Halbjahresbilanz: Über 60 geförderte Projekte

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Halbjahresbilanz: Über 60 geförderte Projekte

Förderbilanz
 


Mit insgesamt 89.652,35€ konnte die Amadeu Antonio Stiftung in der ersten Jahreshälfte über 60 Projekte, Initiativen und Einzelpersonen fördern.


Dass sich all diese Initiativen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einsetzen, bringt die demokratische Kultur und Zivilgesellschaft erheblich voran. Ohne unsere vielen Spenderinnen und Spendern, wäre dieser Einsatz nicht möglich. Wir möchten uns an dieser Stelle daher herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken!

Demokratiestärkende Bildungsarbeit

Im Rahmen der Kampagne „Kein Ort für Neonazis“, wird beispielsweise von Soziale Bildung e.V. ein Jugendbildungsprojekt gegen Rechtsextremismus und Rassismus in Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Hierbei werden sich Jugendliche ab 14 Jahren in verschiedenen Workshops mit den Themen Rechtsextremismus und Rassismus auseinandersetzen. Dabei werden sie selbstständige Urteilsbildung und Handlungsfähigkeiten erlernen. Eine Besonderheit dieses Bildungsprojekts ist es, dass explizit die Auseinandersetzung mit Neonazi-Strukturen und Aktivitäten in Mecklenburg-Vorpommern im Vordergrund steht. Außerdem werden dabei die aktuelle Entwicklung vor Ort und die Erfahrungen der Teilnehmenden besonders berücksichtig. Zwischen März und Dezember 2011 wird es bis zu 40 Workshops dieser Art in allgemein bildenden und beruflichen Schulen sowie Jugendeinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern geben.

„Spiel Grenze“

Neben diesen rassistischen und rechtsextremen Einstellungen ist der Umgang mit Sexualstraftätern ein beliebtes Propagandathema der NPD. Sie fordern autoritäre und martialische Strafen, wie „die Todesstrafe für Kinderschänder“. Damit instrumentalisieren sie die Emotionalität und die Verunsicherung der Menschen im Zusammenhang mit sexueller Gewalt und laden das Thema mit hassvollen Parolen für ihre Zwecke auf, ohne dabei die Würde des Menschen in ihrer Unantastbarkeit zu bedenken. Das Problem der sexuellen Gewalt darf nicht verharmlost werden, die menschenverachtende Hasspropaganda auf die Täter ist jedoch nicht der richtige Weg. Vielmehr sollten Betroffene und potenzielle Opfer unterstützt und gestärkt werden. Genau dies versucht die Evangelische Kirchengemeinde in Joachimsthal in Zusammenarbeit mit dem Dreist e.V. Mit einem Puppentheater, Liedern und besonderer Sensibilisierung von pädagogischen Erziehungskräften schaffen sie es, Kindern zwischen vier und sechs Jahren zu vermitteln, dass und wie sie sich selbst in ihnen unangenehmen Situationen und vor Übergriffen schützen können. Das Selbstbewusstsein der Kinder wird so gestärkt und spielerisch verdeutlicht, dass es eine „Spiel Grenze“ gibt und es okay ist, „Nein“ zu sagen.

Alles inklusive

Auch in Sachsen ist das rassistische und rechtsextreme Gedankengut weit verbreitet, was sich gerade im hiesigen Landtag deutlich macht. Seit 2009 besetzt die NPD dort ganze acht Sitze. Ein entscheidender Bestandteil der Lage in Sachsen und ganz Deutschland ist, dass gerade Migrantinnen und Migranten kaum eine Möglichkeit haben, politisch zu partizipieren. Dieser Themenkomplex fehlt dem sächsischen Integrationskonzept beispielsweise völlig. Genau aus diesem Grund fördert die Amadeu Antonio Stiftung das Projekt „Alles inklusive – von der Normalität des Unterschieds“ des Fördervereins Tolerantes Sachsen e.V., welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Möglichkeiten der Partizipation für Migrantinnen und Migranten in Sachsen und deutschlandweit zu verbessern. Hierzu wurde bei einer Tagung in Dresden gemeinsam mit etwa 30 Migrantinnen und Migranten sowie Vertreterinnen und Vertretern von Interessensgruppen darüber diskutiert, welche weiteren Schritte zur weiteren Zusammenarbeit nötig sind. Ein erster Schritt ist die begriffliche Sensibilisierung im Thema Integration, die vor allem die Arbeit in Initiativen, Vereinen und auf politischer Ebene betrifft.

Herzlichen Dank

Der Dank für die vielen Jugendprojekte, Aufklärungsaktionen, Infoveranstaltungen, kommunalen Projekte, Flugblattverteilungen und bunten Kampagnen gebührt den Spenderinnen und Spendern, Stifterinnen und Stiftern der Amadeu Antonio Stiftung. Wir würden uns auch über weitere Unterstützung im laufenden Jahr freuen.

Von Lisa Lehmann

 

 

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