Hamburg

Spenden gegen Rechtsextremismus

 
Aktionswochen gegen Antisemitismus 2013

Veranstaltungskalender Hamburg

 

Dienstag, 22. Oktober
Demokratie und Toleranz - Stichwort Antisemitismus

Antisemitismus ist ein komplexes Phänomen, und man begegnet ihm in verschiedenen Kontexten: in der deutschen Geschichte, im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt, aber auch bei der Suche, für ökonomische Krisen Schuldige zu finden. In dem Kurzseminar soll gezeigt werden, wie sich auf leicht verständliche Weise der Unterschied, aber auch das Gemeinsame zwischen Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert und dem Judenhass der Nazis deutlich machen lässt. Vorgestellt wird ein Rollenspielmodul ?Ein deutscher Jude gibt auf?, das auf einer wahren Begebenheit aus Berlin im Jahr 2003 basiert.
Referent: Olaf Kistenmacher
Ort: Stadtteilschule Am Hafen, Standort St. Pauli, Friedrichstraße 55
Veranstaltet vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung
Weitere Informationen

 
Jeden Sonntag , 12 und 14.30 Uhr
Führung durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitarbeitern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Treffpunkt: Plattenhaus / Nähe Klinkerwerk
Veranstaltung des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit
Weitere Informationen

 

Sonntag, 3. November, 14 Uhr
Führung: Die Kinder vom Bullenhuser Damm.
Führung durch die Gedenkstätte und den Rosengarten.

Ort: Gedenkstätte Bullenhuser Damm und Rosengarten für die Kinder vom Bullenhuser Damm, Bullenhuser Damm 92, 20539 Hamburg (S-Bahnhof Rothenburgsort [S2/ S21])
Veranstaltung von Gedenkstätte Bullenhuser Damm und Rosengarten für die Kinder vom Bullenhuser
Weitere Informationen

 

Freitag, 8. November 10.00 – 15.00 Uhr
Projekttag „9. November 1938“.

Zur Vorbereitung der Teilnahme an der "IV. Nacht der Jugend" am 8. November
im Hamburger Rathaus, in Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938, bietet die KZ-Gedenkstätte Neuengamme einen besonderen Projekttag an. Schüler lernen die Gedenkstätte als Ort des ehemals größten Konzentrationslagers Nordwestdeutschlands kennen und gestalten Themen-Plakate, die am Abend während der „Nacht der Jugend“ im Hamburger Rathaus ausgestellt werden.

Dauer: 5 Stunden
Kosten pro Klasse: 40 Euro
Anmeldung: Iris Groschek, iris.groschek@kb.hamburg.de, Tel. 040 428 131 521
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Weitere Informationen

 

Freitag, 8. November, 19– 23
IV. Nacht der Jugend.

Aus Anlass der Reichspogromnacht 1938 beschäftigten sich Jugendliche unter dem Motto „Wir gestalten Hamburg – gegen Intoleranz, Ausgrenzung und Gewalt“, mit den Themen Freiheit und Vielfalt, in Form von Musik, Theater, Lesungen und Diskussionsrunden.
Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme informiert und zeigt Schülerplakate.

Information: http://www.rathausnacht.de
Ort: Hamburger Rathaus, Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg
Veranstaltung der Hamburgischen Bürgerschaft
Weitere Informationen


Samstag, 9. November, 14– 16 Uhr
Öffentlicher Rundgang durch das Grindelviertel

mit dem Historiker Marco Kühnert aus Anlass des Jahrestags der „Reichspogromnacht“ vor 75 Jahren.
Der Rundgang beginnt am Joseph-Carlebach-Platz, auf dem bis 1938 die große Synagoge stand. Auf dem ca. 2-stündigen Rundgang werden Orte jüdischen Lebens im Grindelviertel erkundet, Schicksale jüdischer Bewohnerinnen und Bewohner werden kennengelernt und unterschiedliche Erinnerungsformen diskutiert.

Information: Iris Groschek, iris.groschek@kb.hamburg.de, Tel. 040 428 131 521
Ort: Grindelviertel (Treffpunkt: Joseph-Carlebach-Platz)
Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Weitere Informationen

 
Sonntag, 10. November 14 Uhr
Führung: Jüdische Häftlinge im KZ Neuengamme.

Ein thematischer Rundgang mit Katharina Möller.
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang
Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Weitere Informationen

 
Mittwoch, 13. November , 19.00 Uhr
Diavortrag: Die Geschichte der griechischen Juden.

Seit der Antike ist die Existenz jüdischer Gemeinden in Griechenland dokumentiert. Es waren kleine Gemeinden und fast über das ganze Land verteilt. Nach der Rückeroberung Spaniens durch die Christen wurden im Jahr 1492 die sephardischen Juden, die nicht konvertieren wollten, vertrieben. Tausende kamen in das Osmanische Reich und viele ließen sich in Saloniki nieder. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges lebten in Griechenland ca. 77 000 Juden, davon etwa 50 000 in Saloniki. Von April 1941 bis Oktober 1944 war Griechenland von Deutschland besetzt. Während dieser Schreckensherrschaft sind dem Holocaust ca. 67 000 griechische Jüdinnen und Juden zum Opfer gefallen, das waren 86 % der Menschen jüdischen Glaubens in Griechenland, das nach Polen mit 91% die höchsten Verluste hatte. Nach dem Ende des Krieges waren viele Gemeinden völlig ausgelöscht. Von den Überlebenden kamen einige nach Griechenland zurück, andere wanderten nach Palästina oder in die USA aus. Heute leben die meisten griechischen Juden in Athen oder Saloniki.
In dem Vortrag von Herrn Loukas Lymperopoulos (Delphi/Hamburg) wird ein kurzer historischer Überblick von der Antike bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gegeben. Der thematische Schwerpunkt liegt jedoch in der Geschichte im 20. Jahrhundert.

Ort: Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel, Kritenbarg 8, 22391 Hamburg (S-Bahnhof Poppenbüttel [S1])
Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Weitere Informationen

 
Donnerstag, 21. November, 11 Uhr
Ausstellungseröffnung: „Bedrängte Existenz – Überlebende Roma des NS-Terrors in der Ukraine“.

Fotografin Birgit Meixner porträtierte im Mai 2012 Roma in der Ukraine. Die Porträts sind Momentaufnahmen aus dem Leben einer auch heute noch verfolgten ethnischen Minderheit. Sechzehn Roma, die die deutsche Gewaltherrschaft in der Ukraine während des Zweiten Weltkrieges überlebten, berichten außerdem von ihrem wechselvollen Lebensweg im Krieg, in der Nachkriegszeit und über ihren Alltag heute. Zur Ausstellungseröffnung wird der Historiker Martin Holler (Humboldt-Universität zu Berlin) zur Situation der Roma in der Ukraine referieren. Außerdem wird ein Mitglied der Hamburger Sinti-Familie Weiß über die Verfolgung im Nationalsozialismus sprechen.
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum
Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Weitere Informationen

 

Samstag, 23. November ,11 – 17 Uhr
Workshop: Antiziganismus. Eine Einführung in Themen und Materialien für MultiplikatorInnen.

Der nationalsozialistische Völkermord an den als „Zigeuner“ stigmatisierten Menschen hat seit einigen Jahren Eingang in die deutsche Erinnerungskultur gefunden. Wie jedoch können die Hintergründe dieses Völkermordes an schulischen und außerschulischen Lernorten vermittelt und mit einer Aufklärung über alltäglich wirksame antiziganistische (Denk-)Strukturen verknüpft werden? Der Workshop richtet sich vor allem an Multiplikatoren und Multiplikatorinnen. Ziel ist es, Einblicke in mögliche Themenfelder zu erhalten und gemeinsam Materialien und Methoden der Vermittlung auf ihre Einsetzbarkeit zu prüfen.
Zur aktuellen Situation von Roma-Minderheiten in Süd- und Osteuropa berichtet ein Vertreter der Gruppe Roma Soli Bremen.

Mit Kathrin Herold, Kulturwissenschaftlerin und freie Gedenkstättenpädagogin, Yvonne Robel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Kulturwissenschaften der Universität Bremen.
Kosten: 15 Euro, erm. 10 Euro (inklusive Verpflegung).
Informationen und Anmeldung: studienzentrum@kb.hamburg.de, Tel. 040 428 131 543
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum
Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Weitere Informationen

 

Freitag, 29. November, 19 Uhr
Völkisches Krisenmanagement in Ungarn
Zur antisemitischen und antiziganistischen Entwicklung in der ungarischen Gesellschaft Vortrag und Diskussion mit Karl Pfeifer, Wien
Ort: Lichtmess, Gaußstraße 25
Veranstaltung der Assoziation gegen faschistische Verhältnisse

Weitere Informationen

 

Samstag, 30. November, 19 Uhr
Einmal Palästina und zurück: ein jüdischer Lebensweg

Lesung und Vortrag mit Karl Pfeifer, Wien Karl Pfeifer, geboren 1928 in Baden bei Wien, flieht als Zehnjähriger mit seinen Eltern vor den Nazis nach Ungarn und tritt dort der sozialistisch- zionistischen Jugendorganisation Schomer Hazair bei. Mit einem der letzten Kindertransporte gelangt er im Januar 1943 über Bukarest, Istanbul, Ankara und Beirut nach Haifa. Nach drei Jahren im Kibbuz schließt er sich mit siebzehn dem Palmach an und kämpft im israelischen Unabhängigkeitskrieg. 1951 kehrt er zurück nach Wien. Bis heute arbeitet er als Journalist und ist einer der besten Kenner der ungarischen Verhältnisse.
Karl Pfeifer liest aus seinen jüngst erschienenen Erinnerungen und berichtet vom Antisemitismus in Ungarn, der jüdischen Selbsthilfe, einer abenteuerlichen Bahnfahrt und den Schwierigkeiten beim Aufbau Israels.

Ort: Golem, Große Elbstraße 14
Veranstaltung der Hamburger Studienbibliothek

Weitere Informationen
   
Sonntag, 1. Dezember, 12 und 14.30 Uhr
Führung durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitarbeitern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Treffpunkt: Plattenhaus / Nähe Klinkerwerk
Veranstaltung des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit
Weitere Informationen


Sonntag, 1. Dezember 14 Uhr
Führung: Die Kinder vom Bullenhuser Damm.Führung durch die Gedenkstätte und den Rosengarten.

Ort: Gedenkstätte Bullenhuser Damm und Rosengarten für die Kinder vom Bullenhuser Damm, Bullenhuser Damm 92, 20539 Hamburg (S-Bahnhof Rothenburgsort [S2/ S21])
Veranstaltung Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Weitere Informationen


Sonntag, 1. Dezember 14 Uhr
Führung: Vom KZ zur Gedenkstätte. Ein thematischer Rundgang mit Gesa Trojan.

Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang
Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Weitere Informationen

 
Mittwoch, 4. Dezember, 10–18 Uhr
Seminar: Exploring the Past: Creating the Future. Ein Kompakt-Seminar zum einfühlsamen Zuhören (Compassionate Listening).

Während der anschließenden Konferenz „Umgang mit nationalsozialistischer Täterschaft“ in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme beschäftigt sich ein Panel mit Dialoggruppen, in denen sich die Nachkommen von Verfolgten und von Tätern begegnen. In diesen Gruppen hören die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Geschichten und Sichtweisen der jeweils anderen Seite, ohne zu urteilen, aber auch ohne die eigenen Gefühle auszublenden. Das ist eine Herausforderung für jeden Einzelnen. Dieser Workshop will die Möglichkeit geben, in einem geschützten Raum die Haltungen und Techniken, die bei einem solchen Dialog hilfreich sind, selbst zu erfahren und auszuprobieren
Eingeladen sind Nachkommen von Verfolgten und Nachkommen von Täterinnen und Tätern, aber auch andere Interessierte.
Seminarsprachen: Deutsch und Englisch.

Seminarleitung: Andrea Cohen (USA), Martin Dronsfield (Niewohld).
Anmeldung bis zum 20.11.2013 erforderlich: info@kirchliche-gedenkstaettenarbeit.de oder Tel. 040 428 131 505.
Teilnahmegebühr: 35 Euro, erm. 20 Euro.
Eine Veranstaltung von The Compassionate Listening Project in Kooperation mit dem Arbeitskreis Kirchliche Gedenkstättenarbeit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum
Weitere Informationen


Donnerstag, 5. Dezember ,11 – 19.15 Uhr
Freitag, 6. Dezember, 9.15 – 18.50 Uhr
Samstag, 7. Dezember 9.15 – 14.00 Uhr
Internationale Tagung
Der Umgang mit nationalsozialistischer Täterschaft in den Familien von Tätern und Täterinnen und NS-Verfolgten sowie in der Gesellschaft von 1945 bis heute.

Ausgangspunkt der internationalen Tagung bilden die Veränderungen in den letzten 20 Jahren in Bezug auf die Deutung von Taten und Tätern und Täterinnen in der Forschung, in der Bildung, in der Gesellschaft sowie im familiären Kontext. Der Fokus liegt auf der Arbeit zu Nachkommen von Tätern und Täterinnen sowie dem Austausch zwischen Täternachkommen und Nachkommen von NS-Verfolgten. Die interdisziplinäre Tagung bringt Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Europa und den USA sowie die Täter-Nachkommen und die Nachkommen von NS-Verfolgten zusammen. Sie soll eine Bestandsaufnahme der Auseinandersetzung mit den familiären und gesellschaftlichen Folgen von nationalsozialistischer Täterschaft leisten und Perspektiven skizzieren, wie eine zukünftige (Bildungs-)Arbeit zu diesen Themenbereichen aussehen kann.