Afrob, Ade Bantu und D-Flame von den Brothers Keepers (kleines Bild). Xavier Naidoo mit Schülern in Anklam (großes Bild oben).
2004 organisierte die afrodeutsche Musikerinitiative "Brothers Keepers" in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung eine Schultour durch Ostdeutschland, um mit Jugendlichen über Rassismus und Vorurteile zu diskutieren.
Die "Brothers Keepers" gründeten sich 2001 als Reaktion auf den Mord an dem Mosambikaner Alberto Adriano, um sich auf vielfältige Weise gegen Rassismus, Fremdenhass und Ausgrenzung zu engagieren. In Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung besuchte die aus über 50 afrodeutschen Musikern bestehende Künstlerinitiative mehrere Schulen in Ostdeutschland, um mit den Jugendlichen über die Themen Rassismus, Vorurteile und Ausgrenzung zu diskutieren. In einer vor allem im ländlichen Raum Ostdeutschlands vorherrschenden Alltagssituation, in der ein Kontakt mit Menschen anderer Herkunft zur Ausnahme gehört bzw. für viele der Jugendlichen noch nie stattgefunden hat, eröffnete die Brothers Keepers Schultour eine Möglichkeit, über das persönliche Treffen und direkten Erfahrungsaustausch einen konkreteren Zugang zu der Beschäftigung mit Rassismus zu finden.
Durch das persönliche Auftreten vor Ort wollten die Brothers Keepers vor allem all denjenigen Mut machen, die sich Tag für Tag gegen Rassismus und Gewalt engagieren oder als Opfer selbst davon betroffen sind. Doch auch für die Künstler selbst boten die Schultouren wichtige Erfahrungen. Sie erlebten den Alltag von Jugendlichen, hörten von ihren Problemen und spürten selbst, wie rechtsextreme Dominanz in einigen Regionen aussieht.
Mehr über die Brothers Keepers:
http://www.brotherskeepers.org/