Ise Bosch, Dreilinden gGmbH
„Wir alle sind gegen rechte Gewalt - die Amadeu Antonio Stiftung fördert diejenigen, die etwas dagegen tun, an vielen Orten und mit langem Atem. Sie geht dabei keine vorschnellen Kompromisse ein.“
Björn Harras, Schauspieler
„In den Medien hört man täglich, wie Menschen Opfer von Diskriminierung und Ausgrenzung werden. Weil Ermutigung und Aufklärung die besten Mittel gegen Intoleranz sind, unterstütze ich die Amadeu Antonio Stiftung.“
Peter Maffay, Musiker
„Es herrscht noch immer zu viel Unkenntnis gegenüber anderen Kulturen, aus der Feindseligkeit entsteht. Wir müssen lernen, über diesen Tellerrand hinaus zu sehen und kapieren, dass wir voneinander abhängig sind."
Cem Özdemir, Gründungskurator der Amadeu Antonio Stiftung
„Menschen, die gegen Rechts-extremismus, Rassismus und Antisemitismus angehen, stärken unsere demokratische Zivilgesell-schaft. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt sie und leistet damit wertvolle Arbeit."

Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, erklärt zur heutigen Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes:
„Die Art und Weise wie der Verfassungsschutzbericht vorgestellt wurde, legt die Vermutung nahe, dass sich an der Einstellung der Behörde zum Thema Rechtsextremismus nichts geändert hat. Ein Bericht, der ohne eine klare Stellungnahme zu den Fehlern und Versäumnissen auskommt, ist nicht glaubwürdig. Diese Arroganz und Unbedarftheit des Verfassungsschutz macht mir Angst.
Von einer Behörde, die zurecht im Mittelpunkt der öffentlichen Kritik steht und die massiv an Vertrauen verloren hat, erwarte ich zu erfahren, wie ihre Zahlen zustande gekommen sind. Dass der Verfassungsschutz von einem abnehmenden rechtsextremen Personenpotential ausgeht und diesen Rückgang anhand der Parteiaustritte aus NPD und DVU begründet, zeugt von großer Naivität und lässt den Schluss zu, dass die Behörde auch nach der Enttarnung des NSU nichts dazugelernt hat.“
Kahane warnte außerdem davor, die Gefahr für die Demokratie allein an registrierten Straftaten ablesen zu wollen: „Spätestens seit dem Bekanntwerden der NSU-Mordserie ist deutlich geworden, dass selbst Todesopfer einer rechtsterroristischen Vereinigung über Jahre hinweg nicht in die Statistiken und Verfassungsschutzberichte eingeflossen sind. Auch zwei weitere Todesopfer rechter Gewalt aus dem Jahr 2011 fehlen in der offiziellen Statistik.“
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