Der 11. Salon der Amadeu Antonio Stiftung präsentiert Werke des Berliner Künstlers Jürgen Liefmann.
Jürgen Liefmann wohnt und arbeitet in Berlin-Kreuzberg. Die Amadeu Antonio Stiftung präsentiert in ihrem 11. Salon einen ganz besonders faszinierenden Künstler: Alle seine Arbeiten beziehen sich aufeinander und der Betrachter kann eine Entwicklung verfolgen, die sich einerseits vom Zeichnerischen, Skizzenhaften, Figurativen ins Abstrakte entwickelt, andererseits von flächig angelegten Räumen in ein Gitterwerk von Linien. Genauso gut kann es aber auch umgekehrt sein.
Liefmann arbeitet auf Papier, seine Formate verändern sich gelegentlich während der Arbeit, indem er Kanten einfach umklappt: so entstehen "Objekte", die er auch "Klappungen" nennt. Die Geschichten, die diese Arbeiten erzählen, sind greifbar, aber nicht laut oder plakativ. Der Blickwinkel des Künstlers ist immer zurückhaltend, leise, liebevoll, gelegentlich leicht ironisch. Die Arbeiten, die er in der Amadeu Antonio Stiftung zeigt, sind Zeugnisse eines lebenslangen Prozesses, der Suche eines konsequent Arbeitenden, Annäherungen an das Thema Fläche im Verhältnis zu Raum und Figur. Wir freuen uns und sind dankbar, dass Jürgen Liefmann 50 Prozent des Erlöses aus dem Verkauf der Bilder der Arbeit der Amadeu Antonio Stiftung zukommen lässt.
Jürgen Liefmann extrahiert in seinen Zeichnungen und Bildern charakteristische Strukturen der Stadt New York – beispielsweise die geschwungenen Parkbänke des Central Parks. In einem weiteren Schritt verdichten sich die dokumentierten Formen und Gefüge zu Gitterwerken aus Linien, die Liefmann bevorzugt in Orange ausführt. Zusammen mit Ocker, Braun und im Hintergrund Blau erzeugt Liefmann eine den einzelnen Werken immanente Räumlichkeit.