Paradox: Die Deutschrapszene hasst einerseits die amerikanische Kultur, anderseits liebt sie den HipHop. Konsumenten wie auch Interpreten des Genres überbieten sich in Hasstiraden gegen den auf der anderen Seite des großen Teiches verorteten „großen Satan“ und rufen dazu auf, beinahe jeden Feind des American Way of Life zu unterstützen.
Über die kaum zu überhörende Homophobie und Frauenfeindlichkeit in der deutschen HipHop-Szene wurde schon oft in der Öffentlichkeit diskutiert. Doch dass Hassgesänge gegen Juden bzw. Israel nun langsam auch zum Standartrepertoire deutscher Rapper gehören, ist dagegen kaum Gegenstand der Debatte.
Die beiden Journalisten Ralf Fischer und Juri Eber werden in Ihrem Multimediavortrag diese blinden Flecken aufdecken und eindrucksvoll dokumentieren, warum es endlich an der Zeit ist, die antiamerikanischen und antisemitischen Tendenzen in dieser Jugendkultur ernst zu nehmen und entsprechende Gegenstrategien zu entwickeln.
Datum: Donnerstag, 30. August 2007
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Ort: Amadeu Antonio Stiftung, Linienstraße 139 (Berlin-Mitte, U-Bhf. Oranienburger Tor), linker Aufgang im Innenhof, 4. Stock
Veranstalter: HaKadima – Bildungswerk für Demokratie und Kultur e.V. (i.G.)