Materialien zum Thema Arbeit gegen Antisemitismus können bei der Stiftung bestellt werden
Seit ihrer Gründung ist die Bekämpfung von Antisemitismus ein wichtiges Thema der Amadeu Antonio Stiftung. Da in den vergangenen Jahren in Deutschland, aber auch weltweit Antisemitismus stark zugenommen hat, hat die Stiftung ihr Engagement zu diesem Thema verstärkt. Sie geht der Frage nach, was gegen die aktuellen Ausprägungen des Antisemitismus getan werden kann.
Die Aktionswochen gegen Antisemitismus finden jährlich im November und Dezember statt. In inzwischen mehr als 150 Veranstaltungen in mehr als 70 Orten wird die Auseinandersetzung mit historischem und aktuellem Antisemitismus geführt.
Besonders wichtig ist der Stiftung die öffentliche Aufmerksamkeit für das Problem. Deshalb entwickelte sie eine Wanderausstellung für Schulen und Jugendklubs: "'Man hat sich hierzulande daran gewöhnt' - Antisemitismus in Deutschland heute". Auf zehn Tafeln zeigt sie die aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus in Deutschland und Europa. Die Ausstellung kann auf Anfrage verliehen werden.
In vielen Städten und Gemeinden in den neuen Bundesländern ist die lokale Geschichte der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus bis heute nicht bekannt. Deshalb setzt sich die Amadeu Antonio Stiftung dafür ein, dass vor Ort über die lokale Geschichte des Antisemitismus gesprochen wird. Hierzu soll die Wanderausstellung "'Das hat’s bei uns nicht gegeben' – Antisemitismus in der DDR" einen Beitrag leisten.
Im Projekt Antisemitismus in Ost und West – Lokale Geschichte sichtbar machen setzen sich Schülerinnen und Schüler aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen mit der Verfolgung der Jüdinnen und Juden in ihren Orten und den Unterschieden in den Erinnerungskulturen der beiden deutschen Staaten auseinander.
Gegenstand des Projekts "Ausgeblendet?" ist die (Nicht-) Darstellung des Holocaust in Film und Literatur der DDR. Neben einer Veranstaltungsreihe, die 2010 in mehreren Städten durchgeführt wird, werden anschauliche Unterrichtsmaterialien erstellt.
Grosses Bild:
Anetta Kahane und Joschka Fischer (Außenminister der BRD 1998-2005 ) bei der OSCE Conference on Anti-Semitism am 28.-29. April 2004 in Berlin.