Antisemitismus in Deutschland als Herausforderung für die neue Bundesregierung

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Antisemitismus in Deutschland als Herausforderung für die neue Bundesregierung

 

Die 17. Legislaturperiode des Bundestages ist eröffnet und mit ihr eine Debatte um die zukünftige Ausrichtung der Arbeit gegen Antisemitismus.


Nicht nur jährte sich der Bundestagsbeschluss zum Kampf gegen Antisemitismus und zur Förderung jüdischen Lebens am 4. November, der eine Diskussion zur Frage des Fortschritts im Kampf gegen Antisemitismus auslöste. Auch zeigt eine in diesen Tagen erschienene Studie des lnstituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld deutlich, dass Antisemitismus nach wie vor eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Demokratie darstellt. Ein Viertel aller Europäer hält den Einfluss der Juden für zu groß. Auch die Aussage, dass Israel einen Krieg der Vernichtung gegen die Palästinenser führt, ist mit knapp 50 % unter den Europäern zustimmungsfähig. Konsequenterweise bejahen 47 % der Deutschen: „bei der Politik, die Israel macht, [kann ich] ... gut verstehen, warum man Juden nicht mag“.

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin, das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus und die Amadeu Antonio Stiftung wollen mit Vertretern der Medien und der Politik einen Blick in die Zukunft werfen und der Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, sich über die konkreten Pläne und Positionen der Regierung zum Thema Antisemitismus-Bekämpfung zu informieren und diese zu diskutieren.

Als Ausgangsposition für die Diskussion dient die Auswertung der Antworten auf Fragen zum zukünftigen Umgang mit Antisemitismus, die das JFDA und die Jüdische Gemeinde im Zuge der diesjährigen Bundestagswahl an alle BundestagskandidatInnen der Parteien richteten.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus statt, die seit 2004 von der Amadeu Antonio Stiftung jährlich zum 9. November initiiert werden. Sie bildet als Perspektivdiskussion den Abschluss der diesjährigen Aktionswochen.


Podiumsdiskussion

Montag, 30. November, 19 Uhr

Neue Synagoge, Oranienburger Straße 28-30, 10117 Berlin

PodiumsteilnehmerInnen:

- Dr. Max Stadler, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministerium
- Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegel
- Anetta Kahane, Gründerin und Vorstandsvorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung
- Moderation: Dr. Petra Lidschreiber, Fernsehjournalistin und Leiterin des Ressorts Mittel- und Osteuropa des rbb

Einführung:

- Levi Salomon, Beauftragter der jüdischen Gemeinde von Berlin

Grußwort:

- Lala Süsskind, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde von Berlin

 

Kontakt

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10115 Berlin
 

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