Baden-Württemberg

Spenden gegen Rechtsextremismus

 
Aktionswochen gegen Antisemitismus 2013

Veranstaltungskalender Baden Württemberg

 

 

Bretten


Samstag, 9. November, 18-18.30 Uhr
Gedenkaktion "Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen"

Ort: an diversen Stolpersteinen in der Stadt
Veranstaltet von der: Initiative „Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen“
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Bühl

Samstag, 09. November, 14.30 Uhr
Rundgang auf den Spuren Jüdischer Geschichte

Wie auch die letzten zwei Jahre bieten wir allen Interessierten an sich am „Rundgang auf den Spuren Jüdischer Geschichte“ in Bühl zu beteiligen. Begleitet wird der Rundgang von Betina Streicher, Mitarbeiterin des Stadtgeschichtlichen Instituts.

Beginn: 14.30 Uhr
Start: Busbahnhof Bühl.
Veranstaltet vom Sozialen Zentrums Caracol Bühl
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Samstag, 09.November, 17.30 Uhr
Städtisches Gedenken zur Reichspogromnacht

Ort: Johannesplatz
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Dienstag, 12. November, 19 Uhr
Filmvorführung „Fritz lebt“

Der Dokumentarfilm von Elke Baur beschreibt das Leben von Fritz Levy, dem einzigen Juden Jevers, der nach dem Holocaust in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist.
Ort: im Caracol
Veranstaltet vom Sozialen Zentrums Caracol Bühl
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Donnerstag, 21. November, 19 Uhr

Lebensunwert? Zur Deportation und Ermordung von Menschen mit Behinderungen 1940 / 1941

Weil sie krank oder in ihrem Lebensvollzug behindert waren, wurden in den Jahren 1940/41 im Deutschen Reich Menschen aus sychiatrischen Krankenhäusern sowie aus Heil- und Pflegeanstalten in eigens eingerichtete Tötungseinrichtungen deportiert, vergast und verbrannt. Grundlage für diese systematische Ermordung von über 70.000 Menschen war ein „Führererlass“, datiert auf den 1. September 1939.  Auch aus der damaligen „Heil- und Pflegeanstalt für Epileptische in Kork“ wurden 113 Heimbewohnerinnen und –bewohner nach Grafeneck auf der Schwäbischen Alb gebracht und ermordet.
Schon bevor die Tötungsmaschinerie der „Aktion T 4“ gestartet wurde, kam es zu Diskriminierungen von Menschen mit Behinderungen durch ein rassistisches Kosten- und Nutzendenken und durch das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ auf dessen Grundlage ab 1934 Zwangssterilisationen durchgeführt wurden.
Der Historiker Klaus Freudenberger informiert in seinem Vortrag an Hand von zeitgeschichtlichen Dokumenten den langen Weg der Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen und ihre Ermordung ab 1940

Ort: im Caracol
Veranstaltet vom Sozialen Zentrums Caracol Bühl
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Esslingen

 

Dienstag, 12. November, 19 Uhr
Befreite Gesellschaft & Israel - Über das Verhältnis von Kritischer Theorie und Zionismus

Vortrag von Stephan Grigat
Während die Studierenden Ende der 1960er-Jahre in den Nachfolgestaaten des Nationalsozialismus nach einem kurzen Erschrecken über ihre Eltern meinten, es sei eine prima Idee, dem „Volke zu dienen“ und einige sich gleich von den palästinensischen Fedajin ausbilden ließen, ahnten die nach Frankfurt zurückgekehrten Theodor W. Adorno und Max Horkheimer schon früh, wohin dieser deutsche Aufbruch führen würde und setzten dagegen die Solidarität mit den prospektiven Opfern. Diese Solidarität führte zwar nicht dazu, die Bedeutung des Zionismus in vollem Ausmaß zu erfassen, aber sie implizierte ganz selbstverständlich die Solidarität mit Israel als Zufluchtsstätte für alle vom Antisemitismus Bedrohten.
Der Zionismus ist die unmittelbare Antwort sowohl auf den europäischen als auch auf den arabischen und islamischen Antisemitismus. Wie ist das zwangsläufig im Zionismus existierende Spannungsverhältnis zwischen Universalismus und aufgezwungenem Partikularismus zu fassen? In welchem Verhältnis stehen zionistische Emanzipation und eine kritische Theorie der Gesellschaft? Was meint der von Adorno formulierte kategorische Imperativ, alles Handeln und Denken im Stande der Unfreiheit so einzurichten, dass Auschwitz oder Ähnliches sich nicht wiederhole, angesichts der Bedrohung durch das iranische Regime, sunnitische Islamisten und ihre europäischen Förderer? Und warum versetzen allein schon diese Fragestellungen und die Bezugnahme auf die Kritische Theorie deutsche Liberale dermaßen in Rage, dass sie all ihre Propagandakünste aufbieten, um gegen die „Wirren der Dialektik“ und „falsche Freunde Israels“ zu wettern

Ort: Komma, Maille 5-9, 73728 Esslingen am Neckar
Gemeinsame Veranstaltung des Landesarbeitskreises Shalom der Linksjugend Baden-Württemberg mit der Gruppe Emma und Fritz, dem Verein DIKA e.V. und dem Komma Esslingen im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus 2013 der Amadeu Antonio Stiftung.
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Konstanz


Samstag, 9. November, 18-18.30 Uhr
Gedenkaktion "Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen"

Ort: an diversen Stolpersteinen in der Stadt
Veranstalter: Initiative „Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen“
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Mühlacker


Samstag, 9. November, 18-18.30 Uhr
Gedenkaktion "Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen"

Ort: an diversen Stolpersteinen in der Stadt
Veranstalter: Initiative „Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen“
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Stuttgart

 
Sonntag, 10. November 17 Uhr
Friedensgala 2013: Verleihung des Stuttgarter Friedenspreises der AnStifter an Enrico Pieri und Enio Mancini, Sant`Anna di Stazzema, Italien

Am 12. August 1944 wurde der kleine, an den Abhängen der Apuanischen Alpen in der Provinz Lucca gelegene toskanische Ort Sant’Anna di Stazzema Schauplatz eines der grausamsten Kriegsverbrechen der nationalsozialistischen deutschen Besatzungsmacht. Vier SS-Kolonnen umzingelten im Morgengrauen das kleine Dorf und ermordeten 560 unschuldige Menschen, größtenteils Frauen, Alte und Kinder. »Wenn Ihr wissen wollt, wo unsere Verfassung entstanden ist, dann wandert in die Berge, in denen die Partisanen gefallen sind, geht in die Gefängnisse, in denen sie eingesperrt waren und besucht die Lager, in denen man sie erhängte. Wo auch immer ein Italiener im Streben nach Freiheit und Würde gestorben ist, dahin müsst Ihr Jugendlichen ganz bewusst gehen, denn dort ist unsere Verfassung entstanden.« Piero Calamandrei
Grußwort Peter Kammerer, Urbino
Scollo con Cello
Etta Scollo + Susanne Paul
vereint sizilianische Traditionen, Pop und Jazz
Gruppo di Musica Popolare Musik und Lieder aus Süditalien
Laudatio: Giuliana Sgrena, Rom (Die Zeit / Il Manifesto)
Partner der FriedensGala: ACLI Baden-Württemberg und italienische Gemeinden, Kulturinstitute und Vereine
Ort: Theaterhaus Stuttgart
Veranstaltet von DieAnstifter
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Ulm

Dienstag, 5. November, 20 Uhr
Aktuelle Ansätze zur Täterforschung

Vortrag von Dr. Wolfgang Proske

Im Gefolge der Wehrmachtsausstellung 1995 setzte in Deutschland die sogenannte „Täterforschung“ ein. Sie konnte inzwischen nachweisen, dass etwa eine halbe Million Täter für die damalige n Verbrechen verantwortlich waren. Mit der Öffnung der Archive liegen jetzt auch regionale Forschungsergebnisse vor. An diesem Abend wollen wir die aktuellen Grundhypothesen sowie neu e Schlussfolgerungen vorstellen. Was genau ist unter einem NS-Täter zu verstehen? Was ist von den „kleinen Fischen“ im lokalen NS-Biotop zu halten? Das heißt: Wo beginnt die Täterschaft?
Ort: Club Orange, vh Ulm
Veranstaltet durch Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg, Ulm eV KZ-Gedenkstätte
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Mittwoch, 13. November, 20 Uhr
„Zwischen UFA und SA: Max Kimmich und Wilhelm Dreher“

Vortrag von Dr. Frank Raberg

Bis heute ist – abgesehen von einigen NS-Spitzenfunktionären – öffentlich wenig über lokale NS-Täter bekannt. Gerade in der Region hält sich die Legende, NS-Täter seien ein paar wenige Parteifanatiker gewesen, während die Masse ihrer Anhänger bloß Verführte, möglicherweise auch Opfer, waren. Der Historiker Frank Raberg, der 2012 sein „Biografisches Lexikon für Ulm und Neu-Ulm“ veröffentlichte, porträtiert an diesem Abend Max Kimmich und Wilhelm Dreher. Kimmich war Schriftstelle r und Filmregisseur und als Schwager von Joseph Goebbels einer der Stabilisatoren des NS-Staates an der „Kino-Front“. Wilhelm Dreher agierte als „Motor“ des Aufstiegs der NSDAP in der Region Ulm/Neu-Ulm und brachte es bis zum Ulmer Polizeidirektor.
Ort: Club Orange, vh Ulm
Veranstaltet durch Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg, Ulm eV KZ-Gedenkstätte
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Sonntag, 17. November, 11 Uhr
Gedenkstunde für den Widerstand und die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

Ort: KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg Ulm
Veranstaltet durch Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg, Ulm eV KZ-Gedenkstätte
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Mittwoch, 20. November, 20 Uhr
“Mädelsache! Frauen in der Neonaziszene“

Vortrag von Andrea Röpke

Frauen als überzeugte rassistische, fanatische Gesinnungsträgerinnen werden viel zu wenig wahrgenommen . Dabei marschieren Frauen bei rechtsextremen Demonstrationen immer öfter in erste r Reihe mit. Sie engagieren sich in Frauenkameradschaften, kandidieren bei Wahlen für DVU und NPD und treten selbstbewusst ans Rednerpult . Wie sehen die Organisationsformen und Strategien weiblichen Engagements konkret aus? Welche Grenzen gibt es? Und: Wie kann der rechtsextremen Unterwanderung der Gesellschaft begegnet werden?
Ort: Club Orange, vh Ulm
Veranstaltet durch Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg, Ulm eV KZ-Gedenkstätte
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Donnerstag, 28. November, 19 Uhr
„Wir haben es doch erlebt…“ Das Ghetto von Riga

Dokumentarfilm und Gespräch mit Regisseur Jürgen Hobrecht
Ort: Club Orange, vh Ulm
Veranstaltet durch Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg, Ulm eV KZ-Gedenkstätte
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