Ise Bosch, Dreilinden gGmbH
„Wir alle sind gegen rechte Gewalt - die Amadeu Antonio Stiftung fördert diejenigen, die etwas dagegen tun, an vielen Orten und mit langem Atem. Sie geht dabei keine vorschnellen Kompromisse ein.“
Björn Harras, Schauspieler
„In den Medien hört man täglich, wie Menschen Opfer von Diskriminierung und Ausgrenzung werden. Weil Ermutigung und Aufklärung die besten Mittel gegen Intoleranz sind, unterstütze ich die Amadeu Antonio Stiftung.“
Peter Maffay, Musiker
„Es herrscht noch immer zu viel Unkenntnis gegenüber anderen Kulturen, aus der Feindseligkeit entsteht. Wir müssen lernen, über diesen Tellerrand hinaus zu sehen und kapieren, dass wir voneinander abhängig sind."
Cem Özdemir, Gründungskurator der Amadeu Antonio Stiftung
„Menschen, die gegen Rechts-extremismus, Rassismus und Antisemitismus angehen, stärken unsere demokratische Zivilgesell-schaft. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt sie und leistet damit wertvolle Arbeit."

Die Amadeu Antonio Stiftung fördert Initiativen, die vor Ort aktiv sind, um den Rechtsextremen im öffentlichen Raum die Show zu stehlen. Dass es sich lohnt, diese kleinen ideenreichen Projekte zu unterstützen, zeigen zwei aktuelle Beispiele aus Sachsen und Brandenburg.
Eine „typisch ostdeutsche Kleinstadt“: Tarik, ein Palästinenser, Nancy, deren Vater Kubaner ist, und Mandy, eine Punkerin, werden von Rechtsradikalen verfolgt und angegriffen. Eine engagierte Sozialarbeiterin und couragierte Jugendliche beschützen die Angegriffenen. Als sich die Situation immer weiter zuspitzt, bekommen die Jugendlichen den Hinweis, sich bei der Opferberatungsstelle AMAL Hilfe zu holen. Viele Jugendliche werden häufig im Alltag mit Nazis konfrontiert. Sei es, dass sie erleben, wie Freunde in die Szene hineingezogen werden, wie der Jugendklub von Rechtsradikalen zur Rekrutierung missbraucht wird, oder auch, dass sie selbst Opfer von Gewalt werden.
Damit Jugendliche wissen, wie sie darauf reagieren können, hat die Opferberatungsstelle AMAL in Sachsen einen Comic mit dem Titel „Jetzt re(i)chts in Sachsnitz!“ entworfen. Den Lesern wird durch den Comic aufgezeigt, wie man sich wehren und Hilfe organisieren kann. Die Amadeu Antonio Stiftung fördert das Projekt, da es besonders gut geeignet ist, um gerade Jugendliche für das Problem Rechtsradikalismus zu sensibilisieren und Auswege aufzuzeigen.
Nicht nur in Sachsen, auch in anderen Bundesländern sind Wachsamkeit und Einfallsreichtum geboten, wenn es darum geht, den Rechtsextremismus zurückzudrängen. Beispiel Brandenburg: Die NDP versucht eine Ortsgruppe zu etablieren und verlegt ihren Regionalstammtisch nach Bad Freienwalde; es kommt zu zahlreichen Übergriffen und zu Konflikten zwischen Rechtsextremen und Mitgliedern der Bad Freienwalder Alternative e.V.
Um dieser Tendenz entgegenzuwirken und Jugendliche aufzuklären, organisiert das Bündnis Aktiver Demokraten ein Zeitungsprojekt, das aufklärt und rechte Übergriffe dokumentiert. Die Bad Freienwalder Alternative wurde von Jugendlichen für Jugendliche ins Leben gerufen. Die Zeitung wird an Schulen in Bad Freienwalde verteilt, um auf Probleme aufmerksam zu machen und Jugendliche zu animieren, sich bei Projekten gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu beteiligen. Die Amadeu Antonio Stiftung fördert das Engagement der Jugendlichen in Bad Freienwalde: Aufklärung und der Einsatz für eine demokratische Kultur sind gerade im Vorfeld der Brandenburger Kommunalwahlen wichtige Elemente für die Bekämpfung des Rechtsradikalismus in Bad Freienwalde.
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