Die Arbeit von Bürgerstiftungen vor Ort

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Die Arbeit von Bürgerstiftungen vor Ort

© Amadeu Antonio Stiftung

 

Die Amadeu Antonio Stiftung berät, fördert und entwickelt Bürgerstiftungen vor Ort. Dazu gehören auch themenbezogene Tagungen und Diskussionen. So veranstaltete die Stiftung im Berliner Roten Rathaus eine Konferenz zum Thema „Gemeinwesenarbeit von Bürgerstiftungen für demokratische Kultur“. Die Tagung diskutierte neue Impulse für die Arbeit von Bürgerstiftungen. Dabei ging es um Ansätze der Projektentwicklung und neue Möglichkeiten der Kooperation mit kommunalen Akteuren und zivilgesellschaftlichen Initiativen.

Um den gesellschaftlichen Herausforderungen auch mit Hilfe von Bürgerstiftungen begegnen zu können, ist Umdenken notwendig: Politische und soziale Interventionen müssen sehr viel stärker sozialräumlich gedacht und ausgeführt werden. Bürgerstiftungen sind mit ihren Projekten, über die sie überwiegend im Gemeinwesen sichtbar werden, auch ein Teil der Gemeinwesenarbeit. Die Aktivitäten der Bürgerstiftungen im Gemeinwesen sind, ob operativ oder fördernd, sehr vielfältig. Sie setzen sich beispielsweise mit der Entwicklung ihrer Stadt auseinander, unterstützen Jugendliche bei der Suche nach Zukunftsperspektiven und bekämpfen demokratiefeindliche Einstellungen. Überlegte Strategien und Gemeinwesenkonzepte sind für Bürgerstiftungen überlebensnotwendig und zentrale Voraussetzung für den langfristigen Erfolg.

Deshalb wurden die folgenden Punkte erarbeitet, die Bürgerstiftungen für demokratische Kultur in der Projektarbeit berücksichtigen sollten:

  1. Können die Projekte eine Klimaverbesserung im Sinne demokratische Kultur erreichen?
  2. Werden schwache Gruppen gestärkt und Anerkennung ermöglicht?
  3. Werden offene Netzwerke ohne Schranken auf demokratischer Basis geschaffen?
  4. Arbeitet das Projekt inklusiv bzw.werden alle Gruppen der Stadt repräsentiert?
  5. Werden Gleichwertigkeitserfahrungen ermöglicht?
  6. Findet eine strukturelle Menschenrechtsorientierung statt?
  7. Ermöglicht das Projekt eine Akzeptanz von nichtmehrheitsfähigen demokratischen Gemeinschaften innerhalb der Stadtgesellschaft?
  8. Werden Integration, Partizipation und Vielfalt gefördert und erfahrbar gemacht?
  9. Berücksichtigt die Arbeit geschlechtsspezifische Dimensionen?
  10. Werden lokales Wissen, lokales Kapital und lokale Initiative mobilisiert?


Die entscheidende Frage für die Arbeit vor Ort lautet letztlich, wie eine Stadt oder Kommune allen ihren Bewohnerinnen und Bewohnern größtmögliche Lebenschancen und Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Soziale und kulturelle Unterschiede zwischen gesellschaftlichen Gruppen sollen dabei nicht eingeebnet, sondern wahrgenommen und anerkannt werden.

In praktischer Hinsicht geht es für Bürgerstiftungen darum, differenzierte und flexible Projektkonzepte zu entwickeln, die helfen, gesellschaftliche Hierarchien abzubauen und allen Stadtbürgerinnen und -bürgern passende Lebensformen zu bieten und dabei auch unterschiedliche Normen und Lebensentwürfe zu berücksichtigen. Die Städte werden auch in Zukunft die Kristallisationspunkte gesellschaftlicher Probleme und Konflikte sein, deshalb müssen Bürgerstiftungen Orte der Innovation und der Emanzipation sein.

 

Kontakt

Amadeu Antonio Stiftung
Novalisstraße 12
10115 Berlin
 

info@amadeu-antonio-stiftung.de

Tel.:  ++49 (0)30. 240 886 10
Fax:  ++49 (0)30. 240 886 22

 

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