Rassismus gemeinsam überwinden

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Rassismus gemeinsam überwinden

Kampagnenmotiv

 

Vom 16. bis 29. März finden bundesweit zum 11. Mal die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ statt. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt in Halle und Köln mehrere Initiativen, die sich im Rahmen dieser Wochen für eine offene und kulturell vielfältige Gesellschaft stark machen.


Am 21. März 1960 schossen in dem südafrikanischen Township Sharpeville Polizisten ohne Warnung in die Menge eines friedlichen Demonstrationszuges. 69 Menschen starben, viele andere wurden verletzt und traumatisiert. Die auf fünf Tage angelegte Protestaktion richtete sich gegen die diskriminierenden Passgesetze des Apartheidregimes. In Erinnerung an das Massaker von Sharpeville/Südafrika finden seit den 1960er Jahren weltweit jedes Jahr Veranstaltungen statt, die sich für die Überwindung von Rassismus und Diskriminierung einsetzen. Seit 1994 ruft der Interkulturelle Rat auch in Deutschland dazu auf, sich an den Aktionswochen zu beteiligen. Im letzten Jahr konnten die Initiatoren einen Rekord verkünden: Bereits 1.200 Projekte in über 300 Städten hatten bei den Aktionswochen mitgemacht.


Auch in diesem Jahr hoffen die Organisatoren auf rege Teilnahme. Denn die jüngsten Ereignisse rund um Pegida haben wieder einmal gezeigt: Rassismus und Diskriminierung – damit sind nicht nur die engen Denkmuster von Neonazis, Antisemiten oder anderen Menschenfeinden gemeint. Rassismus ist ein Problem der Mitte der Gesellschaft. Da werden schwarze Jugendliche nicht in Diskotheken eingelassen, Menschen mit fremd klingendem Namen bei der Arbeitsplatzsuche benachteiligt, Juden misstrauisch beäugt oder Sinti und Roma unter Generalverdacht gestellt. Umso wichtiger sind Aktionen, die diese Probleme klar benennen und sich für die Stärkung demokratische Strukturen und eine kulturell vielfältige Gesellschaft einsetzen. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt in diesem Jahr zwei Initiativen finanziell, die sich mit eigenen Projekten bei den „Internationalen Wochen gegen Rassismus einbringen.


Über Rassismus reden


Das „Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung“ beteiligt sich schon seit einigen Jahren an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. In diesem Jahr steht eine Flashmob-Aktion im Vordergrund. So werden am 21. März in den KölnArcaden Betroffene mit einer Tanzperformance und mehreren Informationstafeln die Passanten auf ihre Erfahrungen mit Alltagsdiskriminierung und rechter Gewalt aufmerksam machen. Die Idee dahinter: Menschen für Erscheinungsformen und die Folgen gruppenbezogener Menschfeindlichkeit zu sensibilisieren, die sich sonst nicht mit diesem Thema auseinandersetzen. Zudem wird mit dieser Aktion ein öffentlicher Raum für die Betroffenen von Rassismus und Diskriminierung geschaffen, in dem nicht andere, sondern sie selbst über ihre Situation sprechen.

Räume für Begegnungen


Auch in der Stadt Halle finden schon seit Längerem Aktionen in den Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. In diesem Jahr haben sich dazu verschiede Institutionen und Vereine der Stadt zusammengeschlossen, um unter dem Motto „Bildungswoche – Anerkennen statt Ausgrenzen“ ein breiteres Bewusstsein für die unterschiedlichen Formen von Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus zu schaffen. In der ersten Woche konzentrieren sich die Aktionen auf die Innenstadt Halles. Dort wird es mehrere Ausstellungen geben, die sich unter anderem mit der Situation von minderjährigen Flüchtlingen auseinandersetzen. Daneben werden Filmabende, Lesungen und Podiumsdiskussionen eine öffentliche Debatte unter den Bewohnern Halles über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit anregen. In der zweiten Woche werden die Aktionen auf die anderen Stadtteile Halles ausgeweitet. Dabei wird es auch speziell Aktionen für Kinder, Jugendliche und Familien geben, wie zum Beispiel ein Leseabend mit interkulturellen Märchen. Besonders wichtig ist den Veranstaltenden, neben der Aufklärungsarbeit, Räume der Begegnungen und des Austausches zu schaffen. Zum Abschluss der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ sind daher alle dazu eingeladen, gemeinsam zu feiern. Eine Programmübersicht findet man unter: http://bit.ly/1AKhHWn (PDF-Dokument).

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Von Marie Becker

25.02.2015

 

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