Chronik antisemitischer Vorfälle 2012

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Chronik antisemitischer Vorfälle 2012

  • 05.01.2012, Jugendliche antisemitisch beschimpft

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Der Tagesspiegel Antisemitischer Angriff auf Jugendliche

    Drei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren sind in Berlin-Friedrichshain antisemitisch beschimpft und mit Steinen beworfen worden. Wie die Polizei mitteilte, war das Trio gegen 23.45 Uhr am S-Bahnhof Frankfurter Allee unterwegs, als zunächst mehrere Steine in ihre Richtung flogen. Anschließend beschimpften die drei Angreifer im Alter zwischen 34 und 36 Jahren ihre Opfer, einer der Jugendlichen erhielt einen Schlag ins Gesicht. Polizisten nahmen die Täter fest, wurden nach einer Feststellung der Personalien aber wieder freigelassen. Der Staatsschutz ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung.

     
  • 10.01.2012, Friedhofsschändung in Weimar-Roth (Lahn)

    Hessen

    (Weimar-Roth (Lahn))

    Quelle:
    Presseportal Friedhofsschändung

    Unbekannte hatten vier Grabsteine auf dem alten jüdischen Friedhofs in der Gemarkung Geiersberg umgeworfen und 16 weitere mit lila Farbe beschmiert. In einem Fall hinterließen die Täter ein Hakenkreuz, in allen anderen normale Kreuze. Die Tatzeit ist nicht genau bekannt.

     
  • 29.01.2012, Piraten-Politikerin antisemitisch beschimpft

    Die scheidende Politische Geschäftsführerin der Piraten-Partei, Marina Weisband, ist in den vergangenen Monaten wegen ihres jüdischen Glaubens massiv antisemitisch angefeindet worden. Weisband sagte der Zeitung "Bild am Sonntag": "Ich habe Hassmails bekommen, auf rechtsextremistischen Webseiten wurde mein Foto veröffentlicht. Daneben standen Texte darüber, wie die Juden jetzt die deutsche Parteienlandschaft erobern würden."

     
  • 01.01.2012, Jüdischer Friedhof in Lollar geschändet

    Hessen

    (Lollar)

    Quelle:
    Gießener Allgemeine Wer steckt hinter den Nazi-Schmierereien?

    Ende Januar 2012 wurden auf dem jüdischen Friedhof der mittelhessischen Stadt Lollar Grabsteine umgestoßen und u.a. mit Runen in schwarzer Farbe beschmiert. Die Polizei fahndet nach den Tätern.

     
  • 15.02.2012, Bezirksvertreter der Piratenpartei verbreitet antisemitische Äußerungen

    Nordrhein-Westfalen

    (Bielefeld)

    Quelle:
    Westfalen-Blatt Piraten wollen Parteiauschluss

    Per E-Mail hatte der Dornberger Bezirksvertreter Robin Fermann im Februar ein Pamphlet versendet, in dem er verschwörungstheoretisch-antisemitische Aussagen tätigte. Die Partei wirkte auf ein Ausschlussverfahren hin.

     
  • Februar 2012, Politiker der Piraten-Partei äußerte sich antisemitisch

    Baden-Württemberg

    (Heidenheim)

    Quelle:
    tagblatt.de Pirat tritt nach antisemitischer Äußerung zurück

    Bereits vor seiner Ernennung zum Kreisvorsitzenden der Piratenpartei Heidenheim hatte Kevin Barth per Twitter eine antisemitische Anschauung verbreitet, wie unmittelbar nach seiner Wahl publik wurde. Nach deren Bekanntwerden reichte er den durch seine Partei nahegelegten Rücktritt ein.

     
  • 25.02.2012, Hooligans attackieren israelischen Fußballspieler

    Rheinland-Pfalz

    (Kaiserslautern)

    Quelle:
    Der Tagesspiegel Israelischer FCK-Stürmer bepöbelt

    Bei einer Trainingseinheit des Fußballclubs 1. FC Kaiserslautern beschimpfte eine Gruppe bekannter „Hooligans“ den israelischen Fußballprofi Itay Shechter antisemitisch. Der Fußballclub distanzierte sich daraufhin offiziell von diesen „Anhängern“, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

     
  • 20.03.2012, Zwei Passanten antisemitisch beleidigt

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    Abendzeitung München Betrunkener Antisemit bepöbelt Mutter und Bub

    Eine Frau und ihr Kind wurden Mitte März in der Münchner Innenstadt von einem Passanten antisemitisch beleidigt. Nach der Festnahme durch die Polizei setzte der Betreffende seine antisemitischen Ausfälle fort.

     
  • 22.03.2012, Stolperstein beschmiert

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Neues Deutschland Stolperstein beschmiert

    Ende März beschmierten Unbekannte im Berliner Stadtteil Friedrichsfelde mit Teer erneut einen so genannten Stolperstein. Der Stein erinnert an einen von den Nationalsozialisten deportierten und ermordeten jüdischen Mann.

     
  • 03.03.2012, Rechte Parolen im Fußballstadion

    Brandenburg

    (Potsdam)

    Quelle:
    haGalil "Arbeit macht frei" Parolen bei Fußball-Spiel

    Bei der Begegnung der Fußballclubs des SV Babelsberg 03 und dem Chemnitzer FC riefen Anhänger des Chemnitzer Clubs zu Beginn der Partie lautstark Parolen wie „Arbeit macht frei-Babelsberg 03!“. Hintergrund ist, dass der Babelsberger Verein sich klar zu Antirassismus bekennt und dessen Fans offensichtlich provoziert werden sollten. Trotz der Tatsache, dass die rechten Parolen deutlich im Stadion zu hören waren, verhängte der DFB keine Strafe.

     
  • 04.04.2012, Günter Grass veröffentlicht Gedicht mit antisemitischen Projektionen

    Berlin

    (Berlin)

    Der Literaturnobelpreisträger veröffentlicht in mehreren Zeitungen europaweit ein Gedicht, für das er als Motivation angab, Schweigetabus brechen zu wollen und Israel so deutlich wie notwendig zu kritisieren. Seine so genannte Kritik unterstellt, Israel bedrohe den Weltfrieden herausragend, wolle gegen den Iran einen nuklearen Erstschlag führen und würde eventuell gar das „iranische Volk auslöschen“. Grass' Gedicht im Wortlaut

     
  • 29.04.2012, Antisemitische Ausrufe bei antifaschistischer Veranstaltung

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Jungle World Neukölln sieht rot

    Am Rande der "Antifaschistischen Streetparade" zum Jahrestag der Befreiung Neuköllns vom Nationalsozialismus kam es zu antisemitisch motivierten Vorfällen. Während eine Gruppe selbst ernannter "Antifaschisten" Flyer gegen "Imperialismus" und "Zionismus" verteilte, zeigte ein Anwohner auf seinem Balkon den Hitlergruß und rief "Scheiß Juden".

     
  • 04.05.2012, Nürnberger Firma beleidigt Israelin

    Bayern

    (Nürnberg)

    Quelle:
    n-tv Firmeninhaber nennt Juden "Pest"

    Per E-Mail beleidigte ein Nürnberger Firmeninhaber eine in Tel Aviv lebende Frau. Da ein Online-Geschäft zwischen beiden nicht zustande gekommen war, schrieb der Mann "Sind Sie eine Geschäftsfrau oder eine jüdische Lügnerin?". Weiter schrieb er der Frau, „Menschen ihrer Herkunft“ seien einst eine „Pestilenz“ für die Welt gewesen. Die Nürnberger Firma ließ verlauten, dass die Mail von dem "leicht dementen" Firmengründer verfasst worden sei - dieser hätte sich über die Stornierung geärgert.

     
  • 12.05.2012, Pro-Israel-Stand angegriffen

    Nordrhein-Westfalen

    (Siegen)

    Quelle:
    n-tv Vermummte greifen Infostand an

    Am Rande eines Siegener Straßenfestes anlässlich des "Israeltages" wurde ein Stand der Pro-Israel-Initiative "neveragain" von Vermummten attackiert und umgestoßen. Mindestens einer der Täter wird dem rechten Spektrum zugeordnet.

     
  • Juni 2012, Jüdischer Friedhof geschändet

    Niedersachsen

    (Delmenhorst)

    Quelle:
    Weser Kurier, 18.06.2012 Jüdischer Friedhof geschändet

    In der Nacht vom 16. auf den 17. Juni ist der Jüdische Friedhof in Delmenhorst (Niedersachsen) geschändet worden. Unbekannte schmierten Hakenkreuze auf Grabsteine, schmissen Grabsteine um. Zudem wurden Blumengestecke und Vasen über den Friedhof verstreut. Insgesamt wurden 18 Grabstellen beschädigt oder verunstaltet.

     
  • 21.06.2012, “Sieg Heil”-Rufe vor Synagoge

    Bayern

    (Regensburg)

    Quelle:
    Mittelbayrische Zeitung, 21.06.2012 Nächtlicher Anschlag auf Synagoge

    Zwei unbekannte Täter sind am frühen Morgen des 21. Juni auf das Gelände der Synagoge in Regensburg eingedrungen. Sie riefen Parolen wie "Heil Hitler" und "Freies Palästina", verrichteten ihre Notdurft auf dem Gelände und beleidigten über eine Sprechanlage den Sohn des Gemeindedieners. Dieser rief die Polizei. Die Täter konnten jedoch unerkannt entkommen.

     
  • 23.06.2012, Nazischmierereien an Synagoge

    Nordrhein-Westfalen

    (Wuppertal)

    Quelle:
    NJUUZ Wuppertal Farbschmierereien an Synagoge

    Unbekannte Täter haben Hakenkreuze auf die Synagoge in Wuppertal geschmiert. Die Tat wurde nach Polizeiangaben am Samstag, den 23.06. zwischen 03.50 Uhr und 04.25 Uhr verübt. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hatte die antisemitischen Sprüche und Symboliken entdeckt und die Polizei alarmiert.

     
  • 27.06.2012, Regelmäßig Sachschäden auf Jüdischen Friedhof in Wildeshausen

    Niedersachsen

    (Wildeshausen)

    Quelle:
    NWZ Online Jüdische Gemeinde bittet Stadt um Hilfe

    Bodo Gideon Riethmüller, Beauftragter für die Erhaltung der Friedhöfe des Landesverbands Jüdischer Gemeinden in Niedersachsen hat die Stadtverwaltung Wildeshausen darauf aufmerksam gemacht, dass auf dem örtlichen jüdischen Friedhof regelmäßig Verunreinigungen und Sachschäden stattfinden.

     
  • 27.06.2012, Jüdischer Friedhof in Kröpelin geschändet

    Mecklenburg-Vorpommern

    (Kröpelin)

    Quelle:
    Ostsee-Zeitung, 28.06.2012 Jüdischer Friedhof in Kröpelin geschändet

    Der jüdische Friedhof in Kröpelin nahe Rostock ist von Unbekannten verwüstet wurden. Die unbekannten Täter stießen Grabsteine um, rissen diese aus der Verankerung und verbeulten mit einem Stein Hinweistafel des Friedhofs Spaziergänger hatten am Donnerstag, den 28.06. die Verwüstungen auf dem Friedhof bemerkt. Dieser war erst im Mai neu eingeweiht worden, nachdem er bereits im letzten Jahr von Neonazis geschändet wurde. Damals sprühten die Täter u.a. Hakenkreuze und SS-Runen auf die Grabsteine.

     
  • 28.06.2012, Nach EM-Aus: Italien-Fans antisemitische beleidigt

    Niedersachsen

    (Göttingen)

    Quelle:
    Augenzeugenbericht

    Nach dem Ausscheiden der deutschen Herren Fußballnationalmannschaft gegen Italien kam es in verschiedenen deutschen Städten zu rassistischen Übergriffe auf Fans der italienischen Mannschaft. In Göttingen wurden Italienfans zudem antisemitisch beleidigt und mit „Heil Hitler“-Rufen und Parolen wie "Verreckt ihr Juden" vom örtlichen Marktplatz vertrieben. Nach Augenzeugenberichten störten sich die zahlreichen umstehenden Fans der deutschen Mannschaft nicht an den antisemitischen Parolen.

     
  • 28.06.2012, Wohnungstüren von Juden mit Hakenkreuzen beschmiert

    Berlin

    (Berlin (Schöneberg))

    Quelle:
    Polizeipresse Berlin Pressemeldung der Polizei, Hakenkreuze an Wohnungstüren

    Im Berliner Stadtteil Schöneberg wurden zwei Wohnungstüren von Juden mit Hakenkreuzen beschmiert. Die Schmierereien wurden am 29. Juni morgens entdeckt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

     
  • 07.07.2012, Friedhofsschändung in Nieder-Mockstadt

    Hessen

    (Florstadt)

    Quelle:
    Kreis-Anzeiger Unbekannte schänden den jüdischen Friedhof

    Vermutlich Anfang Juli 2012 wurden auf dem jüdischen Friedhof in Nieder-Mockstadt (ein Stadtteil von Florstadt im Wetteraukreis) mehrere Gräber geschändet. Der genaue Tatzeitpunkt konnte nicht ermittelt werden. Evtl. besteht ein Zusammenhang mit einer rechtsextremistisch eingestellten Gruppe von Jugendlichen aus Florstadt, die bereits durch Grölen von rechten Parolen auf sich aufmerksam gemacht hatte. Außerdem wies die Antifaschistische Bildungsinitiative Wetterau (Antifa BI) auf eine Hakenkreuzschmiererei und rechtsextreme Aufkleber hin, die in Florstadt vorgefunden wurden.

     
  • 17.07.2012, Friedhofsschändung in Anklam

    Mecklenburg-Vorpommern

    (Anklam)

    Quelle:
    Nordkurier Jüdischer Friedhof geschändet

    Unbekannte schändeten in der Nacht zum 17.Juli den jüdischen Friedhof in Anklam. Die Täter konnten bisher nicht ermittelt werden. Anklams Bürgermeister Michael Galander setzte eine Belohnung von 300€ für sachdienliche Hinweise aus. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen wegen Störung der Totenruhe und dem Verdacht der Sachbeschädigung auf.

     
  • 28.07.2012, Jüdischer Friedhof in Treuchtlingen geschändet

    Bayern

    (Treuchtlingen)

    Quelle:
    Nordbayern.de Jüdischer Friedhof in Treuchtlingen geschändet

    Zwei als tatverdächtig geltende junge Männer sollen am 28. Juli eine Friedhofsschändung in Treuchtlingen begangen haben. Sie warfen sechs Grabsteine auf dem örtlichen jüdischen Friedhof um, wobei ein Grabmal zu Bruch ging. Die Schäden wurden erst rund eine Woche später, am 5. August, bemerkt.

     
  • 23.07.2012, Frauen antisemitisch beleidigt und mit Reizgas verletzt

    Am Abend des 23.7. kam es in einem Freizeitbad in Stein zu einem Übergriff auf zwei Frauen. Ein 23-jähriger Mann nahm einen Davidstern an der Halskette einer der beiden Frauen zum Anlass, beide mit Reizgas zu besprühen. Zuvor hatte er die Trägerin der Kette beleidigt und den so genannten „Hitler-Gruß“ gezeigt. Die Frauen erlitten eine Rötung der Augen und Reizungen im Gesicht. Der 23-jährige Mann und sein Begleiter wurden von der Polizei gestellt, nachdem die beiden Männer zuvor von einem Bademeister festgehalten wurden.

     
  • 28.08.2012, Rabbiner zusammengeschlagen

    Berlin

    (Schöneberg)

    Quelle:
    Tagesspiegel Rabbiner zusammengeschlagen

    Ein Rabbi wurde am Dienstagabend von vier Jugendlichen in Friedenau im Beisein seiner Tochter brutal attackiert. Bist du Jude?“ Das soll einer der vier Jugendlichen am Dienstagabend den Rabbiner gefragt haben. Als der 53 Jahre alte Rabbiner, der eine Kippa trug und mit seiner sechsjährigen Tochter in Friedenau unterwegs war, die Frage bejahte, prügelten die jungen Männer auf ihn ein, beleidigten ihn und bedrohten seine Tochter: „Ich bringe deine Tochter um“, sagte einer, bevor die vier flüchteten. Der Rabbiner wurde im Gesicht verletzt und kam ins Krankenhaus. Seine Frau berichtete, dass er am Mittwochabend wegen eines gebrochenen Jochbeines operiert wurde.Der Staatsschutz ermittelt.

     
  • 03.09.2012, Jüdischer Friedhof in Kröpelin erneut geschändet

    Mecklenburg-Vorpommern

    (Kröpelin)

    Quelle:
    NDR Jüdischer Friedhof von Hansa-Fans geschändet?

    Unbekannte randalierten auf dem Jüdischen Friedhof in Kröpelin bei Rostock. Sie schmierten in der Nacht zu Montag Nazi-Symbole und antisemitische Parolen auf Grabsteine und Mauern, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Täter sprühten den NS-Slogan "Sieg Heil" auf die Außenmauer sowie Schmähungen gegen Juden. In blauer Farbe stand dort auch "Zone F.C.H." - die Abkürzung steht normalerweise für den Fußballverein Hansa Rostock. Sechs Grabsteine auf dem Friedhof waren mit Hakenkreuzen beschmiert. Die Polizei bat die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung. Möglicherweise gibt es bereits eine Spur der Täter. "Wir haben eine Vorstellung von ihnen", sagte eine Polizeisprecherin. Details nannte sie nicht. Hansa Rostocks Vorstandschef Bernd Hofmann sagte der "Ostsee-Zeitung" (Dienstagausgabe), er sei äußerst verärgert, dass der Name des Vereins mit rechtem Gedankengut in Verbindung gebracht und "schändlich missbraucht" worden sei. "Wir möchten noch einmal ausdrücklich betonen, dass wir uns in jeglicher Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung distanzieren." Der Verein werde dies auch in Zukunft mit Aktionen unterstreichen, sagte Hofmann. Bereits im Juni hatten Unbekannte das Friedhofsgelände in Kröpelin verwüstet. Damals stießen die Täter dreizehn Grabsteine um, zerstörten Grabplatten und rissen eine Gedenkstele aus der Verankerung. Einheimische Steinmetzfirmen hatten die Schäden gerade repariert, finanziert durch Spenden.

     
  • 03.09.2012, jüdische Schülerinnen antisemitisch beleidigt

    Berlin

    (Charlottenburg)

    Quelle:
    Berliner Morgenpost Gruppe jüdischer Schülerinnen in Berlin beleidigt

    Eine Gruppe jüdischer Schülerinnen wurde in Berlin beleidigt. Bei einem neuen antisemitischen Vorfall in Berlin ist am Montag eine Gruppe jüdischer Schülerinnen von Jugendlichen angegriffen worden. Wie die Polizei am Abend nach ersten Ermittlungen auf Anfrage bestätigte, ist die Mädchengruppe der jüdisch-orthodoxen Schule Or Avner in Charlottenburg auf dem Weg zum Turnunterricht an der Oppenheim-Oberschule gewesen. Kurz vor Ankunft seien die Schülerinnen von einer Gruppe Jungen und Mädchen angepöbelt und mit antisemitischen Sprüchen beleidigt worden.

     
  • 20.09.2012, Stolpersteine herausgebrochen und gestohlen

    Brandenburg

    (Schwedt)

    Quelle:
    Rundfunk Berlin-Brandenburg Unbekannte reißen Stolpersteine in Schwedt heraus

    Unbekannte Täter haben in Schwedt (Uckmark) vier Stolpersteine, zur Erinnerung an Personen aus Schwedt, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, herausgerissen und gestohlen. In der Nähe des Tatorts stellt die Polizei Flugblätter der rechtsextremen NPD sicher.

     
  • 22.09.2012, Denkmal mit antisemitischen Parolen beschmiert

    Berlin

    (Lichterfelde)

    Quelle:
    Berliner Morgenpost Jugendliche beschmieren Denkmal mit Hakenkreuz

    ugendliche beschmieren Denkmal mit Hakenkreuz. Ein Denkmal im Berliner Stadtteil Lichterfelde ist von Jugendlichen mit einem Hakenkreuz und rechtsradikalen Parolen beschmiert worden. Polizisten hatten die Beschmutzung am Otto-Lilienthal-Denkmal in der Nacht zum Samstag festgestellt, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Kurz zuvor waren die mutmaßlichen Täter vor den Beamten geflüchtet. Nach Angaben der Sprecherin war das Denkmal mit einem etwa 40 mal 40 Zentimeter großen Hakenkreuz und mehreren Parolen in lila Farbe beschmiert worden. In zwei Schriftzügen sei das Wort "Auschwitz" vorgekommen, sagte die Polizeisprecherin. Die Zeichen seien abgeklebt worden und würden schnellstmöglichst entfernt.

     
  • 20.10.2012, Jüdische Gräber in Alzey geschändet

    Rheinland-Pfalz

    (Alzey)

    Quelle:
    Allgemeine Zeitung, 24.10.2912 Jüdischer Friedhof in Alzey: Rechtsradikale Schmierereien auf Grabsteinen

    Auf dem jüdischen Gräberfeld des Alzey Friedhofes sind die Grabsteine der jüdischen Gräber mit rassistischen und antisemitischen Parolen geschändet worden. Die unbekannten Täter hinterließen rechtsradikale Symbole und Parolen, versuchten, Davidsterne zu übermalen und schändeten die Gräber mit obszönen Zeichen. Die Tat ereignete sich wahrscheinlich zwischen dem 19. Und 21. Oktober.

     
  • 08.11.2012, Gedenkplatte für Synagoge geschändet

    Brandenburg

    (Schwedt)

    Quelle:
    Hamburger Abendblatt Gedenkplatte für Schwedter Synagoge geschändet

    Eine Gedenkplatte für die während der Novemberpogrome 1938 zerstörte Synagoge in Schwedt ist in der Nacht zum 8. November mit schwarzer Farbe beschmiert worden. Die Polizei ermittelt „in alle Richtungen“.

     
  • 09.11.2012, Sämtliche Stolpersteine herausgerissen

    Mecklenburg-Vorpommern

    (Greifswald)

    Quelle:
    NDR.de Alle Stolpersteine in Greifswald gestohlen

    Am Jahrestag der sogenannten Reichspogromnacht sind in Greifswald sämtliche Stolpersteine, zur Erinnerung an jüdische Opfer der Shoa aus Greifswald, gewaltsam herausgerissen und geklaut worden. Es wird von rechtsextremen Tätern ausgegangen. Die Polizei setzte eine Belohnung von 2.500 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen.

     

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