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Göttinger Professor präsentiert krude Thesen zum Olympia-Attentat von 1972

, Göttingen

Unter dem Titel „Hebron und München. Wie vermitteln wir die Zeitgeschichte des Sports, ohne uns in den Fallstricken des Antisemitismus zu verhaspeln?“ präsentierte der Göttinger Professor Arnd Krüger die These, die ermordeten Athleten seien freiwillig in den Tod gegangen, um „der Sache Israels zu nutzen“ indem die Schuld Deutschlands dem jüdischen Staat gegenüber verstärkt werde. Außerdem verglich er dieses Verhalten mit jenem der Juden in Hebron, die 1929 trotz antijüdischer Ausschreitungen die Stadt nicht verlassen haben. Er erklärte dieses Vorgehen mit dem „unterschiedlichen Körperverständnis“ in Israel. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dr. Dieter Graumann, bezeichnete Krügers Äußerungen als „Antisemitismus pur“ und „Volksverhetzung“.