Nordrhein-Westfalen

Spenden gegen Rechtsextremismus

 
Aktionswochen gegen Antisemitismus 2013

Veranstaltungskalender Nordrhein-Westfalen

 

Bocholt

 
Montag, 21. Oktober bis Samstag, 9. November
Ausstellung: Widerstände gegen den Nationalsozialismus im Münsterland

Die Ausstellung versucht erstmalig und überblicksartig, mit Hilfe von 16 individuellen Fallbeispielen die alltäglichen, teilweise unspektakulären Widerstände in den Dörfern und Städten des Münsterlandes und in Münster zu verdeutlichen. Die ausgewählten Lebensgeschichten veranschaulichen die Vielfalt des nonkonformen und widerständigen Verhaltens in der Unrechts- und Gewaltherrschaft zwischen 1933 und 1945. - Die Einzelfälle lenken den Blick auf die persönlichen Handlungsräume und Entscheidungsmöglichkeiten, die dazu führten, sich vom Nationalsozialismus zu distanzieren, dagegen zu protestieren und sich zu widersetzen. Im Vordergrund stehen gewöhnliche Menschen, die sich in ihrem Alltag und Beruf entscheiden mussten zwischen Zustimmung und Ablehnung. Wie reagierten und handelten diese Frauen und Männer, Jugendlichen und Erwachsenen - in der Schule, in der Nachbarschaft auf dem Lande und in der Stadt, in den Verwaltungen, in den christlichen Pfarrgemeinden und kirchennahen Vereinen, in der Polizei und Wehrmacht? Nicht zuletzt wird auf Beispiele der couragierten Hilfe für die Opfer und der riskanten Rettung der Verfolgten des Naziregimes verwiesen. - Die Ausstellung wird durch vom Arbeitskreis Synagogenlandschaften erstellte Exponate ergänzt, die beispielhaft Personen des Widerstandes in Bocholt und näherer Umgebung vorstellt.
Ort: Medienzentrum (Alter Bahnhof); Foyer
Entgelt: Teilnahme frei.
Veranstaltung des Geschichtsortes Villa ten Hompel, Münster, in Zusammenarbeit mit dem VHS-Arbeitskreis Synagogenlandschaften, Bocholt.
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Samstag, 9. November, 19.30 Uhr
Erinnerung an die Opfer der Reichspogromnacht - Gedenkveranstaltung am ehemaligen Standort der Bocholter Synagoge (heute: vor dem Haus des Handwerks, Nobelstraße / Europaplatz)
Anschließend bietet der „VHS Arbeitskreis Synagogenlandschaften“ im Pfarrheim St. Georg einen Vortrag von Josef Niebur und Hermann Oechtering zur Geschichte der Bocholter Synagoge, die in dieser Nacht geschändet wurde, an.
Veranstaltung der VHS Bocholt

 
Montag, 11. November, 19.30 Uhr
Juden, Muslime, Christen - Drei Religionen in Gespräch

Wie kann das Zusammenleben der Religionen in unserer Gesellschaft und in den Gemeinden gut und fruchtbar gestaltet werden? Wo sind Chancen und evtl. auch Grenzen der Kooperation? Gibt es in unserer Region Berührungspunkte oder auch ein Netzwerk der Religionen? Welche Perspektiven, Hoffnungen oder Ängste gibt es?
Benno Simoni, Berlin/Pfarrer Axel Gehrmann, Bocholt/Mohammed Abdullah Zor/Pfarrer Hans-Rudolf Gehrmann, Bocholt/Daniel Garske
Ort. Medienzentrum (Alter Bahnhof), Futura 1, Hindenburgstr. 5
Entgelt: Erw. 4,- €, Schüler/Auszub. 3,50 €
Veranstaltung in Zusammenarbeit mit mit dem Bocholter Integrationsrat, der Integration-s und Bildungsstätte Bocholt eV., der Ahmadiyyah-Muslim-Gemeinde Isselburg, dem FABI/Mehrgenerationenhaus Bocholt, der ev. Christus-Kirchengemeinde, Bocholt, und der kath. St. Georg-Gemeinde, Bocholt.

 

 

Darmstadt

 
Freitag, 8. November,11.30 Uhr
Zukunft braucht Erinnerung: Hommage an den vergessenen Rabbiner Dr. Julius Landsberger (1819 - 1890)
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Einweihung der Rabbiner Dr. Julius-Landsberger-Gedenktafel im Zeichen des 75. Jahrestags des Darmstädter Novemberpogroms von 1938. U.a. mit Oberbürgermeister Jochen Partsch
Ort: Julius-Landsberger-Platz, Klinikumsgelände
Veranstalter: Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt
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Samstag, 9. November, 14. 30 Uhr und
Sonntag, 10. November, 14.30 Uhr
Rundgänge in der Gedenkstätte Liberale Synagoge Darmstadt

An beiden Tagen gibt es zwei Spezialführungen jeweils um 14.30 Uhr in der Gedenkstätte Liberale Synagoge - zwei Rundführungen des Fördervereins Liberale Synagoge in der Gedenkstätte Liberale Synagoge: Martin Frenzel informiert unter dem Titel "75 Jahre Darmstädter Novemberpogrom: Die Liberale Synagoge und das NS-Verbrechen von 1938“ über die Geschichte dieses Jüdischen Gotteshauses und wichtige Jüdische Persönlichkeiten von Rabbi Julius Landsberger bis Otto Wolfskehl.
Treffpunkt Gedenkstätten-Eingang, Zugang Bleichstr., Klinikumsgelände bzw. Julius-Landsberger-Platz.
Eintritt frei.
Veranstalter: Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt
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Dienstag, 12. November, 19.30 Uhr
Podiumsdiskussion: "Als die Darmstädter Synagogen brannten"

Zeitzeugengespräch zum Novemberpogrom 1938 und zur Zerstörung der Liberalen Synagoge u.a. mit dem Erbauer der NEUEN SYNAGOGE Darmstadt, Prof. Dr. Alfred Jacoby (Frankfurt/Main)
Erstmals brechen viele der Zeitzeugen beim FLS-Podium „Als Darmstadts Synagogen brannten“ ihr Schweigen – und reden darüber, wie die die jüdischen Gotteshäuser brennen sahen und die Judenverfolgung in Darmstadt erlebten. Die meisten der Zeitzeugen sind über 80 Jahre alt, darunter Fritz Deppert, Klaus Lingelbach u.a. Ebenfalls mit auf dem Podium: Der Architekt der Neuen Synagoge, Prof. Alfred Jacoby (der diese vor genau 25 Jahren, 1988, erbaute) und der TU-Historiker Prof. Christoph Dipper, der auch das kurze Impulsreferat über 75 Jahre Novemberpogrom hält. Moderation: Martin Frenzel. Zum Auftakt wird der neue Liberale Synagoge-Dokumentarfilm von Florian Steinwandter-Dierks „Wenn Steine aus der Mauer schreien“ (30 Min., entstanden in Kooperation mit dem Förderverein Liberale Synagoge) gezeigt.

Ort: im Justus-Liebig-Haus, Gr.Bachgasse 2
Eintritt: 5 Euro
Veranstalter: Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt
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Sonntag, 24. November, 14.30 Uhr :
Rundgang in der Gedenkstätte Liberale Synagoge Darmstadt

Treffpunkt Gedenkstätten-Eingang, Zugang Bleichstr., Klinikumsgelände bzw. Julius-Landsberger-Platz.
Veranstalter: Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt
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Montag 28. November, 19 30 Uhr
Vortrag + Film "Vergessene Darmstädter Juden und ein Judenretter"

Zum Abschluss des spannenden Super-Erinnerungsarbeitsjahr 2013 spricht der Historiker und Buchautor Martin Frenzel („Eine Zierde unserer Stadt. Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Liberalen Synagoge Darmstadt“) über „Vergessene Darmstädter Juden und einen unbekannten Judenretter“.
Im Blickpunkt des Bildvortrags: die beiden Darmstädter Rechtsanwälte Hugo Bender und Benno Joseph, die Familie Gundelfinger (der Dichter und Literaturprofessor Friedrich Gundolf und Vater Sigmund Gundelfinger), der deutsch-jüdische TH-Philosoph Julius Goldstein und Vater von Elsbeth Juda, sowie der christliche unbekannte Judenretter Otto Busse, der bis heute in Darmstadt nicht die Anerkennung bekommt, die ihm gebührt. Weil man Busse in den 1950er als „Judenfreund“ und „undeutsch“ mobbte, wanderte Busse mit seiner Familie nach Israel aus. Otto Busse wird heute in Yad Vashem als einer der „Gerechten der Völker“ geehrt, er ist der zweite „Darmstädter Schindler“ nach Karl Plaggge.

Ort: Justus-Liebig-Haus, Gr.Bachgasse 2,
Eintritt: 5 Euro.
Auch an diesem Abend wird der sehr sehenswerte neue Liberale Synagoge-Dokufilm „Wenn Steine aus der Mauer schreien“ von Florian Steinwandter-Dierks (in Kooperation mit dem Förderverein Liberale Synagoge) zum Auftakt des Abends gezeigt.
Veranstalter: Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt
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Dorsten

 

Dienstag 29. Oktober 2013 9 Uhr bis 18 Uhr
Besuch der Alten Synagoge Wuppertal

Tagesfahrt nach Wuppertal für Jugendliche von 14 bis 18 Jahre
Leitung: Gabi und Werner Springer
Veranstaltet vom Jüdischen Museum Westfalen
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Donnerstag 7. November 2013 18:00 Uhr
Beschämende Bilder – Rückblick auf die "Vergangenheitsbewältigung"
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Ein langer Abend
Referentin: Prof. Ulrike Weckel (Gießen)
Film: „Nacht und Nebel“ von Alain Resnais (1955)
Die "Bewältigung der Vergangenheit", wie die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem NS-Völkermord lange genannt wurde, ist inzwischen schon selbst eine geschichtliche Phase. Wie hat die Konfrontation mit den Verbrechen auf die deutsche Bevölkerung gewirkt, mit welchen Mitteln war diese Auseinandersetzung wirksam, wo nicht?
An zwei Beispielen soll dies betrachtet werden: Die Historikerin Ulrike Weckel hat die Reaktionen der Deutschen auf alliierte Dokumentarfilme unmittelbar nach Kriegsende untersucht und wird darüber in einem Vortrag berichten. Nach einer Pause wird ein Filmbeispiel gezeigt: Der französische Filmessay "Nacht und Nebel" von Alain Resnais erlangte ab 1955 große Verbreitung in Schulen und anderswo, löste auch heftige internationale Kontroversen aus. Wie blicken wir heute auf diese Versuche der „Aufarbeitung“?

Ort: Jüdisches Museum Westfalen
Gebühr: 8 EUR (für alle)
Veranstaltet vom Jüdischen Museum Westfalen in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Dorsten
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Freitag 8. und Samstag 9. November 2013
Kinder entdecken das Jüdische Museum: Kennst Du die Tora?

Workshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren
Leitung: Eva und Maren Großbröhmer
Ort: Jüdisches Museum Westfalen
Veranstaltet vom Jüdischen Museum Westfalen
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Donnerstag, 14. November, 19:30 Uhr
Balkan-Express. Klassenfahrt mit einem „Muselmann“.

Was vielleicht von Auschwitz bleibt. Ein Live-Hörspiel von und mit Schüler/innen aus Ahlen
Ort: Jüdisches Museum Westfalen
Veranstaltet vom Jüdischen Museum Westfalen
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Sonntag, 24. November, 11:00 Uhr
„Im Lager hat man auch mich zum Verbrecher gemacht“.

Szenische Lesung mit der bremer shakespeare company
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen (Dorsten)
Veranstaltet vom Jüdischen Museum Westfalen
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Düsseldorf 

 

Mittwoch, 27. November, 19.30 Uhr
Antisemitismus und autoritärer Charakter

Referent: Paul Mentz
Ein Vortrag zur Kritik des Antisemitismus steht, um es mit den Worten des Polnischen Philosophen Leszek Kołakowski auszudrücken, vor dem Problem, dass es sich beim Antisemitismus um keine Doktrin handelt, „die man kritisieren kann, sondern [um] eine Haltung, deren soziale Wurzeln so geartet sind, daß sie nach keiner Begründung suchen muß.“ Die Vorstellung, man könnte einen Antisemiten mittels immanenter Kritik zur Vernunft bringen und ihn von der Irrationalität seines Anliegens überzeugen, ist naiv, insofern die Denkart des Antisemitismus auf einem Reflex beruht, der im unversöhnlichen Gegensatz zu Theorie und Wissenschaft steht. „Davon hat sich jeder überzeugt, der Gelegenheit hatte, mit einem Antisemiten eine jener hoffnungslosen Diskussionen zu führen, die immer dem Versuch ähneln, einem Tier das Sprechen beizubringen.“ Im Gegensatz zu Ideologien, die mittels immanenter Kritik aufzubrechen sind, handelt es sich Detlev Claussen zufolge bei dem Antisemitismus um „eine gewalttätige Praxis und eine Rechtfertigung der Gewalt zugleich“. Insofern der Antisemitismus auf einem „Reiz konformistischer Rebellion“ fundiert, ist es aussichtslos, der antisemitischen Logik die eigenen immanenten Widersprüche aufzuzeigen, zugleich gilt es aber festzuhalten, dass der Antisemitismus gesellschaftliche Ursachen hat. Um die Wirkungsmächtigkeit des Antisemitismus als Resultat einer gescheiterten Aufklärung in seiner Totalität näher zu bestimmen, sollen sowohl die historische Genese des Antisemitismus, wie auch dessen Grundlagen in der politischen Ökonomie, und der Psyche der Subjekte untersucht werden.
Ort: wird noch bekanntgegeben
Veranstaltet von Arbeitskreis Kritische Theorie in Düsseldorf in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung, der Heinrich Böll Stiftung NRW sowie dem Referat für politische Bildung, ASTA FH Düsseldorf
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Mittwoch, 11. Dezember, 19.30 Uhr
Die friedfertige Antisemitin? – Vom weiblichen Opfermythos

Vortrag und Diskussion mit Ljiljana Radonic
Haben Frauen dasselbe Bedürfnis wie Männer, unerlaubte Regungen auf „Sündenböcke“ zu projizieren oder sind sie zu aggressivem Verhalten und Antisemitismus gar nicht fähig? Sind Frauen tatsächlich das „friedfertige Geschlecht“ wie M. Mitscherlich behauptet?
Jahrelang hat die „neue Frauenbewegung“ im Sinne einer identitätsstiftenden Geschichtsschreibung ein positives Bild von „der Frau“ im NS gezeichnet, was nicht selten zu einer den Holocaust verharmlosenden und antisemitischen Argumentation führt(e). Entgegen der Tatsache, dass Frauen als KZ-Aufseherinnen, Denunziantinnen oder Fürsorgerinnen an der antisemitischen Ausgrenzung und Vernichtung von Jüdinnen und Juden begeistert mitwirkten, werden sie in feministischen Schriften oft auch, im Widerspruch zu dem obigen positiven Bild, gerne als auf die Mutterrolle reduzierte „Gebärmaschinen“ (Renate Wiggershaus) dargestellt. Während 1988 zum Jahr des Holocausts an den Frauen erklärt wurde, gaben feministische Theologinnen dem Judentum die Schuld am Untergang des Matriarchats, dem Patriarchat weiters die Schuld am Nationalsozialismus… Wie die Schuldkette weitergeht, kann man bei Gerda Weiler nachlesen – ein feministischer Fall von Täter(innen)-Opfer-Umkehr.
Ist dem feministischen Opfermythos seine Grundlage entzogen, so lässt sich auf Basis einer kritischen Theorie des Antisemitismus die Frage stellen, ob der Antisemitismus bei Frauen und Männern die gleichen Bedürfnisse befriedigt, oder ob entsprechend der verschiedenen Geschlechterrollen unterschiedliche Inhalte projiziert werden. Und welche Rolle spielt dabei die Entwicklung zu einer „vaterlosen Gesellschaft“, in der charakterlose Charaktere die autoritäre Persönlichkeit ablösen?

Ort: wird noch bekanntgegeben
Veranstaltet von Arbeitskreis Kritische Theorie in Düsseldorf in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung, der Heinrich Böll Stiftung NRW sowie dem Referat für politische Bildung, ASTA FH Düsseldorf
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Montag, 16. Dezember, 19.30 Uhr
Die unheimliche Popularität der „Israelkritik“

Referent: Alex Feuerherdt
38,4 Prozent der Deutschen vertreten einer Umfrage zufolge die Ansicht: „Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat.“ 39,5 Prozent glauben: „Viele Juden versuchen, aus der Vergangenheit des Dritten Reiches heute ihren Vorteil zu ziehen.“ Und gar 57,3 Prozent meinen: „Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Paläs¬tinenser.“ Die populäre Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ bezichtigt den jüdischen Staat wahrheitswidrig, den Palästinensern das Wasser zu stehlen und sie dadurch an den Rand des Verdurstens zu bringen. Die weitaus meisten westlichen Politiker betrachten nicht etwa das iranische Atomprogramm oder Terrororganisationen wie die Hamas und die Hisbollah, sondern die israelischen Siedlungen in den umstrittenen Gebieten als „Haupthin¬dernis für den Frieden im Nahen Osten“ und sind hellauf empört, wenn ihnen die Frage ge¬stellt wird, warum Juden in einem prospektiven palästinensischen Staat eigentlich nicht leben dürfen sollen. Das Feuilleton springt nahezu unisono einem deutschen Publizisten bei, der Israel in seinen Kolumnen regelmäßig mit markigen Worten attackiert und delegitimiert, wenn genau dies von einer amerikanischen Menschenrechtsorganisation zum Anlass genommen wird, die Ausfälle dieses Publizisten in eine Liste der übelsten antisemitischen und antiisraelischen Äußerungen aufzunehmen.
Wie kommt es, dass Israel immer wieder dämonisiert und ihm de facto das Recht abgesprochen wird, sich gegen seine Feinde zur Wehr zu setzen? Warum wird diesen Feinden so viel Verständnis gezollt oder gar Sympathie entgegen gebracht? Weshalb ist die so genannte Israelkritik vor allem hierzulande so ungeheuer populär, und was treibt sie an – in der Politik, in den Medien, in der Bevölkerung?

Ort: wird noch bekanntgegeben
Veranstaltet von Arbeitskreis Kritische Theorie in Düsseldorf in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung, der Heinrich Böll Stiftung NRW sowie dem Referat für politische Bildung, ASTA FH Düsseldorf
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Köln

 
Sonntag, 10. November, 15h
Stadtrundgang "Jüdisches Leben in Ehrenfeld"

Der Kölner Appell gegen Rassismus lädt Sie/ Euch, im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus, zu der Stadtrundgang „jüdisches Leben in Ehrenfeld“ ein. Die Führung beschäftigt sich mit der Entstehung des Stadtviertels sowie der jüdischen Gemeinde. Erfahren sie mehr über die Synagogengemeinde in der Körnerstraße, sowie über der Ausgrenzung und Verfolgung von deren Mitgliedern. Außerdem gehen wir der Frage nach wie das Leben und Wirken unserer jüdischen Mitmenschen nach dem 2. Weltkrieg bis heute in Köln und Ehrenfeld weiterging.
Ort: Körnerstraße Ecke Venloer Straße
Veranstaltet vom Kölner Appell gegen Rassismus
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Langerwehe

 

Samstag, 9. November, 18-18.30 Uhr
Gedenkaktion "Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen"

Ort: an diversen Stolpersteinen in der Stadt
Veranstalter: Initiative „Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen“
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Lünen

 

Donnerstag, 7. November, 18 Uhr
Theaterstück: „Eine unglaubliche Begegnung im Romanischen Café“
Das Jüdische Theater BIMAH Berlin zu Gast in Lünen

Es ist der letzte Abend, das letzte Treffen vor der Emigration nach New York, Paris oder Palästina. Die berühmten Persönlichkeiten Else Lasker-Schüler, Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Lotte Lenya und Friedrich Hollaender streiten sich über die neue Lage, seitdem die Nationalsozialisten das Ruder in den Händen halten, über Bücherverbrennungen und das „Raus aus Deutschland“. Sie lesen aus ihren Werken und singen im „Romanischen Café“ Chansons der 30er Jahre. Ein Abend mit spannenden Geschichten und Autobiografien, an dem dennoch der Humor nicht zu kurz kommt.
Eintritt frei
Ort: Geschwister Scholl Gesamtschule Lünen (Aula), Holtgrevenstraße 2-6,
Anmeldung von Gruppen und Einzelpersonen bei Verena Droste bis zum 4.11.2013 unter
Tel.: 02306 - 30 630 22 oder Mail: droste@multikulti-forum.de
Veranstalter: Multikulturelles Forum
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Münster

 

Mittwoch, 20. November 2013, 19 Uhr
Tischgespräche. Hitlers Monologe über Gott und die Welt

Andreas Breiing, Münster Szenische Inszenierung mit Diskussion Einlass 18.30, Beginn 19 Uhr.
Eintritt 10 € nur mit Reservierung vorab unter 02 51/4 92-71 01 In der Reihe Theater und Kultur
Ort: Geschichtsort Villa ten Hompel am Kaiser-Wilhelm-Ring 28
Veranstaltet vom Geschichtsort Villa ten Hompel
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Mittwoch, 27. November 2013, 19 Uhr
"Das Kreidekreuz" - Eine szenische Lesung nach Bertolt Brecht

Inszenierung: expedition Theater, Münster
Teilnahmegebühr: 10 €, erm. 8 €
Nur mit Reservierung vorab unter Tel. 02 51/4 92-71 01 In der Reihe Theater und Kultur
Ort: Geschichtsort Villa ten Hompel am Kaiser-Wilhelm-Ring 28
Veranstaltet vom Geschichtsort Villa ten Hompel
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Sonntag, 8. Dezember 2013, 11.30 Uhr
Gedenken an die erste Deportation aus Münster am 13. Dezember 1941

Treffpunkt: an der Gedenkstele Ecke Warendorfer Straße / Kaiser-Wilhelm-Ring anschließend Matinee im Cinema: Filmvorführung "Westerbork auf Zelluloid. Rudolf Breslauer und sein Film aus dem Mai 1944"
Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Zentrums für Niederlande-Studien, des Anne-Frank-Zentrums, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V., der Landeszentrale für politische Bildung NRW, der Bezirksregierung Münster und des Geschichtsortes Villa ten Hompel
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Freitag, 13. Dezember 2013, 19 Uhr
"Gedenkblätter im Gespräch" - Lesung zu Stolpersteinen im Münsterland Peter Schilling, Münster

Ort: Geschichtsort Villa ten Hompel am Kaiser-Wilhelm-Ring 28
Veranstaltet vom Geschichtsort Villa ten Hompel in Kooperation mit dem Verein Spuren Finden – Erinnerung und Gedenken im Münsterland e.V.
Geschichtskultur
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Mittwoch, 18. Dezember 2013, 19 Uhr
Die "Judenfrage" in der NS-Bildpresse

Harriet Scharnberg, Münster
In der Reihe Mittwochsgespräch zum Rahmenthema "Inszenierung von Fremdbildern"
Ort: Geschichtsort Villa ten Hompel am Kaiser-Wilhelm-Ring 28
Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Zentrums für Niederlande-Studien, des Anne-Frank-Zentrums, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V., der Landeszentrale für politische Bildung NRW, der Bezirksregierung Münster und des Geschichtsortes Villa ten Hompel
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Siegburg

 
Montag, 4. November –Freitag, 29. November 2013
Ausstellung: „Gedenk-Räume“. Die jüdische Familie Heli aus Siegburg.

Gerettete Erinnerungen – gegenwartsorientiert und zukunftsgewandt

Der „Nachlass Heli“ wurde 2011 von der Siegburger Galeristin Dr. Daniela Limberg dem Archiv des Rhein-Sieg-Kreises zur Dokumentation und Archivierung anvertraut. Er besteht aus zahlreichen Fotos, Briefen und Büchern, die die Familie Heli vor ihrer Deportation nach Much im Juni 1941 einer Dame, der späteren Schwiegermutter von Dr. Limberg, anvertraut worden waren. Diese bewahrte sie Jahrzehnte lang auf, da die Familie Heli aufgrund von Flucht und Deportation Siegburg nicht mehr sehen sollte. Die Ausstellung beschäftigt sich einerseits mit der Geschichte der Familie Heli, die auf zahlreichen Ausstellungstafeln dokumentiert wird. Max Heli (*1888) war Händler, lebte seit 1915 in Siegburg und war mit Cecilia, geb. Heymann verheiratet. Seit dem 7. Juli 1941 musste er in der Brandstraße 44, einem so genannten Judenhaus, wohnen, bis er im Juli 1942 deportiert wurde. Wie auch seine Ehefrau ist er in Auschwitz getötet worden. Die beiden Kinder Manfred und Alice konnten sich nach England retten und lebten später in Haifa bzw. New York.
Außerdem wird in Zusammenarbeit mit dem Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, der Rhein- Sieg-Akademie für Realistische Bildende Kunst und Design Hennef mit ihrem stellvertretenden Direktor Herrn Klaus D. Honemann sowie der Galerie Am Rosenhügel in Siegburg das Projekt „Gedenk-Räume” durchgeführt. Es soll eine Brücke von der Auseinandersetzung mit NS-Vergangenheit zur Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen und Problemlagen der Gegenwart bauen. In ihrer Arbeit und selbstständigen Umsetzung werden die Kunststudenten gefördert und fachlich begleitet. Unter zeithistorischen und gesellschaftspolitischen Aspekten setzen sich die Kunststudenten der RSAK Hennef mit der Geschichte und unserer Vergangenheit künstlerisch auseinander und beziehen dabei den Nachlass der Familie Heli mit ein. Die aus dieser Arbeit resultierenden Kunstwerke werden ebenfalls Teil der Ausstellung sein.
Die Kölner Malerin Simone Bingemer wird das Thema ebenfalls künstlerisch umsetzen.

Öffnungszeiten: Mo 6.45 – 18.00 Uhr, Di-Do 6.45 – 17.00 Uhr und Fr 6.45 – 14.00 Uhr – Eintritt frei
Veranstaltungsort: Rhein-Sieg-Kreis, Foyer des Kreishauses, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg
Veranstaltet von der Gedenkstätte Landjuden an der Sieg
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Donnerstag, 7. November – Freitag, 29. November, 17 Uhr
Ausstellung anlässlich des 9. November 1938 mit dem Künstler Manfred WEIL

Manfred Weil ist 1920 in Köln geboren, 1937 bis Ende 1938 absolvierte er eine Tischlerlehre, im Januar 1939 floh er nach Belgien (Antwerpen) in die Emigration. Von 1939 bis 1940 studierte er an der „Königlichen Akademie der schönen Künste“ in Antwerpen und besuchte gleichzeitig eine Abendschule für Innenarchitektur. 1940 Deportation ins KZ Gurs, Flucht und illegaler Aufenthalt in Frankreich, Belgien und Deutschland. Im Januar 1943 erfolgte die Flucht in die Schweiz und Internierung dort. 1945 kehrte Weil nach Deutschland (Bonn) zurück und studierte 1946 bis 1951 an der Kölner Werkschule in der Klasse für Wandmalerei bei Prof. Gerster. Seit Beendigung des Studiums ist er als freischaffender Maler und Grafiker tätig. Die Vernissage findet am 7. November 2013 um 17.00 Uhr statt. Die Einführung wird Werner GÖTZINGER, 1996-2008 Vorsitzender der Künstlergruppe Bonn e.V., halten.
Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag 15.00 – 18.00 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung (0176-93128585)
Veranstaltungsort: Galerie Am Rosenhügel, Am Rosenhügel 1,
53721 Siegburg – Eintritt frei
Veranstaltet von der Gedenkstätte Landjuden an der Sieg
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Freitag, 8. November, 18 Uhr
Die Siegburger Synagoge. Zum Gedenken an den 75. Jahrestag ihrer Zerstörung

Vortrag von Dr. Claudia Maria ARNDT, Siegburg

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts besaß die jüdische Gemeinde Siegburg eine eigene Synagoge in Form eines Betraumes. 1839 schlossen sich Siegburger Gemeindemitglieder zu einer Synagogenbaugesellschaft zusammen mit dem Ziel, eine Synagoge zu errichten. Am 22. Oktober 1841 konnte der Synagogenneubau in der Holzgasse durch den Bonner Oberrabbiner Dr. Aaron Auerbach eingeweiht werden. Viele Honoratioren der Stadt Siegburg und des Siegkreises nahmen seinerzeit an den Feierlichkeiten teil. Fast hundert Jahre war die Synagoge das Zentrum des jüdischen Gemeindelebens in Siegburg. Am frühen Morgen des 10. November 1938 wurde die Synagoge im Zuge der Novemberpogrome in Brand gesetzt und zerstört. Die 1913 von Friedrich Wilhelm Heymann gestiftete Thorarolle konnte aus den Trümmern gerettet werden und befindet sich heute in einer Synagoge in Haifa. Der Vortrag behandelt die Geschichte der Synagoge in der Holzgasse von ihrem Bau bis zur Zerstörung und der Veräußerung des Synagogengeländes durch die Stadt Siegburg. Außerdem liefert er eine kunsthistorische Einordnung des Gebäudes. Illustriert wird der Vortrag durch zahlreiche bisher nicht bekannte Bilder.
Veranstaltet von der Gedenkstätte Landjuden an der Sieg
Veranstaltungsort: Galerie Am Rosenhügel, Am Rosenhügel 1, 53721 Siegburg –
Eintritt frei
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Freitag, 9. November, 17 Uhr
Gedenkstunde anlässlich des 75. Jahrestages der Novemberpogrome von 1938

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurden in ganz Deutschland – und so auch im Gebiet des heutigen Rhein-Sieg-Kreises – Synagogen durch Angehörige von SS und SA zerstört und in Brand gesteckt, die Wohnungen und Geschäfte jüdischer Bürger mit öffentlicher Billigung geplündert und viele jüdische Bürger misshandelt oder willkürlich
verhaftet. Die Bilanz des Pogroms war erschreckend: Über tausend Synagogen wurden durch Feuer und Vandalismus vernichtet, mindestens 8.000 jüdische Geschäfte zerstört sowie zahllose Wohnungen verwüstet. Ungefähr 100 jüdische Bürger waren erschlagen, niedergestochen oder zu Tode geprügelt worden. Diese Ausschreitungen gegen Juden waren bis dahin der Höhepunkt eines staatlichen, nicht nur tolerierten, sondern aktiv unterstützten Antisemitismus, der mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 seinen Anfang genommen hatte. Die Ereignisse bedeuteten eine Katastrophe für die bürgerliche Existenz und das Bewusstsein vieler jüdischer Bürger. Zur Erinnerung und Mahnung an diese Geschehnisse laden der Rhein-Sieg-Kreis und der Förderverein Gedenkstätte Landjuden an der Sieg e. V. zu einer Gedenkstunde ein.

Veranstaltungsort: Gemeindesaal der evangelischen Kirche Rosbach, Kirchstraße 13, 51570 Windeck-Rosbach –
Eintritt frei
Veranstaltet von der Gedenkstätte Landjuden an der Sieg
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Donnerstag, 14. November 2013, 19.30 Uhr
Ruhige Straße in guter Wohnlage. Die Geschichte meiner Nachbarn

Lesung mit Pascale HUGUES, Berlin:

Eine gewöhnliche Straße. Prachtvolle Jugendstilfassaden stehen selbstbewusst neben seelenlosen, in aller Eile aus den Kriegsruinen gestampften Wohnblöcken. Eine Straße, wie es in Deutschland Hunderte gibt. Hier wohnt die Französin Pascale Hugues. Sie ist der verschütteten Geschichte ihrer Straße nachgegangen. Was ist aus den Anwälten und Professoren des jüdischen Bildungsbürgertums geworden? Und aus den Frauen, deren Häuser und Leben unter den Bomben der Alliierten zusammengebrochen sind? Wie hat diese Straße in den 1950er Jahren wieder zur Normalität zurückgefunden? Pascale Hugues hat sich auf die Spuren ihrer Nachbarn begeben, ihrer einstigen und heutigen. Sie hat all die tragischen und schönen Geschichten wieder ausgegraben, aber auch die vermeintlichen Belanglosigkeiten im Leben der Menschen, die das Schicksal in der gleichen Straße wohnen ließ. Lilli Ernsthaft zum Beispiel, die erste Bewohnerin der Straße. Sie hat 79 Jahre in der Nummer 3 gelebt. In ihrem Salon defilierte in den 1920er Jahren die Berliner Hautevolee. Hans-Hugo Rothkugel, Sohn eines assimilierten jüdischen Notars, der seine Frau zurechtwies, als sie ihm an Jom Kippur einen Schweinebraten vorsetzte. In Berlin hat die Autorin Liselotte Bickenbach ausfindig gemacht, einst Sekretärin beim Oberkommando derWehrmacht. Und Bärbel Soller, eine echte Berliner Pflanze, weiß von dem Bordell „mit Asiatinnen“ der 80er Jahre zu berichten. Die Lebensgeschichten einer Straße verdichten sich zum Panorama einer ganzen Epoche brillant erzählt und voller Empathie geschrieben.
Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit der Hochschul- und Kreisbliothek Bonn-Rhein-Sieg und der Bücherstube Sankt Augustin durchgeführt.

Veranstaltungsort: Hochschul- und Kreisbibliothek Bonn-Rhein-Sieg, Grantham-Allee 20, 53757 Sankt Augustin
Eintritt: 8,00 €; ermäßigte Karten für 4,00 € erhalten Schüler, Studierende oder Behinderte mit gültigem Ausweis.
Eintrittskarten an der Abendkasse oder im Vorverkauf bei:Bücherstube Sankt Augustin, Hochschul- und Kreisbibliothek
Veranstaltet von der Gedenkstätte Landjuden an der Sieg
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Sonntag, 17. November, 14.45 Uhr
Chanukka: Die Natur der Wunder und die Wunder der Natur

Vortrag von Rabbiner Jaron ENGELMAYER, Köln:

Am Chanukkafest entzünden Juden die Lichter des Chanukkaleuchters. Soll damit bloß Licht in die Dunkelheit der langen Winternächte im Dezember hineingebracht werden, oder verbergen sich dahinter verborgene Botschaften? Ein Einblick in historische Hintergründe und übernatürliche Ereignisse werden viel über das Wesen des Judentums, eine eigene Weltanschauung und die Göttlichkeit der Realität und in der Realität enthüllen…
Veranstaltungsort: Gedenkstätte Windeck-Rosbach –
Eintritt frei
Veranstaltet von der Gedenkstätte Landjuden an der Sieg
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Freitag, 22. November, 15 Uhr
Jahrestage – Wege der Erinnerung. 75 Jahre „Polenaktion“ und Kindertransporte aus dem Rheinland

Ausstellungsbesuch mit Dr. Cordula LISSNER und Adrian STELLMACHER:

Aus dem gesamten Rheinland wurden im Oktober 1938 im Rahmen der sogenannten „Polenaktion“ jüdische Familien polnischer Staatsangehörigkeit nach Zbaszy´n (Bentschen), einen kleinen Grenzort an der damaligen deutsch-polnischen Grenze, abgeschoben. Darunter befanden sich eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen. Manche dieser Familien entschieden sich, ihr Kind von dort aus mit einem Kindertransport nach England zu schicken oder mit der Jugend-Aliyah nach Palästina. Als Reaktion auf die Abschiebung seiner Familie schoss der 17-jährige Herschel Grynszpan am 7. November 1938 auf den Legationssekretär von Rath in der deutschen Botschaft in Paris. Dessen Tod war der Vorwand für die deutschlandweiten Pogrome am 9. und 10. November 1938. In den Wochen danach entschloss sich die britische Regierung, bis zu 10.000 unbegleitete Kinder und Jugendliche aus dem NSHerrschaftsbereich nach Großbritannien einreisen zu lassen.
Der Lern- und Gedenkort Jawne nimmt den 75. Jahrestag dieser Rettungsaktion zum Anlass, in einer großen Ausstellung vom 16. Oktober bis 30. November 2013 im Foyer des LVR Landeshauses in Köln erstmals an die Geschichte der Rettung jüdischer Kinder und Jugendlicher aus dem Rheinland zu erinnern.

Veranstaltungsort: Foyer des LVR Landeshauses, Kennedy-Ufer 2, 50697 Köln-Deutz
Treffpunkt: 14.00 Uhr Bahnhof Siegburg Gleis 1 (Abfahrt: 14.14 Uhr) oder 14.45 Uhr vor dem LVR-Landeshaus
Teilnahmegebühr: kostenlos; eine Spende an den Lern- und Gedenkort Jawne ist wünschenswert; Fahrtkosten trägt jeder Teilnehmer selbst.
Veranstaltet von der Gedenkstätte Landjuden an der Sieg
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Solingen

 

Freitag, 8. November bis Samstag, 9. November
MultiplikatorInnen-Fortbildung zum Thema Antisemitismus

Veranstaltet durch Bildungsteam Berlin-Brandenburg, BildungsBausteine gegen Antisemitismus
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Montag, 11. November bis Donnerstag, 14. November
Projekttage gegen Antisemitismus mit Schüler_innen

Veranstaltet durch Bildungsteam Berlin-Brandenburg, BildungsBausteine gegen Antisemitismus

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