"Fest der Völker" 2009

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Presseerklärung: Tausende Militante Neonazis beim „Fest der Völker“ in Pößneck erwartet

4000 Neonazis beim NPD-Fest "Rock für Deutschland" im Juli 2009 in Gera

4000 Neonazis beim NPD-Fest "Rock für Deutschland" im Juli 2009 in Gera. Foto: Infothek Dessau

 


Erneut findet am Samstag eine Neonazi-Großveranstaltung in Thüringen statt. Das "Fest der Völker" ist ein internationales Vernetzungstreffen der Neonaziszene. Es dient der Festigung der Neonazistrukturen und Bindung von außerparteilichen Neonazis an die NPD.

 

„Es kann nicht sein, dass in Thüringen monatlich mehrere tausend Neonazis aufmarschieren“, sagt Timo Reinfrank, Stiftungskoordinator der Amadeu Antonio Stiftung. „Neonazi-Großveranstaltungen haben in Thüringen eine unerträgliche Kontinuität“. Schon zum vierten Mal treffen sich Neonazis aus ganz Europa zum „Fest der Völker“. Die Schätzungen reichen von 2.500 bis 4.000 rechtsextremen Teilnehmern. Dieses Jahr mobilisiert die Jenaer NPD am Samstag nach Pößneck. Unter dem Motto „Für ein Europa der Vaterländer“ kommen Neonazis aus Estland, Schweden, Spanien und aus Ungarn zusammen. Viele von ihnen aus dem internationalen „Blood & Honour“-Netzwerk. 2009 fanden bereits zwei rechtsextremen Großveranstaltungen statt: der „Thüringen Tag der nationalen Jugend“ und „Rock für Deutschland“.

NPD mit deutlichem Stimmenzuwachs

 
Doch nicht nur große Neonazi-Feste haben Kontinuität. „Die NPD baut in Thüringen feste Strukturen auf. Sie legte deutlich an Stimmen zu und verfehlte nur knapp mit 4,3% den Einzug in den Landtag“, so Reinfrank. „Die neue Landesregierung steht in der Verantwortung endlich nachhaltig gegen Rechtsextremismus vorzugehen und zivilgesellschaftliche Initiativen mit einem eignen Landesprogramm zu fördern“.

Neonazistrukturen werden gefestigt

Der NPD-Aktivist Jürgen Rieger hat in Pößneck eine Immobilie mitten in der Innenstadt erworben, um ein Schulungszentrum für Neonazis zu errichten. „Neonazizentren dienen der Festigung der Strukturen und bringen parteilich unorganisierte Neonazis näher an die NPD“, so Reinfrank.

Ziviler Ungehorsam

„Breite Proteste müssen Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus eine Absage erteilen“, fordert Reinfrank. Viele Initiativen werden auf einer „Meile der Demokratie“ in Pößneck vertreten sein. Landesweite und lokale Bündnisse gegen Rechtsextremismus rufen ebenso zu zivilem Ungehorsam und Blockaden auf. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt Projekte und Initiativen gegen Rechtsextremismus in Thüringen mit der Kampagne „Kein Ort für Neonazis“.

Mehr Informationen:


Recherche zum „Fest der Völker“
Zivigesellschaftliche Gegenproteste
Jürgen Rieger in Pößneck

Kampagne "Kein Ort für Neonazis in Thüringen"

 

 

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