Ise Bosch, Dreilinden gGmbH
„Wir alle sind gegen rechte Gewalt - die Amadeu Antonio Stiftung fördert diejenigen, die etwas dagegen tun, an vielen Orten und mit langem Atem. Sie geht dabei keine vorschnellen Kompromisse ein.“
Björn Harras, Schauspieler
„In den Medien hört man täglich, wie Menschen Opfer von Diskriminierung und Ausgrenzung werden. Weil Ermutigung und Aufklärung die besten Mittel gegen Intoleranz sind, unterstütze ich die Amadeu Antonio Stiftung.“
Peter Maffay, Musiker
„Es herrscht noch immer zu viel Unkenntnis gegenüber anderen Kulturen, aus der Feindseligkeit entsteht. Wir müssen lernen, über diesen Tellerrand hinaus zu sehen und kapieren, dass wir voneinander abhängig sind."
Cem Özdemir, Gründungskurator der Amadeu Antonio Stiftung
„Menschen, die gegen Rechts-extremismus, Rassismus und Antisemitismus angehen, stärken unsere demokratische Zivilgesell-schaft. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt sie und leistet damit wertvolle Arbeit."

Die Diskriminierung von Sinti und Roma ist jahrhundertealte Praxis. Sie lebt von Klischees und überlieferten Vorurteilen und schürt Ängste ebenso wie Ablehnung. Die Amadeu Antonio Stiftung fördert Initiativen, die ganz konkret gegen Antiziganismus arbeiten.
Dank der engagierten Arbeit verschiedener Initiativen werden diese Vorurteile auseinander genommen und das Bild der Sinti und Roma Stück für Stück korrigiert. So ermöglichte die Stiftung beispielsweise die Erstellung eines Themendossiers sowie eine themenbezogene Veranstaltungsreihe des Informationszentrums 3. Welt (iz3w).
Ein Blick in das Dossier macht klar, warum die Arbeit gegen diese Form der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit so wichtig ist:
„Dieser Themenschwerpunkt ist keiner über Roma, Sinti, Jenische oder Travellers. Es geht nicht darum, wie »sie« leben, wie sie »wirklich« sind. Ohnehin gibt es nicht »die« Roma und »die« Sinti, mit diesen Bezeichnungen werden sozial, politisch und kulturell heterogene Gruppen zusammengefasst. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma wird nicht müde zu betonen, dass viele Roma und Sinti ein völlig »normales« Leben führen und sie nicht ständig auf ihre Zugehörigkeit zu einer ‚Problembevölkerung’ reduziert werden möchten. Über Fragen von Identität und zum Umgang mit Diskriminierung gibt es unter Roma und Sinti durchaus Kontroversen. All das ist hier aber ausdrücklich nicht Thema.
Der Themenschwerpunkt handelt vielmehr von der Mehrheitsgesellschaft, genauer gesagt: Vom Ressentiment der Mehrheit gegenüber einer Minderheit. Anders gesagt: In diesem Themenschwerpunkt erfahren wir etwas über »uns«, nicht über »sie«. Es ist ein erschreckender Blick in den Spiegel.“
Hier stellen wir Ihnen die vollständige Ausgabe der Zeitschrift einschließlich des Dossiers zur Verfügung. (PDF-Dokument, 3.5 MB)
Im vergangenen Jahr wurde nach langem Hin und Her das Mahnmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma in Berlin eingeweiht. Damit erhält das Gedenken an diese Opfergruppe nach 67 Jahren endlich einen Raum in der öffentlichen Wahrnehmung. Als eine der ersten Rromnja prägte Ceija Stojka durch ihre Perspektive als Zeitzeugin das kollektive Gedächtnis der Rroma. Das Rroma Informations Centrum e.V. und die Initiative Romnja veranstalteten eine gemeinsame Vorstellung ihres künstlerischen Werkes, die die Amadeu Antonio Stiftung ermöglichte. „Wir Nachkommen sehen uns in der Pflicht, die Erlebnisse unserer Großeltern- Generation nicht verstummen zu lassen und ihre Erinnerungen zu würdigen. Daher soll die Vereinigung von Sintizza und Rromnja besonders an diesem Tag und an diesem Ort Einigkeit demonstrieren.“
Für die Förderung von Projekten gegen Antiziganismus und andere Diskriminierungen brauchen wir Ihre Unterstützung! Denn nur mit Hilfe Ihrer Spende können wir dieses Engagement auf ein sicheres Fundament stellen.
Amadeu Antonio Stiftung
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10115 Berlin
Tel.: ++49 (0)30. 240 886 10
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