Buchcover des 1972 erschienen Jugendromans "Ede und Unku"
Am 25. März findet die Filmpremiere "Was mit Unku geschah - Das kurze Leben der Erna Lauenburger" in der Marienkirche Dessau statt. Realisiert wird die Veranstaltung im Rahmen des Projekts "Antisemitismus in Ost und West. Lokale Geschichte sichtbar machen" der Amadeu Antonio Stiftung.
1931 erschien der Roman "Ede und Unku" von Grete Weiskopf, den sie unter dem Pseudonym Alex Wedding veröffentlichte. In dem Jugendbuch geht es um die Freundschaft zwischen dem Arbeiterjungen Ede und der Sinti Unku während der Weltwirtschaftskrise der 1920er Jahre. Ede und Unku basieren auf real existierenden Personen, die Grete Weiskopf kannte. In einer Neuauflage von 1954 ergänzte sie das Buch um ein Kapitel, in dem sie Vermutungen darüber anstellt, dass ihre Freunde dem Massenmord an den Sinti und Roma zum Opfer gefallen sind.
Ein Filmprojekt begibt sich auf Spurensuche
Der Film "Was mit Unku geschah. Das kurze Leben der Erna Lauenburger" ist das Produkt einer einjährigen Spurensuche einer Projektgruppe des AJZ Dessau. Erna Lauenburger, die den Sinti-Namen "Unku" trug, lebte 1937 in Roßlau - der Film verfolgt ihren Weg nach Magdeburg und Auschwitz. Auch Überlebende des Vernichtungslagers und persönliche Bekannte von Ernau Lauenburger kommen in ihm zu Wort.
Ehrengäste der Filmpremiere sind die Überlebenden Krimhilde Malinowski und Franz Rosenbach.
Filmpremiere "Was mit Unku geschah. Das kurze Leben der Erna Lauenburger" am 25.03.2009 um 19 Uhr in der Marienkirche Dessau. Der Eintritt ist frei.