Jüdischer Friedhof geschändet

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

28.06.2015, Jüdischer Friedhof geschändet

Baden-Württemberg

(Bad Cannstatt)

Quelle:
Stuttgarter Nachrichten und JFDA Polizei: "Rechte Schmierereien wohl nicht von Neonazis"

Unbekannte schmieren in der Nacht zum Sonntag antisemitische Parolen und Nazi-Symbole auf die Mauer und den Gehweg des jüdischen Friedhofs in Bad Cannstatt. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilt, hatten die Unbekannten mit brauner Farbe "Hitler", "Fuck Isis", ein spiegelverkehrtes Hakenkreuz und andere Symbole wie eine Sonne und ein Fragezeichen an die Mauer des Friedhofs im Cannstatter Sparrhärmlingweg gesprüht. Auf dem Gehweg vor der Mauer war in großen Buchstaben das Wort "Judenbank" zu lesen.
Ein Sprecher der Stuttgarter Polizei erklärte: "Die Symbolik ist rechtsextremistisch." Aufgrund ihrer Widersprüchlichkeit - unter anderem passe die Parole "Fuck Isis" nicht in einen antisemitschen Kontext - und der Tatsache, dass das Hakenkreuz falsch dargestellt sei, gehe die Polizei allerdings davon aus, dass "diese Schmierereien nicht von Neonazis begangen wurden". Möglicherweise wollten die unbekannten Täter mit den Schmierereien provozieren und auf geschmacklose Weise Aufmerksamkeit erregen. Netanel Wurmser will die Vermutung der Polizei nicht so ohne Weiteres teilen. Der Landesrabbiner sah sich am Montag vor Ort die Schmierereien an. ‘Der Sprachgebrauch kommt schon aus einer ganz bestimmten, antisemitischen Ecke’, sagte er betroffen. Wurmser wollte nicht ‘zu viel über die Hintergründe philosophieren’. Als Jugendstreich wollte er den Vorfall aber nicht durchgehen lassen

 

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