Breites Bündnis veröffentlicht Aufruf gegen Hamas-Unterstützerkonferenz

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Breites Bündnis veröffentlicht Aufruf gegen Hamas-Unterstützerkonferenz

 

„Berlin gegen Hamas. Für ein weltoffenes, friedliches Berlin“.

In Reaktion auf eine angekündigte Konferenz von Anhängern der terroristischen Hamas in der „Arena Berlin“ am 25. April, ruft ein Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen zu einem Gegenprotest auf. Der Aufruf „Berlin gegen Hamas. Berlin ist weltoffen“ wird von Politikern sämtlicher im Berliner Abgeordnetenhaus vertretener Parteien unterstützt.

"Es ist ein starkes Zeichen, dass ein solch breites Bündnis von Zivilgesellschaft und Vertreter aller demokratischer Parteien den Aufruf für ein friedliches Miteinander und gegen den Hass der terroristischen islamistischen Hamas unterstützt", sagte Sebastian Mohr, Sprecher des Bündnisses „Berlin gegen Hamas“. Neben der Fraktion der CDU und der Piraten im Abgeordnetenhaus, haben auch zahlreiche Bundes- und Landtagsabgeordnete von SPD, Grünen und Linken sowie die Landesvorsitzenden von SPD, CDU, Grünen und Linken den Aufruf unterstützt.

Am 25.04.2015 soll in Berlin die „13. Konferenz der Palästinenser in Europa“ mit bis zu 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfinden. Die Konferenz galt in der Vergangenheit laut Berliner Verfassungsschutz als die „wichtigste Aktivität von Hamas-Anhängern“ in Berlin. Sicherheitsexperten warnen vor antisemitischen und israelfeindlichen Hassaufrufen, die sich bereits bei früheren Unterstützertreffen, etwa 2011 in Wuppertal und 2010 im Berliner Tempodrom, ereigneten.

„Diese Konferenz dient weder dem Frieden im Nahen Osten, noch den legitimen Interessen nach Frieden und Sicherheit von Palästinenserinnen und Palästinensern oder Israelis. Ganz im Gegenteil: Hier sollen Vorurteile geschürt und womöglich schlimmsten Falls Terror und Gewalt der Hamas legitimiert oder gar verherrlicht werden. PRC und PGD als wesentliche Akteure zeigen auch, dass dies nicht einfach eine Veranstaltung der Palästinenser ist, sondern eine Veranstaltung aus dem Um- und Vorfeld der Hamas“, sagt Volker Beck, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag.

„Wenn es mit politischen und rechtlichen Mitteln nicht möglich ist, solch eine Veranstaltung zu verhindern, dann muss die demokratische Zivilgesellschaft Flagge zeigen. Nach den antiisraelischen und judenfeindlichen Protesten im Sommer 2014 darf Berlin nicht erneut zum Schauplatz von Hasspropaganda werden“, sagte Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute.

Auch die Amadeu Antonio Stiftung ruft zu den Gegenprotesten auf. „Es kann nicht sein, dass sich Antisemiten ungestört in Berlin treffen. Eine Zivilgesellschaft die ihr Engagements gegen Antisemitismus und Homophobie ernst meint, sollte nicht nur auf die Straße gehen, wenn Nazis aufmarschieren, sondern auch bei anderen demokratiefeindlichen Organisationen“, so Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung.

Im Aktionsaufruf, der von hochrangigen Bundes- und Landespolitikern sämtlicher demokratischer Parteien getragen wird, heißt es: „Insbesondere nach den israelfeindlichen Protesten des letzten Sommers ist es unsere Pflicht, jeder Form von Antisemitismus und Israelfeindlichkeit zu widersprechen. Wir rufen alle Berlinerinnen und Berliner auf, unseren Protest für ein friedliches Miteinander zu unterstützen.“ Auf Facebook haben sich bereits mehrere Hundert Teilnehmer für den Gegenprotest ausgesprochen.

Die Kundgebung „Berlin gegen Hamas“ findet am 25. April, ab 10 Uhr, in der Eichenstraße Ecke Martin-Hoffmann-Straße, in Berlin-Alt-Treptow statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es hier https://berlingegenhamas.wordpress.com/und hier https://www.facebook.com/bgh13.

Hier finden Sie unser ausführliches „Lagebild Antisemitismus 2015“ (PDF-Dokument).

 

Kontakt

Amadeu Antonio Stiftung
Novalisstraße 12
10115 Berlin
 

info@amadeu-antonio-stiftung.de

Tel.:  ++49 (0)30. 240 886 10
Fax:  ++49 (0)30. 240 886 22

 

Spendenkonto

Amadeu Antonio Stiftung
GLS Bank Bochum
BLZ 430 609 67
Konto 6005 0000 00
IBAN: DE32 4306 0967 6005 0000 00
BIC: GENODEM1GLS