Die Kampagne „Kein Ort für Neonazis“ will Bürgerinnen und Bürger, zivilgesellschaftliche Initiativen und vor allem Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern für demokratische Kultur gewinnen und (Wieder-)Einzüge in Landtage verhindern. Ziel der Kampagne ist es im Rahmen einer größeren Bewegung aller demokratischen Kräfte die Verankerung der Neonazi-Szene in Bundesländern dauerhaft zu verhindern. Dazu ist eine Auseinandersetzung mit Raumgreifungsstrategien der Neonazis notwendig. Dazu ist auch die bundesweite Unterstützung aller demokratischen Parteien und weiterer zivilgesellschaftlicher Organisationen notwendig. Die Kampagne bietet gerade kleinen Initiativen schnelle und unbürokratische Förderung sowie öffentliche Anerkennung.
Gegen Rechte Gewalt vorgehen und Zivilcourage zeigen ist immer von Bedeutung. Doch gerade wenn Wahlen anstehen, ist es wichtig Präsenz zu zeigen, damit Neonazis keine schleichende Legitimation durch die NPD im Landtag erfahren und man sich an Rassismus und Antisemitismus gewöhnt.
Demokratische Gegenkultur
Durch Diskussionsveranstaltungen, Infoveranstaltungen und vieles mehr können Initiativen Bürgerinnen und Bürger darüber informieren, was sich hinter den Aussagen der NPD verbirgt und was ihre tatsächliche Ideologie ist. Außerdem können Veranstaltungen, wie Festivals und Filmvorführungen, Theaterstücke und mehr eine alternative zu Neonazi-Events sein. Neonazis benutzen ihre Veranstaltungen oft mit dem Ziel, die Besucherinnen und Besucher von ihrer Ideologie zu überzeugen, um sie zu ihren Wählerinnen und Wählern zu machen. Um zu verhindern, dass sich rassistische, antisemitische und diskriminierende Ideologien verbreiten, Bürgerinnen und Bürger sich an ihre Präsenz gewöhnen, muss vor Ort gehandelt werden.