Die Geschichte der Stiftung

 

Dezember 2011

Die rassistische Mordserie des "Nationalsozialisten Untergrundes“, der in den Jahren 2000 bis 2006 zehn Menschen zum Opfer fielen und die nicht zuletzt durch schlimmste Verfehlungen von Verfassungsschutzes und Polizei ermöglicht wurde, wird bekannt. Die Stiftung organisiert deswegen zusammen mit Udo Lindenberg, Peter Maffay u.a. ein „Rock gegen Rechts“-Konzert in Jena, dass 50.000 Menschen besuchten.

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Oktober 2010

In den Sozialen Netzwerken gibt es viele nette Menschen – und leider auch nicht wenige, die rechtsextreme Inhalte verbreiten. Deswegen ruft die Stiftung zusammen mit über 60 Netzwerken die Aktionswoche "www.soziale-netzwerke-gegen-nazis.de" ins Leben. Noch ein halbes Jahr später sind über 600.000 Menschen in den Gruppen aktiv. Daraus entsteht 2011 das pädagogische Projekt www.no-nazi.net

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August 2009

Unter dem Titel „Kein Ort für Neonazis“ will die Stiftung im Vorfeld von Wahlen ein Bewusstsein für die Problematik von rechtsextremen Parteien in Parlamenten zu schaffen. Inhalte der Kampagne sind Vernetzung und Unterstützung bei Projekten engagierter Initiativen. 2009 fand die Kampagne erstmals 2009 in Thüringen und 2011 in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern statt.

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November 2008

Der Zentralrat der Juden in Deutschland warnt eindringlich vor einer wachsenden Judenfeindschaft. Die Stiftung organisiert deswegen Aufklärungsausstellungen ("Antisemitismus in der DDR“ und „Alltäglicher Antisemitismus“) in über 250 Orten sowie jährlich im November die bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus. 2008 nehmen 160 zivilgesellschaftliche Initiativen mit 250 Veranstaltungen teil.

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April 2007
In Kooperation mit der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Stiftung Frauenkirche Dresden und der Freudenberg Stiftung lobt die Amadeu Antonio Stiftung erstmals den Sächsischen Förderpreis für Demokratie aus. Prämiert werden Projekte und Initiativen, die für die Menschenrechte und den Schutz von Minderheiten eintreten, die Demokratie in ihrer Region stärken oder sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus oder Antisemitismus einsetzen.

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November 2006
Die Amadeu Antonio Stiftung betreut in Kooperation mit „Blick nach Rechts“ ein neues Webangebot der Bundeszentrale für Politische Bildung (www.bpb.de/rechtsextremismus). Das Informationsangebot der bpb klärt kontinuierlich über Rechtsextremismus auf, monatlich wird ein neuer Themenschwerpunkt gesetzt.
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September 2005
In Kooperation mit der Kampagne „Laut gegen Nazis“ startet die Stiftung eine neue Konzertreihe gegen rechte Gewalt, erstmals auch mit Orten in Westdeutschland. Begleitend zur Tour erscheint eine Hörbuch-Edition mit ausgewählten Texten bekannter Autoren, vorgetragen von den prominenten Paten wie Johannes B. Kerner oder Peter Lohmeyer.
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Juli 2004
Die Amadeu Antonio Stiftung richtet einen eigenen Fonds für Opfer rechter Gewalt ein (www.opferfonds-cura.de). Der „Opferfonds Cura“ bietet Opfern rechtsextremer Gewalt und ihren Angehörigen direkte und unbürokratische Hilfe an. Gleichzeitig unterstützt er die Arbeit von anerkannten Opferberatungsstellen und macht sie einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Der Fonds baut auf den Erfahrungen der AKTION CURA auf, die 1993 von Ursula Kinkel ins Leben gerufen wurde.
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Juni 2003
Die Stiftung wird in ausgewählten Handlungsbereichen operativ tätig. So werden Konzepte für den Kampf gegen aktuelle Formen des Antisemitismus entwickelt und erprobt (www.projekte-gegen-antisemitismus.de). Zudem werden – in Kooperation mit Partnerprojekten – Fundraisingstrategien zur langfristigen finanziellen Absicherung der Arbeit von Initiativen gegen Rechtsextremismus entwickelt. Und das Modell der demokratischen Bürgerstiftung, die auf kommunaler Ebene wirksam gegen Rechtsextremismus vorgeht, wird weiterentwickelt (www.community-foundations.de).
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April 2003
Start der Internetplattform www.mut-gegen-rechte-gewalt.de der Amadeu Antonio Stiftung und des Magazins stern.
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Februar 2003
Mit Unterstützung der Stiftung wird die Bürgerstiftung Barnim-Uckermark (Brandenburg) ins Leben gerufen – die erste Bürgerstiftung im Osten Deutschlands, in deren Satzung das Engagement für demokratische Kultur festgeschrieben ist. Mehr: 
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Frühjahr 2002
Schultour mit Mitgliedern der Brothers Keepers: Die Stiftung organisiert Besuche in rechtsextrem dominierten Orten, bei denen afrodeutsche Musiker und Musikerinnen mit Schulklassen über alltäglichen Rassismus und rechte Gewalt diskutieren.
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Juli 2001
In Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung Die ZEIT ruft die Stiftung zu einer Spendenkampagne für das „Netzwerk für Demokratische Kultur“ (NDK) auf – für ein Haus der Demokratie in Wurzen (Sachsen). ZEIT-Leserinnen und -Leser spenden daraufhin 40.000 Euro. Die Stiftung stockt die Spende auf 51.000 Euro auf, und im November 2002 wird das Haus gekauft. Nach fast vierjähriger Arbeit wird das Demokratiezentrum 2006 eröffnet.
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Herbst 2000
Gemeinsam mit dem Zentrum Demokratische Kultur und der Aktion „Mut gegen rechte Gewalt“ entwickelt die Stiftung das bis dahin in Deutschland einzigartige Aussteigerprojekt „EXIT Deutschland“ für Aussteiger aus der rechten Szene.
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Sommer 2000
Die Stiftung bemüht sich um die Initiierung eines bundesweiten Programms zur Bekämpfung des Rechtsextremismus. Dieses Engagement wird durch eine Initiative des Berliner Abgeordnetenhauses unterstützt. Mit Erfolg: Zu Beginn des Jahres 2001 entsteht „CIVITAS – initiativ gegen Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern“. Umgesetzt wird das auf fünf Jahre angelegte Programm von der Stiftung Demokratische Jugend und der Amadeu Antonio Stiftung.
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Juni 2000
Beginn der Aktion „Mut gegen rechte Gewalt“: Das Hamburger Magazin stern sammelt erstmals Spenden für die Stiftung. Daraus erwächst eine bis heute andauernde partnerschaftliche Zusammenarbeit. Highlights dieser Zusammenarbeit sind eine Reihe von Konzerten und Tourneen gegen rechte Gewalt, die seit September 2000 von der Aktion organisiert wurden („Rock gegen rechte Gewalt“, „Die Leude woll’n, dass was passiert!“).
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Dezember 1999
Ein Steinmetz organisiert die unentgeltliche Instandsetzung von 103 Grabsteinen auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee, die zuvor von Rechtsextremen zerstört worden waren. Als daraufhin seine Verkaufsausstellung verwüstet wird, ruft die Stiftung zu Spenden auf: es kommen 60.000 Euro zusammen. Mit 30.000 Euro wird der Sachschaden des Steinmetzes ausgeglichen. Mit den weiteren 30.000 Euro wird der „Steinmetz-Fond“ für Opfer rechtsextremer Gewalt, der Vorgänger des Opferfonds CURA, gegründet.
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Herbst 1999
Der damalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse übernimmt die Schirmherrschaft der Stiftung.
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Herbst 1998
Gründung der Amadeu Antonio Stiftung

 

 

 

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