syrbe. Zudem freue sie sich sehr über die Zusammenarbeit mit allen sechs demokratischen Parteien im Landkreis und die gute Kooperation mit dem Bündnis „Vorpommern: Weltoffen, demokratisch und bunt“.

„Der Vereinnahmung und der Raumgreifung durch Neonazis muss ein Riegel vorgeschoben werden. Mit der ‚Kein Ort für Neonazis‘-Kampagne werden die Menschen in Greifswald ermutigt, sich aktiv gegen die Neonazis in ihrer Region zu wehren. Mir gefallen vor allem die niedrigschwelligen Möglichkeiten, die der Landkreis sich ausgedacht hat“, sagt Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung.

Poster und Postkarten als Zeichen des Protests

Begleitet wird die Kampagne durch die Verteilung von 250.000 Postkarten mit dem Aufdruck „Kein Ort für Neonazis“ an Haushalte im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Postkarte dient als Aufforderung an die Bürgerinnen und Bürger, ihrem Protest gegen Neonazis in ihrer Region Ausdruck zu verleihen. So haben sie die Möglichkeit an unterschiedlichen geplanten Gegenveranstaltungen, zum Beispiel einer Menschenkette von Pasewalk nach Viereck, teilzunehmen oder im Landkreis mit „Kein Ort für Neonazis“-Postern ein sichtbares Zeichen zu setzen. Unterstützt wird die Kampagne von der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommerns.


Die Postkarte zum Download:
http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/postkarte-kein-ort-hgw-1.pdf (PDF-Dokument)


Hintergrund

Die NPD will das diesjährige „Pressefest“ ihres Parteiorgans „Deutsche Stimme“ erstmalig in Mecklenburg-Vorpommern abhalten. Bei der Veranstaltung treten regelmäßig Parteikader als Redner sowie rechtsextreme Liedermacher und Bands auf. Dementsprechend hoch waren stets auch die Besucherzahlen. 2006 besuchten 7000 Neonazis diese rechtsextreme Propagandaveranstaltung, damals in Dresden-Pappritz. Erst 2010 wurde das Pressefest wieder neu aufgelegt. Etwa 2000 Rechtsextreme nahmen an der Veranstaltung im sächsischen Jänkendorf teil.

Die Amadeu Antonio Stiftung ist eine bundesweite Stiftung, die sich seit über 15 Jahre in Mecklenburg Vorpommern engagiert. Seitdem hat die Stiftung im Land Projekte mit über 2 Millionen Euro aus Spendengeldern gefördert. Die Stiftung verfügt in Ludwigslust über ein eigenes Büro. Bereits zu den Landtagswahlen hat die Stiftung Kleinprojekte zur Aufklärung über rechtsextreme Strukturen im Land im Rahmen der „Kein Ort für Neonazis“ - Kampagne gefördert.




 

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