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NEWSLETTER DER AMADEU ANTONIO STIFTUNG


Ausgabe Nr. 60, März 2010
5.616 Abonnenten aus Zivilgesellschaft, Politik und Medien in Deutsch und 252 in Englisch


Dies ist der E-Mail-Newsletter der Amadeu Antonio Stiftung mit aktuellen Mitteilungen aus der Stiftung, vom Opferfonds CURA und den Internetportalen www.mut-gegen-rechte-gewalt.de und www.netz-gegen-nazis.de.

English Version: www.amadeu-antonio-stiftung.de/eng/newsletter

 

1. IN EIGENER SACHE

Liebe Leserinnen und Leser,

auf vielen klassischen Gemälden versuchten die Meister, so viel Symbolkraft wie nur möglich in die dargestellte Situation zu legen. Offensichtlich und verschlüsselt, vordergründig und hintergründig, dramatisch beleuchtet oder im Dunklen gelassen, erzählt die Komposition des Malers durch einen winzigen Moment große Geschichte. Als ich vor dem barocken Zwinger in Dresden stand, musste ich an jene Gemälde denken, die guten und die schlechten, an denen sich heute die Betrachter erfreuen. Und ich habe mich gefragt, ob es wohl einen symbolischen Augenblick geben würde, der die Situation am 65. Jahrestag der Zerstörung Dresdens angemessen darstellen könnte.

Auf dem Platz vor dem Zwinger hatten sich Christen zum Friedensgebet versammelt, vor dem Rathaus bildete sich gerade eine Menschenkette um die Altstadt und am anderen Ufer der Elbe setzten sich junge Leute auf Gleise und Strassen um den Marsch der Nazis wohin auch immer zu verhindern. Es war das erste mal, dass es gelungen ist trotz Verdrängung und ideologischer Kämpfe um die Frage von Schuld an Krieg und Vernichtung und des Gedenkens an die Opfer der Vergangenheit, der gegenwärtigen Gefahr ins Auge zu schauen. In unserem Bild machen die wenigen tausend Nazis, die umzingelt am Neustädter Bahnhof nach dem Aufbruch schrien, nicht so furchtbar viel her. Sie sind heute keine wirkliche Gefahr für die demokratische Rechtsordnung, weder in Menge noch in Gesinnung.

Dennoch bedeuten sie eine Bedrohung. In Zossen ist das Haus der Demokratie abgebrannt, Angriffe auf Personen und Projekte, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren, erreichen uns nun fast jeden Tag und die direkten Bedrohungen durch Anrufe, Briefe und auf Websites nehmen zu. Sie greifen Flüchtlinge, Einwanderer oder Schwarze an. Sie schüchtern Menschen ein, die sich gegen Rassismus wenden, der auf bizarre Weise zur Normalität gehört. Sie machen einen systematischen Unterschied zwischen Gruppen, denen sie als völkische Schiedsrichter jeweils einen Wert zu leben zuordnen. Sie propagieren diesen Unterschied und sie verletzen oder töten Menschen deswegen. Und: sie berufen sich dabei immer wieder auf die Geschichte, deren Opfer die Deutschen sein sollen. Dabei spielen sie auf der Klaviatur der allgemeinen Stimmung eines neuen Antiimperialismus, bei dem viele Konservative wie Linke in der Zerstörung Dresdens durch die Alliierten das böse Omen einer „amerikanisch-zionistischen“ neuen Weltordnung sehen, die Ereignisse von heute mit den Verbrechen des Nationalsozialismus gleichsetzt.

Gefährlich sind die neuen Nazis also doch, weil sie dem Bild einige gruselige Unschärfe verleiht, die aus den Tiefen der Geschichte bis vor die Tore des Rathauses reicht, vor dem die Bürgermeisterin nur mit Mühe einige Worte über diejenigen verliert, die „jenen unseligen Krieg begonnen haben“. Und gefährlich sind sie vor allem dann, wenn ihre Angriffe bagatellisiert oder schlimmer – mit linksextremer Gewalt gleichgesetzt werden. Das ist absurd weil es nicht der Realität entspricht, sondern wieder nur dem ideologischen Abwiegeln dient. In Dresden jedenfalls gab es keine linksextreme Gewalt. Dass es sie nicht gab, lag auch am besonnen Handeln der Polizei und ihrer klugen Strategie, die am Ende allen Nazi-Gegnern von beiden Ufern des teilenden Flusses einen Anteil am Erfolg ermöglichte. Es hätte auch ganz anders kommen können. Deshalb an dieser Stelle ein großer Dank an die Polizei – sie wird auf unserem Gemälde einen besonderen Platz bekommen.

Über dem Zwinger und der Semperoper sehen wir unter den vielen, die zu verstehen beginnen, wie Geschichte und Gegenwart zusammenhängen den Pfarrer im Talar, den er gegen die Anweisung seines Bischofs dennoch mit Würde trägt, die Bürgermeisterin, die darüber staunt, wie viele ihrer Bürger nun doch bereit sind, Ursache und Wirkung des Krieges anzuerkennen, die junge Frau von der SPD, die sich auf die Gleise setzt um zu verhindern, dass die Nazis mit der Bahn angereist kommen, einige Schwarzvermummte, die sich darüber ärgern, dass die Polizei sie von den Nazis nicht unterscheiden kann, weil sie sich in zu vielem bereits ähnlich sind und die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, die erleichtert ist, dass es dieses Jahr nicht die Nazis sind, die an ihrer Synagoge vorbeilaufen dürfen. Dazwischen der Polizist mit Funkgerät am Ohr, der den Überblick behält so gut es geht und einigermaßen gelassen bleibt dabei.

Ein Erfolg. Mit einigem Licht und einigem Schatten - vor dem Hintergrund der malerischen Silhouette einer Stadt, die wie keine andere zum Austragungsort des Kampfes um ein neues Geschichtsverständnis geworden ist. Die neuen Nazis sind nicht vom Himmel gefallen, sie ernähren sich aus der Unschärfe von Geschichtsverständnis und Erinnerungskultur. Dies ist die Grundlage ihrer Gewalt. Es ist Zeit für Klarheit. Und nicht für ideologisierte Debatten. Dafür haben wir keine Zeit mehr.

Ihre Anetta Kahane

 

2. MUT GEGEN RECHTE GEWALT

Dresden – jetzt alles gut?


Aus dem größten Aufmarsch von Alt- und Neonazis in Europa nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde nichts. Am 13. Februar verhinderten in Dresden mehrere zivilgesellschaftliche Initiativen den Marsch erfolgreich. Die 5.000 angereisten Neonazis mussten am Neustädter Bahnhof in Dresden stehen bleiben. Breite Gegenbündnisse hatten zu unterschiedlichen Aktionen, wie der Menschenkette, den kirchlichen Friedensprozessionen und den Blockaden mobilisiert. 20.000 Menschen stellten sich dem Geschichtsrevisionismus der Neonazis entgegen. Auf dem Rückweg ließen die rechtsextremen Demonstranten dann ihren Frust über den verhinderten Aufmarsch aus: In Pirna griffen sie beispielsweise ein SPD-Abgeordnetenbüro an, indem sich auch das von der Mut-Aktion geförderte Büro der Aktion Zivilcourage befindet. Die Neonazis mobilisieren bereits für den Aufmarsch 2011, wie soll die Zivilgesellschaft darauf reagieren?

Mehr unter: www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/ist-jetzt-alles-gut/

 

Thor-Steinar in Eberswalde?


Im Dezember 2010 jährt sich der 20.Todestag von Amadeu Antonio Kiowa. Der angolanische Vertragsarbeiter wurde am 24. November 1990 im brandenburgischen Eberswalde von einem Mob rassistischer Jugendlicher ins Koma geprügelt. Er verstarb in Folge seiner schweren Verletzungen am 6. Dezember. Die Amadeu Antonio Stiftung, die nach Kiowa benannt ist, arbeitet seit ihrer Gründung eng mit der Stadt Eberswalde und den dort ansässigen Initiativen zusammen. Vieles hat sich im Stadtleben verbessert. Rechtsextreme Vorfälle werden öffentlich thematisiert, zivilgesellschaftliche Akteure zeigen Gesicht. Die rechtsextreme Szene hat an Aktionsfähigkeit eingebüsst, trotzdem bleibt sie in Eberswalde weiterhin ein Problem. Exemplarisch dafür steht der Laden am östlichen Ortsausgang, der u.a. die bei Neonazis beliebte Marke Thor-Steinar vertreibt. Im Bewusstsein der Öffentlichkeit ist er jedoch bislang nicht.

Mehr unter: http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/eberswalde-rechtsextreme-shoppen-ungestoert/

 

3. PROJEKTE FÜR DEMOKRATISCHE KULTUR

Dem gescheiterten Neonazi-Aufmarsch am 13.2. in Dresden folgten wütende rechtsextreme Gegenreaktionen. U.a. wurden in Berlin Drohbriefe mit einem Streichholz an Unterzeichner des Aufrufs "Dresden Nazifrei" geschickt. Höhepunkt der nazistischer Anschläge der letzten Tage war der Brandanschlag auf ein Auto eines Mitgliedes des Alternativen Kultur- und Bildungszentrum e.V. in Pirna, das u.a. übe rechtsextreme Strukturen in Sachsen aufklärt. Nachdem die Feuerwehr ihren Löscheinsatz beendete, war nicht mehr viel übrig von dem Fahrzeug. Es ist vollkommen zerstört worden. Der Opferfonds Cura hat in einer ersten Reaktion 500 Euro an Spenden zugesagt. Diese Zuwendung und andere, wie die unten geförderten Projekte, sind nur durch ihre Spenden möglich. Dafür herzlichen Dank.

 

Aktionswochen gegen Rassismus


Unter dem Motto „alle anders, alle gleich“ beginnen am 15. März die diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus. Die Vereinten Nationen wollen des Massakers von Sharpeville gedenken, bei dem die südafrikanische Polizei am 21. März 1960 friedliche Demonstrantinnen erschoss. Zu diesem Anlass finden in ganz Europa mehrere tausend Veranstaltungen statt, die ein Zeichen gegen Rassismus setzen. Im Hintergrund aller Aktionen vom 15. bis zum 28. März steht die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen. Deshalb sollen an diesen Tagen Menschen aller Nationen zusammen kommen, um die Artikel der Erklärung mit Leben zu füllen. Die Amadeu Antonio Stiftung fördert im Rahmen der Aktionswochen mehrere Schulprojekttage, die an Schulen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ stattfinden und sich mit Rassismus auseinandersetzen. Im Rahmen der Kooperation mit „Laut gegen Nazis“ unterstützt die Stiftung auch die Aktionswochen in Saarbrücken, die vom 15. bis 28. März gemeinsam mit dem Café Exodus, dem Jugendzentrum Försterstraße und dem DGB – Jugend Saar stattfinden.

 

Rechtsextremismus - Eine europaweite Herausforderung


„Rechtsradikale sind im 21. Jahrhundert angekommen“, schreibt Britta Schellenberg im neu erschienen Sammelband „Rechtsextremismus in Deutschland und Europa“ der Schwarzkopf Stiftung Junges Europa. In allen Ländern Europas gibt es bereits neonazistische Gruppierungen, die sich zunehmend vernetzen. Internationale Festivals werden organisiert oder sie versuchen sich in Sachen Fraktionsbildung im EU-Parlament. Die Beiträge im Sammelband beschäftigen sich mit Strömungen in einzelnen Ländern, zum Beispiel mit der polnischen „Liga Polskich Rodzin“. Vor allem werden aber die gemeinsamen Tendenzen, wie der intellektuelle europäische Rechtsextremismus, angesprochen und Gegenstrategien vorgestellt. Die Europäisierung der Neonaziszene darf nicht vernachlässigt werden. Deshalb hat die Amadeu Antonio Stiftung die Herausgabe des Sammelbandes „Rechtsextremismus in Deutschland und Europa“ zusammen mit der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Mehr Informationen: www.amadeu-antonio-stiftung.de/aktuelles/eine-europaeische-herausforderung

 

4. AMADEU ANTONIO STIFTUNG AKTIV

Harry Belafonte fragt nach


Eben noch überreicht er Joachim Fuchsberger die goldene Kamera, zwei Tage später sitzt er im Konferenzraum der Amadeu Antonio Stiftung. Zusammen mit den Brother Keepers Ade Bantu, Tyran Ricketts, Quietstorm und vielen anderen fragt Harry Belafonte genauer nach. Wie stark ist der Rassismus in Deutschland verbreitet und wer tut etwas dagegen? Womit ist die Amadeu Antonio Stiftung erfolgreich? Er macht klar, dass er Rassismus als ein weltweites Problem sieht, auch in Afrika oder den USA. Schockiert zeigte er sich darüber, dass es „No-Go-Areas“ für Schwarze und andere Menschen, die nicht in das Weltbild von Nazis passen, gibt. Er betont die Verantwortung von Künstlern und Musikern sich gegen Rassismus und andere Formen der Unterdrückung zu engagieren. Der Stiftungskoordinator, Timo Reinfrank, freute sich sehr über den Besuch von Belafonte: „Wir fühlen uns sehr geehrt durch den Besuch von Harry Belafonte und es ermutigt uns und viele andere sich weiter gegen Rassismus zu engagieren. Künstler haben eine große Verantwortung. Harry Belafonte nimmt diese Verantwortung wie wenig andere vorbildlich war.“

Bilder seines Besuches sehen Sie unter: www.amadeu-antonio-stiftung.de/aktuelles/harry-belafonte/

 

Die Stiftung im VZ


Die VZ-Gruppe ist mit SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ nicht nur Marktführer der Sozialen Netzwerke in Deutschland, sondern auch bereits von Anfang an für „www.Netz-gegen-Nazis.de“ engagiert. Jetzt wird die Zusammenarbeit ausgebaut. Bisher gab es themenspezifische Gruppen im SchülerVZ, in die Texte von Netz-gegen-Nazis.de einfloßen und die die Jugendlichen diskutieren konnten. Im März bekommt Netz-gegen-Nazis.de, Mut-gegen-rechte-Gewalt.de und die Amadeu Antonio Stiftung, ein Edelprofil auf allen VZ-Netzwerken. Damit sind wir noch besser auffindbar – man kann die Stiftung und ihre Internetportale als Statement auf die „Gefällt mir“-Liste setzen und mit aktuellem „Buschfunk“ immer über die Aktivitäten und Artikel informiert sein. Also: Besuchen Sie uns auch in den VZ-Netzwerken!

 

5. BÜRGERSTIFTUNGEN FÜR DEMOKRATISCHE KULTUR

Ausstellung: Legalität für die Opposition!


In den verfallenen Häusern des Prenzlauer Berg und angrenzender Ostberliner Stadtbezirke finden in den 80er Jahren junge Menschen aus der ganzen DDR zueinander. Alle haben etwas gemeinsam: Ihr wacher Geist führt sie an die fest gemauerten Ränder eines maroden Systems. Sie entwickeln Ideen, was man verändern könnte, nicht nur in ihrer Stadt. Sie bilden eine illegalisierte Opposition. Mit der Ausstellung: Legalität für die Opposition! Eine Ausstellung über die Suche nach der idealen Form politischer Partizipation, eröffnet uns die Initiative Bürgerstiftung Prenzlauer Berg den Blick auf eine spannende und zugleich wichtige Zeit vor der politischen Wende. Die Ausstellung ist ein Projekt der Initiative Bürgerstiftung Prenzlauer Berg und der Amadeu Antonio Stiftung in Kooperation mit dem Amt für Kultur und Bildung – Museumsverbund Pankow. Unterstützt durch die Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. Die Ausstellung wurde ermöglicht durch eine Förderung der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Der Eintritt ist frei.

Verschiedene Führungen, insbesondere für Schulklassen, durch die Ausstellung und interaktive Workshops können unter der folgenden Telefonnummer gebucht werden: 0174-9529964.

Mehr zur Ausstellung unter: www.amadeu-antonio-stiftung.de/aktuelles/ausstellung-legalitaet/

 

Forum Engagementförderung


Der Bundesverband deutscher Stiftungen gründet das "Forum Engagementförderung". Experten und Entscheidungsträgern aus Stiftungen bietet es eine Vernetzungsplattform zum fachlichen Austausch. Die Ergebnisse sollen in den gesamten Stiftungsbereich ausstrahlen und andere Organisationen motivieren, sich mit der Thematik Engagementförderung auseinander zu setzen. Das erstes "Forum Engagementförderung" findet am 4. und 5. März 2010 in Hamburg statt. Referentin ist u.a. Doris Elfert von der Bürgerstiftung Weimar

Informationen zum Programm: www.stiftung.org/engagementfoerderung

 

6. AUS DER ZIVILGESELLSCHAFT

Foto: Luisa Wetzel, cc

Doch keine „Uni ohne Arndt“?


An der Universität in Greifswald ist vor einem Jahr die Kampagne „Uni ohne Arndt“ von engagierten Studierenden ins Leben gerufen worden. Im Mai 1933 wurde Ernst Moritz Arndt auf Bescheid von Hermann Göring Namenspate der Universität Greifswald. Nach kurzer Pause 1945 wurde der Name zur 500-Jahrfeier 1956 wieder eingeführt. Arndts rassistische und antisemitische Äußerungen passten gut ins nationalsozialistische Weltbild. Zu einer weltoffenen, toleranten Universität im 21. Jahrhundert passt Arndt allerdings nicht. Bislang lief die Gegeninitiative erfolgreich. Im Januar gab es jedoch einen ersten Dämpfer. Bei einer studentischen Urabstimmung votierten 49,9% für den Namenszusatz. Neben Arndt-Befürwortern umfasst dieses Ergebnis auch Studierende, die sich für einen anderen Universitätsnamen aussprechen. Über den Ausgang der Initiative ist damit noch nicht entschieden. Am 17. März wird es spannend. Dann entscheidet der Senat über die Frage der Ablegung des Namens. Die NPD hat sich bereits für Ernst Moritz Arndt stark gemacht.

Über aktuelle Entwicklungen informiert die Initiative: www.jabbusch.tose.de/uniohnearndt/updates/

 

Vereint gegen Rechtsextremismus in Ost und West

Vereint gegen Rechtsextremismus in Ost und West – Eine Tagung der Friedrich-Naumann-Stiftung in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung. Rechtsextremismus ist ein Problem was uns alle in Deutschland angeht. Fast zwanzig Jahre nach dem Ende der deutschen Teilung existieren zahlreiche Projekte und Initiativen, die aktiv gegen Rechtsextremismus vorgehen – in Ost und West. Die Tagung soll die Vernetzung zwischen diesen Bürgerinnen und Bürgern fördern, die sich in Projekten und Initiativen gegen Rechtsextremismus engagieren. Geboten wird ein Forum aus Gesprächskreisen und Arbeitsgruppen für den Austausch von Erfahrungen und zur Diskussion. Die Tagung findet vom 19. bis 21. März in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach statt.

Für weitere Informationen und Anmeldung: konstanze.ameer@amadeu-antonio-stiftung.de

 

7. AUSGEWÄHLTE TERMINE

Dienstag, den 2. März 2010, Bad Doberan
Eröffnung der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung: „Das hat’s bei uns nicht gegeben“ – Antisemitismus in der DDR mit Landrat Thomas Leuchert und Heike Radvan, Amadeu Antonio Stiftung, Gymnasium Bad Doberan, Alexandrinenplatz 11, 18.30 Uhr
Die Ausstellung ist dort noch bis 18. März zu sehen.

Donnerstag, den 4. März, Hannover
Tagung zum Thema „Antisemitismus in muslimisch geprägten Milieus“, u.a. mit Anetta Kahane, Amadeu Antonio Stiftung, Innenministerium Niedersachsen, Restaurant im Leineschloss, Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1, 10.00 - 16.00 Uhr

Freitag, den 5. März, Eberswalde

Lesung und Diskussion über das Buch „Waldleben“, u.a. mit dem Autor Sieghard Neckel, Adlerapotheke, Steinstraße 3, 18 Uhr

Montag, den 8. März, Berlin-Neukölln

Vorstellung des Projektes „Stadtteilmütter auf den Spuren der Geschichte“, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, u.a. mit Dr. Andrés Nader, Amadeu Antonio Stiftung, Haus der Begegnung, Morusstr. 18a, 10.00 – 12.00 Uhr

Montag, den 8. März, Berlin

Veranstaltung „Entsolidarisierung – Die neue Heitmeyer-Studie über deutsche Zustände“, u.a. mit Wilhelm Heitmeyer, Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 19 Uhr

Donnerstag, den 11. März, Berlin
Eröffnung der Ausstellung: „Die Suche nach der idealen Form politischer Partizipation“ der Initiative Bürgerstiftung Prenzlauer Berg und der Amadeu Antonio Stiftung im Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner um 18.30 Uhr, Prenzlauer Allee 227/228, U2 Senefelder Platz oder Tram 2 um 19 Uhr, danach immer Samstag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr

Montag bis Sonntag 15. - 28. März 2010
Internationale Wochen gegen Rassismus des Interkulturellen Rates in Deutschland e.V.
http://www.interkultureller-rat.de/

Mittwoch bis Donnerstag, den 17. März bis 18. März, Potsdam

Fachkonferenz: „Toleranz Fördern, Gemeinwesen stärken“ des Moses Mendelssohn Zentrum, u.a. mit Prof. Dr. Andreas Zick, Universität Bielefeld, Staatskanzlei – Brandenburgsaal, Haus 12, Heinrich-Mann-Allee 107

Freitag bis Sonntag, den 19. März bis 21. März, Gummersbach
Tagung zum Thema „Vereint gegen Rechtsextremismus in Ost und West“, Amadeu Antonio Stiftung in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung, Theodor-Heuss-Akademie, Theodor-Heuss-Straße 26
Informationen und Anmeldung unter konstanze.ameer@amadeu-antonio-stiftung.de

Freitag, den 19. März, Bielefeld
Workshop des Projekts Generation 50 plus aktiv im Netz gegen Nazis, Bielefeld, ganztags Anmeldung unter ngn@amadeu-antonio-stiftung.de, oder 030. 240 886 24

Samstag, den 20. März, Eberswalde
Theater: Label Noir Berlin mit "Heimat, bittersüße Heimat" aus Anlass des Internationalen Antirassismustags, der Eintritt geht an den Barnimer Flüchtlingsfonds, Paul-Wunderlich-Haus, Am Markt 1, 19.00 Uhr

Freitag, den 26. März, Essen
Workshop des Projekts Generation 50 plus aktiv im Netz gegen Nazis, Essen, ganztags Anmeldung unter ngn@amadeu-antonio-stiftung.de, oder 030. 240 886 24

Freitag bis Samstag, den 26. bis 28. März, MV & Brandenburg
Zweiter Workshop der Reihe "Chancengleichheit für Alle!", u.a. mit Berit Lusebrink, Amadeu Antonio Stiftung. Anmeldungen: berit.lusebrink@amadeu-antonio-stiftung.de

 

IMPRESSUM

Copyright (c) 2010
Redaktionsschluss: 28.02.2010

Amadeu Antonio Stiftung
Schirmherr: Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse

info@amadeu-antonio-stiftung.de
www.amadeu-antonio-stiftung.de
Linienstrasse 139
10115 Berlin
Tel.: 030. 240 886 10
Fax: 030. 240 886 22

Konto der Amadeu Antonio Stiftung:
Deutsche Bank Bensheim, BLZ 50970004, Konto 030331300

Sollten Sie zur Verwendung von Spenden Fragen haben, können Sie sich jederzeit an uns wenden.

Redaktion: Tilman Tzschoppe und Christian Spiegelberg; Mitarbeit: Berit Lusebrink, Anetta Kahane, Andrés Nader, Heike Radvan, Simone Rafael, und Timo Reinfrank (verantwortlich). Herzlichen Dank an Virginia Schildhauer für die Übersetzung.

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