Chronik antisemitischer Vorfälle 2008
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2008
Januar
Berlin (Berlin)
Jüdische Einrichtungen beschädigt
In Prenzlauer Berg und Westend sind zwei jüdische Einrichtungen von bislang unbekannten Tätern beschädigt worden. So wurden am Dienstag Fenster eines Hauses Am Rupenhorn beschädigt sowie das Lapidarium an der Schönhauser Allee mit Pflastersteinen beworfen.
(Berliner Morgenpost, 10.01.08)
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Berlin (Berlin)
Hund auf jüdische Schüler gehetzt
Fünf Schüler sind am 16.01.08 in Mitte attackiert und mit antisemitischen Parolen beschimpft worden. Die 15- bis 17-Jährigen waren auf dem Heimweg,
als sie an der Oranienburger Straße, Ecke Große Hamburger Straße, auf vier
Punks stießen. Die Männer beschimpften sie und hetzten einen Hund auf die
Gruppe. Das Tier lief einem 15-Jährigen hinterher und ließ erst dann von ihm
ab, als er in ein Geschäft flüchtete. Zeugen riefen die Polizei, die alle
vier Männer festnahm. Die beiden 27- und 31 Jahre alten Haupttäter werden
heute einem Haftrichter vorgeführt. Der Staatsschutz ermittelt.
(Berliner Zeitung, 17.01.08)
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Sömmerda (Thüringen)
Gedenktafel beschmiert
In der Nacht zum 27. Januar 2008, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, endeckte die Polizei in Sömmerda an der Gedenktafel, die an den Todesmarsch der Buchenwald-Häftlinge und der jüdischen Frauen im KZ-Außenlager erinnert, Hakenkreuzschmierereien und das Wort "Gas".
(Thüringer Allgemeine, 06.02.08)
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Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)
Gefährliche Körperverletzung
Die Polizeidirektion Süd meldet für den 11.1. eine gefährliche Körperverletzung mit antisemitischem Hintergrund.
(Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage, 26.6.)
Kleine Anfrage 5/6542 (PDF-Dokument)
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Neugünterberg (Brandenburg)
Jüdischer Friedhof geschändet
Unbekannte haben zwischen dem 10. und 16. Januar in Neugünterberg bei Angermünde (Uckermark) einen jüdischen Friedhof geschändet. Auf dem ca. 150 Quadratmeter großen Friedhof wurden mehrere Grabsteine umgeworfen und auf einen ein Hakenkreuz geschmiert.
Die Kriminalpolizei ermittelt.
(Märkische Oderzeitung, 17.01.08)
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Februar
Berlin (Berlin)
Holocaust Mahnmal beschmiert
Am Holocaust-Mahnmal in Berlin-Mitte sind ein Hakenkreuz und andere rechtsextreme Schmierereien entdeckt worden. Wie die Polizei am Wochenende mitteilte, bemerkte eine Mitarbeiterin der Gedenkstätte das Symbol am Freitagmittag (22.02.) an einer der Stelen. Außerdem sei die Zahlenkombination 888 aufgemalt worden. Nach Angaben der Denkmalsstiftung wurde die Schmiererei bereits am Freitagmittag entfernt. Seit der Eröffnung des Mahnmals habe es 15 solcher Vorfälle gegeben. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
(Die Tageszeitung, 25.02.08)
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Dessau (Sachsen-Anhalt)
Jüdischer Friedhof geschändet
Unbekannte haben in Dessau einen jüdischen Friedhof geschändet. In Dessau wurde am Wochenende(24.02.08) am Tor des Israelitischen Friedhofes eine Kranzschleife mit einem Hakenkreuz beschmiert, wie Staatsanwaltschaft und Polizei erst am Dienstag mitteilten. Die Schleife stammt von einem Kranz, der am 18. Februar zum Gedenken an die Einweihung der Synagoge niedergelegt worden war.
Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und wegen des Verdachts der Volksverhetzung.
(ddp, 26.02.08)
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Köthen (Sachsen-Anhalt)
Jüdischer Friedhof beschmiert
In der Nacht zum 24. Februar 2008 schändeten bisher unbekannte Täter den Jüdischen Friedhof in Köthen (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) im Fasaneriebusch. Auf GegenPart Nachfrage bestätigte dies eine Sprecherin der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost. Demnach wurde eine Gedenktafel beschädigt und zudem die antisemitische Parole „Wir pissen auf Dein Judengrab“ auf eine Mauer aufgesprüht.
Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und wegen des Verdachts der Volksverhetzung.
(http://projektgegenpart.org)
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März
Oranienburg (Brandenburg)
Rechtsextreme Schmierereien
In der Nacht zum 11.03.08 haben Unbekannte die Gedenkstättte Sachsenhausen geschändet. Es fanden sich auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Hakenkreuzschmierereien am Gebäude des Ex-SS-Truppenlagers, an der Außenmauer sowie an Tafeln und Kreuzen einer Grabanlage. Polizeiliche Ermittlungen wurden aufgenommen.
(taz, 12.03.08)
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Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern)
Jüdischer Friedhof geschändet
In der Nacht vom 15.3. zum 16.3. ist in Neustrelitz der jüdische Friedhof von Unbekannten geschändet worden. Das Tor des Friedhofs wurde aus den Angeln gerissen, und Grabsteine wurden umgestossen. Die Kriminalpolizei Neubrandenburg hat die Ermittlungen aufgenommen.
(Spiegel Online, 16.03.08)
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Wittenberg (Sachsen-Anhalt)
Überfall mit antisemitischem Hintergrund
Die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost teilte mit, dass am 16. März ein 33-jähriger Mann von zwei unbekannten Tätern antisemitisch beschimpft und mit einem Messer bedroht wurde.
(Gewaltchronik des "Projekt GegenPart" und Bericht der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost)
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Thallichtenberg (Rheinland-Pfalz)
Jüdische Grabsteine umgeworfen
Wie die Polizei erst am 18.03. mitteilte, wurde schon vorige Woche ein jüdischer Friedhof in Thallichtenberg (Kreis Kusel) geschändet. Unbekannte warfen an insgesamt 15 Grabstellen die Grabsteine um und beschmierten Gedenksteine mit nationalsozialistischen Parolen und Symbolen. Die Kriminal- und Polizeidirektion Kaiserslautern hat eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet. Der entstandene Sachschaden wird auf 5000 Euro geschätzt.
(ddp, 18.03.08)
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Eiterfeld (Hessen)
Gedenktafel gestohlen
In Eiterfeld ist laut Polizeiangaben zwischen dem 20.03. und dem 22.03. eine Gedenktafel entwendet worden, welche an die jüdische Gemeinde des Ortes erinnern sollte. Die Polizei Fulda schließt einen antisemitischen Hintergrund nicht aus, da in der Nähe des Tatortes Faltblätter der NPD gefunden wurden. Die Ermittlungen werden fortgesetzt.
(AP, 25.03.08)
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Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)
Jüdischer Friedhof geschändet
Im Laufe der Osterfeiertage ist die Gedenkstätte auf dem alten jüdischen Friedhof in Rostock mit rechtsextremen Symbolen geschändet worden. Die zentrale Stele, welche einen siebenarmigen Leuchter trägt, wurde von unbekannten Tätern mehrfach mit „C-18“ besprüht.
(www.endstation-rechts.de)
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Berlin (Berlin)
Rechtsextreme Äußerungen auf dem Fussballplatz
Am Sonntag den 30.03.08 sind Verantwortliche der ersten Fussballmannschaft des TuS Makkabi nach einem Verbandsligaspiel beim Adlershofer BC rassistisch beleidigt worden. Die Polizei stellte die Personalien eines 38-Jährigen und eines 44-Jährigen fest und begleitete beide zur Blutentnahme. Sie waren durch das Zeigen des Hitlergrußes und das Rufen von Naziparolen bzw. durch rechtsradikale Beleidigungen einem anwesenden Polizeibeamten aufgefallen.
(ddp, 31.03.08)
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April
Halle (Sachsen-Anhalt)
Schmähgesänge bei Fussballspiel
Wie Spiegel Online berichtete, haben auf einem Fussballspiel zwischen den Vereinen Halle und Carl Zeiss Jena am Wochenende Fans der Halleschen Manschaft wiederholt "Juden Jena" gegrölt. Auf einem Spiegel-Online vorliegenden Tonband sind deutlich die Schmährufe zu hören. Mittlerweile wurde Anzeige beim NOFV erstattet
(Spiegel-Online, 03.04.08)
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Prenzlauer Berg (Berlin)
Antisemitische Parolen gegröhlt
Am Dienstag, den 22. April zogen drei junge Männer in den Abendstunden durch den Mauerpark im Prenzlauer Berg und riefen Naziparolen, stießen antisemitische Beleidigungen aus und beschimpften Passanten. Die gerufene Polizei konnte zwei Männer im Alter von 23 und 25 Jahren festnehmen. Eine Person entkam. Der Staatsschutz ermittelt in diesem Fall wegen Volksverhetzung
(Berliner Morgenpost, 24.04.08)
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Weißensee (Berlin)
Jüdischer Friedhof geschändet
Unbekannte Täter haben in der Nacht vom 28.4.08 auf den 29.4.08 auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee 23 Grabsteine umgestoßen und weitere zehn Stelen beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt wegen Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit sprach von einer offenkundig antisemitischen Tat.
Der 1880 eingeweihte Friedhof ist mit 42 Hektar und über 115 000 Gräbern einer der größten und wohl auch schönsten jüdischen Friedhöfe in Europa. Auf dem Friedhof liegen bedeutende Persönlichkeiten wie der Verleger Samuel Fischer, der Maler Lesser Ury, der Mediziner Albert Fraenkel, der Restaurantbesitzer Berthold Kempinski und der Schriftsteller Stefan Heym begraben.
(u.a. Tagesspiegel, 30.04.08 )
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Weißensee (Berlin)
Jüdischer Friedhof erneut geschändet
In der Nacht auf den 30. Mai wurde der jüdische Friedhof in Weißensee zum zweiten Mal in Folge geschändet. Die unbekannten Täter warfen 33 Grabsteine und 19 Grabsäulen um. Schon in der Nacht zuvor war der Friedhof geschändet worden. Auch in diesem erneuten Fall übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen.
(taz, 2.5.08)
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Mai
Hildburghausen (Thüringen)
Stolpersteine beschmiert
Im thüringschen Hildburghausen sind in der Nacht zum 8. Mai vier Stolpersteine mit rechtsextremen und antisemitischen Parolen beschmiert worden. Die Gedenksteine wurden mit „6 mio. Lüge“ und „Wer glaubt noch dran?“ und Hakenkreuzen verunstaltet. Die erst zwei Tage zuvor verlegten Stolpersteine erinnern an jüdische Hildburghäuserner, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.
(Freies Wort, 09.05.08)
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Boizenburg (Mecklenburg-Vorpommern)
KZ-Ehrenmal beschmiert
In Boizenburg (Landkreis Ludwigslust) ist ein Ehrenmal zu Gedenken an die Häftlinge des KZ Neuengamme mit Hakenkreuzen und weiteren Nazisymbolen beschmiert worden. Darüber hinaus wurde das Ehrenmal auch beschädigt. Die Tat ereignete sich ersten Ermittlungen zufolge in der Nacht zum 8. Mai.
(Endstation Rechts, 13.05.08)
http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1515&Itemid=324
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Mitte (Berlin)
Mahnmal beschmiert
Am Donnerstagabend (22.05.08) wurde erneut eine mit einem Hakenkreuz beschmierte Stele im Holocaust-Mahnmal entdeckt. Das in Berlin-Mitte stehende Mahnmal, welches an die ermordeten 6 Mio. Juden und Jüdinnen im Dritten Reich erinnern soll, war zuletzt im Februar diesen Jahres geschändet worden.
(Tagesspiegel, 23.05.08)
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Wittenberg (Sachsen-Anhalt)
Antisemitische Parolen
In Wittenberg wurde eine Frau mit antisemitischen Parolen beschimpft. Die Polizei ermittelt gegen einen 28-jährigen wegen Volksverhetzung und Beleidigung.
(Pressemitteilung Nr. 129/2008 der PolizeidirektionSachsen-Anhalt Ost, 24.5.)
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Juni
Wittstock (Brandenburg)
Anschlag auf KZ-Gedenkstätte
In der Nacht auf Donnerstag (5.6.2008) wurde ein Anschlag auf das "Museum des Todesmarsches" im Belower Wald verübt. Blumenkübel wurden demoliert und das Eingangstor beschädigt. Außerdem wurde vergeblich versucht, die Scheiben der Gedenkstätte einzuschlagen. 2002 ist bereits ein Brandanschlag auf das Gebäude verübt worden.
(Tagesspiegel, 6.6.2008)
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Klagenfurt (Österreich)
Deutsche Fußballfans grölen antisemitische Parolen
Am Rande des EM-Spiels zwischen Deutschland und Polen am 8. Juni grölten deutsche Fußballfans Nazi-Parolen, darunter "Alle Polen müssen einen gelben Stern tragen". 140 Personen wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen.
(stern.de, 9.6.2008)
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Wilmersdorf (Berlin)
Stolpersteine beschädigt
Unbekannte haben am 11. und 12. Juni insgesamt 29 Stolpersteine mit weißer Farbe übergossen. Die aus Messing gefertigten und in den Boden eingelassenen Stolpersteine sollen an den letzten Wohnort im Nationalsozialismus deportierter Juden erinnern.
(Berliner Morgenpost 13.6.208 )
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Dessau (Sachsen-Anhalt)
Jüdischer Friedhof geschändet
Mitte Juni wurde in Dessau der jüdische Friedhof mit den Worten "Wer Juden unterstützt, ist der Feinde des deutschen Volkes" geschändet.
(Chronik Projektgegenpart)
Bericht Projektgegenpart
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Pinneberg (Schleswig-Holstein)
Anschlag auf jüdisches Gemeindezentrum
Ein Pflasterstein zerstörte die Scheibe des Betsaals. Anschließend drohte ein männlicher Anrufer: "So was kann öfters passieren, ihr habt keine Ruhe. Sieg Heil."
(taz, 19.6.2008)
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Hannover (Niedersachsen)
Antisemitische Parolen nach EM-Halbfinalspiel
Im Anschluss an den Sieg der deutschen Mannschaft gegen die Türkei im EM-Halbfinale skandierten Fans von Hannover 96 in der Nacht antisemitische Parolen. 21 Männer im Alter von 16 bis 22 Jahren wurden vorübergehend festgenommen und Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.
(Frankfurter Rundschau, 27.6.2008)
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Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Friedhof geschändet
Unbekannte haben in der Nacht zum Donnerstag (26. Juni) die Mauer des israelitischen Friedhofs im Fermersleber Weg mit einem Hakenkreuz beschmiert.
(MDR, 27.6.2008)
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Göttingen (Niedersachsen)
Göttinger Professor präsentiert krude Thesen zum Olympia-Attentat von 1972
Unter dem Titel "Hebron und München. Wie vermitteln wir die Zeitgeschichte des Sports, ohne uns in den Fallstricken des Antisemitismus zu verhaspeln?" präsentierte der Göttinger Professor Arnd Krüger die These, die ermordeten Athleten seien freiwillig in den Tod gegangen, um "der Sache Israels zu nutzen" indem die Schuld Deutschlands dem jüdischen Staat gegenüber verstärkt werde. Außerdem verglich er dieses Verhalten mit jenem der Juden in Hebron, die 1929 trotz antijüdischer Ausschreitungen die Stadt nicht verlassen haben. Er erklärte dieses Vorgehen mit dem "unterschiedlichen Körperverständnis" in Israel. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dr. Dieter Graumann, bezeichnete Krügers Äußerungen als "Antisemitismus pur" und "Volksverhetzung".
(Spiegel-Online, 28.6.2008)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,562742,00.html
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Juli
Dessau (Sachsen-Anhalt)
Jüdischer Friedhof geschändet
In der Nacht zum 2. Juli ist der jüdische Friedhof in Dessau geschändet worden. Auf der Außenmauer des Friedhofs fand sich die antisemitische Parole: "Wer Juden unterstützt, ist der Feinde des deutschen Volkes!"
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
(Chronik www.projektgegenpart.org, 3.7.)
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Mitte (Berlin)
Mahnmal besprüht
Zum wiederholten Mal wurde das Denkmal für die ermordeten Juden Europas geschändet. Ein 28jähriger Mann besprühte am Dienstagabend (08.07.08) in aller Ruhe minutenlang Stelen des Mahnmals mit rechtsextremen Symbolen. Er pöbelte eine ältere Frau an, die ihn aufforderte mit den Schmierereien aufzuhören, herbeigerufene Sicherheitsbeamte ging er körperlich an. Er wurde schließlich von der Polizei festgenommen.
(Bild, 09.07.08)
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Elmshorn (Schleswig-Holstein)
Jüdische Kapelle beschädigt
In Elmshorn (Kreis Pinneberg) haben Unbekannte die Tür der dortigen jüdischen Kapelle beschädigt. Zudem ging bei dem Jüdischen Gemeindezentrum in Pinneberg ein Schreiben mit antisemitischen Inhalten ein.
(taz, 10.07.08)
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Frankfurt / Oder (Brandenburg)
Einbruch in jüdischer Gemeinde
Nach einem Einbruch in der jüdischen Gemeinde in Frankfurt / Oder in der Nacht zum Samstag, den 12. Juli, geht die Staatsanwaltschaft nunmehr nicht von einem politischen Hintergrund aus. Bei dem Einbruch wurde Bargeld gestohlen sowie ein Computer mit den Daten von mehr als 200 Gemeindemitgliedern.
Außerdem ist am Donnerstag der vergangenen Woche ein Hetzbrief bei der Gemeinde eingetroffen. Es ist der vierte in diesem Jahr. Der Brief war mit Hakenkreuzen und einer Drohung gegenüber der Gemeinde versehen.
(Die Linkszeitung, 5.8.)
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Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern)
Grabsteine auf jüdischem Friedhof beschmiert
Auf dem jüdischen Friedhof in Güstrow wurden acht Grabsteine mit Nazi-Symbolen beschmiert. Die Hakenkreuze, SS-Runen und das Kürzel c18 (für die Naziorganisation combat 18) wurden am Mittwochabend (16.7) endeckt.
Die Tat steht offenbar im Zusammenhang mit Brandstiftungen und Sachbeschädigungen an drei Imbissen in Güstrow, die ebenfalls mit Hakenkreuzen beschmiert worden waren. Ein Asia-Imbiss wurde von Flammen teilweise zerstört. Die Polizei ermittelt in allen Fällen wegen der Verwendung von Symbolen verfassungsfeindlicher Organisationen sowie Sachbeschädigung.
(Ostsee-Zeitung.de, 18.7.08)
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Gummersbach (Nordrhein-Westfalen)
Neonazis schlugen jüdischen Jungen zusammen
Am 19. Juli wurde ein jüdischer Junge in Gummersbach auf einer Geburtstagsfeier von Neonazis verprügelt. Die drei jungen Männer, von denen einer Tätowierungen des Eisernen Kreuzes auf dem Unterarm und den Schriftzug "Blut und Ehre" auf dem Bauch hatte, beschimpften den 17-jährigen als "dreckige Judensau", sie verprügelten ihn und traten ihn einen Abhang hinunter.
Die Polizei wurde dreimal alarmiert, bevor sie nach 30 min einen Streifenwagen schickte. Mittlerweile ermittelt der Staatsschutz Köln wegen gefährlicher Körperverletzung und Verwendung nationalsozialistischer Symbole.
(taz, 31.7.)
Artikel in der taz
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Dessau (Sachsen-Anhalt)
Jüdische Gemeinde bedroht
Die jüdische Gemeinde Dessau wurde am 28. Juli mit einem antisemitischen Hetzbrief bedroht. In dem anonymen Schreiben heißt es: "Deutschland Erwache! Der Jude siegt mit der Lüge und stirbt mit der Wahrheit! Der Verjudung konsequent entgegentreten!" Das Flugblatt zeigt außerdem das Hakenkreuz.
Der Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung.
Chronik "Projektgegenpart"
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Cottbus (Brandenburg)
Jüdischer Friedhof geschändet
Auf dem jüdischen Friedhof in Cottbus wurden 12 Grabsteine umgestoßen und sind dabei teilweise beschädigt worden. Dabei entstand ein Sachschaden von 5000 Euro.
Die Polizei hat bisher keine Spur zu den Tätern.
(Berliner Zeitung, 29.7.)
Bericht in der Berliner Zeitung
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Frankfurt / Oder (Brandenburg)
Antisemitische Welle reißt nicht ab
Bei der jüdischen Gemeinde in Frankfurt an der Oder sind erneut Briefe antisemitischen Inhalts mit Hakenkreuzschmierereien eingegangen.
Damit setzt sich die Welle antisemitischer Drohungen in Frankfurt fort. Die Gemeinde hat bereits mehrere solcher Briefe erhalten und im Juli ist in der Gemeinde eingebrochen worden.
(Berliner Zeitung, 29.7.)
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August
Berlin (Berlin)
Antisemitische Parolen bei DFB-Pokalspiel
Beim DFB-Pokalspiel zwischen FC Energie Cottbus und Tennis Borussia Berlin im Charlottenburger Mommsenstadion kam es zu Ausschreitungen, bei denen 15 Polizisten verletzt wurden. Die Anhänger des FC Energie Cottbus warfen Becher und Büchsen und provozierten die gegnerischen Fans mit antisemitischen Gesängen. Augenzeugen zufolge grölten sie "Berlin, Berlin, Juden Berlin".
(Tagesspiegel, 11.8.; haGalil)
Artikel bei haGalil
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Erfurt (Thüringen)
Antisemitische Parolen bei Fußballspiel zwischen Rot-Weiß Erfurt und Carl Zeiss Jena
Bei der Partie am Freitag hatten Anhänger der Erfurter Gastgeber "Juden-Jena" skandiert und ein antisemitisches Lied angestimmt. Erst nach einer Aufforderung durch den Erfurter Stadionsprecher, die Rufe zu unterlassen, verstummten die Parolen.
Die antisemitischen Ausfälle kamen allerdings nicht aus dem Erfurter Fanblock der Ultras, sondern von der Haupttribüne. Was die Anzahl der Rufer betrifft, gibt es unterschiedliche Wahrnehmungen. Anfangs war von um die 20 Fans die Rede. Jenas Präsident Peter Schreiber sprach im MDR FERNSEHEN dagegen von "fast einem kompletten Block". Matthias Stein vom Jenaer Fanprojekt bestätigte das. "Anfangs waren es um die hundert, am Ende bestimmt 400 Leute." Der Stadionsprecher hat nach Steins Meinung viel zu spät reagiert. "Durchsagen gab es erst kurz vor Schluss. In der ersten Halbzeit, als auch das U-Bahn-Lied gesungen wurde, passierte nichts", sagte er dem MDR.
(MDR vom 18.08.08)
Artikel vom MDR
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Berlin (Berlin)
Hakenkreuze auf Holocaust-Mahnmal
Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas wurde erneut mit Hakenkreuzen beschmiert. An sieben Stelen entdeckte Wachpersonal am Samstag, den 23.8. insgesamt elf Hakenkreuze, die mit roten und schwarzen Stiften auf die Stelen gemalt worden waren und bis zu 60 mal 60 cm groß waren. Es sind die größten Schmierereien seit der Eröffnung des Mahnmals. Weil ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen wird, ermittelt der Staatsschutz.
(taz, 25.8.08)
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Schönebeck (Sachsen-Anhalt)
Antisemitische Parole
In der Nacht vom 30. auf den 31. August stellte die Polizei bei einer Personalienüberprüfung fest, dass eine strafrechtlich bekannte Person mit rechts motivierten Delikten, eine Weste mit der Aufschrift "Juden raus!" trug.
(Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord vom 03.09.)
Pressemitteilung der Polizei
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September
Berlin - Kreuzberg (Berlin)
Stolperstein in Berlin - Kreuzberg beschädigt
Unbekannte haben in der Schleiermacherstraße in Kreuzberg im Gehweg einen eingelassenen Gedenkstein mit schwarzer Ölfarbe beschädigt. Ein Anwohner bemerkte gegen 22 Uhr die Beschädigung und alarmierte die Polizei.
(Pressemitteilung der Polizei Berlin vom 02.09.)
Link zur Pressemitteilung
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Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen)
Drohbrief und antisemitische Schmierereien in Düsseldorf
Gleich mehrere antisemitische Vorfälle in Düsseldorf meldet das Coordination Forum for Countering Antisemitism am 14.09.08 . So wurde der Vorsitzende der Düsseldorfer jüdischen Gemeinde in einem Drohbrief wüst beschimpft und aufgefordert nach Israel zu gehen. An den Stufen des Chabad-Hauses war die Aufschrift "Drecksjuden" zu lesen. Außerdem wurden in der Nähe der Synagoge, sowie in der S - Bahn Hakenkreuze und ein Davidstern mit dem Schriftzug "TOD" entdeckt.
(CFCA vom 14.09.)
Link zum CFCA
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Weißensee (Berlin)
Ärzte und Patienten als "Judenschweine" beschimpft
Die Polizei hat im St. Josef Krankenhaus in Weißensee einen Mann festgenommen, der in der Klinik Naziparolen geschrien und Wände und Türen mit Hakenkreuzen beschmiert hatte. Bei seiner Festnahme beschimpfte er Ärzte und Patienten als "Judenschweine".
(Tagesspiegel, 18.9.)
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Gadebusch (Mecklenburg-Vorpommern)
Hassparolen gegen Juden und DIE LINKE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde die Geschäftsstelle der Partei DIE LINKE mit Hakenkreuzen und antisemitischen Beschimpfungen beschmiert.
(Schweriner Volkszeitung )
ssz.de vom 24.09.
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Fürstenwalde (Brandenburg)
Antisemitische Musik
Am 25.9. gegen 19 Uhr wurde die Polizei zu einer Wohnung auf dem Konstantin-Ziolkowski-Ring gerufen. Anwohner hatten aus der Wohnung, in der häufig Personen der rechten Szene verkehren, laute Musik mit antisemitischen und fremdenfeindlichen Textpassagen gehört.
Die Beamten verschafften sich Zutritt zu der Wohnung und stellten den PC mit Festplatte und die Musikanlage sicher. Alle sechs Personen in der Wohnung im Alter zwischen 15 und 28 Jahren wurden in Gewahrsam genommen.
Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.
(Märkische Allgemeine, 26.9.)
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Westerstede (Niedersachsen)
Jüdischer Friedhof geschändet
Nachdem in der Nacht zum 25.09. auf dem jüdischen Friedhof in Westerstede mehrere Grabsteine umgestoßen wurden, kam es in der darauffolgenden Nacht erneut zu Schändungen. Drei junge Männer im Alter zwischen 16 und 20 Jahren beschmierten Grabsteine, eine Gedenktafel der Biblitohek, Autos sowie die »Robert-Danneman Schule«. Eine Schülerfirma der Haupt-und Realschule kümmerte sich bislang um die Pflege des jüdischen Friedhofes in der Kreisstadt.
(NWZ Online vom 26.09. und 27.09)
Link zu NWZ Online
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Berlin (Berlin)
Antisemitische Demonstration zum "Al-Quds-Tag"
Etwa 400 Menschen haben am Samstag in Berlin zum "Al-Quds-Tag" gegen das Existenzrecht Israels demonstriert. Der "Al-Quds-Tag" wurde 1979 von Ayatolla Khomeini eingeführt um weltweit Hasse gegen Israel zu propagieren. Seit 1995 findet zu diesem Anlass auch in Berlin jährlich eine Demo statt.
Mut gegen Rechte Gewalt vom 27.09.08
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Berlin (Berlin)
Antisemitische Schmierereien auf Jüdischem Friedhof
In der Nacht des 29.9. haben Unbekannte auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin Mitte gegen 0:40 morgens eine Informationstafel mit antisemitischen Parolen beschmiert. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
(Pressemeldung des Polizeipräsidenten in Berlin, 29.9.)
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Oktober
Berlin (Berlin)
Antisemitische Schmiererei
Am 1.Oktober wurden im Bezirk Lichtenberg antisemitische Schmierereien festgestellt. Unbekannte hatten mit Farbe einen Davidstern auf den Gehweg der Hauffstraße in Rummelsburg und daneben antisemitische Parolen gemalt.
(Polizei Lichtenberg am 2.10.)
Pressemitteilung der Polizei
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Wismar (Mecklenburg-Vorpommern)
Stolperstein herausgerissen
Unbekannte haben in der Kanalstraße in Wismar einen Stolperstein aus dem Gehweg entfernt. Dieser wurde erst im Juli zusammen mit acht weiteren vom Künstler Gunter Demnig verlegt.
(Ostsee Zeitung vom 2.10.)
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Jena (Thüringen)
Antisemitische Gesänge bei Fußballspiel
Im Fünftligaspiel zwischen Carl Zeiss Jena II und Lok Leipzig waren am Samstag "Juden - Jena" Rufe aus dem Block der Leipziger zu hören. In der Vergangenheit wurden bereits Fanblöcke mehrerer Vereine durch solche Rufe auffällig.
(Spiegel Online, 6.10.)
Link zu Spiegel Online
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Hachenburg (Rheinland-Pfalz)
Jüdischer Friedhof geschändet
Wie die Polizei erst jetzt mitteilte wurden bereits am 18. Juni auf einem jüdischen Friedhof insgesamt 8 Grabsteine umgeworfen und ein weiterer gelockert. Einer der Steine zerbrach dabei. Zur Aufklärung nimmt die Polizei Hachenburg unter der Telefonnummer 02662/95580 Hinweise entgegen.
(Westerwälder Zeitung vom 11.10.)
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Potsdam (Brandenburg)
Stolperstein mit Hakenkreuz beschmiert
Unbekannte haben gestern Nachmittag einen «Stolperstein» in der Innenstadt von Potsdam mit einem Hakenkreuz beschmiert. Er erinnert an Samuel Guttmann und damit wie die übrigen sechs Gedenksteine in der Landeshauptstadt an einen Verfolgten aus der Zeit des Nationalsozialismus
(Welt vom 13.10.)
Artikel in der Welt
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Dresden (Sachsen)
Eklat im sächsischen Landtag: Ex-NPD-Abgeordneter fordert Gewalt gegen "Zionisten"
Der ehemalige Abgeordnete der NPD, Klaus-Jürgen Menzel, der im vergangenen Jahr bereits durch seine Äußerungen über den "Zionismus" für Aufruhr gesorgt hat, rief am 17.10. im sächsischen Landtag zu Gewalt gegen politische Gegner auf. Er argumentierte, "gegen Zionisten, Freimaurer, Kriegstreiber und andere Psychopathen" würden keine langen Reden, sondern "nur noch Handgranaten" helfen. Landtagspräsident Erich Iltgen (CDU) sprach von "ungeheuerlichen und volksverhetzenden Aussagen".
Spiegel-Online; Artikel vom 17.10.2008
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Berlin (Berlin)
Zwischenfall bei Krematorium in Treptow
Am Morgen des 20.10. fiel einem Mitarbeiter des Krematoriums auf, dass am Ausfahrtstor die Buchstaben "KZ" eingekratzt waren. Den alarmierten Polizeibeamten teilte er später mit, dass außerdem eine Fahne der NPD an dem Tor gehangen haben soll, die allerdings bereits vor dem Eintreffen der Polizei von Unbekannten entfernt worden sei.
(Pressemitteilung der Polizei vom 20.10.)
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/112046/
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Berlin (Berlin)
Hakenkreuzschmierereien und "Hitler-Gruß"
In der Egestorffstraße in Lichtenrade wurde in der Nacht zum 25.10. ein Hakenkreuz und ein Schriftzug auf den Gehweg geschmiert.
In Hellersdorf wurde eine Straßenbahn von einem 20-jährigen Mann mit einer Flasche beworfen, die das Ziel jedoch nicht erreichte. Daraufhin machte der Mann den "Hitler-Gruß" und rief "Heil Hitler".
Nach seiner Festnahme und der Aufnahme seiner Personalien wurde der Mann wieder freigelassen. Es wird gegen ihn wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
Tagesspiegel, 25.10
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Berlin (Berlin)
Schmierereien an Gedenkstätte in Berlin-Mitte
Polizisten entdeckten am Nachmittag des 28. Oktober Schmierereien an der "Gedenkstätte ehemaliges jüdisches Altenheim" in der Großen Hamburger Straße. Unbekannte hatten ein etwa 6 x 6 Zentimeter großes Hakenkreuz mittels Farbe angebracht.
(Pressemitteilung der Polizei vom 29.10.)
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/112839/index.html
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Schöneiche (Brandenburg)
Gedenkstein in Schöneiche beschädigt
Am 29.10. gab die Polizei bekannt, dass in Schöneiche von Unbekannten der Davidstern und mehrere Metallbuchstaben eines Gedenksteins herausgebrochen wurden. Es ist noch unklar, ob es sich dabei um einen Metalldiebstahl oder um eine antisemitische Tat handelt. Desweiteren werden Verbindungen zu den Vorfällen beim Laubhüttenfest geprüft.
Ad-Hoc-News (Pressemitteilung) - 29. Okt. 2008
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November
Hamburg (Hamburg)
Muslimische Gräber geschändet
Zwischen dem 31.10 und dem 1.11.2008 wurden 17 Gräber auf dem Friedhof Öjendorf in Hamburg-Billstedt geschändet. Auf dem muslimischen Teil des Friedhofs wurden von bisher unbekannten Tätern Grabsteine mit Davidsternen und Parolen wie "Fuck Allah" und "Allah=Motherficker" beschmiert. Zudem wurden Grabsteine umgeworfen und ein Leinentuch mit einem Hakenkreuz über einige Gräber gespannt. Die Steine wurden inzwischen wieder aufgerichtet, die Schriftzüge beseitigt. Die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.
Pressemitteilung der Polizei Hamburg vom 2.11
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Berlin - Charlottenburg (Berlin)
Rabbiner antisemitisch beleidigt
In der Nacht zum Sonntag, dem 2.11. wurden ein 36-jähriger Rabbiner und acht Rabbinerschüler genötigt und antisemitisch beleidigt. Diese waren in einem Kleinbus in Berlin-Charlottenburg unterwegs, als Unbekannte sie zum Anhalten und Rückwärtsfahren nötigten, wobei wiederholt antisemitische Äußerungen zu hören waren. Außerdem wurde ein brennender Gegenstand in Richtung des Kleinbusses geworfen.
Pressemitteilung der Polizei vom 2.11.
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Marburg (Hessen)
Jüdische Friedhöfe verwüstet
In der Nacht zum 9.November wurde in Wetter bei Marburg ein jüdischer Friedhof verwüstet. Unbekannte Täter schmissen 25 Grabsteine um! Außerdem rissen sie Teile des Zauns ein. Es wird wegen Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe ermittelt. NOCH MEHR! Nahe Holzminden in Niedersachsen wurde auf einem jüdischen Friedhof ein Grabstein aus dem Jahre 1854 zerstört.
taz.de, vom 13.11
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Berlin-Weißensee (Berlin)
Hakenkreuze + Davidsterne ins Fenster geritzt
In der Nacht zum 9.11. wurden elf Hakenkreuze in die Außenfenster des "Milchhäuschens" in Weißensee geritzt. Sechs Wochen zuvor wurden schon zwei Davidsterne in die Scheiben des Cafe-Restaurants gekratzt. Leider muss der Besitzer für die Schäden an den Fenstern selbst aufkommen, da die Täter bisher nicht gefunden wurden.
Berliner Morgenpost, 11.11.2008
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Bad Nenndorf (Niedersachsen)
Redeverbot
Bei einer Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht vor 70 Jahren wurde der jüdischen Gemeinde (der Sprecherin Marina Jalowaja) eine Rede verboten. Samtgemeindebürgermeister Reese begründete dies mit:"Am Volkstrauertag kommen schließlich auch nicht die Parteien und Vereine zu Wort."
Desweiteren stellte sich heraus, dass Adolf Hitler bis heute Ehrenbürger der Stadt ist.
redok.de, 11.11.08
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Waren (Mecklenburg-Vorpommern)
Israelfeindliche Parolen stören Gedenkfeier
Laut dem "Nordkurier" störten Jugendliche die Gedenkfeier zum Novemberpogrom in der Kleinstadt Waren. Vor der Verlegung von Stolpersteinen entrollten die Jugendlichen ein Transparent und zogen israelfeindliche Parolen grölend durch die Stadt. Die Gruppe löste sich auf, nachdem die Poizei eintraf. Schon in der Nacht kam es zu antisemitisch motivierten Vandalismus bei einer Kirche und einem Geschäftshaus, vor dem Gedenkplatten verlegt werden sollten.
Schweriner Volkszeitung, 10.11.
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Berlin (Berlin)
Zivilpolizist trägt "Thor Steinar" bei Pogrom-Gedenkdemonstation
Bei einem Einsatz zur Demonstration "70 Jahre nach der Reichspogromnacht/Gegen Antisemitismus" am 9.November in Berlin trug ein Zivilbeamter der Polizei Kleidung, der in der rechten Szene beliebten Marke "Thor Steinar". Der 29-Jährige wurde aus dem Demonstrationszug heraus angegriffen und musste von Kollegen in Sicherheit gebracht werden, die ebenfalls attackiert wurden. Der Angreifer konnte nicht festgenommen. Die Jüdische Gemeinde und das Jüdische Forum für Demokratie (JFDA) reagierten empört auf die "Provokation" des Polizisten, ausgerechnet zum Gedenken an 1938. Dies sei eine "Beleidigung der Opfer". Der VVN-BdA verlangt, dass der Beamte aus dem Dienst erntfernt wird.
(Berliner Polizei, Berliner Zeitung, taz, tagesspiegel)
Tagesspiegel, 12.11.08
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Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg)
Drohbriefe mit antisemitischem Inhalt
Vertreter der jüdischen Gemeinde Villingen-Schwenningen und Schwarzwald Baar verzichteten auf die Teilnahme an der Gedenkfeier zur Reichpogromnacht am 9.November, nachdem Drohbriefe mit antisemitischem Inhalt bei der Gemeinde eigegangen waren. Ein Drohbrief beinhaltete zum Beispiel ein Hakenkreuz, Hetzereien und die Forderung nach einem Verbot von jüdischen Organisationen in Deutschland.
Badische Zeitung, 11.11.2008
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Demmin (Mecklenburg-Vorpommern)
Jüdischer Friedhof geschändet
Unbekannte schändeten in der Nacht zum Montag,10.November 2008 den jüdischen Friedhof in Demmin. Sie warfen insgesamt zehn Grabsteine um und zerstörten die im Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht niedergelegten Grabgestecke.
(Schweriner Volkszeitung (11.11))
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Berlin (Berlin)
Antisemitische Schmierereien in Friedrichshain
Am 11.11.08 wurde die Hauswand eines Mehrfamilienhauses in der Palisadenstraße in Berlin-Friedrichshain mit antisemitische Schriftzügen, Hakenkreuzen und anderen Hetzparolen beschmiert. Die Wohnungsbaugesellschaft beseitigte diese inzwischen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt.
Pressemeldung der Polizei vom 12.11.
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Berlin (Berlin)
Hakenkreuze am Halleschen Tor
Am Abend des 15.11. entdeckte ein Fahrgast im Eingangsbereich des U-Bahnhofs Hallesches Tor in Kreuzberg hässliche Schmierereien: acht unterschiedliche große Hakenkreuze, die mittels schwarzer Farbe angebracht wurden.
Pressemeldung der Polizei, 16.11.2008 - 09:00 Uhr
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Berlin (Berlin)
Davidsterne auf Gedenkstätte geschmiert
Gegen 22 Uhr des 15.11. wurden von Polizeibeamten Schmierereien an der Zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft festgestellt. Zwei Davidsterne wurden im Eingangsbereich der Neuen Wache angebracht. Diese wurden wieder entfernt, der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes ermittelt wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung.
Pressemeldung der Polizei, 16.11.2008 - 15:35 Uhr
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Gotha + Erfurt (Thüringen)
Friedhöfe in Thüringen geschändet
In der Nacht zum Montag, den 17.11.2008 wurden zwei jüdische Friedhöfe in Gotha und in Erfurt geschändet. In Gotha wurde am Eingangstor ein Schweinekopf angebracht, daneben ein Plakat mit volksverhetzendem Inhalt. Außerdem warfen die Täter mit einer blutähnlichen Flüssigkeit gefüllte Gläser über das Tor. In Erfurt beschmierten unbekannte Täter eine Gedenktafel am Eingang des jüdischen Friedhofs mit einer blutähnlichen Substanz. Es wird wegen Volksberhetzung und Sachbeschädigung ermittelt.
(Thüringer Allgemeine, AFP, MDR)
Thüringer Allgemeine, 17.11
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Görlitz (Sachsen)
Hakenkreuz und antisemitische Parole an Görlitzer Synagoge
Die ehemalige Görlitzer Synagoge wurde am 9.November 2008 zum 70.Jahrestag der Reichspogromnacht als Begegnungs- und Kulturzentrum wiedereröffnet. Am 17.11. wurden ein Hakenkreuz und eine antisemitische Parole am Eingang entdeckt. Hinzu kommt, dass eine Tür mit gelber Farbe beschmiert wurde.
Sächsische Zeitung online, 18.11
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Schöneiche (Brandenburg)
Gedenkstein in Schöneiche schon wieder geschändet
Am 21.November stellten Polizeibeamte die wiederholte Schändung des jüdischen Gedenksteins in Schöneiche fest. Unbekannte hatten abgelegte Kränze rumgeworfen und einen Blumentopf gegen den Gedenkstein geschmettert. Erst Ende Oktober wurden mehrere Teile aus dem Stein herausgebrochen. Staatsschutz ermittelt. Zeugen gesucht.
Tagesspiegel, 21.November
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Berlin (Berlin)
Hakenkreuze in Lichtenberg
Sonntag, 23.11.08. Einen Tag nach der 16. Silvio-Meier-Gedächtnisdemo entdeckten Anwohner in Berlin-Lichtenberg in der Gegend der Rutnik- und Rudolf-Reusch-Straße und dem Hendrichplatz mehrere Hakenkreuze an Verkehrschildern, Türen, Müllbehältern und Briefkästen. Die Schmierereien wurden entfernt, die Polizei ermittelt.
Pressemeldung der Polizei, 24.11.2008
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Eisenhüttenstadt (Brandenburg)
Grabsteine auf jüdischem Friedhof umgeworfen
Am Montag, dem 24.11.08 wurde der Polizei gemeldet, dass auf dem jüdischen Friedhof in Eisenhüttenstadt vier Grabsteine umgeworfen wurden. Es ist noch unklar, ob es sich dabei um eine antisemitische Tat handelt.
Der Tagesspiegel, 24.11.
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Zossen (Brandenburg)
Zorn gegen Gedenken an ermordeten Juden
Am Donnerstag, den 20.11.08, verlor in Zossen ein Besitzer eines Internetcafés die Kontrolle, als er sich vehement gegen Gedenksteine, die an jüdisches Leben im Gebäude des Internetcafés erinnern sollten. Als die Gruppe, die diesen Gedenkzug durch die Zossener Innenstadt organisierte, begann, den Spaten für diese Gedenksteine anzusetzen, eskalierte die Situation: der Ladeninhaber stürmte heraus und stieß wahllos umstehende Zuschauer um und verwickelte einen Mitarbeiter der Stadt in eine Rangelei. Die Polizei, die auch sofort hinzukan, entschied sich für Deeskalation und riet dem Ladenbesitzer, gegen den Beschluss der Stadt vorm Amtsgericht zu klagen. Dies wird wohl nicht sehr erfolgreich sein.
MAZ 26.11.08
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Dezember
Berlin (Berlin)
Gedenktafel mit Farbe beschmiert
In der Nacht des 2.12.08 entdeckten Polizeibeamten im Harry-Breslau-Park an der Treitschkestraße in Berlin-Steglitz, dass dort eine Gedenktafel geschändet wurde. Die Tafel, die an den Antisemitismus-Streit erinnert, wurde von Unbekannten mit schwarzer Farbe besprüht. Es wird ermittelt.
Pressemeldung POLIZEI, 02.12.2008 - 10:10 Uhr
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Berlin (Berlin)
Antisemitischer Angriff
Am Abend des 13.12 wurde ein 20-jähriger Mann in Berlin-Mahlsdorf antisemitisch beleidigt und zusammengeschlagen. Dabei erlitt er Knochenbrüche im Gesicht und ein Schädel-Hirn-Trauma. Ein 22-jähriger Tatverdächtiger habe ihn in einem Bus der Linie 195 in der Hönower Straße erst angepöbelt, dann geschlagen und getreten. Er wurde festgenommen, der Staatsschutz ermittelt gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung.
Berliner Zeitung, 13.12.2008, 15:31 Uhr
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Zossen (Brandenburg)
Neonazis stören Gedenkveranstaltung zum Holocaust
Am Mittwochabend (17.12.08) versammelten sich in Zossen um die 200 Menschen um den Opfern des Holocaust zu gedenken. Anlass war der Widerstand des Holocaustleugners Rainer J. Link gegen die Verlegung der Stolpersteine in der Berliner Straße 11 vor seinem Internetcafe. Während einer Schweigeminute begannen rund 20 Neonazis, die sich unter die Leute gemischt hatten, ein Lied der HJ zu grölen. Daraufhin wurde die Neonazis eingekreist und von Bürger und autonomen Antifaschisten mit "Nazis raus"-Parolen beschimpft. Um Schlägereien zu vermeiden mischte sich die Polizei ein und trennte die Gruppen.
Märkische Allgemeine, 18.12.2008
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Pforzheim (Baden-Württemberg)
17-jähriger Schüler aus Pforzheim antisemitisch beschimpft
In der Nacht des zweiten Weihnachtsfeiertages 2008 wurde ein 17-jähriger jüdischer Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums in Pforzheim von einer Gruppe Jugendlicher, darunter neun aus demselben Jahrgang wie der 17-jährige, antisemitisch beschimpft und drangsaliert. Die angreifenden Schüler urinierten ebenso vor das Haus, in welchem sich das Opfer befand. Bei näheren Untersuchungen kam heraus, daß der 17-jährige schon seit einiger Zeit von Mitschülern antisemitisch beleidigt wurde. Aufgrund des Vorfalls verließ der 17-jährige die Schule.
(Stuttgarter Nachrichten v.05.03.2009)
Angriff auf jüdischen Schüler