Spendenbilanz 2009

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Spendenbilanz 2009 – Verpflichtung zur Transparenz

 

Initiativen und Projekte für demokratische Kultur ermutigen, beraten und fördern - dieses Ziel konnte die Amadeu Antonio Stiftung, dank unserer Spenderinnen und Spender, verfolgen.

Da uns Ihr Vertrauen wichtig ist und wir uns einem seriösen, transparenten und vertrauenswürdigen Umgang mit Spenden verpflichtet fühlen, möchten wir Ihnen an dieser Stelle, wie auch im vergangenen Jahr, einen Überblick über die Spendenentwicklung und den verantwortungsvollen Umgang ihrer Verwendung geben.

Vielen Dank an über 450 Einzelspender

2009, im elften Jahr des Bestehens der Stiftung haben über 450 Einzelspenderinnen und -spender eine Fördersumme von 148.609,29 Euro gespendet. Mit 79.339,97 Euro aus nicht zweckgebundenen Spenden konnte die Amadeu Antonio Stiftung im Jahr 2009 über 50 Projekte, Initiativen, Organisationen und Opfer rechter Gewalt unterstützen und fördern, die sich für demokratische Kultur und gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung im Alltag einsetzen. Den Großteil der geförderten Initiativen machen Jugendprojekte aus. 2009 fielen besonders die Projekte von Kirchengemeinden gegen Rechtsextremismus auf. Der Förderschwerpunkt der Stiftung war 2009 die Kampagne »Kein Ort für Neonazis in Thüringen«. Mit dieser außerordentlich erfolgreichen Kampagne hat die Amadeu Antonio Stiftung dazu beigetragen, dass die NPD knapp den Einzug in den Landtag von Thüringen verpasst hat. Dazu haben auch Sie beigetragen!

Ermutigung vor Ort


Mit 56.671,00 Euro aus zweckgebundenen Spenden der stern-Aktion »Mut gegen rechte Gewalt« wurde das Neonazisaussteigerprojekt EXIT mit der höchsten Zuwendung gefördert. Seit der Gründung vor 10 Jahren hat EXIT 391 Aussteiger, viele Männer und einige Frauen, bei ihrem Ausstieg aus der rechtsextremen Szene begleitet. Mit 8.539,00 Euro aus zweckgebundenen Spenden des Opferfonds Cura konnte sieben Personen, die Opfer rechtsextremer Gewalt wurden und vier Opferberatungsstellen, direkt und unbürokratisch unterstützt werden. Die Amadeu Antonio Stiftung organisierte 2009 außerdem zusammen mit der Kampagne »Laut gegen Nazis« eine Konzerttournee. Die Touren führten in große und kleinere Städte und waren eine wichtige Ermutigung für die Projektpartner vor Ort. Bei den Konzerten standen Silbermond, The Boss Hoss, Jeanette Biedermann und viele andere auf der Bühne. Neben den Musikern kommen auch lokale und überregionale Initiativen zu Wort, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzen. Für diese Kampagne konnte die Amadeu Antonio Stiftung das Projekt aus zweckgebundenen Spenden noch zusätzlich mit 4.059,00 Euro unterstützen. Höhepunkt war u.a. das Konzert gegen den größten Neonaziaufmarsch Europas am Jahrestag der Bombardierung im Februar 2009 in Dresden und das große Konzert »Nazis aus dem Takt bringen« im September in der Alten Försterei in Berlin-Köpenick mit dem damaligen Bundesaußenminister Steinmeier und DGB-Chef Michael Sommer.

Nachfragen erwünscht!

Zu den Spendeneinnahmen der Amadeu Antonio Stiftung kommen Zuschüsse von Dritten. So wird unsere Arbeit seit Bestehen durch die Freudenberg Stiftung unterstützt, welche sich vor allem an den laufenden Geschäftskosten der Stiftung beteiligt. Die Dreilinden Gesellschaft tritt als Förderin des Projekts »Lola für Ludwigslust« auf, das sich zum Ziel gesetzt hat, Mädchen und Frauen darin zu bestärken, sich für lebendige Demokratie in ihrer Region einzusetzen. Zudem erhielt die Stiftung für operative Projekte im Jahr 2009 zweckgebundene Zuwendungen von der Ford Foundation, der ZEIT, dem Generali Zukunftsfonds, der vorwärts Verlagsgesellschaft, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Bundesministerium
für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Die Amadeu Antonio Stiftung zahlt keine Prämien, Provisionen oder Erfolgsbeteiligungen für die Vermittlung von Spenden. Die Gehaltszahlungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in Anlehnung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) gezahlt, Honorare in Anlehnung an die Honorarordnung des Bundes sowie Reisekosten in Anlehnung an das Bundesreisekostengesetz abgerechnet. Das Stiftungskapital betrug zum Jahresende 343.700 Euro und konnte damit im Jahr 2009 eine Zustiftung von 2.000 Euro verbuchen. Dies ist ein kleiner Sockel, für eine langfristig gesicherte Stiftungsarbeit reicht er aber noch nicht aus. Deshalb wirbt die Stiftung auch künftig für Zustiftungen und Spenden. Falls sich bei Ihnen Fragen ergeben, scheuen Sie sich bitte nicht, bei uns direkt nachzufragen.

Von Konstanze Ameer

 

 
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