Chronik antisemitischer Vorfälle 2010

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Chronik antisemitischer Vorfälle 2010

 
 
  • 17.01.2010, Schmierereien an Dorfhainer Kirche

    Sachsen

    (Dorfhain)

    Quelle:
    Sächsiche Zeitung v. 18.01.2010 Dorfhainer Kirche erneut besudelt

    Am 17. Januar 2010 wurden an der Fassade der Dorfhainer Kirche rechtsradikale und antisemitische Schmierereien entdeckt. Neben Hakenkreuzen war auch die Parole „Juden raus aus dem Gemeinderat“ zu lesen.

     
  • 19.01.2010, Antisemitische Schmierereien in Gotha

    Thüringen

    (Gotha)

    Quelle:
    Thüringer Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt Chronik THO

    An mehreren Gebäuden in Gotha, u.a. auch beim multikulturellen Zentrum "L'amitie", wurden am 19. Januar 2010 rechtsextremistische und antisemitische Schmierereien angebracht.

     
  • 20.10.2010, Holger Apfel zieht Holocaust-Vergleich

    Sachsen

    (Dresden)

    Quelle:
    Focus v. 20.01.2010 Apfel beleidigt Juden und Alliierte

    Holger Apfel, Fraktionsvorsitzender der NPD, hielt am 20. Januar 2010 im sächsischen Landtag eine Rede antisemitischen Inhalts, in der er den Protest gegen Neonazis mit der Judenverfolgung im Dritten Reich verglich.

     
  • 23.01.2010, Brandanschlag auf das "Haus der Demokratie"

    Brandenburg

    (Zossen)

    Quelle:
    Rundfunk Berlin-Brandenburg v. 23.01.2010 Zossen: Haus der Demokratie niedergebrannt

    Das „Haus der Demokratie“ der Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“ ist in der Nacht auf den 23. Januar 2010 niedergebrannt worden. Aktuell wurde eine Ausstellung zum Thema jüdisches Leben in Zossen präsentiert. Wie sich später herausstellt, handelte es sich bei dem Brandstifter um einen 16-jährigen aus rechtsextremen Umfeld.

     
  • 27.01.2010, Rechtsextreme stören Holocaust-Gedenkfeier

    Brandenburg

    (Zossen)

    Quelle:
    TAZ v. 29.01.2010 Rechte pöbeln bei Holocaust-Gedenkfeier

    Eine Gruppe von etwa 25 Rechtsextremen hat am 27. Januar 2010 die Holocaust-Gedenkveranstaltung anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz im brandenburgischen Zossen durch Pöbeleien und Zwischenrufe gestört.

     
  • 27.01.2010, NPD-Politiker diffamiert Gäste der Holocaust-Gedenkfeiern

    Sachsen

    (Dresden)

    Quelle:
    Jungle World v. 04.02.2010 Deutsches Haus 05/10

    Der NPD-Politiker und sächsische Landtagsabgeordnete Andreas Storr hat anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar 2010 in einer Pressemitteilung Gäste der Veranstaltungen als „antideutsche Schickimickis“ und „Vertreter des eingewanderten, hochalimentierten Judentums“ bezeichnet.

     
  • 05.02.2010, Vandalismus im Anne Frank-Zentrum

    Berlin

    (Berlin-Mitte)

    Quelle:
    BZ v. 05.02.2010 Schmierereien im Anne Frank Zentrum

    Am 5. Februar 2010 wurden im Anne Frank-Zentrum in Berlin-Mitte antisemitische Schmierereien entdeckt. Im Treppenhaus war neben einem Hakenkreuz auch die Aufschrift „Jude“ angebracht worden.

     
  • 10.02.2010, Antisemtische Schmierereien an Berliner Hauswand

    Berlin

    (Prenzlauer Berg)

    Quelle:
    Jungle World v. 18.02.2010 Deutsches Haus 07/2010

    Unbekannte brachten in der Nacht zum 10. Februar 2010 an der Hausfassade eines Berliner Jugendprojektes im Stadtteil Prenzlauer Berg verschiedene antisemitische bzw. rassistische Schriftzüge an. Unter anderem waren mehrere Davidsterne sowie der Satz "Raus mit euch!" zu lesen.

     
  • 12.02.2010, NPD-Kreisvorstand wegen Volksverhetzung verurteilt

    Thüringen

    (Bad Salzungen)

    Quelle:
    Südthüringer Zeitung v. 12.02.2010 Urteil wegen Volksverhetzung

    Wie am 12. Februar 2010 bekannt wurde, ist ein Kreisverbandsmitglied der NPD in Bad Salzungen (Thüringen) wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Der 23-jährige Mann soll u. a. den Holocaust sowie die Reichsprogromnacht öffentlich geleugnet haben.

     
  • 16.02.2010, Pastörs wegen Volksverhetzung angeklagt

    Mecklenburg-Vorpommern

    (Schwerin)

    Quelle:
    Ostsee-Zeitung v. 16.02.2010 Schweriner NPD-Fraktionschef ab Mai vor Gericht

    Der Vorsitzende der NPD-Landtagsfraktion in Schwerin, Udo Pastörs, wird, wie am 16. Februar 2010 bekannt wurde der Volksverhetzung angeklagt werden. Er hatte vergangenes Jahr bei einer Aschermittwoch-Veranstaltung u. a. gegen Juden gehetzt und diese beschimpft.

     
  • 19.02.2010, Antisemitische Parole prangte über Monate an Fassade

    Niedersachsen

    (Hannover)

    Quelle:
    Jungle World v. 25.02.2010 Deutsches Haus 08/2010

    Wie am 19. Februar 2010 bekannt wurde, war über Monate hinweg an einem Bauwagen der Stadtwerke Hannover eine antisemitische Parole zu sehen. Trotz mehrerer Hinweise ließen die Stadtwerke den Schriftzug erst entfernen, als der Vorfall medial rezipiert wurde.

     
  • 28.02.2010, Antisemitische Karikatur sorgt für Kontroverse

    Nordrhein-Westfalen

    (Köln)

    Quelle:
    Kölner Stadt-Anzeiger v. 28.02.2010 Staatsanwalt: Keine Volksverhetzung

    Eine seit Januar 2010 auf der Kölner Domplatte ausgestellte israelkritische Karikatur des Künstlers Walter Herrmann sorgt weiterhin für Kontroversen. Wie am 28. Februar 2010 bekannt wurde, entschied die Kölner Staatsanwaltschaft nun die Klagen wegen Volksverhetzung vorerst fallen zu lassen. Die Karikatur zeigt "eine durch den Davidstern als Jude[n] ausgewiesene Figur", die "einen palästinensischen Jungen mit Messer und Gabel zerteilt und dazu ein Glas Blut trinkt". Kritiker sehen darin eindeutige Bezüge zu "antisemitischen Ritualmordlegenden des Mittelalters" sowie zur Propaganda im Nationalsozialismus.

     
  • 04.03.2010, Stolpersteine mit Farbe beschmiert

    Sachsen

    (Borna)

    Quelle:
    chronikle - Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Ereignisse in und um Leipzig Borna: Stolpersteine mit Farbe beschmiert

    Nach Angaben der Polizei wurden in der Nacht vom 3. zum 4. März die im Pflaster des Gehweges in der Roßmarktschen Straße 32 eingelassenen Stolpersteine, die an die jüdische Familie Rose erinnern, von Unbekannten mit Farbe beschmiert.

     
  • 16.03.2010, Bürgermeister wegen Volksverhetzung angeklagt

    Thüringen

    (Arnstadt)

    Quelle:
    MDR v. 16.3.2010 Strafanzeige gegen Arnstadts Bürgermeister

    SPD-Abgeordnete haben gegen den Arnstädter Bürgermeister Hans-Christian Köllmer Strafanzeige wegen Volksverhetzung erstattet. Köllmer werden antisemitische Aussagen zur Last gelegt. Er soll öffentlich den aktuellen Protest gegen Rechte mit der "Ausgrenzung" der Juden während des Nationalsozialismus verglichen haben.

     
  • 18.03.2010, Israel-Flaggen verboten

    Hessen

    (Kassel)

    Quelle:
    Nordhessische v. 19.03.2010 Fahnenverbot: "Israelische Flagge könnte Passanten stören"

    Aktivisten des pro-israelischen "Bündnis gegen Antisemitismus" wurde vom Ordnungsamt Kassel untersagt, im Rahmen eines Infostandes am 20. März 2010 die israelische Flagge zu zeigen. Als Begründung wurde angeführt, dass man "auf Passanten, die sich von der Flagge gestört fühlen könnten, Rücksicht nehmen" müsse. Im Januar 2009 war es bereits zu Übergriffen auf einen ähnlichen Stand gekommen.

     
  • 24.03.2010, NPD-Ortsteilrat beleidigt Bürgermeister

    Thüringen

    (Weimar)

    Quelle:
    TLZ v. 24.3.2010 Rechte Entgleisung im Weimarer Stadtrat

    NPD-Ortsteilrat Ralf Markert beleidigte in einer Sitzung des Weimarer Stadtrates am 24. März 2010 den amtierenden Oberbürgermeister Stefan Wolf nach Zeugenaussagen mit den Worten "so ein Jude", nachdem dieser Kritik an der Unterstützung von Projekten gegen Rechtsextremismus zurückgewiesen hatte.

     
  • 26.03.2010, Zwei zehnjährige Mädchen bedroht

    Berlin

    (Berlin-Wannsee)

    Quelle:
    Tagesspiegel v. 30.03.2010 Beleidigungen und Schläge

    Am Freitag den 26. März 2010 wurden am S-Bahnhof Wannsee in Berlin zwei zehnjährige Mädchen von einem 61-jährigen Mann antisemitisch beleidigt, mit einer Flasche bedroht und verfolgt. Die Mädchen konnten entkommen, der Täter wurde wenig später von der Polizei festgenommen.

     
  • 27.03.2010, Drei Personen antisemitisch beleidigt und angegriffen

    Berlin

    (Berlin-Wilmersdorf)

    Quelle:
    Tagesspiegel v. 30.03.2010 Beleidigungen und Schläge

    In der Nacht auf den 27. März 2010 wurden drei Personen im Alter zwischen 23 und 25 Jahren am Bahnhof Güntzelstraße in Berlin-Wilmersdorf von Unbekannten antisemitisch beleidigt und mit einer Bierflasche verletzt. Zuvor wurden die Opfer gefragt, ob sie "Juden" seien.

     
  • 03.04.2010, Jüdischer Friedhof geschändet

    Sachsen

    (Delitzsch)

    Quelle:
    Leipziger Volkszeitung v. 06.04.10 Unbekannte schänden jüdischen Friedhof in Delitzsch

    Alle 30 Grabsteine des jüdischen Friedhofs in Delitzsch sind in der Nacht zum 03. April umgestoßen worden. Außerdem wurde eine Gedenktafel zerstört. Der Delitzscher Polizeichef Uwel Greischel schließt einen politischen Hintergrund aus und vermutet, dass „Alkohol der Auslöser war“. Laut Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde käme ebenfalls der Wind als „Täter“ nicht in Frage.

     
  • 06.04.2010, Jüdischer Friedhof geschändet

    Thüringen

    (Heiligenstadt)

    Quelle:
    Thüringische Landeszeitung v. 07.04.2010 Unbekannte schänden jüdischen Friedhof in Heiligenstadt

    Wie erst am Mittwoch bekannt wurde, sind 12 Grabsteine des jüdischen Friedhofs in Heiligenstadt umgestoßen worden. Der genaue Tatzeitpunkt ist noch unklar, ein Anwohner hatte die Schändung am Ostermontag bemerkt und die Stadt informiert, die Polizei erfuhr von dem Vorfall jedoch erst am Mittwoch.

     
  • 10.04.2010, Antisemitische Parolen in KZ-Gedenkstätte

    Hamburg

    (Wandsbek)

    Quelle:
    Die Welt v. 13.04.2010 Nazi-Schmiererei in Wandsbeker Gedenkstätte

    Am Samstag, den 10.04., wurden in der KZ-Gedenkstätte Wandsbek Schmierereien mit antisemitischen Parolen und NS-Symbolen entdeckt. Die Gedenkstätte soll am 08. Mai in Anwesenheit von Überlebenden eröffnet werden. Bereits am Ostermontag waren Hakenkreuz-Schmierereien in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme (ebenfalls Hamburg) entdeckt worden.

     
  • 15.04.2010, Jüdisches Lokal und Synagoge beschädigt

    Sachsen

    (Chemnitz)

    Quelle:
    Sächsische Zeitung v. 16.04.2010 Neuer Anschlag auf die Synagoge

    Nur wenige Tage nach der Beschädigung des jüdischen Restaurants Schalom, bei dem unter anderem ein Davidstern zerbrochen wurde, wurden am Morgen des 15.04. zwei Fenster der Chemnitzer Synagoge in der Stollberger Straße eingeworfen. Der Sachschaden beträgt mehrere tausend Euro.

     
  • 11.04.2010, Stadion antisemitisch beschmiert

    Nordrhein-Westfalen

    (Solingen)

    Quelle:
    Solinger Tageblatt vom 12.04.2010 Schmierereien am Stadion

    Vermutlich in der Nacht zum Sonntag, den 11.04., wurde das Stadion des Vereins Union Solingen antisemitisch beschmiert. Die Schriftzüge "Judenunion" und "Judenblock" waren auch beim Heimspiel des Vereins am Sonntag deutlich lesbar.

     
  • 10.04.2010, Stolpersteine beschmiert

    Berlin

    (Berlin Lichtenberg)

    Quelle:
    Berlin Aktuell vom 16.04.2010 "Stolpersteine" beschmiert

    Am Wochende vom 10. und 11. April haben Unbekannte drei "Stolpersteine", die an der Ecke zwischen Leopold- und Emanuelstraße an eine dort wohnhafte ermordete jüdische Familie erinnern, beschmiert.

     
  • 16.04.2010, Postwurfaktion der NPD und Nationalen Sozialisten Muldental

    Sachsen

    (Wurzen)

    Quelle:
    Zeug_innen/Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. Wurzen Chronik REX

    In einer Postwurfaktion am 16. April werden gleichzeitig Faltblätter der NPD und der Nationalen Sozialisten Muldental in Wurzen verbreitet. Insbesondere das Flugblatt der Nationalen Sozialisten (als ViSdP wird wiederholt der Wurzener Conrad K. angeführt) zeigt inhaltlich deutliche Anzeichen von Antisemitismus und nationalsozialistischer Propaganda.

     
  • 25.04.2010, Antisemitisches Gegröle bei Fußballspiel

    Sachsen

    (Mügeln)

    Quelle:
    Die Welt vom 26.4.2010 Spielabbruch wegen antisemitischer Gesänge

    Zu einem Spielabbruch kam es bei der Begegnung zwischen SV Mügeln/Ablaß und Roter Stern Leipzig in der Bezirksklasse, nachdem AnhängerInnen des SV Mügeln/Ablaß antisemitsche und homophobe Sprechchöre gesungen hatten. Mügelns Pressesprecher Jan Greschner, die u.a. "Ein Baum, ein Strick, ein Judengenick" und "Eine U-Bahn bauen wir, von Jerusalem bis nach Auschwitz" gerufen hatten. Der Stadionsprecher des SV Mügeln/Ablaß warf über Lautsprecher Roter Stern Leipzig "Feigheit" vor, so der Verein in einer Presseerklärung.

     
  • 21.04.2010, Gedenkstätte in wenigen Tagen zweimal beschmiert

    Nordrhein-Westfalen

    (Beckum)

    Quelle:
    Polizei Warendorf v. 29.04.2010 Polizei Warendorf

    Eine jüdische Gedenkstätte im Beckumer Westpark ist innerhalb weniger Tage zweimal antisemitisch beschmiert worden. In der Nacht auf den 21.04.2010 waren mit weißer Farbe antisemitische Parolen geschmiert worden. Nachdem diese nach ihrer Entdeckung entfernt worden waren, wurde die Gedenkstätte in der Nacht auf den 29.04. erneut geschändet: Diesmal trugen die unbekannten Täter ihre antisemitischen Parolen in roter Farbe auf.

     
  • 25.04.2010, Stolpersteine erneut beschmiert

    Berlin

    (Berlin Lichtenberg)

    Quelle:
    Indymedia vom 04.05.2010 Berlin Weitlingkiez - Stolpersteine geschändet

    Am Wochenende vom 25. und 26. April sind die Stolpersteine in der Lichtenberger Weitlingstraße erneut beschmiert worden. Hinweise auf die Täter gibt es nicht.

     
  • 16.04.2010, Israeli zusammengeschlagen

    Sachsen-Anhalt

    (Laucha)

    Quelle:
    Frankfurter Rundschau v. 19.05.2010 Ein Überfall in Laucha

    Am 16.04. ist ein gebürtiger Israeli in Laucha brutal zusammengeschlagen worden. Der 20-jährige Täter Alexander P., der im Ort als Rechter gilt, beschimpfte sein 17 Jahre altes Opfer dabei als "Judenschwein". Am 31.08.2010 wurde der ermittelte Täter vor Gericht gestellt. Im Urteil wurde Alexander P. schuldig gesprochen und zu einer 8-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Zusätzlich muss er ein Jahr monatlich 30 Euro an die Gedenkstätte Buchenwald zahlen. Internetquelle: Mitteldeutsche Zeitung v. 31.08.2010

     
  • Mai 2010, Jüdischer Friedhof geschändet

    Nordrhein-Westfalen

    (Gangelt)

    Quelle:
    az-web.de vom 02.05.2010 Entsetzen in Gangelt: Jüdischer Friedhof geschändet

    Auf dem jüdischen Friedhof in Gangelt wurde ein Großteil der Grabstätten beschädigt, wie am Sonntag, den 02.05. bemerkt wurde. Mehrere Grabsteine wurden umgeworfen. Die Täter sowie der Tatzeitpunkt sind noch unklar.

     
  • 07.05.2010, Mahnmalschändung und mehr Schmierereien in Borna

    Sachsen

    (Borna)

    Quelle:
    "Flößberg gedenkt"/Bon Courage e.V./Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. Wurzen Chronik REX

    In der Nacht vom 7. zum 8. Mai wurde das Mahnmal auf dem Friedhof für KZ-Häftlinge in Borna mit der antisemitischen Parole "Jude raus du" besprüht. Die Schändung ereignete sich unmittelbar vor dem 65. Jahrestag des Endes des 2. Weltkriegs. Aus diesem Anlass fand auf dem Friedhof eine Gedenkveranstaltung statt. Nach Angaben von Bon Courage e.V. wurden am 8. Mai noch an weiteren Stellen Nazi-Schmierereien angebracht, u.a. am am Schwimmbad, gegenüber der Grundschule Borna-West sowie auf einem Schalthäuschen am Bahnhof.

     
  • 08.05.2010, Anne-Frank-Schule und Stolpersteine besprüht

    Mecklenburg-Vorpommern

    (Güstrow)

    Quelle:
    Schweriner Volkszeitung v. 11.05. Angriff auf die menschliche Würde

    Am Wochenende des 8. und 9. Mai kam es in Güstrow zu mehreren rechtsextremen Schmierereien und Anschlägen. Unter anderem wurde die Anne-Frank-Schule mit antisemitischen Parolen beschmiert, außerdem haben Unbekannte sechs Stolpersteine bis zur Unkenntlichkeit besprüht.

     
  • 08.05.2010, Stolpersteine beschmiert

    Berlin

    (Rummelsburg)

    Quelle:
    Berliner Zeitung v. 10.05.2010 Stolpersteine in Rummelsburg beschmiert

    In der Nacht auf den 8. Mai wurden in Rummelsburg drei Stolpersteine mit schwarzer Farbe beschmiert. Diese erinnern am ehemaligen Wohnort in der Leopoldstraße an eine jüdische Familie, die von den Nazis ermordet worden war.

     
  • 14.05.2010, Auto vor jüdischer Gemeinde beschmiert

    Schleswig-Holstein

    (Pinneberg)

    Quelle:
    Antifa Pinneberg vom 17.05.2010 Wieder ein Angriff auf die jüdische Gemeinde

    Am 14. Mai wurde das Auto einer Gottesdienstbesucherin vor dem jüdischen Gemeindezentrum in Pinneberg mit einem Hakenkreuz beschmiert. Zur Tatzeit hielt sich dort auch eine Gruppe, die dem rechtsextremen Szene zugeordnet werden kann, auf. Bereits vor einer Woche waren in Pinneberg mehrere Stolpersteine beschmiert worden.

     
  • 17.05.2010, Brandanschlag auf Synagoge

    Rheinland-Pfalz

    (Worms)

    Quelle:
    SWR vom 18.05.2010 Noch keine Spur nach Anschlag auf Synagoge

    Auf die Synagoge in Worms ist in der Nacht zum 17. Mai ein Brandanschlag verübt worden. Die noch unbekannten Täter legten an verschiedenen Stellen Feuer, ein Fenster wurde mit einem Brandsatz eingeworfen. Das Feuer konnte rechtzeitig gelöscht werden, sodass keine größeren Schäden entstanden. Die Polizei prüft die Echtheit eines Bekennerschreibens, in dem die Tat mit Solidarität mit den Palästinensern begründet wird.

     
  • 08.05.2010, Nazis trampeln auf Stolpersteinen

    Hessen

    (Wiesbaden-Erbenheim)

    Quelle:
    Frankfurter Rundschau v. 21.05.2010 Stolpersteine geschändet?

    Bei einer Demonstration der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ am 8. Mai sollen Dutzende Nazis demonstrativ über Stolpersteine getrampelt sein, die an ermordete Erbenheimer Juden erinnern. Die an den Gedenksteinen vorbeiführende Route war vom Wiesbadener Ordnungsamt bestimmt worden.

     
  • 26.05.2010, Jüdischer Friedhof geschändet

    Sachsen-Anhalt

    (Staßfurt)

    Quelle:
    Naumburger Tageblatt v. 26.05.2010 Hakenkreuze auf jüdischen Gräbern

    Fast alle Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof von Stassfurt wurden in der Nacht auf Mittwoch, den 26.05.2010 mit Hakenkreuzen und anderen rechten Symbolen beschmiert. Die noch unbekannten Täter waren zuvor durch die Innenstadt gezogen und hatten unter anderem das Denkmal für die „Opfer der Diktaturen“ beschmiert.

     
  • 29.05.2010, Antisemitische Reaktionen auf Grand Prix

    (Deutschland)

    Quelle:
    Marxblog v. 30.5.2010 Null Punkte aus Israel

    Der Eurovision Song Contest hat in deutschsprachigen Foren und auf twitter.com eine Welle antisemitischer Äußerungen ausgelöst. Der deutsche Beitrag hatte zuvor von Israel null Punkte erhalten. Dies wurde im Internet umfassend antisemitisch kommentiert, z.B. twitterten User "Israel. Scheiß Juden". Israel hatte von Deutschland ebenfalls keine Punkte erhalten, ähnlich wie in einigen Vorjahren, in denen Israel den Wettbewerb gewonnen hatte.

     
  • Juni 2010, Antisemitische Schmierereien an Berliner Kirche

    Berlin

    (Kreuzberg)

    Quelle:
    Berliner Morgenpost v. 03.06.2010 Unbekannte Täter schmieren Hakenkreuz an Kreuzberger Kirche

    Die Passionskirche in Kreuzberg ist in der Nacht auf Dienstag, den 01. Juni, mit antisemitischen Parolen und einem Hakenkreuz beschmiert worden. Der Staatsschutz ermittelt.

     
  • Juni 2010, Jüdische Gedenkstätte geschändet

    Nordrhein-Westfalen

    (Beckum)

    Quelle:
    Informationsdienst Rechtsextremismus v. 02.06.2010 Erneute Schändung der jüdischen Gedenkstätte

    Bereits zum dritten Mal in nur zwei Monaten wurde in der Nacht auf Dienstag, den 01. Juni, eine jüdische Gedenkstätte in Beckum beschmiert. Auf die vier Gedenksteine wurden mit schwarzer Farbe antisemitische Parolen und Hakenkreuze angebracht. Von den Tätern fehlt noch jede Spur, auch die Täter für die Schmierereien im April sind noch nicht ermittelt.

     
  • Juni 2010, Antisemitische Kommentare auf Facebook

    (Deutschland)

    Quelle:
    Berliner Zeitung v. 03.06.2010 Hetze gegen Juden für alle sichtbar

    Einen Angriff der israelischen Armee auf einen Hilfskonvoi vor der Küste Gazas, bei dem neun Menschen ums Leben kamen, nehmen auf Facebook hunderte Userinnen und User zum Anlass, ihrem Antisemitismus freien Lauf zu lassen. Dort heißt es u.a. "Ein toter Jude ist ein guter Jude" oder "Hitler hatte recht mit dem was er getan hat".

     
  • Juni 2010, Jüdischer Friedhof mit Hakenkreuzen beschmiert

    Hessen

    (Babenhausen)

    Quelle:
    NH24.de v. 07. Juni 2010 Jüdischer Friedhof mit Hakenkreuzen beschmiert

    Fünf Grabsteine und eine Mauer auf dem jüdischen Friedhof in Babenhausen (Südhessen) wurden von unbekannten Tätern mit Hakenkreuzen beschmiert. Dies teilte die Polizei am Montag, den 07. Juni mit. Wann die Schmierereien angebracht wurden, steht allerdings noch nicht fest.

     
  • Juni 2010, Angriff auf pro-Israelische Demonstranten

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    Leipziger Internet Zeitung v. 03.06.10 Mit Holzlatten und Fußtritten

    Aus einer israelkritischen Demo heraus wurden am 02. Juni in Leipzig mehrere pro-Israelische Gegendemonstranten angegriffen. Unter Rufen wie "Israel - Kindermörder!" wurden sie mit Holzlatten und Fußtritten angegriffen. Die Polizei wertete die pro-Israelische Gruppe als Störer und drängte sie mit Pfefferspray ab.

     
  • Juni 2010, Antisemitische Vorfälle in Wien

    (Wien (Österreich))

    Quelle:
    Jüdische Allgemeine v. 03.06.2010 Antisemitismus in Wien infolge des Zwischenfalls rund um die Gaza-Flotille

    Auch in Wien kam es letzte Woche zu antisemitischen Vorfällen: Zwei junge Männer mit palästinensischen und türkischen Fahnen fuhren hupend vor ein jüdisches Geschäft, stiegen aus und machten Fotos. Zudem wurde ein Rabbiner von Jugendlichen u.a. mit einer Schere bedroht und als "Scheiss Jude" beschimpft. Als er sich wehrte und einen der Jugendlichen zu Boden stieß, stürmten aus einem naheliegenden Cafe mehrere Männer und bedrohten und beschimpften den Rabbiner ebenfalls.

     
  • Juni 2010, Antisemitische Hetze im Landtag

    Sachsen

    (Dresden)

    Quelle:
    Sächsische Zeitung v. 18.06.2010 NPD-Fraktionschef fliegt nach antisemitischer Hetze aus Landtag

    Bei einer auf Antrag der NPD stattgefundenen Aktuellen Stunde im Sächsischen Landtag ist der NPD-Abgeordnete Holger Apfel für zehn Sitzungstage aus dem Parlament ausgeschlossen worden, nachdem er sich antisemitisch geäußert hatte. Apfel hatte u.a. gesagt, Israel habe eine "besondere Affinität zum Geld" und zu "Staatsterror", die Juden seien ein "Tätervolk". Israel bezeichnete Apfel als "jüdischen Terrorstaat" und "Schurkenstaat".

     
  • Juni 2010, Gedenktafel beschmiert

    Nordrhein-Westfalen

    (Wattenscheid)

    Quelle:
    derwesten.de v. 18.06.2010 Rechtsextremismus: Gedenktafel beschmiert

    Eine Gedenktafel für die Opfer der Shoah ist in Wattenscheid in der Nacht auf den 17. Juni beschmiert worden. Auf die Tafel brachten unbekannte rechtsextreme Aufkleber und Symbole an. Der Staatsschutz ermittelt.

     
  • Juni 2010, Jüdische Tanzgruppe mit Steinen beworfen

    Niedersachsen

    (Hannover)

    Quelle:
    Hannoversche Allgemeine v. 22.06. Jüdische Tänzer beschimpft und mit Steinen beworfen

    Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen haben am Samstag, den 19.06.2010 auf einem Stadtteilfest eine jüdische Tanzgruppe beschimpft und mit Steinen beworfen. Mehrere Sozialarbeiter versuchten, die 12-19 Jahre alten Jugendlichen zu beruhigen, was jedoch erst gelang, als die Tanzgruppe die Bühne verließ. Ein Mitglied der Tanzgruppe war zuvor von einem Stein am Bein getroffen worden. Einer der Jugendlichen hatte zudem durch ein Megaphon "Juden raus" gerufen.

     
  • Juni 2010, 'Holocaust' auf Dokumentationstafel zerkratzt

    Bayern

    (Obersalzberg)

    Quelle:
    Augenzeugenbericht v. 22.06.2010

    Eine Dokumentationstafel auf dem ehemeligen „Berghofgelände“ auf dem Obersalzberg wird nach einem Bericht von Augenzeugen immer wieder beschmiert oder zerkratzt. Gezielt werde dabei das Wort „Holocaust“, dass in dem Text der Tafel vorkommt, durchgekratzt oder überklebt. Der Berghof auf dem Obersalzberg diente in der Zeit des Nationalsozialismus als zweiter Regierungssitz Adolf Hitlers, heute befindet sich dort ein Dokumentationszentrum und ein Luxushotel.

     
  • Juni 2010, Antisemitische Parole im Internet

    Bayern

    (Erlangen)

    Quelle:
    Nürnberger Nachrichten v. 25.06.2010 Theologin wegen Volksverhetzung vor Gericht

    Eine 23 jährige Studentin der evangelischen Theologie wurde vom Amtsgericht Erlangen wegen Volksverhetzung zu 4 Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 420 Euro verurteilt. Sie hatte unter anderem in hebräischer Schrift "Kauft nicht beim Juden" ins Internet gestellt.

     
  • Juni 2010, Mann entfernt Stolpersteine

    Thüringen

    (Gera)

    Quelle:
    rp-online.de v. 27.06.2010 Gedenksteine der Nazi-Opfer gestohlen

    In der Nacht zum Samstag, den 26. Juni, ist ein Mann beobachtet worden, wie er 4 "Stolpersteine", die an jüdische Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen, aus dem Gehweg entfernt hat. Die Polizei konnte in unmittelbarer Nähe einen jungen Mann festnehmen, der entsprechendes Werkzeug bei sich trug. Die "Stolpersteine" sind jedoch verschwunden, der Mann schweigt zu den Vorwürfen.

     
  • Juni 2010, Israelis verprügelt

    Berlin

    (Friedrichshain)

    Quelle:
    Welt online v. 29.06.2010 Israelis in Diskothek attackiert und verletzt

    In der Nacht zum Montag, 28.06.2010, sind in einer Diskothek in Friedrichshain zwei Israelis verletzt worden. Der Angreifer fragte die Beiden, woher sie kämen, entgegnete dann, er sei Palästinenser und schlug unvermittelt auf sie ein. Beim Verlassen der Diskothek wurden die Israelis noch von einem 43jährigen Mann mit Pfefferspray verletzt.

     
  • 16.07.2010, Erneute Schändung von Stolpersteinen

    Thüringen

    (Gera)

    Quelle:
    Thüringer Allgemeine v. 16.07.2010 und telefonische Information des Evangelisches Jugendhauses Shalom am 19.07.2010 Wieder Stolpersteine in Gera geschändet

    Nach dem Diebstahl der Stolpersteine der Familie Biermann wurden nun die Steine der Familie Sinenski geschändet. Wie auf Nachfrage der Amadeu Antonio Stiftung mitgeteilt, wurden die Steine geschwärzt. Die Polizei ermittelt. Innerhalb von 4 Wochen ist das nun der zweite Fall und die Interessengemeinschaft “Stolpersteine für Gera“ ruft die Bevölkerung auf, aktiv zu werden und Stellung zu beziehen.

     
  • 21.07.2010, Antisemitische Parolen an Bushäuschen

    Mecklenburg-Vorpommern

    (Schönberg)

    Quelle:
    Schweriner Volkszeitung v. 21.07.2010 Naziparolen am Bushäuschen

    Wie die Schweriner Zeitung am 21.07.2010 schrieb, wurde in Schönberg ein Bushäuschen mit den Worten: "Keine Juden" beschmiert. Der Bürgermeister will Anzeige erstatten. Die Stadt wolle weiterhin auf eine Gefahr durch Rechtsradikalismus hinweisen und Präventivmaßnahmen leisten. Erst vor kurzem wurde das Auto einer Pastorin beschmiert.

     
  • 27.07.2010, Grabsteinschmierereien auf jüdischem Friedhof

    Nordrhein-Westfalen

    (Bocholt)

    Quelle:
    Westfälische Nachrichten v. 28.07.2010 Zehn Gräber auf jüdischem Friedhof in Bocholt geschändet

    Am Dienstagmittag, den 27.07.2010, entdeckten Mitarbeiter der Stadtreinigung Bocholt die Schmierereien auf zehn Grabsteinen. Mit blauer Farbe wurden ein Hakenkreuz und Ausdrücke wie "Jude", "Nutte" und "Schwuchtel" auf die Steine geschmiert. Auch der Staatsschutz wurde eingeschaltet. Ein Mitarbeiter erklärte, dass die Ausdrucksweise des Gekritzels auf Kinder oder Jugendliche, als Täter hinweise.

     
  • 28.07.2010, Homepage der Gedenkstätte Buchenwald gehackt

    Thüringen

    (Buchenwald)

    Quelle:
    Sueddeutsche v. 31.07.2010 Anschlag auf die Erinnerung

    Am Mittwochmorgen, den 28.07.2010, wurde erstmals die Internetpräsenz der Gedenkstätte Buchenwald gehackt. Die Täter löschten Seiteninhalte und manipulierten Verlinkungen. So öffneten sich, anstatt des Totenbuches, Fenster mit Parolen wie "brown is beautiful" und "wir kommen wieder". Die Seite der Gedenkstätte Dora-Mittelbau wurde komplett von Netz abgeschalten. Gedenkstättenleiter Knigge wertete die Tat als direkten Angriff auf die Örtlichkeiten, deren Erinnerungsauftrag und die Opfer. Nach Angaben der Polizei sei der Anschlag schon länger geplant gewesen und auch eine internationale Täterschaft läßt sich nicht ausschließen. Nach der Einschätzung Knigges wird somit weitergeführt, was mit der Schändung auf jüdischen Friedhöfen begann.

     
  • August 2010, Nazis schmieren in Aachen und Stolberg

    Nordrhein-Westfalen

    (Aachen)

    Quelle:
    Aachener Zeitung v. 02.08.2010 Nazischmiereien in Aachen und Stolberg: Staatsschutz ermittelt

    In der Nacht zum Montag, den 02.08.2010, wurden in Aachen und Stolberg verschiedene Parteibüros und die Außenmauer des jüdischen Friedhofs mit volksverhetzenden und antisemitischen Symbolen beschmiert. An der Mauer des jüdischen Friedhofs wurden unter anderem ein Hakenkreuz, ein durchgestrichener Davidstern und die Parole "Freiheit für Palästina" hinterlassen. Vermutlich waren dieselben Täter in der Nacht zum Samstag schon einmal mit derselben Farbe unterwegs. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

     
  • August 2010, Jüdischer Friedhof in Bremen geschändet

    Bremen

    (Bremen)

    Quelle:
    Frankfurter Neue Presse v. 07.08.2010 Jüdischer Friedhof geschändet

    In der Nacht vom Montag, den 02.08.2010, wurden auf dem jüdischen Friedhof in Bremen zwölf Grabsteine umgestürtzt. Die Täter haben dabei keine eindeutigen Hinweise hinterlassen, die Polizei geht aber von einer politisch motivierten Tat aus.

     
  • August 2010, Antisemitische Schmierereien in Wurzen

    Sachsen

    (Wurzen)

    Quelle:
    chronikle - Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Ereignisse in und um Leipzig Antisemitische Schmierereien am D5 in Wurzen

    In der Nacht vom 15. zum 16. August wurden auf Mauern und Wänden des Kulturzentrums D5 des Netzwerks für Demokratische Kultur e.V. (NDK) mit Edding mehrfach die Worte "Hass" und "Juden" geschmiert. Die Polizei meldet dies als "rechtsgerichtete Parolen".

     
  • August 2010, Nazis grölen und schmieren in Berlin

    In der Nacht zum Freitag, den 27.08.2010, brüllten in verschiedenen Satdtteilen Berlins Einzelpersonen und Kleingruppen rechtsradikale Parolen (darunter "Heil Hitler") und sangen Nazi-Lieder. Auch öffentliche Orte wurden beschmiert. Ein Einkaufscenter auf der Greifswalder Straße wurde mit antisemitischen Parolen besprüht.

     
  • August 2010, Jüdische Begräbnishalle angezündet

    Sachsen

    (Dresden)

    Quelle:
    DNN online v. 30.08.2010 Unbekannte zünden jüdische Begräbnishalle in Dresden-Johannstadt an

    Am frühen Sonntagmorgen, den 29. August, wurde in Dresden-Johannstadt ein Brandanschlag auf die Begräbnishalle des jüdischen Friedhofes verübt. Unbekannten Tätern gelang es, die Eingangstüre der Begräbnishalle in Brand zu setzen. Der Brand wurde von einer aufmerksamen Radfahrerin bemerkt, welche gleich die Polizei verständigte. So konnte verhindert werden, dass sich der Brand ausbreitete. Die Sonderkommision Rechtsextremismus ist mit dem Fall beschäftigt, es werde aber in alle Richtungen ermittelt, so eine LKA Sprecherin.

     
  • September 2010, Jüdischer Friedhof in Bechhofen geschändet

    Bayern

    (Bechhofen)

    Quelle:
    sueddeutsche.de v. 01.09.2010 Jüdischer Friedhof bei Ansbach geschändet

    Nach Polizeiangaben vom Dienstag den 31.08.2010 wurden auf dem jüdischen Friedhof der Gemeinde Bechhofen, bei Ansbach, fünf Grabsteine umgeworfen. Einer der Steine ging dabei zu Bruch. Die Tat wurde von bisher unbekannten Tätern bereits Mitte August begangen.

     
  • September 2010, Angriff auf Anne-Frank-Ausstellung und Heil-Hitler-Rufe

    Sachsen

    (Grimma)

    Quelle:
    Leipziger Volkszeitung Randalierer greifen Anne-Frank-Ausstellung in Grimma an

    Am 4. September beschädigten zwei Männer (28 und 41 Jahre) mit Tritten den vor der Klosterkirche stehenden Werbeaufsteller der Ausstellung "Anne Frank - eine Geschichte für heute". Außerdem riefen sie "Heil Hitler" in den Ausstellungsraum. Die Männer wurden dann auf Grund ihrer Angetrunkenheit von der Polizei in eine Ausnüchterungszelle gebracht.

     
  • September 2010, Jüdische Gedenkstätte in Apolda mit Schweinekopf geschändet

    Thüringen

    (Apolda)

    Quelle:
    stern.de v. 16.09.10 Jüdische Gedenkstätte in Apolda mit Schweinekopf geschändet

    Unbekannte haben in Apolda eine jüdische Gedenkstätte geschändet. Ein halber Schweinekopf lag offensichtlich bereits seit mehreren Tagen im Eingangsbereich des Bernhard-Prager-Hauses, dem frühren Wohnhaus einer jüdischen Familie, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Bernhard Prager wurde von den Nationalsozialisten im KZ Theresienstadt ermordet.

     
  • September 2010, Erneut Gedänkstätte in Apolda geschändet

    Thüringen

    (Apolda)

    Quelle:
    MDR Thüringen v. 27.09.10 Erneut jüdische Gedenkstätte in Apolda geschändet

    Das Berhnard–Prager–Haus, eine jüdische Gedenkstätte in Apolda, wurde erneut Ziel einer antisemitischen Schändung. Unbekannte legten, ähnlich der jüngsten Tat vor nicht ganz zwei Wochen, einen halben Schweinekopf vor dem Eingang ab. Das LKA ermittelt, dabei wird von einem Zusammenhang zwischen den Taten ausgegangen.

     
  • Oktober 2010, Antisemitische Parolen an Fassaden

    In der Nacht zum Samstag, dem 2. Oktober, haben Unbekannte mehrere Hausfassaden in der Dresdner Neustadt mit antisemitischen Parolen besprüht. An den Außenwänden einer Versammlungsstätte der Zeugen Jehovas und einer Behindertenwerkstatt hinterließen die Täter vier Hakenkreuze, eine SS-Rune sowie antisemitische Sprüche. Die Schmierereien waren am Samstag Morgen entdeckt und der Polizei gemeldet worden.

     
  • Oktober 2010, Antisemitische Schmierereien auf Veranstaltungsplakaten

    Bayern

    (Erlangen)

    Quelle:
    Me-Ti-Blog (von Frank Heinze, u. a. Mitglied in DIE LINKE.Erlangen) Antisemitismus in Erlangen

    In einem Zeitraum von mindestens 2 Wochen wurden die Plakate für eine Veranstaltung über Israel und die Linke am 07.10. immer wieder so sehr beschädigt, dass nachplakatiert werden musste (http://blog-der-wendungen.blogspot.com/2010/09/meinungsfreiheit-in-erlangen.html). Beim Abbau am 09.10. fanden die Veranstalter auch Hakenkreuzschmierereien vor.

     
  • Oktober 2010, Angriff auf Straßenschild "Judengasse"

    Nordrhein-Westfalen

    (Köln)

    Quelle:
    ibs köln/stern Rechtsextremismus - Angriff auf Straßenschild "Judengasse"

    In der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober versuchte eine 20-köpfige Gruppe von Rechtsextremen das Straßenschild "Judengasse" in der Kölner Altstadt unweit des Rathauses abzunehmen. Nachdem die Männer die eintreffenden Streifenpolizisten schlugen und mit Reizgas besprühten, flohen sie. Die sechs Männer, die bei der anschließenden Fahndung in Gewahrsam genommen wurden, stammen aus Aachen und Stolberg, werden der AG Rheinland zugerechnet und müssen sich nun wegen Landfriedensbruch, Widerstand, Bedrohung, Beleidigung und versuchter Sachbeschädigung verantworten. Einer von ihnen trug ein Handy mit Hakenkreuzsymbolen mit sich, mit dem er die Tat teilweise gefilmt hatte.

     
  • Oktober 2010, Jugendliche greifen jüdische Mädchen an

    Nordrhein-Westfalen

    (Köln)

    Quelle:
    Ad Hoc News Jugendliche greifen drei jüdische Mädchen in Köln an

    Am Abend des 13. Oktober sind in Köln-Pesch drei jüdische Mädchen im Alter von 17 und 19 Jahren von einer Gruppe Jugendlicher zunächst im Bus mit antisemitischen Sprüchen beleidigt und nach dem Verlassen des Busses bespuckt und getreten worden. Die Polizei ermittelte vier Tatverdächtige im Alter von 11 bis 15 Jahren.

     
  • Oktober 2010, Zerstörte Stolpersteine in Berlin-Schöneberg

    Berlin

    (Berlin-Schöneberg)

    Quelle:
    Tagesspiegel Rechtsextreme treiben ihr Unwesen in Berlin

    Am 30. Oktober entdeckte ein Passant in der Gleditschstraße drei zerstörte Stolpersteine, die gerade erst einen Tag vorher dort verlegt wurden. Sie wiesen 10 cm lange Einkerbungen auf, die vermutlich mit einem Schraubenzieher zugefügt wurden. Laut Augenzeugenbericht wurden auch die umliegenden Kerzen und Blumen zertreten, die von der Einweihungszeremonie der Stolpersteine stammen. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt.

     
  • Oktober 2010, Brandanschlag auf Mainzer Synagoge

    Unbekannte haben am 30. Oktober in unmittelbarer Nähe der neuen Synagoge "eine Art Molotowcocktail" gezündet. Zeugen hatten dort gegen 21.45 Uhr eine Stichflamme beboachtet. Laut Ermittlungsergebnissen der Mainzer Staatsanwaltschaft wurde der Brandsatz von der Straße aus auf die Synagoge geschleudert, er blieb jedoch in einem Baum hängen und konnte so keinen Schaden anrichten. Es werde wegen "Vandalismus" ermittelt, Ministerpräsident Kurt Beck bezeichnet den Täter als "irgendeinen Verrückten".

     
  • Oktober 2010, Hitlergruß vor Synagoge

    Berlin

    (Berlin-Charlottenburg)

    Quelle:
    Tagesspiegel Rechtsextreme treiben ihr Unwesen in Berlin

    In der Nacht zum 31. Oktober stoppten Objektschützer der Polizei einen 30-jährigen Mann, der gerade vor der Synagoge in der Joachimstaler Straße den rechten Arm zum Hitlergruß gestreckt hatte. Gegen ihn wird nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Beleidigung ermittelt.

     
  • November 2010, Gedenkort in Leipzig zerstört

    Am 2. November wurde in der Kamenzer Straße 10 ein Mahnmal zum Gedenken an die Opfer der Todesmärsche 1945 zerstört. Die unbekannten Täter entfernten Wegezeichen und Gedenktafel, die auf das an dieser Stelle gelegene größte der acht Leipziger Außenlager des KZ-Buchenwald hinwiesen, und brachten zwei Zeichen mit der Bezeichnung „Buchenwald“ und „Stalingrad“ und der entsprechenden Kilometerangabe an. Zudem wurde Teer über die Befestigungen der Tafeln gegossen. Bereits Ende August 2010 wurde das zur Erinnerung an die Todesmärsche 1945 in Leipzig errichtete Wegezeichen samt Gedenktafel entfernt und durch ein Panzerstraßenschild ersetzt. Der Besitzer des Geländes Kamenzer Straße 10 pflegt laut Pressemitteilung "enge Kontakte ins Neonazimilieu".

     
  • November 2010, Denkmalschändung in Gera

    Ein 32-jähriger Geraer wurde am Abend des 9. Novembers, dem 72. Jahrestag der Reichspogromnacht, auf frischer Tat bei der Schändigung der einstigen Synagoge in der Schülerstraße von der Polizei gestellt und festgenommen. Der bereist durch Sachbeschädigungen und und Beleidigung auffällig gewordene Täter hatte Blumengebinde und Grabkerzen zerstört, die am Abend niedergelegt worden waren.

     
  • November 2010, Neonazis "feiern" Novemberpogrome

    Nordrhein-Westfalen

    (Olfen/ Dortmund)

    Quelle:
    BNR.de Neonazis "feiern" Pogromnacht

    Neonazis begingen am 9. November in der Kleinstadt Olfen eine "Feier" zum 72. Jahrestag der Novemberpogrome unter dem Motto "Scherben bringen Glück". In Dortmund störten weitere Neonazis eine Gedenkfeier an der ehemaligen Synagoge im Stadtteil Dorstfeld. Vier Personen wurden nach antisemitischen Parolen vorübergehend von der Polizei in Gewahrsam genommen.

     
  • November 2010, Hausverbot für jüdische Hotelgäste

    (Serfaus (Österreich))

    Quelle:
    SZ-Magazin Nicht ganz kocher

    Im österreichischen Alpendorf Serfaus wurden zum wiederholten Male jüdische Gäste von Hoteliers abgewiesen, da sie "nach schlechten Erfahrungen keine jüdischen Gäste mehr beherbergen wollen". Bereits im Mai 2009 wurde einer jüdische Familie mit dem Verweis auf "schlechte Erfahrungen" ein Hotelzimmer im Serfaus verweigert. Der Ferienort ist bei orthodoxen Juden seit einer Vereinbarung zwischen einem Hotelier des Ortes und einem israelischen Reiseveranstalter sehr beliebt. Die zunehmende Anzahl jüdischer Besucher führten sogar im benachbarten Ort Fiss zur Einrichtung eines Gebetsraumes in den Sommermonaten und einem Angebot koscherer Produkte in den Supermärkten des Ortes. Diese Entwicklungen scheinen jedoch bei einigen Hoteliers in Serfaus auf zunehmenden Unwillen und die Abweisung jüdischer Hotelgäste zu führen.

     
  • November 2010, Friedhofsschändung

    Brandenburg

    (Cottbus)

    Quelle:
    BILD Nach Friedhofsschändung: LKA wertet Spuren aus

    Nach einer Schändung des sowjetischen Ehrenfriedhofs in Cottbus, in der Nacht vom 13. November, wertet das Landeskriminalamt nun Spuren des mutmaßlichen Täters aus. Dieser wurde in der Nacht vor dem Volkstrauertag von der Polizei aufgegriffen, nachdem er 26 Grabsteine umgestoßen und Stelen mit dem Wort "Jude" beschrieben hatte.

     
  • November 2010, Attacke auf Haus des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinden

    Das Wohnhaus des niedersächsischen Landesvorsitzenden der Jüdischen Gemeinden, Michael Fürst, wurde am Abend des 14. November gegen 21 Uhr von unbekannten Tätern mit Luftgewehrschüssen attackiert. Dabei wurden drei Fensterscheiben unterhalb und oberhalb von Fürsts Wohnung in Hannover beschädigt. Fürst wollte zunächst nicht von einem Anschlag gegen seine Person sprechen, zwar sei er am selben Abend zu Hause gewesen, habe aber von den Schüssen nichts bemerkt. Wie die Polizeit mitteilte gab es bei der Attacke keine Verletzten.

     
  • November 2010, Jüdisches Mahnmal beschmiert

    Sachsen-Anhalt

    (Magdeburg)

    Quelle:
    stern.de Vandalen beschmieren jüdisches Mahnmal

    In der Nacht vom 14. November beschmierten Unbekannte das Mahnmal für die ehemalige jüdische Synagoge zu Magdeburg und einen Gedenkstein auf dem Soldatenfriedhof in Burg. Die beiden Taten passierten nach Angaben der Polizei jeweils in der Nacht zum Sonntag. Am Mahnmal in Magdeburg wurden volksverhetzende Parolen aufgetragen. Im Fall der Synagoge hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

     
  • November 2010, Jüdischer Friedhof geschändet

    Nordrhein-Westfalen

    (Wattenscheid)

    Quelle:
    linksunten Nazis schänden jüdischen Friedhof

    Am 19. November wurde in Wattenscheid der historische jüdische Friedhof an der Bochumer Straße geschändet. Etwa 25 Grabsteine wurden teilweise umgestoßen und mit Farbe beschmiert. Auf die geschändeten Grabsteinen wurden Hakenkreuze und die Worte „Juden raus“ sowie die Ziffer 88 (Codierung für HH = Heil Hitler) geschrieben. Auch die Gedenktafel für die ehemalige Wattenscheider Synagoge in der Passage zum Brauhof und die gläsernen Stelen für die Opfer der Shoa am Nivellesplatz wurden mit Hakenkreuzen besudelt.

     
  • Dezember 2010, Antisemitische Schmierereien in Magdeburg

    Sachsen-Anhalt

    (Magdeburg)

    Quelle:
    Magdeburger Sonntag Jüdisches Mahnmal in Magdeburg erneut beschmiert

    Am Dienstag, den 7. Dezember, in der Zeit von 6 bis 14 Uhr haben unbekannte Täter das jüdische Mahnmal in der Julius-Bremer-Straße Magdeburg erneut mit volksverhetzenden Parolen und verfassungsfeindlichen Symbolen beschmiert (s. Vorfall vom 13./14. November). Nahezu zeitgleich wurde die Mauer des israelischen Friedhofs im Fermersleber Weg mit identischen Schriften beschmiert. Der Staatsschutz des Polizeireviers Magdeburg geht aufgrund der aufgebrachten Inhalte und Schriftzüge sowie der verwendeten Farben davon aus, dass es sich um dieselben Täter handelt und hat unverzüglich die Ermittlungen aufgenommen.

     

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