Der Opferfonds CURA unterstützte durch eine Spende die Wiedereröffnung eines von Neonazis zerstörten Imbisswagens der Familie Thanh in Eberswalde. Im Bild läßt es sich der Bürgermeister der Stadt, Friedhelm Boginski, schmecken.

CURA Bilanz 2008 - Hilfe für 16 Opfer rechtsextremer Gewalt


Die Opfer nicht alleine lassen, sondern ihnen Zuwendung und Unterstützung bieten – das ist das Ziel des Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung. Auch im vergangenen Jahr konnten wir mit Ihren Spenden zahlreichen Opfern rechtsextremer Gewalt schnell und unbürokratisch helfen.

2008 konnte der Opferfonds CURA 16 Opfer rechter Gewalt unterstützen. Mit einer Spendenkampagne wurde beispielsweise drei Imbissbetreibern in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, deren mobile Verkaufswägen wahrscheinlich von jungen Neonazis niedergebrannt wurden, die wirtschaftliche Existenz gerettet. Ebenfalls gefördert wurde ein Austausch- und Vernetzungstreffen der Opferberatungsstellen in Ostdeutschland.
Im Mittelpunkt der Arbeit des Opferfonds CURA steht die unmittelbare und nachhaltige Hilfe für Opfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt. Seit 2004 hat der Opferfonds durchschnittlich zwischen acht bis 12 Opfer rechter Gewalt pro Jahr unterstützt. Die durchschnittliche Fördersumme liegt bei 400 Euro. Dass der Opferfonds CURA im vergangenen Jahr überdurchschnittlich vielen Opfern helfen konnte, verdankt er seinen Spenderinnen und Spendern. Die meisten Anträge erreichen den Fonds aus Sachsen, Brandenburg und Berlin. An vierter Stelle stehen alle westdeutschen Bundesländer.

Unterstützung aus dem Opferfonds nach brutalem Angriff auf Familie

Der Opferfonds CURA arbeitet eng mit den lokalen Beratungsstellen für Opfer rechtsextremer Gewalt zusammen. Beispielsweise bat die Opferberatung des RAA Leipzig e.V. um Hilfe in einem besonders dramatischen Fall: Als das Ehepaar P. und seine drei Kinder vom Einkaufen zurückkehrten, wurden sie von zwei Angetrunkenen mit „ihr verfluchten Fidschis“ und „Scheiß Japse“ beschimpft. Die Täter skandierten mehrmals „Sieg Heil“ und hoben dabei den Arm zum Hitlergruß. Als Herr P. und sein ältester Sohn versuchten, die Angreifer aus ihrem Haus zu drängen, hetzten diese ihren Hund auf Herrn P., er wurde in den Oberschenkel und die Hüfte gebissen. Dabei schlugen die Männer auf ihn ein. Frau P. packten sie an ihren Haaren und schleiften sie so aus dem Haus, wo sie ihren Bauch und Oberkörper mit Schlägen traktierten. Auch der älteste Sohn wurde brutal angegriffen, wobei immer wieder Parolen wie „Deutschland den Deutschen“ und „Sieg Heil“ gerufen wurde. Als Herr P. endlich die Polizei rufen konnte, wurden die Täter schnell gefasst. Das Ehepaar erlitt durch den Angriff mehrere schwere Verletzungen und leidet bis heute unter starken Angstzuständen. Beide konnten über Monate nicht ihrer Arbeit nachgehen, weswegen P. seine langjährige Arbeitsstelle verlor. Aus dem Opferfonds CURA erhielt die Familie eine erste Spende, um den Verdienstausfall zu mindern.

Der Fonds ist auf jede Spende angewiesen

2008 haben vor allem Einzelpersonen gespendet. Wie bereits im vergangenen Jahr veranstaltete die DJ-Initiative „No historical backspin“ wieder eine Solidaritätsparty und spendete den Erlös an CURA. Der besondere Dank gilt daher der Djane Monika Kruse, deren Engagement wir sehr schätzen.

Spenden auch Sie an den Opferfonds CURA!

Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung
Deutsche Bank Bensheim
Konto: 030 331 331
BLZ: 509 700 04

Hier finden Sie mehr Informationen zum Opferfonds CURA
 

Bilanz

Hauptnavigation

Spenden Sie jetzt!

 
 

Newsletter

Newsletter
Dran bleiben! Mit unserem Newsletter...