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Nach antisemitischen Vorfällen: Angehende Priester müssen Würzburger Seminar verlassen

, Würzburg

Eine externe Untersuchungskommission hat die in den letzten Wochen gegen Studenten des Priesterseminars Würzburg erhobenen Vorwürfe, sich rassistisch und antisemitisch geäußert zu haben, größtenteils bestätigt. So habe ein angehender katholischer Priester mindestens drei Witze über Konzentrationslager erzählt, ein anderer habe eine Wallfahrt geschwänzt, um stattdessen ein Konzert der umstrittenen Band Frei.Wild zu besuchen. Außerdem hätten beide im Seminar-Bierkeller Hitler „imitiert“ und „parodiert“ sowie den Hitlergruß gezeigt, so der Kommissionsvorsitzende Norbert Baumann am Mittwoch, dem 31.08.2013. Beim Mittagstisch sei von einem der beiden außerdem nach einem „Neger zum Abräumen“ verlangt worden.
Als Reaktion auf die Ergebnisse der Kommission verkündeten der Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, und der Bischof von Würzburg, Friedhelm Hofmann, den Ausschluss der beiden Männer aus dem Würzburger Priesterseminar. Über die Zukunft eines weiterer Seminaristen, der sich abfällig über TeilnehmerInnen der Anti-rechts-Demonstration „Würzburg ist bunt – nicht braun“ am 1. Mai geäußert hatte, soll in den nächsten Wochen entschieden werden.