Menschenrechtsbildung in der Schule
Durch das Projekt „Menschenrechtsbildung für demokratische Kultur" sollen Schulen die Möglichkeit erhalten, sich mit dem Thema Menschenrechte konkret auseinander zu setzen. Das Ziel: Ausgehend von den Grundrechten, die in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verankert sind, können Kinder, Lehrkräfte und Eltern erproben, wie sich Kinderrechte in die Praxis umsetzen lassen. Langfristig sollen so Voraussetzungen für zivilgesellschaftliches Engagement geschaffen werden.
Projektschulen in Berlin und Sachsen wurden dazu angeregt, eigene Maßnahmen zur Beschäftigung mit Kinderrechten zu initiieren. Diese Maßnahmen wurden auf das jeweilige Schulleben abgestimmt und anschließend im Schulalltag verwirklicht. So erarbeiteten Kinder aus einer vierten Klasse gemeinsam mit ihren Lehrern und Eltern eine neue Schulverfassung. Auf diese Weise wird das Recht von Kindern, in ihren eigenen Belangen gefragt und beteiligt zu werden, in die Tat umgesetzt. Aus den Erfahrungen und Ergebnissen des Projekts wurde ein übertragbares Konzept entwickelt, um das Thema Menschen- und Kinderrechte dauerhaft in den Schulen zu etablieren. Die Ergebnisse wurden in einer Broschüre veröffentlicht, die bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellt werden kann. Zudem wurden die Erfahrungen und Materialien des Projekts in die Jugendkampagne des Europarates für Vielfalt und Menschenrechte „alle anders – alle gleich“ aufgenommen.