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Homestory Deutschland


Am 15. April ist es soweit: Die Ausstellung „Homestory Deutschland – Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart“ wird in Berlin eröffnet. Das Rahmenprogramm wird von der Amadeu Antonio Stiftung gefördert.


„Die Existenz und die Beiträge von Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland sind bislang nur unzureichend zur Kenntnis genommen worden“, sagt die "Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland" (ISD Bund e.V.). In Geschichte wie Gegenwart ist das Bild ihres Lebens und Wirkens von rassistischen Wahrnehmungs- und Argumentationsmustern gekennzeichnet. „Die Wurzeln liegen in der mangelnden Auseinandersetzung der Mehrheitsgesellschaft mit ihrer eigenen Kolonialgeschichte und entsprechenden Traditionen“, erklärt der ISD Bund. „So werden eine Vielzahl normierender Denk- und Handlungsweisen geprägt“.

Sichtbarmachung

Das "Vielfalt-Komitee" des Fördervereins der Nelson-Mandela-Schule und die "Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland" haben sich zum Ziel gesetzt, dem Vergessen der weißen Mehrheitsgesellschaft etwas entgegen zu setzen. In der Ausstellung „Homestory Deutschland – Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart“ werden Leben und Wirken verschiedener Schwarzer Männer und Frauen vorgestellt. Dabei ist auch May Ayim. Sie wurde in Hamburg geboren und starb 1996 in Berlin-Kreuzberg. Ayim war Gründungsmitglied der „Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland“ und Herausgeberin mehrerer Bücher. In ihrem politischen aber auch literarischen Wirken kämpfte sie gegen Rassismus und Diskriminierung. Vor kurzem wurde das Berliner „Gröbenufer“ in Kreuzberg in „May-Ayim-Ufer“ umbenannt. Otto Friedrich von der Groeben war Mitbegründer der Kolonie Groß-Friedrichsburg im heutigen Ghana. Groeben stand im Dienst von Brandenburg-Preußen. Das Fort war Stützpunkt zur Verteidigung deutscher Kolonien und Umschlagplatz für Sklavenhandel.

Eröffnung mit Musik…

Die Ausstellung wird am 15. April um 18.30 Uhr in der Nelson-Mandela-Schule durch Michael Hertz, Schulleiter, Andres Nader vom Vielfalt-Komitee und Saidou Cisse Schleicher vom ISD Bund eröffnet. ManuEla Ritz, Schriftstellerin und Antirassismustrainerin, liest ihr poetisches Essay "His-Her-His-Story" vor. Sie ging in den 80er Jahren im sächsischen Mügeln in die Schule, das 2007 durch einen rassistischen Übergriff in die Schlagzeilen geriet. Ausklingt der Abend mit der Musik von Berliner Sänger Ange-da Costa. Seine Musik ist mal Jazz, mal Soul, mal Afro-Pop, den er in Deutsch, Englisch, Französisch und dem kongolesischen Lingala zum Besten gibt.

Von Nora Winter

Donnerstag, 15. April, 18.30 Uhr
Ausstellungseröffnung, Nelson-Mandela-Schule, Pfalzburger Str. 23, Berlin


Die Ausstellung  ist mittwochs und donnerstags von 16-19 Uhr, und freitags von 12-18 Uhr geöffnet.
Das Programm mit Filmen und Diskussionsveranstaltungen finden Sie hier.
 

Perspektivwechsel: Das May-Ayim-Ufer
 

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