Impressionen der Ausstellungseröffnung "Erinnerung und Verantwortung. Sächsischer Weinbau im Nationalsozialismus“ und der Einweihung einer Gedenktafel für die Zwangsarbeiter im sächsischen Weinbau. Die Ausstellung wird durch die Amadeu Antonio Stiftung gefördert.
Am Dienstag, dem 27.7.2010 wurde im Sächsischen Weinbaumuseum auf der malerischen Hoflößnitz die Ausstellung „Erinnerung und Verantwortung. Sächsischer Weinbau im Nationalsozialismus“ eingeweiht
Die Veranstaltung begann mit der feierlichen Einweihung einer Gedenktafel für die Zwangsarbeiter in sächsischen Weinbergen. Dr. Bettina Giersberg, Leiterin des Weinbaumuseums, sagte: „Die Gedenktafel ist ein dauerhaftes Denkmal, welches die Ausstellung noch über Jahrzehnte überdauern wird.“
Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich, lüftete das Tuch über der Gedenktafel. Er mahnte, man müsse sich zu den Taten der Vergangenheit bekennen. „Die Gedenktafel ist ein Mahnmal für eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.“
„Zum Gedenken an die von den Nationalsozialisten aus ihrer Heimat verschleppten Menschen die von 1939-1945 in dem sächsischen Weinbau Zwangsarbeit leisten mussten.“ ist der Schriftzug der im Boden eingelassenen Gedenktafel. Hier Tillich mit dem Sohn eines belgischen Zwangsarbeiters.
Die Ausstellung zeigt Gegenstände und Fotos des sächsischen Weinbaus aus der Zeit des Nationalsozialismus. Hier das Tagebuch eines belgischen Zwangsarbeiters.
„In Vino Veritas“ – Im Wein liegt die Wahrheit. Mit diesen Worten bedankte sich Stanislav Tillich bei Bettina Giersberg für ihren Mut und Courage den sie aufbrauchte, um die Ausstellung auch gegen Widerstände auf die Beine zu stellen.
Von Johanna Eisenhardt und Lisa Doppler