Zehn Projekte für Sächsischen Förderpreis für Demokratie nominiert

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Zehn Projekte für Sächsischen Förderpreis für Demokratie nominiert

Foto: blitzmaerker via flickr, cc

 

Am 9. November 2010 wird in Dresden zum vierten Mal der Sächsische Förderpreis für Demokratie verliehen. 80 Initiativen und Projekte haben sich in diesem Jahr für den Preis beworben, der von der Amadeu Antonio Stiftung mitinitiiert wurde. Zehn der Bewerber stehen nun für eine Prämierung fest.

 
„Die Zahl von 263 schweren Gewalttaten im Jahr 2009 und ganz besonders auch der Mord an Marwa El-Sherbini zeigen, wie dringend erforderlich es ist, die Zivilgesellschaft und demokratische Kultur in Sachsen zu stärken. Mit dem Sächsischen Förderpreis möchten wir diejenigen würdigen und unterstützen, die sich Tag für Tag beispielhaft gegen Rassismus und Rechtsextremismus engagieren“, erklärte Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung.

Aus 80 Bewerbungen nominierte die Jury nun zehn Initiativen, von denen am 9. November, dem spannungsreichen Jahrestag von Reichspogromnacht und Mauerfall, zwei mit jeweils 10.000 EUR dotierten Preisen ausgezeichnet werden. Ein Preis wird durch die Amadeu Antonio Stiftung, die Freudenberg Stiftung, die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und die Stiftung Frauenkirche Dresden vergeben, einen Sonderpreis stiftet der sächsische Ministerpräsident und Schirmherr des Sächsischen Förderpreises für Demokratie, Stanislaw Tillich. Die übrigen acht nominierten Initiativen erhalten Anerkennungspreise in Höhe von je 500 Euro. Bei der Preisverleihung in der Unterkirche der Frauenkirche Dresden wird Gesine Schwan, die Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance, die Laudatio auf die Preisträger halten.

Die zehn nominierten Projekte sind:
• AkuBiZ e.V. (Pirna)
• Antidiskriminierungsbüro e.V. (Leipzig)
• Augen auf e.V. Oberlausitz
• Bürger.Courage e.V. (Dresden)
• Huflattich e.V. (Venusberg/Chemnitz)
• Initiative Zivilcourage Hoyerswerda
• InitiatorInnenkreis des Riesaer Appells (Kulturschleuder e.V., Sprungbrett e.V., Freizeitinsel e.V., Kinder- und Jugendzentrum „Kaufhalle“ der Outlaw gGmbH)
• pax christi-Gruppe für Flüchtlingskontakte (Dresden)
• Projektschmiede gGmbH (Dresden)
• Soziale und politische Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V.

Seit 2007 honoriert der Sächsische Förderpreis für Demokratie das Engagement von Initiativen für die Menschenrechte und den Schutz von Minderheiten sowie Projekte, die die Demokratie in ihrer Region stärken oder sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Extremismus einsetzen.

Die Preisträger wurden von einer 8-köpfigen Jury ausgewählt, in der folgende Personen mitwirkten: Dr. Dorothee Freudenberg (Freudenberg Stiftung), Anetta Kahane (Amadeu Antonio Stiftung), Pfarrer Sebastian Feydt (Stiftung Frauenkirche Dresden), Ralf Suermann (Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank), Tyron Ricketts (Musiker und Schauspieler), Prof. Dr. Andreas Zick (Professor am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld), Thomas Reiche (Fernsehchef im Landesfunkhaus Sachsen des MDR) sowie Dr. Michael Wilhelm (Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium des Innern).

 

Kontakt

Amadeu Antonio Stiftung
Novalisstraße 12
10115 Berlin
 

info@amadeu-antonio-stiftung.de

Tel.:  ++49 (0)30. 240 886 10
Fax:  ++49 (0)30. 240 886 22

 

Spendenkonto

Amadeu Antonio Stiftung
GLS Bank Bochum
BLZ 430 609 67
Konto 6005 0000 00
IBAN: DE32 4306 0967 6005 0000 00
BIC: GENODEM1GLS