Das Bild der Deutschen von Polen im Wandel der Geschichte

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Das Bild der Deutschen von Polen im Wandel der Geschichte

Deutsch-polnische Grenze, Foto von Dirk Vorderstraße, via flickr, cc

Deutsch-polnische Grenze, Foto von Dirk Vorderstraße, via flickr, cc

 

Ein neues Working Paper von perspektywa zeigt auf, woher Vorurteile gegen Polen stammen, bzw. seit wann sie existieren und wie sie entstanden sind. Es vermittelt Hintergrundwissen über die Entwicklung der Wahrnehmung von Polen und den Polen im Laufe der letzten drei Jahrhunderte.
 
In der Grenzregion von Mecklenburg-Vorpommern sind Polen allgegenwärtig, ebenso die Vorbehalte ihnen gegenüber. So wird Polen als Ort der Armut und der Regellosigkeit gesehen, polnischen Bürgerinnen und Bürgern wird vermeintlicher Sozialmissbrauch unterstellt oder „die Polen“ werden für das gesunkene Sicherheitsempfinden durch die Öffnung der Grenzen verantwortlich gemacht. Der rechtsextremen Szene fällt es dadurch leicht, mit polenfeindlichen Äußerungen zu punkten, wie beispielsweise die NPD im Wahlkampf 2011 mit Parolen wie „Polen offen? Arbeit futsch! Auto weg!“ zeigte.
 
Aber woher kommen diese Vorbehalte, sind sie erst in den letzten Jahren entstanden oder können solche Äußerungen auf ein tradiertes Fundament polenbezogener Ressentiments zurückgreifen? Das zweite Working Paper von perspektywa, geschrieben von Projektleiter Niels Gatzke, beschäftigt sich mit diesen Fragen.
 
Das Projekt perspektywa der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern e. V. setzt sich mit polenfeindlichen Ressentiments auseinander. Es hat zum Ziel, in politischen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen für das Problem der Polenfeindlichkeit zu sensibilisieren und Möglichkeiten zu entwickeln, wie dagegen vorgegangen werden kann. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Landkreis Vorpommern-Greifswald, der sich unmittelbar an der deutsch-polnischen Grenze befindet und in dem auch die rechtsextreme Szene besonders stark mit polenfeindlichen Ressentiments mobilisiert. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt das Projekt perspektywa als Kooperationspartnerin.
 
Zum Working Paper: http://www.perspektywa.de/fileadmin/team/Working_Paper/RAA_Polenbild.pdf (PDF-Dokument)

 

 

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