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Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika macht ein Streetsoccer-Turnier in Zwickau die Botschaft des Fußballs deutlich: Courage, Vielfalt, Toleranz und Fairplay.
Leider ist in vielen lokalen Fußballvereinen das Spiel zur Nebensache geworden. Am Spielfeldrand wird teilweise das Fanjubeln von Rassismus, Sexismus und Homophobie übertönt. Für viele ist dies leider schon zur Gewohnheit geworden. Andere werden damit jedoch aus dem Fußballstadion ausgeschlossen. Gegen diese Tendenz rührt sich in Zwickau Widerstand.
Streetsoccer für alle
Mit Unterstützung der Amadeu Antonio Stiftung findet am 17. April 2010 ab 10 Uhr auf dem Zwickauer Hauptmarkt ein Streetsoccer-Turnier statt. Der Fußballverein „Marienthal United 08“ und der Jugendverein „Roter Baum Zwickau“ veranstalten gemeinsam das Turnier unter dem Titel „United Colours“ und wollen damit zeigen, dass Fußball ein Spiel von Vielfalt, Toleranz und Integration ist. Gleichzeitig ist die Veranstaltung, die im Rahmen der "Tage der Demokratie und Toleranz" in der Zwickauer Region stattfindet, als friedlicher Protest gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie geplant.
Kommunikation statt Regeln
Streetsoccer ist eine Variante des Fußballs, bei dem anstatt auf Rasen, auf der Straße gespielt wird. Das Spiel ist darum für alle Fußballbegeisterten, gerade in den Städten, zu jeder Zeit möglich. Im Normalfall gibt es fast keine Regeln, da kein Schiedsrichter vorhanden ist. Fairplay ist deshalb das oberste Gebot. Die Teams müssen sich also untereinander verständigen und selbst entscheiden, wann Foul gespielt wurde und wann nicht. Gerade dies macht unter anderem den Reiz des Straßenfußballs aus. Hier ist Kommunikation zwischen den eigentlichen „Gegnern“ gefragt. Neben dem eigentlichen Turnier wird es Musik und jede Menge Informationen zu den Themen Fairplay und Courage im Sport und auch im Alltag geben. Bis 20 Uhr wird der Zwickauer Hauptmarkt fest in der Hand der Fußballbegeisterten sein.
Von Tilman Tzschoppe