ju:an - Praxisstelle

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Antisemitismus und Rassismus in der Jugendarbeit zusammendenken

Graffitti Glühbirne

© Sam Breach via flickr, cc

 

Tagesaktuelle und weltpolitische Ereignisse (Gaza-Krieg, Demonstrationen, antisemitische Übergriffe, Übergriffe auf Geflüchtete und deren Unterkünfte etc.) schlagen sich direkt im Praxisalltag der Offenen Jugendarbeit nieder. In Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen sind pädagogische Fachkräfte – genauso wie in Schulen – immer wieder mit antisemitischen und rassistischen Äußerungen konforntiert, sowohl von Einrichtungsbesucher_innen als auch von Kolleg_innen oder Verwaltungsmitarbeiter_innen. Die Pädagog_innen sind oft unsicher, wie sie im Alltag darauf reagieren sollen. Gleichzeitig suchen sie nach Ansätzen und Methoden, mit denen sie die Kinder, Jugendliche, Kolleg_innen und ihr Netzwerk gezielt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rassismus motivieren können. Dabei benötigen sie jedoch Unterstützung und Begleitung. Diese Unsicherheit zeigt den hohen Handlungsbedarf als auch Handlungsdruck in diesem Themenfeld. Deshalb hat die Amadeu Antonio Stiftung die »ju:an - Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit« eingerichtet.

Verknüpfen, weiterdenken und vernetzen

Das neue überregionale Modellprojekt basiert auf den Erfahrungen des Projekts »ju:an – Jugendarbeit gegen Antisemitismus und andere Ungleichwertigkeitideologien«, das von 2010 bis 2014 von der Amadeu Antonio Stiftung durchgeführt wurde. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass ein Erkennen der Erscheinungsformen von Antisemitismus sowie seiner Funktionen für die Diskriminierenden, zentral für gelingende pädagogische Interventionen sind. Gerade aus der Perspektive der Fachkräfte ist die Wechselwirkung und Verwobenheit mit Rassismus dabei zentral. Denn die Verknüpfung von AntisemitismEN (z.B. israelbezogener Antisemitismus) und RassismEN (z.B. Antimuslimischer Rassismus) ist bisher weder im fachlichen noch in der pädagogischen Praxis ausreichend berücksichtigt worden. Es bleibt die Frage, wie kann Antisemitismus in der Jugendarbeit rassismuskritisch bearbeitet werden? Die Praxisstelle begegnet diesem Bedarf mit Beratung, Fortbildungen und dem Aufbau regionaler und bundesweiter Netzwerke. Sie berät, schult und coacht Multiplikator_innen bei der Umsetzung nachhaltiger antisemitismus- und rassismuskritischer Jugendarbeit.

 

 
Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“, der Landeshauptstadt Hannover und der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen.

 
 

Kontakt

Amadeu Antonio Stiftung
Novalisstraße 12
10115 Berlin
 

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Tel.:  ++49 (0)30. 240 886 10
Fax:  ++49 (0)30. 240 886 22

 

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