Gemeinsam gegen braune Hass-Musik

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Gemeinsam gegen braune Hass-Musik

© VWDB

 

Am vergangenen Samstag, dem 27. Juli 2013, versammelten sich circa 150 Personen in Finowfurt, um den Nazis gemeinsam den Stecker zu ziehen!

Das „Aktionsbündnis Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt!“ hat zusammen mit den Bündnissen „Finowfurt Nazifrei“ und „Bunte Schorfheide“ Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen gegen ein Rechtsrock-Konzert zu protestieren, das auf dem Gelände des Neonazi-Funktionärs Klaus Mann von der rechtsextreme Gruppierung "Märkische Skinheads 88" organisiert wurde.

Bei großer Hitze versammelten sich die Protestierenden am Erzbergplatz und zogen mit fröhlicher Musik durch die Straßen Finowfurts. Durch diesen bunten und friedlichen Protestzug wurde den gewaltverherrlichenden und rassistischen Neonazi-Bands eine klare Absage erteilt. Den Protestierenden war es daher auch zu verdanken, dass das Konzert der Rechtsextremisten erst mit Verspätung beginnen konnte.


Polizei löste Nazi-Konzert auf

So begann das Konzert der Rechtsextremisten nicht nur zwei Stunden später, nein sie mussten auch bereits nach nur zwei Stunden ihr braunen Mikros wieder einpacken. Das Konzert wurde von der Polizei aufgelöst, weil Nazi-Musiker indizierte Lieder gespielt hatten. Den vorzeitigen Abbruch des Konzerts aufgrund der menschenverachtenden Inhalte, kommentierte ein Sprecher des Bündnisses „Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt!“ mit den Worten: „Wir sehen uns in unserer Einschätzung bestätigt: Neonazi-Musik ist gefährlich und darf in einer demokratischen Gesellschaft nicht hingenommen werden“.

Auch die Verwirrtaktik des Rechtsrock-Veranstalters, das Konzert an zwei Orten anzumelden, um Behörden und Gegendemonstranten im Unklaren zu lassen, ging nicht auf. Lange Zeit war nämlich unklar, ob das Nazi-Konzert in Finowfurt oder Pasewalk stattfinden wird. Als dann aber wenige Tage vor dem Konzert bekannt wurde, dass die Nazis nach Finowfurt gehen werden, war es der Kommunikation zwischen den verschieden demokratischen Bündnissen zu verdanken, dass die Netzwerke flexibel reagierten, um gemeinsam und solidarisch gegen die Hetz-Veranstaltung der Neonazis zu protestieren.

Auch in Zukunft gemeinsam gegen Rechts!

Die Vertreter der Bündnisse und der Bürgermeister der Gemeinde Schorfheide betonten, dass derartige menschenverachtende Veranstaltungen auch in Zukunft nicht unbeantwortet bleiben würden. Am 17. August ist auf dem Klaus Manns Gelände bereits ein weiteres Nazi-Konzert geplant. Doch der Gegenprotest formiert sich bereits.

Das Aktionsbündnis Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt! bereitet sich nun mit Hochdruck auf den „Karneval der Demokratie“ am 10. August 2013 in Pasewalk vor. Mit einer fröhlichen Parade, bei der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verkleiden und auch Fahrräder, Autos und Kinderwägen geschmückt werden, zeigt sich Pasewalk als ein Ort der Vielfalt. Im Rahmen dieser Aktion wird auch eine Stolpersteinverlegung zur Erinnerung und Ehrung deportierter und ermordeter Pasewalker Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens stattfinden. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt das Bündnis dabei!

Ein Jahr nach seiner Gründung wird das Bündnis die eigenen Werte in den Vordergrund stellen und zeigen wie Vorpommern immer sein sollte: weltoffen, demokratisch, bunt!

 

Kontakt

Amadeu Antonio Stiftung
Novalisstraße 12
10115 Berlin
 

info@amadeu-antonio-stiftung.de

Tel.:  ++49 (0)30. 240 886 10
Fax:  ++49 (0)30. 240 886 22

 

Spendenkonto

Amadeu Antonio Stiftung
GLS Bank Bochum
BLZ 430 609 67
Konto 6005 0000 00
IBAN: DE32 4306 0967 6005 0000 00
BIC: GENODEM1GLS