#wildwildweb?!

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

#wildwildweb?! – für eine demokratische Zivilgesellschaft im digitalen Raum

 

 
Das Projekt #wildwildweb?! – für eine demokratische Zivilgesellschaft im digitalen Raum in Niedersachsen unterstützt zivilgesellschaftliche Akteur*innen, selbstständig Strategien und Konzepte im Umgang mit Hate Speech zu entwickeln und umzusetzen.


Gewaltförmige und menschenfeindliche Ideologie finden sich längst nicht mehr nur auf der Straße. In den Sozialen Netzwerken, wie Facebook, Youtube oder Instagram etablierte sich bereits vor Jahren eine anti-demokratische Gegenöffentlichkeit. Neurechte Portale, rechtspopulistische Bewegungen und rassistische Einzelpersonen nutzen die digitale Öffentlichkeit zur Organisierung, Mobilisierung und zum Setzen eigener Themen und Inhalte. Dabei spielt Hate Speech eine zentrale strategische Rolle in ihrem Agieren. In Teilen planen rechte Trolls und Aktivist*innen sogar ihre Hate Speech-Attacken auf politische Gegner*innen und jene, die sie als minderwertig erklären.

Großteil der Nutzer*innen hat schon Hass erlebt

In einer an zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in Niedersachsen durchgeführten Befragung gaben über 96% der Personen an, schon einmal auf Hate Speech auf Sozialen Netzwerken aufmerksam geworden zu sein, dabei wurden rund 30% selbst Opfer von Hasskommentaren. Über der 83% der Akteur*innen wünschen sich Fort- und Weiterbildungen, in denen Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und erprobt werden können. Das Projekt #wildwildweb?! greift diesen Bedarf auf und bietet ganz niedersachsenweit Workshops und Fortbildungen für eine digitale Zivilgesellschaft und gegen Hass im Netz an.

Um im digitalen Raum zu agieren und sich aktiv für demokratische Kultur einzusetzen, ist Wissen über Soziale Netzwerke und deren Eigenheiten von Bedeutung. Welche Rolle spielen Filterblasen oder Social Bots und Algorithmen? Was sind Möglichkeiten und Grenzen der Meldemechanismen bekannter Plattformen? Wie verbreitet sich Hass im Netz?

Fortbildungen für alle Erfahrungsstufen

Diese und weitere Fragen werden während der Fortbildungen diskutiert und mögliche Lösungen, Methoden und Herangehensweisen gemeinsam erprobt. Durch einen modularen Aufbau des Fortbildungskonzepts werden Kenntnisse zu unterschiedlichen Schwerpunkten, von den Grundlagen über die Erscheinungsformen von Hate Speech on- und offline, bis hin zu Überprüfungsmöglichkeiten von Texten, Bildern oder Videos und die Bedeutung von digitalem Selbstschutz, vermittelt. Daher eignet sich das Fortbildungskonzept für alle Interessent*innen und Internetnutzer*innen, unabhängig ihrer Social Media Kenntnisse. Von Internetpionier*innen bis professionellen Youtuber*innen.

Don´t feed the Troll oder fight the Hate? Der Umgang mit Hate Speech ist ein zentraler Punkt für die Bekämpfung von Ideologien der Ungleichwertigkeit. Neben einer Einführung in die unterschiedlichen Rollen sowie den damit verbundenen Möglichkeiten des Umgangs mit Hate Speech, werden dafür die verschiedenen Rollen (User- und Moderator*innenrolle, Mitleser*innen etc.) benannt und unterschiedliche Lösungsstrategien und Konzepte vermittelt.

Fake News als veraltetes Konzept von Rechtsextremen im digitalen Raum? Nicht selten verbergen sich hinter Geschichten wie „die Tochter der Tante des Kollegen hat (...)“ gezielte Falscherzählungen mit einem Ziel: die Verbreitung von Hass. Durch verschiedene Methoden und Tools sollen Kompetenzen vermittelt werden, welche bei der Bewertung von Inhalten und die Entlarvung sogenannter Fake News für Aufklärung sorgen.

Gegen die Verbreitung von Hass

Katzen-Memes, diskutieren oder Mitstreiter*innen suchen? Counter Speech, also Gegenrede kann auf viele verschiedene Arten wirksam sein. Das Projekt benennt unterschiedliche Möglichkeiten, sich gegen Hate Speech handlungsfähig zu machen um eine demokratische Debattenkultur zu stärken und die Kommunikation im digitalen Raum positiv zu beeinflussen.

Ziel der Workshopmodule ist die Verknüpfung von bestehenden medienpädagogischen Ansätzen mit selbsterarbeiteten Handlungskonzepten unter Berücksichtigung juristischer Aspekte und der Medienkompetenz unterschiedlicher Zielgruppen. Menschen die von Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und menschenfeindlichen Äußerungen im Netz betroffen sind soll die Möglichkeit gegeben werden, sich in geschützten Räumen über ihre Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu stärken. Wir erarbeiten gemeinsam digitale Handlungsstrategien, um Räume neu zu erschließen und eigene Belange sichtbarer zu machen.

 

Elemente des Fortbildungskonzepts:

  • Grundlagen Social Media – Was sind Eigenheiten des digitalen Raumes? Welche Rollen spielen Filterblasen, Social Bots und Algorithmen im digitalen Raum? Welche Möglichkeiten bieten Meldemechanismen Sozialer Netzwerke?
  • Hate Speech Management – Was ist Hate Speech und von wem kommt der ganze Hass?
  • Media Literacy und Informationskompetenz – Was bedeutet echt und fake? Wie echt sind Bilder, Texte oder Videos im digitalen Raum und wie lässt sich ihre Authentizität feststellen? Und was bedeutet eigentlich Fake News?
  • Gegenstrategien und Selbstschutz im Digitalen Raum – Welche Möglichkeiten gibt es, sich dem Hass im Internet entgegenzustellen? Welche psychologischen Aspekte spielen eine Rolle und wie kann ich mich gegen Hasskommentare schützen?
  • Pädagogische Arbeit mit Ansätzen zur Online-Offline-Verschränkung –  Welche Ansätze der Medienpädagogik lassen sich nutzen und wie können sie selbstständig weiterentwickelt werden?
  • Demokratische Narrative – wie können Demokratie, Vielfalt und Respekt positiv im Netz mit positiven Erzählungen im Netz verteidigt werden?



Kontakt:
Viet Hoang (Projektleitung)
E-Mail: viet.hoang@amadeu-antonio-stiftung.de
Telefon: 0511-89 73 43 34

 


 

 
 

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