Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Prävention von Rechtsextremismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit unter besonderer Berücksichtigung von Gender

© ngn / SR

 

Die Amadeu Antonio Stiftung entwickelt Strategien, um Rechtsextremismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) in der zivilgesellschaftlichen Projekt- und Verbandsarbeit und in pädagogischen Arbeitsfeldern entgegenzuwirken. Dabei interessieren uns die verschiedenen Diskriminierungsformen in ihren Überschneidungen besonders unter der Perspektive der Kategorie Gender. Denn mit normierten Vorstellungen darüber, wie Männer, Frauen und Familien auszusehen haben, beginnen Ausgrenzungsprozesse, die der Freiheit des Einzelnen in der Demokratie entgegenstehen.

 

Um GMF unter der Perspektive von Geschlecht als Analyseinstrument für die Bekämpfung von Demokratiefeindlichkeit zu etablieren, wird es in den kommenden fünf Jahren verschiedenste Projekte und Angebote geben. In diesem Rahmen wird über die Konsequenzen der Erfolge der Pegida-Bewegung mit Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen diskutiert – auch und gerade aus Geschlechterperspektive. In 2015 entsteht eine Flyerreihe, in der die einzelnen Facetten des Syndroms GMF für Jugendliche leicht verständlich beschrieben werden. Diese kann, - wie sämtliche Broschüren, die im Rahmen des Projektes entstehen, - bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellt werden.

Die Fachstelle „Gender und Rechtsextremismus“ bei der Stiftung wird Debatten zwischen Praktiker_innen, Wissenschaft, zivilgesellschaftlichen und politischen Verantwortlichen auf Bundes- und  europäischer Ebene anregen. Wesentlicher Teil wird eine Praxisforschung in Einrichtungen der Mädchenarbeit, der Jungenarbeit und in koedukativen Angeboten in Bezug auf Geschlecht und GMF-Prävention sein. Ergebnisse der Praxisforschung werden partizipativ erarbeitete Handlungsempfehlungen und Qualitätskriterien für die pädagogische Arbeit sein. Im digitalen Raum setzen wir uns mit der Zurückdrängung von „Hate Speech“ auseinander.

Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Netzwerkarbeit durch die Initiierung bundesweiter Arbeitsgruppen und Kooperationen zum Thema. Es sollen Handlungsempfehlungen für die geschlechterreflektierende Rechtsextremismus- und GMF-Prävention für die offene Jugendarbeit sowie die politische Bildungsarbeit entwickelt und im Rahmen von Projektangeboten umgesetzt werden. Zu den Themen finden mehrere Werkstattgespräche statt und die Stiftung berät und qualifiziert Fachkräfte in unterschiedlichen pädagogischen Arbeitsfeldern.

Ziel ist es zudem Debatten zu initiieren, mit Expert_innen und Engagierten auszuweiten, zu vertiefen und aufzuzeigen, warum es sinnvoll ist, Gender als Analyseinstrument für die Bekämpfung von Demokratiefeindlichkeit zu etablieren. So wurde beispielsweise im Rahmen des Projektes im Juni 2015 eine Konferenz zu „Strategien gegen die neue Welle von Homo- und Transphobie“ in Zusammenarbeit mit dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) durchgeführt.

Auf dem Internetportal „Netz gegen Nazis – Mit Rat und Tat gegen Rechtsextremismus“ gibt es monatliche Schwerpunkte zu einzelnen GMF-Facetten – und ihrem Zusammenwirken gegen Gleichwertigkeit. Außerdem erscheint als neue Rubrik „Gesellschaftliche Diskurse zu GMF“ ein monatlicher Nachrichtenüberblick zu den einzelnen Facetten des Syndroms wie Antisemitismus, Rassismus, Sexismus, Homophobie, Feindlichkeit gegenüber Flüchtlingen oder Rechtspopulismus. Darüber hinaus wird die Berichterstattung ausgebaut, die sich mit GMF aus Geschlechterperspektive auseinandersetzt.

Für die Demokratiearbeit gegen GMF im digitalen Raum werden einerseits Toolkits für den Umgang mit rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen und verschwörungsideologischen Argumentationen erarbeitet, die online-Präventionsarbeit mit Jugendlichen weiterentwickelt und intensiviert sowie die Beratungsarbeit für Soziale Netzwerke hin zu einer menschenrechtsorientierten Arbeit gegen Hassrede auf den Plattformen ausgebaut.

Darüber hinaus bietet die Amadeu Antonio Stiftung Fortbildung und Beratung an:

  • zu geschlechterreflektierender Prävention gegen Rechtsextremismus und GMF für Multiplikator_innen und Fachkräfte unterschiedlicher pädagogischer Arbeitsfelder
  • zum Thema Frauen im Rechtsextremismus für Erzieher_innen und Lehrer_innen zum Umgang mit rechtsextremen Eltern und Kindern

 

Weiterführende Informationen und News zu GMF unter besonderer Berücksichtigung von Gender sind zu finden:

 

Zudem initiiert die Stiftung einen Austausch

  • zu praktischen Erfahrungen in der Projektarbeit im Umgang mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aus Perspektive von Gender sowie mit Wissenschaftler_innen zum Thema Theorie-Praxis-Transfer in der Arbeit gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

 

Besondere Berücksichtigung finden die Themen Homo- und Transfeindlichkeit, die Verschränkungen von Rassismus bzw. Antisemitismus und Sexismus sowie die Analyse und Aufarbeitung des NSU-Prozesses sowie daraus abzuleitende Schlussfolgerungen für die weitere zivilgesellschaftliche und pädagogische Arbeit.

 

Kontakt

Amadeu Antonio Stiftung
Novalisstraße 12
10115 Berlin
 

info@amadeu-antonio-stiftung.de

Tel.:  ++49 (0)30. 240 886 10
Fax:  ++49 (0)30. 240 886 22

 

Spendenkonto

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