Ein Stadtteil wehrt sich gegen die NPD

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Dresden-Pieschen – ein Stadtteil wehrt sich gegen die NPD

© Amadeu Antonio Stiftung

 

Die Dresdner Bürgerinitiative "Pieschen gegen Rechts" kämpft seit Juni 2007 gegen Rechtsextremismus im Stadtteil Pieschen – und das mit wachsendem Erfolg.

Was tun, wenn die NPD zur besser getarnten Verbreitung ihrer völkischen Ideologie ein "Bürgerbüro" betreiben will? Vielerorts ignoriert die Mehrheitsbevölkerung solches Vordringen der rechtsextremen Partei in die bürgerliche Gesellschaft. Doch es gibt auch Orte, die zeigen, dass es anders geht und dass man etwas gegen die NPD tun kann. Orte, in denen sich Bürgerinnen und Bürger dem braunen Treiben entschieden zur Wehr setzen – zum Beispiel das Dresdener Stadtteilbündnis ''Pieschen gegen Rechts", das im September 2008 dem Landtagspräsidenten des Freistaates Sachsen, Erich Iltgen, mehr als 1.000 Unterschriften für eine sofortige Schließung des NPD-"Bürgerbüros" überreichte. Von diesem Büro aus sollte Fremdenfeindlichkeit, Geschichtsrevisionismus und Intoleranz im Stadtteil verbreitet werden. Die Aktion von "Pieschen gegen Rechts" hatte jedoch Erfolg: Inzwischen musste das Büro wieder schließen.

Rechtsextreme Aktivitäten sind in Pieschen jedoch nichts Neues. Der Dresdner Stadtteil hat in den vergangenen Jahren immer wieder Auseinandersetzungen mit organisierten Neonazis erleben müssen: So versuchten rechtsextreme Aktivisten bereits zu Beginn der neunziger Jahre, ihre Treffpunkte und Zentren in Pieschen anzusiedeln, allerdings ohne nennenswerte Erfolge. Denn wachsame Bürgerinnen und Bürger und alternative Jugendprojekte schafften es mehrmals, ein friedliches Miteinander aller Pieschener durchzusetzen. So mussten zwei Treffpunkte für Neonazis, die sich fest im Stadtteil etablieren wollten, nach Bürgerprotesten wieder geschlossen werden. 

Die Amadeu Antonio Stiftung fördert die Bürgerinitiative "Pieschen gegen Rechts", weil engagierte zivilgesellschaftliche Initiativen ein ganz zentrales Element beim Kampf gegen Rechtsradikalismus und für Demokratie sind.

 

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