Projekt Aktion Schutzschild

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Projekt "Aktion Schutzschild"

Foto © Thomas Rassloff

 

Aktion Schutzschild entstand als Projekt der Amadeu Antonio Stiftung in Folge des erhöhten Schutzbedürfnisses von Geflüchteten in Deutschland. Die steigenden Flüchtlingszahlen stellen Politik und Gesellschaft vor zentrale Herausforderungen: In großen Teilen der Bevölkerung finden sich rassistische Ressentiments und Vorbehalte gegen die Einrichtung von Unterkünften. Organisierte Rechtsextreme und Rechtspopulist_innen greifen diese Stimmung auf und schüren den Hass auf Geflüchtete. Immer öfter schlägt die Hetze in reale Gewalt um. Die Zahl der Übergriffe auf Geflüchtete und Sammelunterkünfte ist bundesweit stark gestiegen.  Insbesondere in vielen ländlichen Regionen Ostdeutschlands sind die Herausforderungen noch einmal spezieller, dort leben kaum Migrantinnen und Migranten. Dies hat auch mit einer häufig vor Ort verankerten rechten Szene zu tun.

In Anbetracht der Bedrohungslage und prekären Situation, der geflüchtete Menschen durch (Alltags-)Rassismus, rechte Hetze, Missachtung vieler ihrer grundlegenden Rechte und Gewalt vielfach ausgesetzt sind, möchte Aktion Schutzschild dazu beitragen, dass Geflüchtete und Asylsuchende langfristig und sicher als aktiver Teil der Zivilgesellschaft leben können, sei es im ländlichen Raum oder in urbanen Ballungszentren.

Der Schwerpunkt der Arbeit von Aktion Schutzschild liegt auf dem ländlichen Raum. Um die Vision einer inklusiven Kommune zu verwirklichen, macht Aktion Schutzschild es sich zur Aufgabe, Selbstorganisationen von Migrant_innen und Geflüchteten zu stärken und deren Perspektive in den Diskurs einzuspeisen. Eine größere Sichtbarkeit der alltäglichen Lebenssituationen und Bedarfe von Geflüchteten und der negativ von Rassismus betroffenen Minderheiten ist unverzichtbar, um Verantwortungstragende und Willkommensinitiativen in Kommunen in ihrem politischen und sozialen Handeln zu beraten und zu unterstützen.

Ziel von Aktion Schutzschild ist es, Organisationen von Geflüchteten und Migrant_innen als Akteure mit ihrer vorhandenen Expertise sichtbar(er) zu machen, sie zu stärken und mit anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen zu vernetzen. Ohne die Einbeziehung ihrer Perspektiven ist gleichberechtigte Teilhabe nicht möglich. Eine aktive Zivilgesellschaft und frühzeitiges verantwortungsvolles politisches Handeln Entscheidungstragender sind wichtige Faktoren, um rechter Hetze, Gewalt und Rassismus entgegenzuwirken. Aktion Schutzschild übernimmt daher eine Knotenfunktion zwischen Geflüchtetenselbstorganisationen, zivilgesellschaftlichen Initiativen sowie Kommunen und Trägern von Unterkünften, um die Inklusion von Geflüchteten zu ermöglichen. Diese Funktion flankiert Aktion Schutzschild durch Fortbildungen, die sich an Willkommensinitiativen richten.

 Zudem dokumentiert sie in einer Chronik Angriffe auf Flüchtlinge, ihre Unterkünfte und Demonstrationen gegen Geflüchtete.

 

Unsere aktuellen Publikationen in Kooperation mit Pro Asyl zum Thema:

 

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