Projekt Aktion Schutzschild

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Projekt "Aktion Schutzschild"

Foto © Thomas Rassloff

 

Nach langer Zeit des Rückgangs und Stagnation steigt die Zahl von geflüchteten Menschen, die nach Deutschland kommen. In vielen Kommunen sind oder werden in den kommenden Wochen und Monaten daher Flüchtlingsunterkünfte entstehen. Dies stellt viele Kommunen vor Herausforderungen, die nicht nur logistischer Natur sind.

Das Thema Flüchtlinge ist zum zentralen Agitationsthema für die rechte Szene, aber auch für viele rassistisch eingestellte Bürgerinnen und Bürger geworden. Die Zahl der Übergriffe auf Geflüchtete und Sammelunterkünfte ist bundesweit stark gestiegen. Manche fühlen sich schon an die frühen 1990er Jahre erinnert. Insbesondere in vielen ländlichen Regionen Ostdeutschlands sind die Herausforderungen noch einmal spezieller, dort leben kaum Migrantinnen und Migranten. Dies hat auch mit einer häufig vor Ort verankerten rechten Szene zu tun.

Andererseits ist die Bereitschaft, sich zum Schutz der Flüchtlinge zu engagieren, besonders dort höher als in den 1990er Jahren, wo es gelungen ist, demokratische Initiativen zu stärken und nachhaltige zivilgesellschaftlich Strukturen zum Beispiel in Form von RAA, Opferberatungsstellen, mobilen Beratungsteams oder Flüchtlingsräten aufzubauen. Und dort, wo sich Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zur Sicherung von Menschenrechten für alle in ihrem Ort engagieren.

Die Amadeu Antonio Stiftung möchte an Erfahrungen und erfolgreiche Arbeit zur Mobilisierung und Vernetzung von Zivilgesellschaft insbesondere im ländlichen Raum anknüpfen, mit dem Ziel  rassistischer Hetze eine Willkommenskultur für Flüchtlinge entgegenzusetzen. Doch wie kann solch eine Willkommenskultur aussehen und was ist im Vorfeld der Errichtung von Unterkünften für Flüchtlinge zu beachten? Wie können die unterschiedliche Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft mobilisiert und eingebunden werden? Wie ist es möglich einer organisierten rechten Szene den Wind aus den Segeln zu nehmen?  Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die Fachstelle „Aktion Schutzschild“.

Ziel des Projekts ist es einerseits mittels eigener Aktivitäten vor allem im ländlichen Raum Ostdeutschlands Expertise aufzubauen und andererseits bundesweit örtliche Initiativen und Kommunen zu beraten, wie Geflüchtete vor Gewalt geschützt und Integrationshilfe vor Ort geleistet werden kann. Zudem dokumentiert sie in einer Chronik Angriffe auf Flüchtlinge, ihre Unterkünfte und Demonstrationen gegen Geflüchtete.

 

Unsere aktuellen Publikationen in Kooperation mit Pro Asyl zum Thema:

 

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