Gemeinsam mit zahlreichen Kollegen aus der Techno- und House-Szene engagiert sich die Berliner DJane und Produzentin Monika Kruse seit 2000 gegen Rassismus und Gewalt.

Mit Technobeats gegen Rassismus


Aufgrund der seit Jahren stetig zunehmenden rechtsextremen und rassistischen Gewalt startete die erfolgreiche DJane und Produzentin Monika Kruse im Jahr 2000 die Initiative "No Historical Backspin".


Mit dem Projekt setzt Monika Kruse gemeinsam mit vielen anderen Musikerkollegen aus der House- und Techno-Szene ein lautes Zeichen gegen rassistische Strömungen, um deutlich zu machen: Rassismus, Intoleranz und Gewalt haben in der elektronischen Musik keinen Platz: "Ich freue mich, dass so viele Musiker und Künstler das Projekt unterstützen. Gerade von und aus unserer elektronischen Szene, der eine politische Ausrichtung so oft abgesprochen wird, finde ich es ganz wichtig, Flagge zu zeigen."

Das Konzept der Veranstaltung hat sich in den acht Jahren ihres Bestehens nicht verändert: Alle DJs und Live Acts legen für umsonst auf und spenden die gesamten Einnahmen an den Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung, um gezielt Opfern von rechter und rassistischer Gewalt zu helfen. Dazu Monika Kruse: "Wenn ‚No Historical Backspin’ vielleicht schon im Vorfeld zum Nachdenken anregen kann, so hilft der Opferfonds CURA denjenigen, die bereits unter rassistischer Gewalt leiden mussten. Wir wollen ein Zeichen setzen, damit unser Leben aus Offenheit, Freude, Spaß und einem Miteinander geprägt ist.“

Monika Kruse gehört seit Jahren zur ersten Garde der deutschen DJs. 1971 in Berlin geboren, startete sie Anfang der neunziger Jahre ihre Karriere in München und wurde aufgrund ihres Erfolgs in der Techno- und Houseszene schnell auch außerhalb der bayerischen Hauptstadt bekannt. 1995 organisierte sie ihre eigene Partyreihe „Housetram“ in einer Münchner Straßenbahn. Zur gleichen Zeit starteten internationale Bookings, die sie unter anderem sogar bis nach New York und Australien führte. Mittlerweile lebt Monika Kruse wieder in der deutschen Hauptstadt und trägt mit ihren Labels Terminal M und Electric Avenue Recordings maßgeblich zum Sound of Berlin bei. Neben ihrer Tätigkeit als DJane und Produzentin setzt Monika Kruse ihre musikalischen Ideen auch selbst um: in Zusammenarbeit mit Patrick Lindsey entstanden bislang zahlreiche Singles und Remixe sowie zwei Alben.

Für die Unterstützung des Opferfonds CURA möchte sich die Amadeu Antonio Stiftung ganz herzlich bei Monika Kruse und all jenen bedanken, die den Event ermöglicht haben.

 

Jan Schwab


Weitere Informationen über "No Historical Backspin" und Monika Kruse:

www.nobackspin.de

http://www.monikakruse.de

 

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10 Jahre Amadeu Antonio Stiftung

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