Chronik antisemitischer Vorfälle 2018

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Chronik antisemitischer Vorfälle 2018

  • 02.01.2018, „Anti-Zion“-Schmierereien in Leipzig-Kleinzschocher

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    An mehrere Stellen im Leipziger Stadtteil Kleinzschocher, u.a. an der Haltestelle Schwartzestraße, sind Schmierereien mit den Worten "Anti-Zion" aufgetaucht. Der sog. „Antizionismus“ ist eine Gegenbewgung zum Zionismus und spricht, häufig antisemitisch motiviert, dem jüdischen Staat Israel das Existenzrecht ab.

     
  • 04.01.2018, Trainer nach antisemitischen Posts entlassen

    Nordrhein-Westfalen

    (Mettmann)

    Quelle:
    RP Online

    Ein Mettmanner Fußballverein entlässt seinen Trainer, nachdem dieser auf Facebook andere User antisemitisch beleidigt hat; 35 Tage zuvor trat er erst seinen Posten als Trainer der Kreisliga-Mannschaft des ASV Mettmann II an. Er schrieb u.a.: „Halts Maul du dreckiger Jude!!!“. Gerichtet war die Beleidigung an einen Berliner jüdischen Glaubens, mit dem er sich eine Diskussion um den Konflikt zwischen Israel und Palästina lieferte. Auch in weiteren Fällen beschimpfte er das Judentum, bezeichnete die Gläubigen gar als „Schande der Menschheitsgeschichte“.

     
  • 07.01.2018, Antisemitische Schmiererei in Gartenanlage entdeckt

    Hessen

    (Frankfurt)

    Quelle:
    Amadeu Antonio Stiftung

    In einer Gartenanlage im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen wird an der Straße Bischhofsweg eine antisemitische Schmiererei entdeckt. Mit roter und schwarzer Farbe sind auf drei Treppenstufen die Worte „JUDEN PALAST“ sowie „JEW“ mit zwei Davidsternen geschmiert.

     
  • 07.01.2018, AfD-Sprecher verbreitet antisemitische Äußerungen im Netz

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Der Sprecher der Lichtenberger AfD Marius Radtke postet auf seiner Facebook-Seite einen Artikel, der antisemitisch ist und den Holocaust verharmlost. Der Autor des Artikels schreibt von einer "industriell betriebenen Ermordung deutscher Kinder", "bestialisch ermordeten Kindern" durch "internationalistische, bolschewistische Dreckspatzen" aus den Parteien SPD, Grünen und Linken. Sie werden "Volksverräter- parteien der Verwaltungsfirma BRD" genannt, die "Zion anbeten" würden. Der Artikel endet mit den Worten: "Der wahre Holocaust wird an uns Deutschen verübt."

     
  • 08.01.2018, Synagogenbanner in Magdeburg zerstört

    Sachsen-Anhalt

    (Magdeburg)

    Quelle:
    CFCA & Volksstimme

    Unbekannte haben bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres das Banner für den Synagogenbau in der Julius-Bremer-Straße in Magdeburg zerstört. Vermutlich am ersten Wochenende 2018 wird das Wort „Synagoge“ herausgeschnitten.

     
  • 09.01.2018, Mit Axt auf jüdische Grabsteine eingeschlagen

    Brandenburg

    (Wittenberge)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook) & Märkische Allgemeine

    Am helllichten Tag beschädigt ein Mann mehrere Grabsteine eines jüdischen Gräberfeldes. Gegen Mittag wird der Mann dabei beobachtet, wie er mit einer Axt auf mehrere Gräber einschlägt und diese zum Teil stark beschädigt. Anschließend steigt er auf ein Fahrrad und fährt davon. Das Gräberfeld wurde bereits 1962 am ursprünglichen Standort des jüdischen Friedhofes im sich dort nun befindlichen Clara-Zetkin-Park errichtet, nachdem der Friedhof 1938 verwüstet worden war.

     
  • 15.01.2018, Antisemitische Schmierereien mit schwarzem Stift aufgetragen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    CFCA & Berliner Morgenpost

    Unbekannte schmieren auf der hölzernen Aussichtsplattform im Volkspark
    Friedrichshain antisemitische Parolen. Nachdem eine Zeugin die mit einem schwarzen Stift aufgetragenen Schmierereien gesehen und gegen 15.30 Uhr die Polizei zu der Aussichtsplattform am "Kleinen Teich" alarmiert hat, leitet die Polizei ein Strafermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung und Sachbeschädigung ein.
    
    

     
  • 20.01.2018, Antisemitische Schmiererei mit Fußballbezug

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Warschauer Straße in Friedrichshain wird ein antisemitisches Graffiti bemerkt: Über einen Sticker des Sportvereins Hertha BSC ist mit schwarzem Edding ein Davidstern gemalt worden. Antisemit*innen nutzen die Markierung auch von nicht-jüdischen Personen und Institutionen als jüdisch, um diese zu beleidigen und herabzuwürdigen.

     
  • 20.01.2018, Angriff und antisemitische Äußerungen

    Zwei Männer äußern sich gegen 5:10 Uhr in der U8 zwischen Moritzplatz und Kottbusser Tor mehrmals hintereinander lautstark antisemitisch mit den Worten "Israel muß brennen". Dabei schlagen sie gegen die Wände und Scheiben der Bahn. Ein Mitfahrender spricht die Männer an, woraufhin sie auf ihn losgehen. Eine Mitfahrerin versucht die Männer aufzuhalten. Daraufhin zerbrechen sie ihre Glasflaschen. Der Glasbruch trifft auch die beiden Mitfahrenden. Die Reste der zerbrochenen Flaschen haten die Männer in ihren Händen. Sie rufen immer weiter und schlagen gegen die Wände. Am Kottbusser Tor steigen sie aus. Einer der Täter schaut noch einmal in den Waggon und ruft in Richtung der beiden Mitfahrenden "Israel muß brennen. Alle Juden müssen brennen". Der andere Mann tritt von außen mehrmals gegen die Fensterscheiben der U-Bahn und beleidigt weiterhin die im Waggon sitzenden Menschen.

     
  • 20.01.2018, Schmiererei mit antisemitischem Gewaltaufruf

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Neuköllner Karl-Marx-Straße wird eine Schmiererei entdeckt, die zur antizionistischen Gewalt aufruft. Die Parole „9mm für Zionisten“ steht neben dem Schriftzug „Jugend Voran“, der mit einem Hammer und Sichel-Symbol versehen worden ist. Beide Schriftzüge sind im Nachhinein durchgestrichen worden. Neben dem durchgestrichenen „Jugend voran“ wird ein Sticker der Gruppe „Jugendwiderstand“ aufgeklebt.

     
  • 21.01.2018, Antisemitische Bildmappen und Fotos auf Dahlemer Spielplatz

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Auf einem Spielplatz im Dahlemer Thielpark werden aufgehängte Fotos sowie zwei Bildmappen mit antisemitischem Inhalt entdeckt und entfernt. Die Polizei ermittelt aufgrund des Verdachts der Volksverhetzung.
    
    

     

     
  • 21.01.2018, Gedenktafel für die 1938 zerstörte Synagoge beschmiert

    Saarland

    (Saarbrücken)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Am Abend wird entdeckt, dass jemand auf der Gedenktafel für die Erste Synagoge Saarbrückens den eingravierten Davidstern durchgestrichen und „Satan“ mit einem Pfeil darüber geschrieben hat. Die Synagoge war im Zuge der Novemberpogrome 1938 verwüstet, entweiht und schließlich angezündet worden, alles vor den Augen und im Wohlwollen der restlichen Bevölkerung. An diesem 9. November wurden außerdem 130 – 150 jüdische Männer verhaftet, durch die Stadt getrieben und dazu gezwungen, ein symbolisches eigenes Grab auszuheben. Die meisten wurden anschließend in das Konzentrationslager Dachau deportiert.

     
  • 23.01.2018, Antisemitische E-Mail an „Jüdische Allgemeine“-Redakteur*innen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Mehrere Redakteur*innen der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“ erhalten eine anonyme E-Mail mit dem Betreff „Die Quelle des Rassismus“. In der E-Mail wird mit angeblichen Zitaten aus dem Talmud versucht, einen dem Judentum inhärenten „Menschenhaß“ (sic) nachzuweisen. Jüd*innen sollen als „Sataniden“ enttarnt werden, die sich als „internationales Finanz-Judentum“ bzw. „Global-Elite“ an die Spitze der „Neuen Weltordnung“ setzen würden. Als Instrumente dieser werden in dem Text u. a. die „Flüchtlingsströme“ und die „islamische Bedrohung (…) als ‚Exekutiv-Organ‘“ benannt. Damit soll „den Völkern“ die „identitäre Selbstbestimmung“ genommen werden. Die Bezugnahme auf angebliche Talmudzitate ist eine tradierte antisemitische Argumentationsweise, welche zum Beispiel in der antisemitischen Fälschung der „Protokolle der Weisen von Zion“ praktiziert wurde. Handelt es sich dabei zum Teil um immer wieder reproduzierte Fälschungen, werden andere Zitate verkürzt und verfälscht wiedergegeben oder die Bedeutung durch die Weglassung des Kontexts in ihr Gegenteil verkehrt.

     
  • 24.01.2018, Vernichtungsdrohung am Denkmal für die ermordeten Juden Europas

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Zu einer antisemitischen Vernichtungsdrohung kommt es am späten Abend am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin Mitte: Aus einem vorbeifahrenden Auto ruft ein auf dem Beifahrersitz sitzender Mann in Richtung des Denkmals: „Ich vergase euch! Scheiß Juden!“.

     
  • 26.01.2018, Kabarettistin veröffentlicht antisemitisches Lied

    (Deutschland)

    Quelle:
    Die Welt

    Der YouTube-Kanal „SchrangTV“ veröffentlicht das Lied „Ich sehe was, was du nicht siehst“ der 66-jährigen Kabarettistin Lisa Fitz. Im Lied versammeln sich eine Vielzahl antisemitischer Codes. Sie singt darin: „Die Welt wird fieser und an wem mag’s liegen? / [...] / Der Schattenstaat, die Schurkenbank, der Gierkonzern / – wer nennt die Namen und die Sünden dieser feinen Herrn? / Rothschilds, Rockefeller, Soros und Consorten, / die auf dem Scheißeberg des Teufels Dollars horten.“

     
  • 27.01.2018, Holocaustleugnung am Tag der Auschwitz-Befreiung

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    Anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 veröffentlicht das "Conne Island" ein Statement, in welchem Antisemitismus als virulente Gefahr der Vergangenheit und Gegenwart beschrieben wird. Ein Facebook-User leugnet unter dieser Erklärung den Holocaust mit den Worten "Die 6 Millionen Lüge".

     
  • 27.01.2018, Im Gedenken an Holocaust niedergelegte Blumenkränze zerstört

    Thüringen

    (Arnstadt)

    Quelle:
    Thüringer Allgemeine

    Auf dem "Alten Friedhof" zerstören Unbekannte mehrere Gebinde und Kränze, die zuvor in Gedenken an die Opfer des Holocaust niedergelegt wurden. Nach Angaben des zuständigen Polizeisprechers seien sie "durch die Gegend geworfen und getreten" worden.

     
  • 29.01.2018, Unbekannte entwenden "Stolperstein"

    Sachsen-Anhalt

    (Querfurt)

    Quelle:
    Mitteldeutsche Zeitung

    Unbekannte entwenden nach Angaben der Polizei "Hinter dem Wehr" einen sog. "Stolperstein". In Querfurt wurden 2011 die ersten beiden Stolpersteine für jüdische Opfer des Nationalsozialismus gesetzt – Rosa Vopel und Oskar Golub, die beide im Vernichtungslager Sobibor 1942 ermordet wurden.

     
  • 30.01.2018, Antisemitische Post für "Die Linke"-Büro in Neu-Hohenschönhausen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    In der Post des Büros der Partei „Die Linke“ in der Zingster Straße wird ein Buch mit antisemitischen Inhalten gefunden.

     
  • 31.01.2018, Antisemitische E-Mails von unbekannter Person verschickt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Das "Register Berlin", das diskriminierende, vor allem rassistische Vorfälle in Berlin dokumentiert, erhält im Verlauf des ersten Monats 2018 von einer unbekannten Person, die unter mehreren Absendern schreibt, neun Mails mit antisemitischem Inhalt.

     
  • 02.02.2018, Scheiben in "Margit-Horváth-Zentrum" eingeworfen

    Hessen

    (Mörfelden-Walldorf)

    Quelle:
    Hessenschau

    Unbekannte beschädigen eine KZ-Gedenkstätte in Mörfelden-Walldorf (Groß-Gerau): Sie werfen Scheiben des "Margit-Horváth-Zentrums" ein, das an die Frauen im "KZ-Außenlager Walldorf" erinnert, und treffen Fotos damals inhaftierter Jüdinnen. Der Glasbau wurde über freigelegten Mauerresten eines Küchengebäudes errichtet und liegt abgelegen in einem Waldstück.

     
  • 05.02.2018, Männer demütigten und bedrohten jüdischen Arzt

    Nordrhein-Westfalen

    (Troisdorf)

    Quelle:
    JFDA & General-Anzeiger Bonn

    Ein jüdischer Arzt wurde im Juli 2016 in seiner Praxis in Troisdorf von drei Männern gedemütigt und mit einem Messer mit dem Hinweis bedroht, sie seien Palästinenser und hätten schon viele Juden abgestochen. Am selben Tag erlitt der Arzt einen Herzinfarkt. In erster Instanz wurden die Täter dafür zu einer Geldstrafe und Sozialstunden verurteilt; einen politischen oder religiösen Hintergrund der Tat schlossen Ermittler und Richter aus. Nun gehen die Staatsanwaltschaft, der Arzt und die Angeklagten in Berufung.

     
  • 07.02.2018, Antisemitische Schmierereien an der Technischen Universität

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    An der Technischen Universität Berlin kommt es mehrfach zu antisemitischen Schmierereien auf den Männertoiletten. Bereits Ende Januar ist eine „Unterhaltung“ an einer Toilettenwand entstanden, jemand hat eine Liste „Before I die I want to:“ angefangen und Menschen zur Ergänzung aufgefordert. Unter anderem hat eine Person „Terroranschlag auf Israel“ und „Free Palestine“ auf die Liste geschrieben. Daneben finden sich Schriftzüge wie „Fuck Israel“ und „Kindermörder Israel“ und eine gemalte Palästinaflagge. Nachdem die Schmierereien gemeldet und durch den Hausmeister entfernt wurden, beschreibt erneut jemand die Wand, zu lesen ist: „Jeder Kackhaufen läuft in die fresse eines Juden!!! Also viel kacken Jungs!“ und „Toter Jude = Guter Jude!“.

     
  • 09.02.2018, Antisemitischer Flyer ausgelegt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Wiclefstraße in Moabit wird ein Flyer entdeckt, der antisemitische und rassistische Verschwörungsmythen verbreitet. Auf der Vorderseite sind in einer Collage der Felsendom und mehrere mit Davidsternen markierte Personen abgebildet. Dabei handelt es sich vermutlich um König Salman von Saudi-Arabien, US-Präsident Trump, den ehemaligen Machthaber Lybiens al-Gaddafi und Ali Chamene’i, den obersten Religionsführer des Irans. Außerdem sind zwei gezeichnete Elemente zu finden, ein Kopf in einer roten Hammer-und-Sichel-Sturmhaube sowie eine antisemitische Karikatur. Auf der Rückseite findet sich ein Text, in dem von einem „neubabylonischem Vampir“ die Rede ist, der sich getarnt in der „flüchtenden Masse“ in Europa „eingenistet“ habe. Als Teil dieser Verschwörung werden Trump, Putin, Isfahans Ayatoll-Haus (sic), Saromans El Saud Bande (sic) und ein „Zions-Rabbi“ genannt. Unter anderem wird dieser Rabbi für die zwei Weltkriege verantwortlich gemacht.

     
  • 10.02.2018, 600 Menschen bei extrem rechtem Gedenken in Dresden

    Sachsen

    (Dresden)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Knapp 600 Rechtsextreme marschieren in Dresden auf: Die Demonstrierenden gedenken der Opfer der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 und verherrlichen in diesem Atemzug wiederholt den Nationalsozialismus. So werden einschlägige Symbole wie die sogenannte "Schwarze Sonne" oder Schriftzüge wie "Division 88" offen gezeigt. Mit Bannern und Aussagen wie denen vom "Bombenholocaust" und vermeintlichen Opferzahlen der Bombardierungen durch die Alliierten, die wissenschaftliche Schätzungen weit übersteigen, relativieren Teilnehmende den Holocaust.

     
  • 12.02.2018, Antisemitische Schmiererei am Bezirksamt Kreuzberg

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    An die Fassade neben dem Eingang des Bezirksamtes in der Yorckstraße werden zwei "Judensterne" geschmiert.

     
  • 13.02.2018, Lehrer verbreitet antisemitische Verschwörungstheorien

    Brandenburg

    (Potsdam)

    Quelle:
    Potsdamer Neueste Nachrichten

    Am Potsdamer Schiller-Gymnasium hat bis vor Kurzem ein Lehrer unterrichtet, der via Twitter teils antisemitische Verschwörungstheorien veröffentlicht hat. Zum Stein des Debatten-Anstoßes wurde eine Grafik, die ein Hakenkreuz aus zwei gekreuzten Patronen und den Fahnen Israels, der USA, Großbritanniens und der Nato zeigt. Darüber steht auf Englisch die Überschrift „Die Achse des Bösen“. Ein anderer Twitter-Nutzer machte die Stadtverwaltung darauf aufmerksam, dass es sich bei dem Twitter-User um einen Lehrer des Schiller-Gymnasiums handelt. Der Mann hat die Schule mittlerweile verlassen – was ausschließlich mit dem Verlauf seines Referendariats zu tun hat. Von seinen Aktivitäten auf Twitter habe die Schule nichts gewusst, sagt der Schulleiter.

     
  • 13.02.2018, Antisemitische Schmiererei an Bushaltestelle

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine antisemitische Schmiererei wird auf der Glasscheibe über einem Werbeplakat an der Bushaltestelle Ecke Kurfürstenstraße/Schillerstraße im Stadtteil Tiergarten entdeckt. Darauf steht: „CDU-Jude! Du bist ein Multimilliardendieb!!! Das Geld gehört nicht DIR, u. auch nicht das – DR -“. Zudem sind insgesamt vier durchgestrichene Davidsterne zu sehen.

     
  • 17.02.2018, Holocaustleugnung auf rechtsextremer Kundgebung

    Sachsen

    (Dresden)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Rund 200 Rechtsextreme versammeln sich auf dem Postplatz in Dresden. Anlass war der Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Februar 1945. Die Australierin Michèle Renouf leugnet in ihrer Rede den Holocaust, rechtfertigt die Errichtung von Konzentrationslagern und verbreitet unter Applaus weitere rassistische sowie antisemitische Verschwörungsmythen. Übersetzt wird ihre Rede vom freigestellten Berliner Lehrer Nikolai N., welcher zuvor u.a. ein Grußwort des australischen Holocaustleugners Fredrick Toben verlas. Dem Anmelder und wegen Holocaustleugnung vorbestraften Neonazi Gerhard Ittner ist es polizeilich untersagt worden, eine eigene Rede zu halten. Kurz nach dem Auftritt Renoufs unterbricht die Polizei aufgrund von volksverhetzenden Inhalten die Versammlung und fordert nach gerichtlicher Prüfung den Veranstalter schließlich auf, die Veranstaltung abzubrechen und nicht die geplante Demonstration anzutreten. Laut Polizei werden gegen zwei Redner Strafverfahren eingeleitet und die Personalien von 81 Personen festgestellt, die dennoch versuchen eine Demonstration durchzuführen.

     
  • 19.02.2018, Antisemitische Schmiererei mit Fußballbezug

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf einer lediglich mit weißen Plakaten beklebten Litfaßsäule in der Prager Straße wird ein antisemitisches Graffiti entdeckt, dass sich gegen den Fußballverein Chemie Leipzig richtet. Auf der Säule ist „JDN Chemie“ zu lesen, zwischen dem Schriftzug „JDN“ und Chemie ist zudem ein Pfeil gezogen worden. Auch die Zahl 1966 wird dicht neben den Schriftzug geschrieben. Im Jahr 1966 wurde der Fußballverein Lokomotive Leipzig gegründet, dessen Fans beispielsweise beim letzten Derby gegen Chemie Leipzig mit rassistischen und antisemitischen Parolen in Erscheinung traten. Die Abkürzung JDN steht für „Juden“. Die Markierung anderer, auch nicht-jüdischer Personen und Institutionen wird gerade im Fußballkontext verwendet, um das Gegenüber zu beleidigen und herabzuwürdigen.
    
    

     
  • 20.02.2018, Einwurf antisemitischer Propaganda bei einer Bildungseinrichtung

    Hamburg

    (Hamburg)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In den Briefkasten einer Hamburger Bildungseinrichtung, an welcher auch Jüd*innen lernen, wird ein unfrankierter brauner Umschlag mit antisemitischen und rassistischen Propagandamaterialien eingeworfen. Unter anderem enthält der mit diversen Stempeln, jedoch nicht mit einer Absender*innenangabe versehene Umschlag ein längeres Pamphlet mit dem Titel „Chyren-Manifest zur möglichst friedlichen Abwicklung des Judentums“. Die sich als „Neue Gemeinschaft von Philosophen“ bezeichnende verfassende Person fordert darin eine „Überwindung des Judentums“ als „Grundvoraussetzung für eine freie Welt“, da diesem in der Geschichte die Funktion einer „archetypischen Widersacherkraft“ zugemessen wird.

     
  • 26.02.2018, Unbekannte zeichnen großes Hakenkreuz vor Synagoge in Schnee

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    Münchener Abendzeitung

    Zwei Männer zeichnen ein etwa fünf mal fünf Meter großes Hakenkreuz am Sankt-Jakobs-Platz in den Schnee, an dem sich das Jüdische Zentrum mit der Ohel-Jakob-Synagoge befindet. Ein Zeuge, der die beiden am Abend beobachtet, spricht die beiden Männer an, woraufhin die Unbekannten das Hakenkreuz verwischen. Danach flüchten sie vom Tatort. Die Polizei leitet sofort eine Fahndung ein, sie kann die Täter allerdings nicht mehr ausfindig machen.

     
  • 03.03.2018, Hitlergruß und offener Antisemitismus bei extrem rechter Demonstration

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    In Berlin gehen etwa 500 Rechtsextreme unter dem Motto “Nein zur Groko” auf die Straße. Aufgerufen hat das Netzwerk “Wir für Deutschland”, das seit 2016 regelmäßig rassistische Aufmärsche organisiert. Die Teilnehmenden, unter denen sich neben Anhänger*innen der AfD auch viele Neonazis befinden, skandieren Parolen wie “Nationaler Sozialismus – jetzt” und “Ruhm und Ehre der deutschen Nation”. Einige Teilnehmer des Aufmarsches zeigen den Hitlergruß. Aus diesem Grund kommt es nach Ende der Versammlung zu mehreren vorläufigen Festnahmen. Journalist*innen werden am Rande des Aufzugs immer wieder von Teilnehmenden beleidigt und bedrängt. Ein Teilnehmer trägt zudem Plakate mit offen antisemitischen Karikaturen.

     
  • 05.03.2018, Positiver Holocaust-Bezug im Wartezimmer

    Niedersachsen

    (Wesermarsch-Kreis)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Als zwei ältere Damen im Wartezimmer einer Arztpraxis im Wesermarsch-Kreis die Davidstern-Kette eines Mannes bemerken, verhöhnen sie diesen und beziehen sich dabei positiv auf den Holocaust. Der Betroffene hat bereits im Wartezimmer der Praxis gesessen, als zwei über achtzigjährige Frauen den Raum betreten. Er hilft ihnen beim Öffnen der Tür und beim Ausziehen und Aufhängen ihrer Mäntel. Dabei bemerkt eine der Frauen den Davidstern-Anhänger, den der Betroffene an einer Kette um den Hals trägt. Sie fragt, was das für ein Symbol sei. Auf die Erklärung des Betroffenen hin sieht sie ihn angewidert an und antwortet: „Ach, hat man Sie vergessen?“ Zum Zeitpunkt dieser Beleidigung befinden sich noch weitere Wartende in der Praxis, die den Dialog mitanhören. Mehrere blicken nach der Äußerung der älteren Frau zu Boden, doch sagt niemand etwas während der etwa zehn Minuten, bis der Betroffene zum Arzt aufgerufen wird. Nach dem Termin will der Betroffene die Praxis möglichst schnell verlassen und spricht den antisemitischen Vorfall nicht gegenüber dem Arzt oder den Helfer*innen an. Er veröffentlicht ihn aber einige Zeit später in sozialen Medien, woraufhin er viel Solidarität erfährt.

     
  • 05.03.2018, Antisemitische Schmiererei in einer Berufsschule

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In einer Berufsschule in Steglitz-Zehlendorf werden in einer Toilettenkabine eine durchgestrichene stilisierte Israelfahne sowie der Schriftzug „Juden RAUS!“ entdeckt. Die Schulleitung ist informiert worden und hat angekündigt, die Schmiererei zu entfernen.

     
  • 08.03.2018, Israelischer Messestand ist Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Auf der internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin ist es zu einem Vorfall am Stand der israelischen Tourismusbehörde gekommen: Drei Sicherheitsmitarbeiter der Messe bedrängen den Stand. Nach Angaben der Polizei nähern sich die 19- bzw. 21-jährigen Männer gegen 14.30 Uhr dem Stand, schwenken Schals mit der palästinensischen Flagge und rufen „Free Palestine“. Als die alarmierte Polizei eintrifft, haben sich die Männer bereits entfernt. Die Polizei habe sie jedoch in einer anderen Halle antreffen und ihre Personalien feststellen können.

     
  • 09.03.2018, Antisemitische Parolen und Vernichtungsdrohungen im Hinterhof

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Nacht zum 9. März werden im Hinterhof eines Hauses in Moabit antisemitische Vernichtungswünsche gegen einen jüdischen Hausbewohner skandiert. Bereits im September 2017 hat dieselbe Person in Richtung der Wohnung des Betroffenen antisemitische und homosexuellenfeindliche Parolen gerufen und mit Eisenstangen im Hinterhof randaliert. Zu diesem Zeitpunkt hing im Fenster des Betroffenen noch eine vom Innenhof einsehbare Israelflagge. Die Flagge war nach dem Vorfall im September abgehängt worden. Am 9. März richtet sich der Mann, der im selben Wohnkomplex wohnt, erneut explizit gegen den Betroffenen: Wenn in dessen Zimmer Licht brennt, beginnt er zu rufen, sobald das Licht ausgeschalten wird, hört er damit auf. Die gerufenen Parolen bestehen vor allem aus antisemitischen Drohungen sowie NS- und Holocaust-Verherrlichungen. Unter anderem äußert er „Judensau, ich bring dich um!“ und „Juden sind nur Dreck, alle ins KZ!“. Die Rufe hören erst auf, als die herbeigerufene Polizei erscheint.

     
  • 10.03.2018, Antisemitischer Farbanschlag auf Zahnarztpraxis

    Niedersachsen

    (Hannover)

    Quelle:
    Hannover gegen Nazis (via Facebook)

    An der Tür der Zahnarztpraxis von Dr. Edwin Zimmermann wird eine rote Rose mit einem Davidstern und dem Wort „Jude“ gemalt. Zudem wird der Name des Arztes auf dem Briefkasten ebenfalls mit roter Farbe übermalt.

     
  • 10.03.2018, Antisemitische Propaganda in Westend

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Vormittags zeigt ein Mann antisemitische Plakate am Messedamm in Westend. Er steht vor dem Besuchereingang der Internationalen Tourismus-Börse, dort stellt auch Israel aus. Der Mann, Usama Z., zeigt seine antisemitischen Plakate regelmäßig an verschiedenen Orten in Berlin, insbesondere bei Demonstrationen.

     
  • 15.03.2018, Antisemitischer Sticker an einem Fenster angebracht

    Sachsen

    (Wurzen)

    Quelle:
    chronik.LE

    An einem Fenster in der Karl-Liebknecht Straße in Wurzen wird ein antisemitischer Aufkleber mit der Aufschrift "ACAJ – All Chemikers are Jews" angebracht. Aufmerksame Anwohner*innen entfernen den Sticker. Die Aufkleber richten sich gegen die Anhänger*innen des Leipziger Fußballclubs BSG Chemie Leipzig.

     
  • 15.03.2018, Gedenkstein für jüdische Familie mit roter Farbe beschmiert

    Bayern

    (Traunstein)

    Quelle:
    aida-Archiv

    In der Zeit vor dem 15. März 2018 beschmieren Unbekannte den Gedenkstein für die jüdische Familie Holzer in der Kernstraße sowohl an Vorder- als auch an der Rückseite mit roter Farbe. Das Denkmal für die Familie, die in der Reichspogromnacht des 9. Novembers 1938 von den Nazis aus ihrem Haus in der Kernstraße 6 vertrieben und später ermordet worden war, konnte 2009 durch Spenden von Bürger*innen und mit Unterstützung der Stadt Traunstein errichtet werden.

     
  • 24.03.2018, Mädchen von Mitschülern aus antisemitischen Motiven bedroht

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Die Tageszeitung (taz)

    An der Paul-Simmel-Grundschule in Tempelhof fragen muslimische Mitschüler ein Mädchen gefragt, ob sie Jüdin sei. Weil ein Elternteil des Mädchens jüdischer Herkunft ist, habe sie das bejaht. Die Mitschüler wiederholen daraufhin das Wort „Jude“ drohend. Außerdem ist das Mädchen bei einem früheren Vorfall mit dem Tod bedroht worden, weil sie nicht an Allah glaube, so der Vater der Schülerin.

     
  • 24.03.2018, Antisemitische Verschwörungsideologien im Rahmen einer extrem rechten Demonstration verbreitet

    Rheinland-Pfalz

    (Kandel)

    Quelle:
    Flickr

    Die Initiative „Kandel ist überall“ instrumentalisiert den Mord eines Mädchens im südpfälzischen Kandel und protestiert gegen die deutsche Asylpolitik und die Aufnahme von Geflüchteten. An der Demonstration, die von der AfD-Landtagsabgeordneten Dr. Christina Baum (Main-Tauber/Baden-Württemberg) angemeldet wurde, beteiligen sich rund 1000 Menschen aus dem politisch rechten bis extrem rechten Spektrum. Die „Pegida Schweiz Partei“ (PSP) trägt ein weißes Banner mit der Aufschrift: „NWO, Rothschild, Soros!! Umvolkung in vollem Gange!! [...]“ In extrem rechten Kreisen sind die Namen „Rothschild“ und „Soros“ sowie die Vorstellung einer „Neuen Weltordnung“ (kurz: NWO) beliebte Codes, um auf eine angeblich jüdische Weltherrschaft hinzuweisen. Demnach betrieben sie durch Immigration eine „Umvolkung“ – ein Begriff aus Zeiten des Nationalsozialismus – zur Vernichtung der europäischen „Völker“.

     
  • 24.03.2018, In der U-Bahn antisemitisches Lied gesungen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Gruppe junger Männer singt in der U2 im Prenzlauer Berg ein antisemitisches Lied: Die sieben Personen sind Fans des BFC Dynamo, sie tragen neben der charakteristischen Fankleidung in Bordeauxrot auch Schals mit der Aufschrift „Märkische Jungs“. Die Männer steigen an dem Nachmittag an der Station Eberswalder Straße in die U-Bahn in Richtung Ruhleben ein und rufen dabei diverse Fußballgesänge. Noch bevor die U-Bahn die nächste Station erreicht, beginnen die Männer zu grölen: „Eine U-Bahn bauen wir von Lichtenberg nach Auschwitz“. Von den anderen Fahrgästen gibt es hierauf keine wahrnehmbaren Reaktionen oder gar Interventionen.

     
  • 27.03.2018, Nach Holocaustleugnung wird Bekannter mit Messer bedroht

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    tz

    Ein 38-Jähriger verhöhnt nach Angaben der Polizei gegenüber einem Bekannten den Holocaust und behauptet, dass es ihn nie gegeben haben soll. Daraufhin kommt es zu einem Streit mit seinem Bekannten. Im Verlauf des Streitgesprächs bedroht der Mann seinen Bekannten in dessen eigener Wohnung mit einem Messer. Der 39-Jährige redet daraufhin beruhigend auf seinen Besuch ein, bis dieser das Messer wieder wegnimmt.

     
  • 03.04.2018, Gedenktafeln einer Erinnerungsstätte gezielt beschädigt

    Sachsen

    (Chemnitz)

    Quelle:
    Endstation Rechts

    An Gedenktafeln der Erinnerungsstätte „Kaßberg-Gefängnis“ werden mehrere Sachbeschädigu-ngen entdeckt. Nach Polizeiangaben könnte die Tat bereits einige Tage zurückliegen. Mehrere Glaswände sind beschädigt und gezielt solche mit einem Bezug zu NS-Verbrechen zerstört worden. Die ehemalige Haftanstalt wurde sowohl von den Nationalsozialisten als auch dem DDR-Regime zur Inhaftierung politischer Häftlinge genutzt. Die Gedenktafeln an der Außenwand, die über die Geschichte des Ortes aufklären, wurden erst vor einem Jahr eingeweiht. Die Motive sind unklar, jedoch spricht die Übernahme der Ermittlungen durch den Staatsschutz für einen möglichen politischen Hintergrund.

     
  • 05.04.2018, Antisemitisch motivierte Brandstiftung?

    Sachsen

    (Chemnitz)

    Quelle:
    Endstation Rechts

    Auf dem Gelände eines städtischen Kindergartens brennt ein Gartenhaus komplett nieder. Zudem finden sich Spuren weiterer Einbruchsversuche. Die kommunale Einrichtung beherbergt unter anderem die jüdische Kindergruppe „Schalom“. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei von einem Brandanschlag aus. Der Fall wird an das Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes abgegeben. Die Motive sind unklar, jedoch lässt sich eine antisemitische Motivation nicht ausschließen. Zudem ist unklar, ob eine Verbindung zu den Sachbeschädigungen besteht, die zwei Tage zuvor an der Erinnerungsstätte „Kaßberg-Gefängnis“ begangen wurden.

     
  • 08.04.2018, Antiisraelische Demonstration auf dem Neuköllner Hermannplatz

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Rund 250 Menschen versammeln sich auf dem Hermannplatz in Berlin-Neukölln auf einer pro-palästinensischen Demonstration im Rahmen des „Großen Marschs der Rückkehr“, zu der BDS Berlin aufgerufen hat. Vereinzelt werden antiisraelische Schilder gezeigt und Parolen wie „From the river to the sea – Palestine will be free!“ skandiert. Zudem rufen BDS-Anhänger*innen zum Boykott des jüdischen Staates auf. Über Lautsprecher werden die Teilnehmenden der Demonstration davor „gewarnt“, dass auch „zionistische Journalisten“ anwesend seien. In einem Lied, das vom Lautsprecherwagen ausgeht, werden Raketen aus dem Gazastreifen auf zivile Ziele in Israel gerechtfertigt.

     

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