Kinder- und Menschenrechte


Mit den Projekten „Menschenrechtsbildung für demokratische Kultur“ und „Kinderrechte in der Kommune“ leistet die Amadeu Antonio Stiftung einen aktiven Beitrag zur Umsetzung der Menschenrechte auf kommunaler Ebene.


Zwar werden Kinder - und Menschenrechte international anerkannt und entsprechende Konventionen von Staaten ratifiziert. Doch bei der konkreten Umsetzung kommt in erster Linie den Kommunen, Städten und Schulen eine entscheidende Rolle zu: Es geht darum, das friedliche und respektvolle Zusammenleben vor Ort aktiv zu gestalten. In der Zivilgesellschaft muss das Bewusstsein geschärft werden, dass Menschenrechte und der Schutz schwacher Gruppen das Kernelement einer demokratischen Gesellschaft sind. Dies kann über eine konsequente Kinder- und Menschenrechtsorientierung in der Kommune erreicht werden.

Gerade Schulen können entscheidend dazu beitragen, eine demokratische Entwicklung in der Kommune zu initiieren. Dazu gehört nicht nur die Mobilisierung von Schülern, Lehrern und Eltern, sondern auch die Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern im Gemeinwesen. Dies ist insbesondere in Regionen mit einer hohen Akzeptanz rechtsextremer Einstellungen notwendig. Hier kann Kinder- und Menschenrechtsbildung die Entwicklung demokratischer Standards maßgeblich unterstützen.

Bis 2010 wird die Amadeu Antonio Stiftung mit dem Projekt „Kinderrechte in der Kommune“ Möglichkeiten der kommunalen Kinderrechtsorientierung entwickeln. Im lokalen Raum sollen Partizipations- und Beteiligungsmöglichkeiten auf der Basis von Kinderrechten ermöglicht werden. Kooperationspartner sind die RAA Hoyerswerda (Sachsen) und die Bürgerstiftung Barnim Uckermark (Brandenburg). Das Projekt startet zunächst in den Städten Wittichenau und Bernsdorf in Sachsen, sowie Eberswalde in Brandenburg.

In diesen Orten werden sich Kinder und Jugendliche aus Horteinrichtungen, einer Mittelschule und einem Mehrgenerationenhaus mit der Verwirklichung bzw. Verletzung der Kinderrechte in ihrem Alltag beschäftigen. Sie werden dabei unterstützt, sich für ihre eigenen Belange und Rechte einzusetzen. Mittelfristig zielt das Vorhaben auf eine strukturelle Verankerung der Kinderrechte. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Erfahrungen aus der Projektarbeit auch auf andere Städte übertragen.

Unterstützt wird das Projekt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Vielfalt tut gut“, das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen“, die Groeben Stiftung, der Lindenstiftung und Eigenmittel der Kooperationspartner.


Fotos: Torsten Stapel

 

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“.

 

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