Foto: mitbeSTIMMEN Magdeburg
Unter dem Motto „MitbeSTIMMEN“ veranstaltet der Jugendtheaterclub Magdeburg zusammen mit den „Artists United gegen Rechts“ am 9. Mai einen Aktionstag mit anschließendem Konzert. Die Einnahmen der Veranstaltung werden an die Amadeu Antonio Stiftung gespendet.
Durch den Aktionstag wollen die Initiatorinnen und Initiatoren auf bestehende rechtsradikale Probleme in Magdeburg aufmerksam machen und mit ihrem Engagement ein deutliches Zeichen gegen Neonazis und deren menschenfeindliches Gedankengut setzen. Außerdem wird auf die schwierige Situation von Migranten und Migrantinnen in Magdeburg hingewiesen und durch das Projekt auch der öffentliche Umgang mit extrem Rechten Positionen thematisiert. So werden die Besucherinnen und Besucher auch mit dem viel zu häufigen „Wegschauen“ konfrontiert. Schließlich geht es darum, keinen Raum für menschenfeindliche Parolen oder Übergriffe zu lassen. Doch wie reagieren, wenn man Zeuge oder Zeugin wird? Das ist für Viele eine schwierige Frage. Reaktionen und Argumente muss man auch üben. In Magdeburg wird es möglich.
Das Programm
Um 15 Uhr startet das Projekt im Opernhaus mit einem Vorstellungsgespräch. Im Anschluss finden gleich drei Straßenaktionen statt, in denen mit den Besuchern das Wegschauen bei rechten Aktivitäten und Möglichkeiten des aktiven Eingreifens thematisiert wird. Die drei Aktionen finden zwischen dem Opernhaus und dem Schauspielhaus von 16.30 bis 17.30 Uhr, am breiten Weg bei der alten Synagoge, beim Brunnen in der Leiterstraße und auf dem Domplatz, statt.
Im Anschluss folgt der Höhepunkt des Tages: Das Konzert der „Artists United gegen Rechts“, ab 18 Uhr im Schauspielhaus. Zu sehen sein werden: Mohnblau, Matteo Capreoli, Mythirdeye, Johanna Zeul, RapArtProject, Tränentag, Mixtape und Peak 7.
„Artists United ist eine Initiative die sich gegen Rechtsradikalismus und Gewalt engagiert. Wir sind kein Verein und kein Club sondern ein privater Zusammenschluss einiger Leute die gerne Musik machen und sich gerne mit Musik beschäftigen“, sagen die auftreten Musikerinnen und Musiker über sich selbst. Privat auch ganz normale Leute also, die mit ihrem Talent und Engagement einen Beitrag gegen die Menschenfeindlichkeit der Neonazis setzen.
Engagement gegen Rechts
Da sich die Veranstalter und Veranstalterinnen sowie auch die auftretenden Musiker und Musikerinnen gegen Rechtsradikalismus und Gewalt engagieren wollen, werden die Einnahmen und Bandgagen an die Amadeu Antonio Stiftung gespendet. Damit können viele vielversprechende Projekte direkt gefördert werden. Die Stiftung sagt: „Herzlichen Dank!“
Von Sebastian Heidebrecht