Chronik antisemitischer Vorfälle 2017

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Chronik antisemitischer Vorfälle 2017

  • 25.12.2017, Unbekannte schlagen Chanukkaleuchter kaputt

    Baden-Württemberg

    (Heilbronn)

    Quelle:
    SWR

    Unbekannte beschädigen einen großen Chanukkaleuchter: An dem etwa drei Meter hohen achtarmigen Leuchter werden mehrere Lampen und die dazugehörigen Gaskartuschen heruntergeschlagen. Die Zerstörung wird von einem Passanten entdeckt. Wann genau der Leuchter, welcher auf der Allee bei der Synagogengasse aufgestellt ist, beschädigt worden ist, kann nicht genau festgestellt werden. Der Leuchter war von der Jüdischen Gemeinde anlässlich des Chanukkafestes aufgestellt und festlich entzündet worden. 

     
  • 23.12.2017, Antisemitischer Vernichtungswunsch geschmiert

    Sachsen

    (Dresden)

    Quelle:
    Amadeu Antonio Stiftung

    Im Eingangsbereich der Theaterwerkstatt in der Meißner Landstraße in Dredsen-Cotta wird eine antisemitische Schmiererei bemerkt: Mit schwarzem Edding werden die Worte "Tot den Juden" auf den Kasten der Zugangsschranke geschmiert. Wie lange die Schmiererei bereits geschrieben steht und wer für sie verantwortlich ist, ist unklar. Es wurde Anzeige erstattet, die lokale Polizei leitete nach eigenen Angaben Ermittlungen ein.

     
  • 22.12.2017, Erneut Mahnmal beschädigt

    Bayern

    (Fürth)

    Quelle:
    aida-Archiv

    Das Mahnmal für die von den Nazis ermordeten jüdischen Antifaschisten Rudolf Benario und Ernst Goldmann an der Uferpromenade wird erneut beschädigt. In der Zeit zwischen 22. und 28. Dezember 2017 kratzen Unbekannte ein Hakenkreuz in die Scheibe einer Gedenktafel. Wenige Tage zuvor ist diese neu angebracht worden.

     
  • 19.12.2017, Antisemitische Beschimpfungen gegenüber israelischem Gastronomen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    CFCA & Jüdische Allgemeine

    Ein 60-jähriger Mann beschimpft den israelischen Gastronomen Yorai Feinberg minutenlang antisemitisch. Als Feinberg vor seinem Restaurant in der Fuggerstraße in Berlin-Schöneberg steht, sagt der Mann unter anderem: „Du bist in meinem Land“, „Was wollt ihr hier nach ’45“, „Euch wollen wir hier nicht“, „2000 Jahre wollt ihr das nicht kapieren«. Seine judenfeindlichen Beschimpfungen gipfeln in Bemerkungen wie „Du kriegst deine Rechnung in zehn Jahren, da lebst du nicht mehr“ und „Niemand schützt euch“ sowie der Drohung „Ihr werdet alle in den Gaskammern landen“. Feinberg ruft die Polizei, die den Mann, der dabei Widerstand leistet, vorläufig festnimmt. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung und Blutentnahme wird er aus der Gefangenensammelstelle wieder entlassen. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt unter anderem wegen Volksverhetzung.

     
  • 16.12.2017, Antisemitische Parolen und Todesdrohungen auf israelfeindlicher Kundgebung

    Sachsen-Anhalt

    (Halle)

    Quelle:
    CFCA & „Du bist Halle“

    Bei einer pro-palästinensischen Demonstration fallen unzählige antisemitische Äußerungen der Teilnehmenden. Unter anderem behauptet eine Rednerin, israelische Polizeihunde „fressen unsere Kinder“. Die Äußerung knüpft an die antisemitische Ritualmordlegende an, die seit dem Mittelalter im Umlauf ist und derzufolge es Juden auf das Blut nichtjüdischer Kinder abgesehen hätten. Das gleiche gilt für die ebenfalls skandierte Parole „Israel Kindermörder“. Zudem negieren die Teilnehmenden mit ihrem Ausruf „Weg mit Israel“ das Existenzrecht Israels. Der Holocaust wird durch die Behauptungen „ihr macht Holocaust in unserem Land“ und von einem „neuen Holocaust in Palästina“ relativiert.

     
  • 13.12.2017, St. Pauli entschuldigt sich für Abspielen eines antisemitischen Songs

    Hamburg

    (Hamburg)

    Quelle:
    CFCA & Hamburger Morgenpost

    Der FC St. Pauli hat sich für die Auswahl eines Liedes im Rahmen der Partie gegen den MSV Duisburg öffentlich entschuldigt. Vor dem Heimspiel am vergangenen Sonntag war der Song „Intifada“ der Band „Ska-P“ abgespielt worden. Das Lied 'Intifada' der Band Ska-P hat antisemitische Textzeilen. Das Lied hätte dementsprechend nie abgespielt werden dürfen, weil es gegen die Werte unseres Vereins und des friedlichen gesellschaftlichen Zusammenlebens verstößt. Für das Abspielen des Songs bittet der FC St. Pauli um Entschuldigung“, schreibt der Verein in einer Mitteilung auf der Homepage.In dem spanischen Lied heißt es unter anderem, dass nach dem Holocaust die Opfer zu Henkern geworden sind. Dabei bezieht sich der Song auf den Konflikt zwischen Israel und Palästina.

     
  • 09.12.2017, Israelische Flaggen bei Kundgebung verbrannt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    CFCA & Die Welt

    Bei einer Kundgebung gegen die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem verbrennen Teilnehmende der Veranstaltung nach Angaben der Polizei zwei israelische Flaggen.

     
  • 08.12.2017, Antisemitische Schmiererei an Schaufensterscheibe eines Geschäfts

    Nordrhein-Westfalen

    (Menden)

    Quelle:
    CFCA & Polizei Hagen

    Unbekannte bringen im Verlaufe der Nacht auf einer Schaufensterscheibe eines Ladens mit weißer Wandfarbe großflächig das Wort „Jude“ auf. Die Aufschrift hat die Maße von 90 bis 150 cm und wird offensichtlich mit einem Pinsel aufgetragen. Da die Polizei von einem antisemitischen Motiv ausgeht, ist der Staatsschutz der Hagener Polizei eingeschaltet worden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

     
  • 07.12.2017, Radfahrerin als „Jude“ beschimpft

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Radfahrerin wird auf der Schloßstraße antisemitisch angepöbelt. Die Betroffene fährt Richtung Rathaus Steglitz, als sie von einem Mann angeschrien wird, der die Straße überqueren will. Er ruft von der Seite: „Mach dein Licht an, du Jude“. Die Frau hält an und bittet ihn seine Aussage zu wiederholen, was er tut, dabei jedoch das Wort Jude weglässt. Als die Betroffene weiterfährt, ruft er allerdings erneut: „Mach dein Licht an, du Jude“. Dieses Mal antwortet die Betroffene laut, dass sie sich nicht von ihm anschreien lasse und er sich „verpissen“ soll. Der Mann ruft ihr mehrfach aggressiv „Jude“ und „Du scheiß Jude“ hinterher.

     
  • 07.12.2017, Radfahrerin als „Jude“ beschimpft

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Radfahrerin wird auf der Schloßstraße antisemitisch angepöbelt. Die Betroffene fährt Richtung Rathaus Steglitz, als sie von einem Mann angeschrien wird, der die Straße überqueren will. Er ruft von der Seite: „Mach dein Licht an, du Jude“. Die Frau hält an und bittet ihn, seine Aussage zu wiederholen, was er tat, dabei jedoch das Wort Jude weglässt. Als die Betroffene weiterfährt, ruft er allerdings erneut: „Mach dein Licht an, du Jude“. Dieses Mal antwortet die Betroffene laut, dass sie sich nicht von ihm anschreien lasse und er sich „verpissen“ soll. Der Mann ruft ihr mehrfach aggressiv „Jude“ und „Du scheiß Jude“ hinterher.

     
  • 29.11.2017, Antisemitische Beschimpfungen in der U-Bahn

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    Ein jüdischer Mann, der eine Kippa trägt und somit als Jude erkennbar ist, wird in der U8 kurz hinter dem Hermannplatz antisemitisch beleidigt: Als eine Gruppe von sieben Männern am Hermannplatz in die Bahn zusteigen und den Mann sehen, fragen sie ihn, ob er jüdisch sei. Der Mann reagiert auf die Frage nicht. Daraufhin beginnt die Gruppe, ihn als „Drecksjuden“ und „Yahudi“ zu beschimpfen sowie sexistisch zu beleidigen. Die jungen Männer rufen zudem „Free Palestine“. Die Mitreisenden reagieren erst, als der Betroffene den Nothalte-Knopf betätigt.

     
  • 28.11.2017, Synagoge mit Hakenkreuz beschmiert

    Bremen

    (Bremerhaven)

    Quelle:
    CFCA & „buten un binnen“

    Die Fassade der Bremerhavener Synagoge wird vermutlich in der Nacht antisemitisch besprüht. Laut Polizei handelt es sich um ein 50 Zentimeter großes „seitenverkehrtes“ Hakenkreuz. Die Stadt ist Eigentümerin des Gebäudes und hat die Schmierereien mittlerweile übermalen lassen. Die Ermittlungen hat der Staatsschutz der Polizei übernommen.

     
  • 27.11.2017, AfD-Politiker produzierte antisemitische Spots für „Die Republikaner“

    (Deutschland)

    Quelle:
    CFCA & „Politico“

    Peter Felser, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion, war in den Jahren 2001 und 2003 an der Herstellung antisemitischer und volksverhetzender Wahlkampfvideos für „Die Republikaner“ beteiligt. Die Firma „wk&f Kommunikation, deren Mitinhaber Felser ist, erstellte Videos für die Partei; deren Ausstrahlung wurde jedoch wegen volksverhetzender Inhalte abgelehnt. In einem Beschluss entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin, es könne keine andere Deutung geben, als dass der Werbespot von 2001 „nach dem Verständnis eines unvoreingenommenen und verständigen Publikums nur dahin verstanden werden kann, dass mit ihm der Holocaust gebilligt, geleugnet oder verharmlost werden soll. In dem Film war demnach ein Plakat des Fördervereins für das Holocaust-Mahnmal zu sehen, das Holocaust-Leugner mit dem Satz zitierte: „Den Holocaust hat es nie gegeben. Felsers Firma zeigte das Plakat in dem Spot und fügte hinzu: „Keiner durfte bisher behaupten. In der „Gesamtschau habe der Spot den Eindruck vermittelt, man dürfe nun behaupten, es habe den Holocaust nie gegeben, sagten die Richter.

     
  • 23.11.2017, Schmiererei mit Holocaustleugnung in U-Bahnhof

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Insgesamt vier Säulen werden auf der Zwischenebene des U-Bahnhofs Walther-Schreiber-Platz beschmiert, eine davon antisemitisch. Der Text lautet: „Jeder, sogar Hitler hätte lieber 6 000 000 Arbeitssklaven statt 6 000 000 Leichen! Der Holocaust ist LÜGE“. Neben dieser Leugnung des Holocaust ist „SYR 02“ und auf Arabisch „Du hast meinen Hund gefickt“ zu lesen.

     
  • 22.11.2017, Antisemitische und rassistische Rufe bei Regionalliga-Derby

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    CFCA & „Faszination Fankurve“

    Im Rahmen eines Regionalliga-Fußballspiels zwischen Lok Leipzig und BSG Chemie Leipzig fallen Lok-Fans in der ersten Halbzeit durch einen „Türken, Zigeuner und Juden-Ultras Chemie“-Gesang auf. In der zweiten Halbzeit sind zudem antisemitische „Juden Chemie“-Rufe von Lok-Fans zu hören.

     
  • 18.11.2017, Antisemitische Beschimpfung im Straßenverkehr

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    Als ein Radfahrer in der Kantstraße an eine rote Ampel in der Nähe des Savignyplatz heranfährt, wird er von mindestens zwei Fahrgästen eines an der Ampel wartenden Taxis u.a. mit den Worten „Du Jude“ beschimpft. Der Betroffene ist zwischen den parkenden Autos und dem stehenden Verkehr hindurchgefahren und wird aus dem geöffneten Fenster des Taxis heraus angepöbelt.

     
  • 17.11.2017, Urteil: Kuwait Airways muss keine Israelis befördern

    Hessen

    (Frankfurt)

    Quelle:
    CFCA & „Jewish Telegraphic Agency“

    Die Fluggesellschaft Kuwait Airways muss keine israelischen Staatsbürger befördern. Das hat das Landgericht Frankfurt entschieden. Die Richter haben damit die Klage eines israelischen Passagiers gegen die kuwaitische Airline auf Beförderung und Entschädigung wegen Diskriminierung zurückgewiesen. Er hat geklagt, weil die Fluggesellschaft sein Ticket für einen Flug von Frankfurt nach Bangkok storniert hat, nachdem sie von der Nationalität des Kunden erfahren hatte. Die Fluggesellschaft hat auf kuwaitische Gesetze verwiesen, die einen Vertragsabschluss mit israelischen Staatsbürgern verbieten – denn Kuwait erkennt Israel nicht an.

     
  • 14.11.2017, Antisemitische Sticker bei Angriff auf Geflüchteten verklebt

    Sachsen

    (Wurzen)

    Quelle:
    CFCA & MDR

    In der Nacht wird die Wohnung eines aus Eritrea Geflüchteten in der Wurzener Schillerstraße angegriffen. Die Täter werfen drei Pflastersteine durch ein Fenster in die Wohnung und verletzen einen eritreischen Freund des Bewohners, welcher bei ihm zu Gast ist und in dem Zimmer schläft. Er wird von einem der Steine getroffen und am Bein verletzt. Die mutmaßlichen Neonazis kleben zudem Aufkleber mit der Aufschrift „Juden Chemie“ an das demolierte Fenster. Die durch Bekannte der beiden jungen Männer informierte Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

     
  • 09.11.2017, Antisemitische Schmiererei an Sporthalle

    Sachsen

    (Oschatz)

    Quelle:
    CFCA & Chronik.LE

    Unbekannte beschmieren die Wand der Döllnitzsporthalle mit dem antisemitischen Schriftzug „Kauft nicht bei Juden“. Daneben sprühen sie einen Davidstern.

     
  • 09.11.2017, Kranz an Gedenkstätte geschändet

    Rheinland-Pfalz

    (Ludwigshafen)

    Quelle:
    CFCA & Beoabachternews

    Unbekannte schänden in der Nacht zum 10. November den Kranz an der Gedenkstätte in der Kaiser-Wilhelm-Straße.

     
  • 09.11.2017, Antisemitische Parolen bei Gedenkdemonstration

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    Die Gedenkdemonstration in Berlin-Moabit am Abend wird mindestens drei Mal gestört. So wird von Umstehenden oder Anwohner*innen unter anderem „Nieder mit Israel“, „Free Palestine“, „Ob Ost – Ob West, nieder mit der Roten Pest“ gerufen. Teilnehmende der Demonstration werden als „Faschisten“ beschimpft.

     
  • 09.11.2017, BDS-Kundgebung auf Potsdamer Platz

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    CFCA, JFDA & RIAS (via Facebook)

    Auf dem Potsdamer-Platz findet eine Kundgebung der Gruppe BDS-Berlin statt. An dieser beteiligen sich etwa zehn Personen. Unter dem Label der Boykott-Bewegung wird Israel als „Apartheid“ und „Kolonie“ delegitimiert und zum Boykott von israelischen Waren aufgerufen.

     
  • 09.11.2017, Holocaustleugnung auf Denkmal gekritzelt

    Nordrhein-Westfalen

    (Bünde)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    In der Nacht wird auf das Denkmal für die ermordeten Jüdinnen und Juden das Wort „#LÜGE“ mit Kreide gekritzelt. Am nächsten Tag fotografiert eine Person aus dem Umfeld der Neonazi- Kleinstpartei „III. Weg“ Personen kurz vor dem Beginn der Gedenkveranstaltung.

     
  • 09.11.2017, Neonazis stören Gedenkfeier an Mahnmal

    Nordrhein-Westfalen

    (Dortmund)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    Mehrere Neonazis stören die Gedenkfeier am Mahnmal für die Synagoge Dorstfeld. Dabei konnten diese nach ersten Störversuchen eine Kundgebung anmelden, die sogar mit einer Soundanlage ausgestattet ist und an der mindestens neun Personen teilnehmen. Die Neonazis halten hierbei Reichsfahnen und rufen mehrmals lautstark „Nie wieder Israel“. Auch ein Transparent mit der Aufschrift „Ein Volk, das seit zweitausend Jahren verfolgt wird, muss doch irgendwas falsch machen“ wird gezeigt. Die Mobilisierung zu diesen Aktionen findet hauptsächlich über den offiziellen Twitter-Account des Dortmunder Ablegers der Neonazi-Partei „Die Rechte“ statt.

     
  • 09.11.2017, „Stolperstein“ beschmiert und Blumen zerstört

    Nordrhein-Westfalen

    (Siegen)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    In der Nacht vom 7. auf den 8. November wird ein „Stolperstein“ mit einem Hakenkreuz beschmiert, zudem werden Blumen, die zum Gedenken neben die „Stolpersteine“ gelegt worden waren, zerstört. Die Blumen sind am 7. November im Rahmen eines „antifaschistischen Gedenkspaziergangs“ niedergelegt worden. Es wird Anzeige erstattet, die Schmiererei wird entfernt.

     
  • 09.11.2017, Zahlreiche Rosen an „Stolpersteinen“ zerstört

    Rheinland-Pfalz

    (Mainz)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    Am Nachmittag werden Rosen zerstört oder entfernt, die im Gedenken an die Opfer des Holocaust an „Stolpersteinen“ niedergelegt worden sind. Insgesamt werden an allen fünf Orten, an denen im Stadtteil Ebersheim „Stolpersteine“ verlegt sind, Rosen zerstört, entwendet oder weggeworfen.

     
  • 09.11.2017, Neonazi-Kundgebung am jüdischen Friedhof

    Thüringen

    (Gotha)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    Am jüdischen Friedhof findet eine Neonazi-Kundgebung statt, an der fünf Personen teilnehmen. Dabei führen diese neben Reichsfahnen auch ein Transparent mit, auf dem „Schluß mit dem Schuldkult“ gefordert wird. Im Anschluss fahren die Neonazis zum Denkmal für die am 9. November 1938 zerstörte Synagoge, um dort gegen eine am Denkmal endende Gedenkveranstaltung zu protestieren. Beide Kundgebungen der Rechtsextremen sind zuvor angemeldet worden.

     
  • 09.11.2017, Aus Auto heraus antisemitisch beschimpft

    Sachsen

    (Bautzen)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    Teilnehmende einer Gedenkandacht der Kirchengemeinde Cyrill-Methodosius werden am Nachmittag aus mehreren Autos heraus fotografiert und als „Judendrecksau“ beschimpft. Bereits zuvor ist die Andacht am Postplatz aus einer Gruppe Jugendlicher heraus beschimpft worden.

     
  • 09.11.2017, An „Stolperstein“ aufgestellte Kerze entwendet

    Sachsen

    (Dresden)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    Eine an einem „Stolperstein“ aufgestellte Kerze wird entwendet. Nachdem sie ersetzt wurde, tritt ein Passant die neue Kerze schimpfend um.

     
  • 09.11.2017, SS-Runen neben Stolpersteine gesprüht

    Thüringen

    (Apolda)

    Quelle:
    MOBIT

    Neben zwei Stolpersteinen werden SS-Runen gesprüht.

     
  • 08.11.2017, Anne Frank durch antisemitischen Post verhöhnt

    Hessen

    (Wetzlar)

    Quelle:
    CFCA

    Nachdem ein Arbeiter in einer Bäckerei die Ehre von Anne Frank durch einen verhöhnenden Beitrag entweihte, den er über Facebook verbreitete, veröffentlicht sein Arbeitgeber ein Bild seines Posts auf der Online-Präsenz der Bäckerei. Der Arbeiter lud ein Foto mit einer Pizza-Box der Firma „Dr. Oetker“ hoch, die das Logo „frisch aus dem Ofen“ und ein Bild von Anne Frank mit der Aufschrift „Neu, scharf und heiß“ enthält.

     
  • 08.11.2017, Gedenkstein für jüdische Gemeinde beschädigt

    Thüringen

    (Arnstadt)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    Im Zeitraum vom 1. September bis 8. November wird der Gedenkstein für die jüdische Gemeinde beschädigt.

     
  • 08.11.2017, Antisemitische Israel-Dämonisierung in Kiosk-Schaufenster

    Hessen

    (Wiesbaden)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Im Wiesbadener Westend wird im Schaufenster eines Kiosks ein Bild entdeckt, auf dem Israel in antisemitischer Weise dämonisiert und damit delegitimiert wird. Das Bild zeigt eine israelische Fahne, die mit Blut bespritzt ist. In das Bild sind verschiedene Gegenstände plastisch eingearbeitet: Eine Pistole, das Magazin einer Pistole sowie ein 50€-Schein. Das Bild steht in einem Regal mit einem weiteren, abstrakten Bild, einem historischen Telefon sowie verschiedenen Getränken. Die meldende Person spricht den Kioskverkäufer an, was das Bild bedeuten solle, und bekommt zur Antwort, das Bild spreche für sich.

     
  • 07.11.2017, Außenwand nahe „Stolperstein“ beschmiert

    Nordrhein-Westfalen

    (Ratingen)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    An die Außenwand einer Gaststätte wird der Schriftzug „Juden“ geschmiert, in unmittelbarer Nähe sind „Stolpersteine“ verlegt.

     
  • 06.11.2017, Bild von Anne Frank zur Verhöhnung benutzt

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    CFCA & Deutschlandfunk

    Im Vorfeld des Fußballspiels zwischen „Lokomotive Leipzig“ und „Chemie Leipzig“ bringen Fans von „Lokomotive Leipzig“ Aufkleber mit einem Bild Anne Franks in Umlauf, um den gegnerischen Verein zu verhöhnen.

     
  • 06.11.2017, Mindestens zwölf „Stolpersteine“ in der Nacht gestohlen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    CFCA & Tagesspiegel

    In Berlin-Neukölln werden in der Nacht mindestens zwölf „Stolpersteine“ gestohlen. Nachdem zunächst gemeldet wurde, dass zwei in den Gehweg der Steinbockstraße eingelassene „Stolpersteine“ fehlen, folgen mehrere Meldungen, dass Gedenksteine in der Rungiusstraße, Bruno-Bauer-Straße, Parchimer Allee, Gielower Straße und Onkel-Bräsig-Straße fehlen. In der Buschkrugallee werden zudem vier Steine gelockert.

     
  • 03.11.2017, Antisemitische Parolen in Gaststätte

    Baden-Württemberg

    (Konstanz)

    Quelle:
    CFCA & Südkurier

    Ein 37-jähriger Mann ruft in einer Gaststätte antisemitische Parolen und zeigt den Hitlergruß. Laut Polizei randaliert er darin zuvor, weshalb Beamte um Hilfe gerufen worden sind. Als diese den Mann antreffen, zeigt er sich auch gegenüber der Polizei aggressiv und uneinsichtig und beleidigt sie.

     
  • 03.11.2017, Denkmal eines Komponisten antisemitisch beschmiert

    Thüringen

    (Meiningen)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    Das Denkmal für Max Reger im Englischen Garten wird am 3. oder 4. November mit der Aufschrift „WAR EIN JUDE“ beschmiert. Die Sachbeschädigung wird bei der Polizei angezeigt. Der Komponist, Organist und Pianist Max Reger war ab 1911 Hofkapellmeister in Meiningen. Das Denkmal für den Katholiken Reger ist bereits 1937 errichtet worden.

     
  • 02.11.2017, SS-Rune am Denkmal für die ermordeten Juden Europas

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    CFCA & RIAS (via Facebook)

    Auf einem Stromkasten am Denkmal für die ermordeten Juden Europas wird eine angebrachte SS-Rune entdeckt. Der Stromkasten befindet sich an der Ecke Behrenstraße/Cora-Berliner-Straße am Rande des Stelenfeldes.

     
  • 01.11.2017, Gedenkstätte in Jena geschändet

    Thüringen

    (Jena)

    Quelle:
    MOBIT

    An einem Erinnerungsort an das KZ-Außenlager Jena wird die dortige Gedenkstätte durch ein Graffiti geschändet.

     
  • 30.10.2017, Hitlergrüße und antisemitische Beleidigungen auf Volksfest

    Hessen

    (Ortenberg)

    Quelle:
    CFCA & Kreis-Anzeiger

    Ein 24-Jähriger zeigt vor dem Festzelt mindestens zwei Mal den Hitlergruß. Der alkoholisierte Mann skandiert bei seiner Festnahme rassistische Parolen. Gegen einen Bekannten des Mannes ermittelt die Polizei wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Der 31-Jährige stört die Festnahme des 24-Jährigen, zeigt den Hitlergruß und beleidigt einen Polizisten rassistisch und antisemitisch.

     
  • 30.10.2017, Jude mit Bierflasche angegriffen

    Sachsen-Anhalt

    (Zeitz)

    Quelle:
    CFCA & Mitteldeutsche Zeitung

    Ein 26-Jähriger greift einen 58-jährigen Juden, der in der Öffentlichkeit eine Kippa trägt und jüdischen Glaubens ist, an und schlägt ihm eine Bierflasche auf den Kopf, die dabei zu Bruch geht. Zuvor beschimpft er ihn als Jude.

     
  • 29.10.2017, Fußball-Sticker mit Anne Frank aufgetaucht

    Nordrhein-Westfalen

    (Düsseldorf)

    Quelle:
    CFCA & Ruhrbarone

    Sticker, die Anne Frank in einem Trikot des Fußballvereins „Schalke 04“ zeigen, sind aufgetaucht. Ein rechter Hooligan des Erzrivalen „Borussia Dortmund“ postet ein Foto der Sticker auf Facebook. Die Aktion haben sich die Verantwortlichen der Sticker bei Neonazi-Ultras des italienischen Fußballvereins „Lazio Rom“ abgeschaut, die kürzlich für Aufsehen gesorgt haben, als sie mit Fotomontagen von Anne Frank im Trikot des Stadtrivalen „AS Roma“ die Zuschauerränge der „Curva Sud“ beklebten.

     
  • 19.10.2017, Antisemitisches Lied abgespielt, nachdem Israelis Hebräisch sprechen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Zwei Israelis kaufen sich am Kottbusser Damm kurz vor der Schließzeit eines Imbisses dort Falafel. Als sie während des Essens beginnen untereinander Hebräisch zu sprechen, schaltet einer der beiden sich im Imbiss befindlichen Mitarbeiter das zur Gewalt gegen Israelis aufrufende Lied „Udrub Udrub Tal Abib“ („Bombardiert, bombadiert Tel Aviv“) ein. Zuvor ist im Imbiss keine Musik gelaufen. Die beiden Israelis geben nicht zu erkennen, dass sie den Text des Liedes verstanden haben und verlassen nach einem kurzen Wortwechsel mit den Mitarbeitern den Imbiss.

     
  • 19.10.2017, Konzertteilnehmende als „Scheiß Juden“ beschimpft

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Teilnehmende eines Gratiskonzerts werden antisemitisch beschimpft: Ein Rap-Duo kündigt ein Konzert an der Warschauer Brücke an, noch vor dem Auftritt beschimpfen zwei junge Männer die wartende Menschenmenge von der Brücke aus als „Hurensöhne“ und „Scheiß Juden“. Einige Teilnehmende des Konzerts antworten mit „Verpisst euch!“. Die Musiker selbst sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor Ort.

     
  • 18.10.2017, Hitlergruß am Synagogen-Denkmal

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    CFCA & MDR

    Ein Kamerateam von MDR-exakt wird am Synagogen-Denkmal in der Leipziger Innenstadt Augenzeuge, wie ein Mann den Hitlergruß zeigt. Die antisemitische Straftat erfolgt, als das Team dort ein Interview mit dem Ehrenvorsitzenden der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig, Rolf Isaacsohn, aufzeichnet. 

     
  • 17.10.2017, Antisemitische Beleidigung gegenüber „Die Linke“-Vorsitzender

    Saarland

    (Saarlouis)

    Quelle:
    CFCA & Jerusalem Post

    Der Vorsitzenden des Saarlouiser Stadtverbands der Partei „Die Linke“, Mekan Kolasinac, schreibt auf seiner Facebook-Seite über Bundesparteichef Bernd Riexinger: „falsche hinterlistige Jude“ (sic!). Hintergrund ist ein Bericht der Bild-Zeitung, wonach Riexinger versucht haben soll, die Vorsitzende der Bundestagsfraktion Sahra Wagenknecht aus der Partei zu mobben. Kolasinac bestätigt, dass der Post von ihm stammt, beteuerte jedoch, dass es ein Versehen gewesen sei. Er habe „Judas“ statt „Jude“ schreiben wollen. Er habe den Post innerhalb weniger Minuten richtig gestellt. Später entschuldigte sich Kolasinac auf seiner Seite, explizit auch bei „meinen jüdischen Freunden“.

     
  • 16.10.2017, Holocaustleugnerin erneut wegen Volksverhetzung verurteilt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS & NDR

    Die Rechtsextreme Ursula Haverbeck wird wegen Leugnung des Holocaust zu sechs Monaten Haft verurteilt. Die 88-Jährige hatte im Januar 2016 bei einer Buchvorstellung in Berlin-Lichtenrade behauptet, dass es den Holocaust nicht gegeben habe und „nichts echt” sei an den Gaskammern des KZ Auschwitz. Allein in den vergangenen zwei Jahren wurde Haverbeck nunmehr sieben Mal zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt. Während der Verhandlung sagte sie erneut, den Holocaust könne es nicht gegeben haben; in einer Verhandlungspause wiederholte sie die Aussage, in Auschwitz habe es keine Vergasungen gegeben.

     
  • 15.10.2017, Banner von „Neue Synagoge Magdeburg“ beschädigt

    Sachsen-Anhalt

    (Magdeburg)

    Quelle:
    CFCA & Volksstimme

    Das Banner des Vereins „Neue Synagoge Magdeburg“ wird zum wiederholten Male beschädigt; nachts schneiden Unbekannte aus dem Banner „Otto braucht eine Synagoge“ das Wort „Synagoge“ heraus. Der Verein geht deshalb von einer antisemitischen Motivation aus.  

     
  • 14.10.2017, Antisemitische Graffiti an mehrere Schaufenster

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    CFCA & Hitradio RTL

    Unbekannte hinterlassen in der Eisenbahnstraße antisemitische Graffiti. Mehrere Schaufenster eines Gebäudes werden besprüht, u.a. ist dort „Jude“ und „Schindlers Liste“ zu lesen.

     
  • 10.10.2017, Rituelle Laubhütte geschändet und entweiht

    Brandenburg

    (Potsdam)

    Quelle:
    CFCA & Potsdamer Neueste Nachrichten

    Die rituelle Laubhütte der „Gesetzestreuen Jüdischen Landesgemeinde Brandenburg“ in der Potsdamer Yorckstraße wird entweiht. Ein Unbekannter verschafft sich in der Nacht Zutritt in die sogenannte Sukka und entleert sich dort. Die Fäkalien sind in der Sukka nach dem Nachmittagsgebet entdeckt worden. Die Sukka ist durch den „perfiden antisemitischen Anschlag geschändet und entweiht“; entsprechend könnten Mahlzeiten und Veranstaltungen nicht mehr stattfinden. Die Gemeinde stellt bei der Polizei einen Strafantrag. 

     
  • 28.09.2017, Jüdischer Gedenkstein geschändet

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    CFCA & Radio Leipzig

    Unbekannte schänden einen jüdischen Gedenkstein in der Nähe des Zoos. Die Polizei entdeckt zwei Hakenkreuze, die mit einem spitzen Gegenstand in das Denkmal geritzt worden sind. Nun ermittelt sie wegen Sachbeschädigung und der Verwendung verbotener Symbole.

     
  • 25.09.2017, Antisemitische Sprechchöre nach Fußballspiel

    Hessen

    (Offenbach)

    Quelle:
    CFCA & Merkurist

    Beim Fußballspiel zwischen den Offenbacher Kickers und dem FSV Frankfurt haben nach Spielende Menschen aus dem Offenbacher Block die Beleidigung „Judenschweine“ in Richtung der FSV-Fans und der Mannschaft gerufen. Laut FSV-Präsident Michael Görner war es eine kleinere Gruppe von Personen, die nach dem Abpfiff gerufen hat. Er könne die Anzahl der Rufenden nicht festlegen, möchte ihnen auch keine große Öffentlichkeit geben, hoffe aber dass die Polizei die Menschen gefilmt habe. Die Polizei bestätigt, dass dem Einsatzleiter dieser Verdacht mitgeteilt wurde und es Ermittlungen gibt, ob es zu diesen Äußerungen kam.

     
  • 24.09.2017, Antisemitische Schmierereien auf zahlreichen Wahlplakaten

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    aida-Archiv

    Rund um die Bundestagswahl kommt es an verschiedenen Standorten in der ganzen Stadt zu einer Kampagne vor allem antisemitischer, zum Teil auch rassistischer Schmierereien auf Wahlplakaten. Fast immer benutzen die unbekannten Täter*innen dabei einen dicken, schwarzen Stift.

     
  • 22.09.2017, Israel von der Landkarte in Arztpraxis gestrichen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Ein Besucher einer Kinderarztpraxis in Berlin-Wedding bemerkt, dass auf einer im Behandlungszimmer der Praxis hängenden politischen Weltkarte der Name des Staates Israel ausgekratzt wurde. Mit Kugelschreiber war hingegen die Aufschrift „Palästina“ angebracht worden.

     
  • 22.09.2017, Israel von der Landkarte in Arztpraxis gestrichen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Ein Besucher einer Kinderarztpraxis in Berlin-Wedding bemerkt, dass auf einer im Behandlungszimmer der Praxis hängenden politischen Weltkarte der Name des Staates Israel ausgekratzt wurde. Mit Kugelschreiber war hingegen die Aufschrift „Palästina“ angebracht worden.

     
  • 20.09.2017, Antisemitische Worte an Bushaltestelle angebracht

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    An einer Bushaltestelle werden auf den Aushang des Liniennetzes die Worte „Hurensöhne. Fuck Juden. Fuck Germans“ angebracht. Die Bushaltestelle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Campus der Freien Universität Berlin. 

     
  • 19.09.2017, 15-Jähriger beleidigt Mann antisemitisch vor Lokal

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    CFCA & Polizei Berlin

    Ein Jugendlicher beleidigt einen Mann antisemitisch vor einem Lokal in der Marienburger Straße in Prenzlauer Berg. Der 50-Jährige sowie Zeugen alarmieren daraufhin die Polizei; der 15-Jährige wird nach einer Personalienfeststellung einem Erziehungsberechtigten übergeben.

     
  • 13.09.2017, Relativierung des Holocaust in verschwörungsmythischen Aushängen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Vom 13. bis 15. September werden rund um den U-Bahnhof Amrumer Straße mehrere Zettel mit verschwörungsmythischen Inhalten, welche den Holocaust relativieren, entdeckt. Die Zettel hängen im Bereich des Ausgangs des U-Bahnhofs an der Ecke Föhrer Straße/Amrumer Straße sowie an der Luxenburger Straße/Amrumer Straße auf Höhe des „Haus Gauß“ der Beuth Hochschule. In den Aushängen wird die US-Bundesagentur für Katastrophenschutz beschuldigt, nach einer prognostizierten Verhängung des Kriegsrechts im Zuge einer Krise in den USA eine große Zahl von US-Bürger*innen in Konzentrationslagern zu internieren. 800 Konzentrationslager seien bereits errichtet, „Millionen Särge stehen schon bereit“. Die Medien würden – „Genau wie zu Hitlers Zeiten“ – zu diesen Konzentrationslagern schweigen.

     
  • 11.09.2017, Davidsterne auf jüdischem Friedhof gestohlen

    Mecklenburg-Vorpommern

    (Schwerin)

    Quelle:
    CFCA & Ostsee Zeitung

    Unbekannte stehlen zwei Davidsterne aus Metall von den Toren eines jüdischen Friedhofes. Die etwa ein Meter großen Sterne aus Eisenprofil sind an den Torflügeln angenietet gewesen. Nach Angaben der Polizei seien sie vermutlich in der Nacht abgerissen worden.

     
  • 09.09.2017, Antisemitische und homphobe Parolen geschrien

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    CFCA & queer.de

    Im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses im Berliner Stadtteil Moabit randaliert ein Mann zunächst und schreit anschließend lautstark antisemitische und homophobe Parolen.

     
  • 08.09.2017, Antisemitisch am Bahnhof beschimpft

    Hessen

    (Hattersheim)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Vier Tourist*innen, von denen einer eine Kippa trägt, warten am frühen Nachmittag auf die S-Bahn, als ein Mann anfängt sie antisemitisch zu beschimpfen. Zunächst sagt er mehrmals an die Gruppe gerichtet „Jude“. Danach wird er lauter und schreit „Scheißjude“ und „Haut ab!“. Eine Zeugin weist den Täter an, er solle aufhören, sich antisemitisch zu äußern. Daraufhin beruhigt sich der Mann etwas und entfernt sich einige Meter, behält aber die Tourist*innen weiterhin fest im Blick. Die Gruppe reagiert verständnislos und erkundigt sich bei der Zeugin, ob solche Verbalattacken in der Region üblich seien. Die anschließende S-Bahnfahrt verläuft ereignislos. Nach Aussage der Zeugin hatte sie kurz zuvor einen völlig unverdächtigen Kontakt mit dem Antisemiten gehabt, der sich bei ihr nach dem Weg erkundigt hatte.

     
  • 02.09.2017, Unbekannte beschädigen Ulmer Synagoge II

    Baden-Württemberg

    (Ulm)

    Quelle:
    Südwest Presse

    Mit Fußtritten und Metallpfosten traktieren Unbekannte die Neue Ulmer Synagoge. Nach Angaben der Polizei tritt ein Mann mit dem Fuß mehrmals gegen die Fassade, sodass ein Loch in die Wand bricht. Dies sei deshalb möglich gewesen, weil schon ein paar Stunden zuvor gegen die Wand getreten worden war. Bereits vor einer Woche hatte ein Unbekannter mit einem Metallpfosten die Wand gerammt. Unklar sei, ob in beiden Fällen derselbe Täter am Werk gewesen ist. 

     
  • 01.09.2017, Jüdischer Gedenkstein beschädigt

    Brandenburg

    (Schipkau)

    Quelle:
    CFCA & JFDA

    An der Landstraße 60 bei Schipkau beschädigen Unbekannte einen jüdischen Gedenkstein. Die Täter versuchen offenbar, die befestigte Kupferplatte vom Stein zu entfernen.

     
  • 30.08.2017, Antisemitischer Zwischenruf bei Veranstaltung im „Jüdischen Museum“

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Bei einer Vorstellung des Buchs „Der Muslim und die Jüdin“ kommt es zu einem antisemitischen Zwischenruf aus dem Publikum. Während eines Redebeitrags ruft eine Frau lautstark: „Israel ist ein Apartheidsstaat“. Teile des Publikums äußern daraufhin unmittelbar ihren Unmut. Die Moderation schenkt dem Ruf darufhin keine weitere Beachtung.

     
  • 29.08.2017, Beschimpfung und Holocaust-Relativierung am Rande einer Gedenkzeremonie

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Bei einer Veranstaltung am Mahnmal Gleis 17 am Bahnhof Grunewald beschimpft eine Frau außerhalb des Geländes die Veranstaltung antisemitisch und relativiert den Holocaust. Sie gehörte nicht zu den geladenen Gästen, weshalb ihr der Zutritt auf das Gelände verweigert wird. In Richtung der geladenen Gäste äußert sie sich mehrfach antisemitisch. Unter anderem ruft sie lautstark „Ihr seid total diskriminierend, schlimmer als die Nazis!“ Erst als ein Polizist ihr mit Maßnahmen droht, wird sie etwas ruhiger. 

     
  • 29.08.2017, Antisemitische Schmiererei am Eastgate Marzahn

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Projekt Ponte & Register Berlin

    Am Eastgate Marzahn werden neben einem Plakat der „Identitären Bewegung“ antisemitische Schmierereien entdeckt. Mit schwarzem Edding sind dort zwei Davidsterne abgebildet, die mit den Begriffen „Antifa“ bzw. „Untergang“ gleichgesetzt werden. Darunter ist außerdem ein Hakenkreuz gekritzelt.

     
  • 26.08.2017, Unbekannte beschädigen Ulmer Synagoge I

    Baden-Württemberg

    (Ulm)

    Quelle:
    Polizeipräsidium Ulm

    Ein Unbekannter beschädigt eine Wand der Neuen Ulmer Synagoge mit einem Metallpfosten. Dabei entsteht ein erheblicher Sachschaden. Er ist nachts in Begleitung von drei jungen Männern. 

     
  • 25.08.2017, Antisemitische Kommentare und Vernichtungsphantasien bei Zufallsbegegnung auf offener Straße

    Nordrhein-Westfalen

    (Aachen)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf dem Rückweg von einem Gottesdienst in der Aachener Synagoge wird ein jüdischer Mann mit antisemitischen Kommentaren und Vernichtungsphantasien konfrontiert. Der Betroffene trägt über der Kippa einen Hut sowie einen Anzug. Als er an zwei Männern vorbeiläuft, die zwischen vierzig und fünfzig Jahren alt sind und auf den Betroffenen einen alkoholisierten Eindruck machen, beginnt einer der Männer lautstark, das Erscheinungsbild des Betroffenen zu kommentieren. Er sagt mehrfach: „Ach ne, guck mal ein Jude.“ Sein Begleiter entgegnet, das sei doch egal und sie sollten weiter gehen. Der Erste hörtejedoch nicht auf, sondern fragt seinen Begleiter mehrmals in einer solchen Lautstärke, dass der Betroffene dies hören musste: „Kann man den anzünden? Kann man den Juden anzünden?“ Der Begleiter antwortet, er habe „keine Ahnung“ und fordert den Ersten erneut zum Weitergehen auf. Der Betroffene lässt sich nicht irritieren und geht einfach, ohne eine Reaktion zu zeigen, weiter. Es befinden sich einige Passant*innen in Hörweite, von denen jedoch niemand einschreitet.

     
  • 24.08.2017, Performance der documenta 14 relativiert die Judenvernichtung

    Die Weltkunstausstellung documenta 14 will vom 24. bis 26. August täglich zu einer Performance unter dem Titel „Auschwitz on the beach“ in das Museum Fridericianum in Kassel einladen. Im Ankündigungstext wird die europäische Migrationspolitik mit Vokabeln belegt, die aus dem Kontext des nationalsozialistischen Massenmords an den europäischen Juden stammen. So heißt es, „die Europäer“ errichteten „Konzentrationslager und bezahlen ihre Gauleiter in der Türkei, Libyen und Ägypten dafür, die Drecksarbeit entlang der Küsten des Mittelmeeres zu erledigen, wo Salzwasser mittlerweile das Zyklon B ersetzt hat“. Als beteiligte Urheber werden Franco Berardi, Stefano Berardi und Dim Sampaio genannt. Die documenta 14 lädt damit zu einer Performance ein, die bereits mit ihrer Ankündigung die nationalsozialistische Judenvernichtung relativiert. Sie behauptet eine moralische Äquivalenz zwischen den Verbrechen der Nationalsozialisten und der europäischen Migrationspolitik und ignoriert damit sowohl historische Tatsachen als auch den Stand der Forschung zur NS-Ideologie. Nach massiver Kritik wird die Veranstaltung schließlich abgesagt.

     
  • 17.08.2017, Journalistin antisemitisch und sexistisch beschimpft und bedroht

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Als eine Journalistin gemeinsam mit einem Begleiter im Außenbereich eines Neuköllner Restaurants sitzt, um dort zu essen, wird sie von einem vorbeilaufenden Mann antisemitisch und sexistisch beschimpft und bedroht. Der Mann, der in Begleitung einer weiteren Person ist, hat sie erkannt, sie mit vollem Namen angesprochen und sie als „Zionistenfotze“ und „Rassistin“, die in Neukölln nichts zu suchen habe, beschimpft. Ihr männlicher Begleiter wird aufgefordert, mit den beiden Männern den Bereich vor dem Restaurant zu verlassen, um sich zu prügeln. Zu den beiden Betroffenen gewandt droht der aggressive Mann: „Wir prügeln dich raus“ und kündigt an, mit „zehn Arabern“ wiederkommen zu wollen. Der Begleiter des aggressiven Mannes sagt bis auf eine einmalige Aufforderung, die Betroffenen sollten sich beruhigen, nichts. Die Betroffenen erstatten Anzeige bei der Polizei. Der Mann, der die antisemitischen und sexistischen Beleidigungen und Bedrohungen äußert, wird von den Betroffenen der Gruppe „Jugendwiderstand“ zugeordnet. Aktivist*innen dieser Gruppe sind in den vergangenen Jahren mehrmals durch antisemitische Beschimpfungen, Bedrohungen sowie Gewaltandrohungen und physische Attacken auf politische Gegner aufgefallen.

     
  • 17.08.2017, Kaisersteg in Schöneweide antisemitisch beschmiert

    Auf dem Kaisersteg in Schöneweide werden mehrere neonazistische Schmierereien entdeckt und entfernt, darunter befindet sich eine „Fuck Usrael“-Schmiererei.

     
  • 16.08.2017, Antisemitische Beleidigung im Norden Neuköllns

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Polizei Berlin & Register Berlin

    Eine 23-Jährige wird gegen 22.30 Uhr in der Sonnenallee, Ecke Geygerstraße von zwei Männern angesprochen und antisemitisch beleidigt. Die Betroffene verständigt die Polizei.

     
  • 15.08.2017, Mehrere Acts ziehen Teilnahme an Popkultur Festival nach BDS-Aufruf zurück

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Berliner Morgenpost

    Mehrere Künstler*innen aus Syrien, Tunesien und Ägypten ziehen ihre Teilnahme am Berliner Popkultur Festival (23.08.) zurück. Auslöser für die Entscheidung ist ein Online-Aufruf von der Kampagne BDS (Boycott, Divestment, Sanctions). Weil sich die israelische Botschaft in Berlin an den Reisekosten für die Bands beteiligt, wirft der BDS ihr vor, damit ein weißgewaschenes, falsches Bild des Staates 'Israel' zu zeichnen. Die Veranstalter berichten in einem Statement, die „BDS“-Kampagne habe „immensen Druck“ auf alle arabischen Künstler*innen in ihrem Line-up ausgeübt.

     
  • 10.08.2017, Israel-Geschäft wird beschossen

    Baden-Württemberg

    (Schorndorf)

    Quelle:
    Stuttgarter Zeitung

    Unbekannte schießen in der Nacht zwei große Löcher in das Schaufenster des Geschäfts „Beit Shalom“, das israelische und arabische Produkte verkauft. Die Projektile haben eine so große Wucht, dass sie das vierfach verglaste Schaufenster und im Innern einen Vorhang glatt durchschlagen. Nach Einschätzung er Polizei deute nichts auf eine politische Motivation hin, da es keine Drohungen gegeben habe und im Umfeld auch keine entsprechenden Schmierereien gefunden worden seien.
    

     
  • 10.08.2017, AfD will Förderung von Projekten gegen Antisemitismus und Rassismus stoppen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA & Tagesspiegel

    Die AfD Berlin im Abgeordnetenhaus fordert „den Senat auf, die öffentliche Förderung von Vereinen und Projekten zu streichen, die rassistische Bestrebungen, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus bekämpfen“. Gefördert werden im Rahmen des Berliner Landesprogramms „Gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus“ Vereine, die rechtsextreme sowie antisemitische Aktivitäten beobachten, Opfer nach Übergriffen beraten und Seminare an Schulen durchführen. Insgesamt richte sich das Interesse der AfD gegen 33 Vereine, Stiftungen und Initiativen, die jährlich 3,2 Millionen Euro vom Land Berlin erhalten.

     
  • 09.08.2017, Antisemitische Verschwörungsmythen beim Gespräch mit Unbekannten

    Baden-Württemberg

    (Stuttgart)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In einem Stuttgarter Biergarten kommen drei sich nicht bekannte Personen ins Gespräch, wobei eine Person basierend auf der Fälschung „Protokolle der Weisen von Zion“ antisemitische Verschwörungsmythen äußert. Nach plötzlich einsetzendem Regen haben die meldende Person, seine Freundin sowie ein Unternehmer aus Hessen am selben überdachten Platz Schutz gesucht und eine Unterhaltung begonnen. Als das Gespräch auf den teilweisen Verkauf französischer Rüstungsbetriebe an deutsche Unternehmen kommt, wirft der Unternehmer ein, er sehe hier Mächte im Hintergrund operieren. Auf die Frage, was das denn für Mächte seien, antwortet er: „Juden“. Als der Meldende daraufhin kritisch einwendet, dies sei eine Verschwörungstheorie, entgegnet der Unternehmer, irgendwer müsse die Fäden im Hintergrund ja ziehen. Der Gesprächspartner widerspricht, indem er sarkastisch kommentiert, dies erinnere ihn an die „Protokolle der Weisen von Zion“. Das bejaht sein Gegenüber jedoch völlig ernst: Diese seien ihm tatsächlich bekannt, er habe eine Kopie und die Protokolle seien die Quelle für seine Thesen.

     
  • 06.08.2017, Entdeckung einer antisemitischen Schmiererei mit anschließender Hasstirade

    Am S-Bahnhof Schöneweide weist ein Schild auf das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit hin. Darunter wird ein antisemitischer Schriftzug entdeckt, der suggeriert, das Gedenken an den Nationalsozialismus und dessen Opfer würde der BRD schädigen. Als die Schmiererei fotografiert wird, bricht ein nahestehender betrunkener Mann in antisemitische Hasstiraden aus.

     
  • 05.08.2017, Israelfeindliche Organisation plant Wahl zur Existenzberechtigung Israels

    Bremen

    (Bremen)

    Quelle:
    „Die Feder“ & Weser-Kurier

    Die israelfeindliche Organisation „Die Feder“, die sich selbst als „muslimische NGO“ bezeichnet und sich als „Anhänger der Islamischen Revolution“ sieht, baut einen Stand auf, in der ursprünglich ge-plant hat, Passant*innen darüber abstimmen zu lassen, ob Israel illegal ist. Jedoch ist der Gruppe untersagt worden, die Abstimmung durchzuführen und zu erwähnen. Im Logo der Gruppe ist der Führer der iranischen Revolutionsführer Ajatollah Sejjed Ali Chāmene’i abgebildet, der einst öffentlich zur Vernichtung Israels und der Jüd*innen aufgerufen hat.

     
  • 04.08.2017, Beschädigung des Mahnmals für jüdische Antifaschisten VI

    Bayern

    (Fürth)

    Quelle:
    aida-Archiv

    Zum dritten Mal innerhalb von wenigen Wochen beschädigen Unbekannte das Birken-Mahnmal für die jüdischen Antifaschisten Rudolf Benario und Ernst Goldmann an der Uferpromenade in Fürth. Da die Baumkronen durch mehrere Zentimeter-tiefe Schnitte „vom Großteil der Wasserzufuhr abgeschnitten“ werden und dadurch absterben werden, verursachen sie einen Sachschaden in Höhe von 18.000 Euro.

     
  • 04.08.2017, Haus vermutlich aus antisemitischer Motivation verwüstet

    Mecklenburg-Vorpommern

    (Schmarsow)

    Quelle:
    NDR

    In Schmarsow zwischen Demmin und Jarmen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) verwüsten Unbekannte das Haus des Vereins Land und Leute. Der Verein organisiert unter anderem deutsch-israelische Jugendtreffen in der ehemaligen Synagoge in Röbel. Das betroffene Gebäude ist ein ehemaliger Kleinbahnhof, in dem noch vor zehn Tagen 16 Jugendliche aus Israel und Deutschland untergebracht waren. Sie haben bei der Restaurierung der Synagoge in Stavenhagen geholfen, so der Vereinsvorsitzende Robert Kreibig.

     
  • 01.08.2017, Offener Brief kritisiert Gaza-Dokumentation als antisemitisch

    Ein offener Brief, der von rund 70 Organisationen und Einzelpersonen unterzeichnet ist, kritisiert eine 15-minütige Dokumentation des deutsch-französischen Senders „Arte“ mit dem Titel „Gaza: Ist das ein Leben?“ als antisemitisch; dessen Autorin ist eine propalästinensische Aktivistin. Die Dokumentation sei „stark durch Einseitigkeit geprägt“ und enthalte dem Publikum entscheidende Informationen vor. 

     
  • 30.07.2017, Infusionsbeutel mit antisemitischen Vernichtungsdrohungen im Stadtgebiet ausgelegt

    Nordrhein-Westfalen

    (Siegen)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Zu einer Reihe antisemitischer Vernichtungsdrohungen sowie massiven Sachbeschädigungen kommt es rund um den Christopher-Street-Day (29.07.2017). In der Nacht vom Samstag, 29. Juli auf Sonntag, 30. Juli, sowie in der darauffolgenden Nacht wird das Gemeinschaftsgartenprojekt „Greenspace“ angegriffen, mehrere Fensterscheiben zerstört und ein Hakenkreuz mit Essensresten gelegt. Am Sonntag werden in der Siegener Innenstadt entlang der Kölner Straße sieben Infusionsbeutel ausgelegt bzw. an Laternenpfähle gebunden. Zwei der Infusionsflaschen tragen die Aufschrift „Judengift“, eine „Juden wegspritzen“, eine „Schwule Ladung“, und eine „Good night left side“. Außerdem werden drei der Flaschen mit Kunstblut beschmiert. Zudem werden am Schwanenteich in Siegen-Geisweid bunte Zettel mit antisemitischem und homophobem Inhalt gefunden. Auf einem Zettel ist die Aufschrift „Gaskammer“ zu lesen, darunter ein Pfeil, der auf die Hütte eines Fischereivereins zeigt.

     
  • 30.07.2017, Antisemitische und rassistische Parolen auf Platz

    Baden-Württemberg

    (Tübingen)

    Quelle:
    Schwäbisches Tagblatt, 02.08.2017 (Leserbrief) & CFCA

    Ein Mann ruft auf dem Tübinger Europaplatz mehrfach laut „Judenfrei! Judenfrei!“ und noch einmal „Halt die Klappe! Judenschweine! Ausländerschweine!“.

     
  • 29.07.2017, NS-verherrlichende und antisemitische Parolen bei Konzert II

    Thüringen

    (Themar)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    In der thüringischen Kleinstadt Themar nehmen rund 1.000 Neonazis an einem Konzert teil. Teilnehmende tragen NS-verherrlichende T-Shirts mit den Aufschriften wie HKNKRZ (Hakenkreuz), 88 und Adolf war der beste. Zu Beginn sprechen Redner u. a. vom Terror-Staat Israel und bezeichnen Jüd*innen u. a. als Mischkultur; Familie, Volk und Rasse seien ihre Bezugspunkte.

     
  • 26.07.2017, Anschlag auf Infotafel der Stolpersteininitiative Friedenau

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    In der Nacht wird der Infokasten der Stolpersteininitiative Friedenau in der Stierstraße im Berliner Stadtteil Tempelhof-Schöneberg großflächig antisemitisch beschmiert. Dabei wird das Wort LÜGE mit gelber Farbe auf den Infokasten geschrieben. In der Vergangenheit sind in Friedenau immer wieder Stolpersteine, die an ermordete jüdische Menschen erinnern, beschmiert und zerstört worden. Auch eine der Aktivistinnen der Stolpersteininitiative ist immer wieder Opfer von Bedrohung und Droh- und Hassmails.

     
  • 21.07.2017, Antisemitische und Israel-feindliche Vorfälle beim Straßenumzug zum Christopher Street Day (CSD)

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Rund um das Schwul-Lesbische Straßenfest in der Schöneberger Motzstraße werden etliche mit Kreide aufgetragene Sprüche und Sticker entdeckt, die Israel „Pinkwashing“ vorwerfen und als Apartheid dämonisieren.

     
  • 20.07.2017, Antisemitische Parolen im Rahmen eines Fußballspiels verurteilt

    Brandenburg

    (Potsdam)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Der Potsdamer Fußballverein „SV Babelsberg 03„ wird wegen „unsportlichem Verhalten der Anhänger“ beim Spiel gegen den FC Energie Cottbus Ende April vom Sportgericht des Nordost-deutschen Fußballverbandes (NOFV) zu einer Geldstrafe in Höhe von 7.000 Euro verurteilt. Gegen den FC Energie wird eine Strafe von 10.000 Euro und ein Geisterspiel verhängt. In der Urteilsbegründung wird unter anderem dem SV Babelsberg 03 zur Last gelegt, dass ein Fan „Nazischweine raus“ in Richtung des gegnerischen Blocks rief. Von dort wurden während des Spiels die antisemitischen Parolen Arbeit macht frei, Babelsberg 03” sowie Zecken, Zigeuner und Juden” von zum Teil vermummten Fans skandiert und mehrfach der Hitlergruß” gezeigt. Das Spiel musste zweimal unterbrochen werden, da Fans aus beiden Mannschaften das Spielfeld betraten

     
  • 20.07.2017, Unabhängige Gruppenführerin vergleicht Nahost-Konflikt mit Holocaust

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    CFCA & Jewish Telegraphic Agency

    Das Anne Frank Zentrum erhebt Einwände gegen die Erklärung einer unabhängigen Gruppenführerin, die das Leiden der Jüd*innen unter den Nazis mit der Situation der Palästinenser*innen unter israelischer Besatzung heutzutage verglichen hat.

     
  • 20.07.2017, Denkmal für die Opfer des Faschismus beschmiert

    Sachsen

    (Zwickau)

    Quelle:
    CFCA & TV Westsachsen

    Mit roter Farbe schmieren Unbekannte ein Hakenkreuz (25 x 30 Zentimeter) auf das Denkmal der Opfer des Faschismus am Schwanenteich. Kurze Zeit später wird es bereits übermalt.

     
  • 18.07.2017, Jüdisches Grab beschmutzt

    Thüringen

    (Jena)

    Quelle:
    Thüringen24 & MOBIT

    Auf dem Johannisfriedhof wird das Grab des Juden Gustav Dreyspring beschmutzt. Die Grabplatte wird mit einem Schaumfeuerlöscher besprüht, anschließend werden Glasscherben auf das Grab gestreut und ein abgebrochener Flaschenhals auf den eingravierten Davidstern gelegt. 

     
  • 15.07.2017, NS-verherrlichende und antisemitische Parolen bei Konzert I

    Thüringen

    (Themar)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    In der thüringischen Kleinstadt Themar nehmen rund 6.000 Neonazis an einem Konzert teil. Laut Polizei sind 43 mutmaßliche Straftaten von Seiten der Besuchenden des Festivals aufgenommen worden, darunter Verstöße gegen das Waffengesetz und Beleidigungen. Unzählige Teilnehmer tragen u.a. T-Shirts mit Aufdrucken wie „I love Htlr“, „1933“, „I love NS“, „N.A.Z.I.“ bzw. „HKN KRZ“ und skandieren Parolen wie „Frei, sozial und national” sowie “Rudolf Heß”. Große Aufmerksamkeit erlangt ein Video in den Sozialen Medien, das eine Menschenmenge in einem der Konzertzelte zeigt, die unter „Heil!”-Rufen den verbotenen Hitlergruß zeigt. 

     
  • 14.07.2017, Antisemitische Parolen auf Kita-Gelände

    Niedersachsen

    (Gräpel)

    Quelle:
    CFCA & Kreiszeitung Wochenblatt

    Unbekannte hinterlassen zwischen 14. und 17. Juli auf dem Gelände eines Kindergartens Nazi-Schmierereien. Sie sprühen SS-Runen, Hakenkreuze und antisemitische Sprüche auf einen Bauwagen und ein Spielboot.

     
  • 05.07.2017, Skulptur der jüdischen Leichtathletin Bergmann beschädigt

    Bereits zum dritten Mal werden Teile der Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung. Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“, die auf dem Rathenauplatz überlebensgroße Skulpturen von 17 jüdischen Sportler*innen zeigt und über deren Verdienste und Schicksale informiert, zerstört. In der Nacht wurde die Skulptur der Leichtathletin Gretel Bergmann beschädigt, wie das Jüdische Museum Frankfurt mitteilte. 

     
  • 03.07.2017, Angriff nach Antisemitismus-kritischer Nachfrage

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS & Register Berlin

    Ein alkoholisierter Mann spricht eine lesende Person auf sein Buch in Gesundbrunnen an. In einem Gespräch behauptet der Mann, Muslime würden einzig als Reaktion auf ihre Verfolgung nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zu Terroristen. Hierzu äußert er den Verschwörungsmythos, dass die Anschläge von den USA inszeniert gewesen wären, um einen Vorwand für Kriege zu liefern. Erkennbar sei dies daran, dass am 11. September niemand mit „jüdischem Pass“ im World Trade Center gearbeitet habe. Auf die Frage, was ein „jüdischer Pass“ sei, reagiert der Mann aufbrausend. Als der Betroffene Anstalten macht zu gehen, droht er, ihn zu schlagen und ihn in ein Brennnesselfeld zu werfen. Als der Betroffene aufsteht, steht der betrunkene Mann ebenfalls auf, stößt das Fahrrad des Betroffenen um, gibt ihm einen Kopfstoß und stößt ihn auf die Bank zurück. Außerdem droht er mit weiteren Schlägen, falls er den Betroffenen noch einmal sehe. 

     
  • 02.07.2017, Jude im Wohnumfeld antisemitisch beschimpft

    Nordrhein-Westfalen

    (Gütersloh)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Am Abend steht ein Mann, der durch seine Kippa und seine Schaufäden (Zizijot) als Jude erkennbar ist, vor seiner Haustür, um zu rauchen. Als er auf dem Weg zurück ins Haus ist, hört er jemanden aus einem vorbeifahrenden Auto „Drecksjude!“ rufen. 

     
  • 02.07.2017, Schmiererei an Mahnmal zum Gedenken an die ermordeten Jüd*innen

    Hamburg

    (Hamburg)

    Quelle:
    CFCA

    Das Denkmal „Black Form“ im Hamburger Stadtteil Altona zum Gedenken an die ermordeten Jüd*innen wird mit dem Schriftzug „Ihr wollt Geld verdienen? Dann verkauft das Rathaus.“ beschmiert.

     
  • 01.07.2017, Werbetafel mit antisemitischen Schmierereien beschmiert

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Im Berliner Stadtteil Steglitz-Zehlendorf wird auf der Bergstraße in Höhe des Friedhofs eine Werbetafel mit antisemitischen Parolen beschmiert.

     
  • 01.07.2017, Antisemitische Beleidigung bei „Merkel muss weg!“-Demonstration

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin & apabiz

    Am Rande der „Merkel muss weg!“-Demonstration wird ein Journalist als „Scheiß Jude!“ beschimpft.

     
  • 30.06.2017, Jude mit Hitlergruß konfrontiert

    Nordrhein-Westfalen

    (Moers)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Beim Einkaufen in einer Aldi-Filiale wird einem Juden mehrfach der Hitlergruß gezeigt sowie ein „Hitlerbart“ angedeutet. Der Betroffene ist durch seine Kippa und die Zizijot (unter dem Oberteil sichtbare Schaufäden) als Jude erkennbar. Ein circa 16- bis 18-Jähriger stellt sich unvermittelt vor ihn, zeigt mehrmals den Hitlergruß und deutet mit zwei Fingern der anderen Hand einen Bart auf der Oberlippe an. Hinter dem Jungen stehen dessen mutmaßliche Eltern. Der Vater drückt, nachdem ihn der Betroffene direkt angesehen hatte, langsam den Arm seines Sohnes herunter. Obwohl mehrere Menschen den Vorfall beobachten, reagiert keiner der Umstehenden. Der Betroffene löst die Situation schließlich auf, indem er in den hinteren Teil des Ladens ausweicht, wird aber von der gesamten Familie wütend und angewidert angeschaut. Diese Einschüchterung wiederholt sich auch später auf dem Parkplatz des Supermarktes.

     
  • 30.06.2017, Holocaust leugnende Flugblätter als private Postwurfsendung

    Nordrhein-Westfalen

    (Dortmund)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Im Stadtbezirk Scharnhorst werden in die Briefkästen etlicher Häuser einer Mehrfamilienhaussiedlung in der Schönwaldstraße Holocaust leugnende Flugblätter eingeworfen. Auf den Flugblättern wird der Holocaust als „erlogener Völkermord“ bezeichnet, den der Staat Israel nutze, um Geld von der Bundesrepublik zu erpressen.

     
  • 28.06.2017, Antisemitische Bemerkung durch eine Nachbarin

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Bei einem Auszug von Kleinunternehmer*innen aus einem ehemaligen Fabrikgebäude macht eine Nachbarin eine antisemitische Bemerkung, in der sie sich über den Holocaust lustig macht. Sie fragt, was „schlimmer als der Holocaust“ sei und antwortet sich direkt selbst: „Sechs Millionen Juden“. Auf den Vorfall angesprochen reagieren andere Nachbar*innen desinteressiert; es sei ja bekannt, dass die Nachbarin „spinne“.

     
  • 27.06.2017, Antisemitischer Anruf bei einem Journalisten einer Berliner Tageszeitung

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Ein Journalist einer Berliner Tageszeitung erhält einen Anruf von einer älteren Frau, die ihm gegenüber antisemitische Verschwörungsmythen propagandieren wollte. Sie beginnt das Gespräch mit der Aussage, wie gerne sie seine Artikel lese. Im weiteren Verlauf des Telefonats sagt sie, dass sie dem Journalisten gerne einen wichtigen Zusammenhang anvertrauen würde, der ihm hälfe, die Welt besser zu verstehen. So kenne sie viele Jüd*innen und zählen diese ihrer Meinung nach zu „den liebenswertesten und klügsten Menschen“ überhaupt. Es sei aber so, dass „die Juden“ nach dem Holocaust (den die Anruferin nicht leugnete) beschlossen, sich auf perfide Art am Täter*innenvolk zu rächen, indem sie die deutschen Frauen unterbewusst beeinflussen würden, damit sie immer weniger Kinder bekommen – und das Volk auf diese Weise langfristig ausstirbt. Die Verantwortlichen für diesen Plan seien kanadische Jüd*innen, denn in Kanada lebten bekanntlich besonders einflussreiche Jüd*innen; das wisse sie von einer Freundin. Der Journalist sagt etwas ungehalten, dass er ihren „antisemitischen Scheiß nicht hören“ wolle, und legt auf.

     
  • 27.06.2017, Antisemitische Parolen und Hitlergruß

    Baden-Württemberg

    (Ulm)

    Quelle:
    Südwest Presse, 16.06.2017 (Printausgabe)

    Auf dem Schuhhausplätzle rufen Unbekannte antisemitische Parolen und zeigen den Hitlergruß. Die durch Zeug*innen verständigte Polizei trifft bei ihrem Eintreffen niemanden mehr an. 

     
  • 26.06.2017, Antisemitischer Angriff und Bedrohung durch einen Nachbarn

    Bayern

    (Fürth)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Als eine Frau von einem Nachbarn rassistisch angepöbelt wurde, unterstützt ihr Ehemann sie. Daraufhin geht der Nachbar auf den Ehemann los und beschimpft ihn unter anderem als „Dreckjude“.

     
  • 26.06.2017, Antisemitischer Vorfall an der Humboldt-Universität

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA & Berliner Zeitung

    Bei einer Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zum Thema Liebe in Israel – Terror, Voreingenommenheit und Chancen für den Frieden werden die Knesset-Abgeordnete Aliza Lavie und die Holocaust-Überlebende Deborah Weinstein von Aktivist*innen der antisemitischen BDS-Kampagne (Boykott, Desinvestition, Sanktionen) angebrüllt und bepöbelt. Der HU-Sprecher Hans-Christoph Keller verurteilt den Vorfall aufs Schärfste.

     
  • 23.06.2017, Größte antisemitische Demonstration Deutschlands in Charlottenburg

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Der Al-Quds-Aufmarsch findet in Charlottenburg statt. Das zentrale Anliegen des Qudstag-Marsches ist die Beseitigung Israels. Auch wenn das Auftreten nach einigen Gesichtspunkten – Gewaltanwendung, offener Antisemitismus – gemäßigter als in Vorjahren erscheint, versteht sich die veranstaltende Quds-AG als Beschleuniger für die Abschaffung Israels. Die Bemühungen der veranstaltenden Quds-AG nicht als antisemitisch wahrgenommen zu werden, sind zwar deutlich erkennbar, verdecken aber nicht die antisemitische Weltsicht der Redner. Die Präsenz djihahidistischer Propaganda in Form von Postern, welche durch einen Anhänger der Iranischen Revolutionsgarden verteilt wird, ist sowohl qualitativ als auch quantitativ neu.

     

     

     
  • 23.06.2017, Antisemitische Schmierereien auf Bänken und Mülleimer

    Bayern

    (Nürnberg)

    Quelle:
    CFCA & aida-Archiv

    Ein Passant bemerkt antisemitische und rassistische Schmierereien am Dutzendteich im Sofie-Keeser-Weg: Unbekannte haben dort mit einem dicken, schwarzen Stift „Nur für Arier!!“ und „Nur für Deutsche!!“ auf die Rückenlehnen zweier Bänke geschrieben. Außerdem findet sich auf einem Mülleimer direkt daneben die Parole „Kanacken Neger & Juden Hier“, dabei sind Pfeile auf den Einwurfschacht des Mülleimers gemalt.

     
  • 22.06.2017, Mitarbeiter eines Restaurants verbreitet antisemitische Verschwörungsmythen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Während eines Restaurantbesuches in der Spandauer Altstadt wird ein Mann mit antisemitischen Verschwörungsmythen konfrontiert. Er hat sich zuvor mit dem Personal hinter der Theke unterhalten. Im Gespräch erwähnt er beiläufig eine Begebenheit, die er in Israel erlebt hat. Einer der Köche reagiert darauf sehr laut und aggressiv und sagt, dass sämtliche Terroranschläge der letzten Jahre von Juden in „arabischer Kleidung“ oder von Juden im „amerikanischen Auftrag“ durchgeführt worden wären. Der Betroffene bezweifelt diese Aussagen und erkundigt sich nach einer Quelle, woraufhin ihn der Koch anbrüllt, dass er den Beweis auf seinem Smartphone hätte. Als er jedoch den entsprechenden Link anklickt, funktioniert dieser nicht mehr. Daraufhin verlangt er vom dem Gast, er solle das Lokal verlassen, wenn er ihm nicht zustimme. Der Betroffene reagiert gelassen, trinkt in Ruhe aus, bezahlt und geht schließlich. Von anderen Gästen oder dem restlichen Personal gibt es keine Reaktion.

     
  • 22.06.2017, Antisemitische Schmierereien an Fassade

    Baden-Württemberg

    (Freiburg)

    Quelle:
    CFCA & Badische Zeitung

    Das Referat gegen Antisemitismus und die Studierendenvertretung der Universität Freiburg verurteilen Schmierereien an der Fassade des Studierendenhauses als antisemitischen Akt. Laut Studierendenvertretung haben Unbekannte bereits über Pfingsten „Free Palestine“ und „FCK Israel“ an die Außenwand des Hauses geschmiert. Zudem sei ein Hammer-und-Sichel-Symbol sowie ein Stern in roter Farbe am Haus zu sehen. „Hier wird ein Ressentiment bedient, das implizit die Abschaffung Israels als Staat, der Jüd*innen als Schutz vor Antisemitismus dient, fordert“, sagt Viktor Chwolka vom Referat gegen Antisemitismus. Bereits in der Vergangenheit sei man zur Zielscheibe antisemitischer Kritik geworden.

     
  • 20.06.2017, Antisemitische Holocaust-Relativierung und Täter-Opfer-Umkehr bei Veranstaltung an der Humboldt-Universität

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook) & CFCA

    Im Rahmen der Veranstaltung „Life in Israel – Terror, Bias and the Chances for Peace“ an der Berliner Humboldt-Universität werden aus dem Publikum heraus Aussagen getätigt, die den Holocaust relativieren sowie eine antisemitische Täter-Opfer-Umkehr vollziehen. Bei der Veranstaltung sprechen die Knesset-Abgeordnete Aliza Lavie, mehrere Delegierte der Jugendorganisation ihrer Partei Yesh Atid sowie die Holocaust-Überlebende Dvora Weinstein.

     
  • 20.06.2017, Beschädigung des Mahnmals für jüdische Antifaschisten V

    Bayern

    (Fürth)

    Quelle:
    aida-Archiv

    Erneut wird das Mahnmal für die jüdischen Antifaschisten Rudolf Benario und Ernst Goldmann an der Uferpromenade zur Zielscheibe mutmaßlich antisemitisch motivierter Sachbeschädigung. Nun schneiden Unbekannte wieder ein Stück Baumrinde gewaltsam mit einem scharfen Werkzeug ab.

     
  • 17.06.2017, Skulptur des jüdischen Fußballpioniers Bensemann zerstört

    Aus der Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung. Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“, die auf dem Rathenauplatz überlebensgroße Skulpturen von 17 jüdischen Sportler*innen zeigt und über deren Verdienste und Schicksale informiert, wird die Skulptur von Walther Bensemann, einem der wichtigsten Pioniere des Fußballs in Deutschland, zerstört. 

     
  • 16.06.2017, Vor der Synagoge bespuckt

    Bayern

    (Nürnberg)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Nach dem freitäglichen Gottesdienst zu Kabbalat Schabbat (Begrüßung des Schabbats) in einer Nürnberger Synagoge unterhalten sich drei Besucher*innen, einer davon aufgrund seiner Kippa als Jude erkennbar, wenige Meter vom Eingang der Synagoge entfernt. Die Unterhaltung findet unmittelbar neben einem Wohnhaus statt. Die drei Betroffenen sprechen rund zehn Minuten miteinander. Plötzlich wird unvermittelt aus dem Wohnhaus auf sie heruntergespuckt und etwas Unverständliches gerufen. Zwei der Betroffenen werden am Kopf und am Oberkörper getroffen. 

     
  • 16.06.2017, Skulptur der jüdischen Leichtathletin Henoch zerstört

    Unter dem Titel „Zwischen Erfolg und Verfolgung. Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ installiert das Jüdische Museum Frankfurt zahlreiche überlebensgroße Skulpturen auf dem Rathenauplatz. Sie zeigen 17 herausragende deutsch-jüdische Persönlichkeiten des Sports, die während der NS-Zeit diskriminiert, vertrieben, deportiert und ermordet wurden. Bereits wenige Stunden nach der offiziellen Eröffnung wird die Skulptur der Leichtathletin Lilli Henoch zerstört.

     
  • 15.06.2017, Antisemitische Äußerungen einer Facebook-Userin

    Brandenburg

    (Cottbus)

    Quelle:
    JFDA & CFCA

    Unter der filmischen Dokumentation einer rechtsextremen Demonstration äußert sich eine Facebook-Userin antisemitisch. So schreibt sie, vermutlich in Bezugnahme auf Geflüchtete: „Dann nehmt doch die lieben Gäste in eure juden [sic!] Höhle“. Des Weiteren deutet sie an, sie hetze im Internet nicht gegen Organisationen deren Meinung sie nicht teile, „weil dann gehen sie mir an [sic!] ans Geld“. Der Begriff der „Juden-Höhle“ bezieht sich einerseits auf ein Höhlensystem, in dem sich während des Holo caust Jüd*innen in der Ukraine versteckten.

     
  • 14.06.2017, Grabstätten antisemitisch beschmiert

    Brandenburg

    (Stahnsdorf)

    Quelle:
    CFCA & Potsdamer Neueste Nachrichten

    Auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf werden nachts mehrere Grabstätten beschädigt. Dabei handelt es sich zum einen um eine Informationsstele am Grab der Familie Gottschalk. Schauspieler Joachim Gottschalk hatte sich während des Dritten Reichs geweigert, sich von seiner jüdischen Frau und ihrem gemeinsamen Sohn zu trennen. Als Reaktion auf den darauf folgenden Druck der Nationalsozialisten nahm sich die Familie 1941 das Leben. An die Stele werden Beleidigungen geschmiert.

     
  • 14.06.2017, Obergefreiter der Bundeswehr wegen antisemitischen Positionen entlassen

    Niedersachsen

    (Hannover)

    Quelle:
    CFCA & NDR

    Ein Obergefreiter der Bundeswehr äußert sich in einer Befragung mit Aussagen wie „Scheiß auf die Juden und die USA“, verneint das Existenzrecht des Staates Israel und bekundet Sympathien für palästinensische Organisationen wie Fatah und Hamas. Die Armee entlässt den Mann; das Verwaltungsgericht Hannover bestätigt die rechtmäßige Entlassung in einem veröffentlichten Beschluss.

     
  • 13.06.2017, Männer grölen antisemitische Parolen

    Baden-Württemberg

    (Ulm)

    Quelle:
    Leuchtlinie

    Zwei Männer gröhlen auf dem Schuhhausplätzle antisemitische Parolen und zeigen den Hitlergruß. Die von Zeug*innen gerufene Polizei kann die Täter jedoch nicht mehr antreffen, obwohl unmittelbar eine Streife losgeschickt worden ist. 

     
  • 12.06.2017, Diebstahl der Gedenktafel für jüdische Antifaschisten IV

    Bayern

    (Fürth)

    Quelle:
    aida-Archiv

    Unbekannte schrauben die Gedenktafel am Mahnmal für die jüdischen Antifaschisten Rudolf Benario und Ernst Goldmann an der Uferpromenade ab und entwenden diese. Außerdem beschädigen sie eine benachbarte Birke mit einer Axt, die einst von den später Ermordeten selbst gepflanzt worden ist.

     
  • 10.06.2017, Landeszentrale für Politische Bildung beschmiert

    Sachsen

    (Dresden)

    Quelle:
    RAA Sachsen

    Unbekannte besprühen einen Schaukasten der Landeszentrale für Politische Bildung mit weißen Hakenkreuzen. Außerdem wird ein Davidstern in einen eindeutig antisemitischen Bezug zu den Hakenkreuzen gesetzt. Darüber hinaus beschmieren sie in der näheren Umgebung Grundstücksmauern, Gebäude, eine Haltestelle sowie Bänke mit den Symbolen.

     
  • 09.06.2017, Umstrittene Konferenz beginnt unter Protesten

    Hessen

    (Frankfurt)

    Quelle:
    JFDA & Frankfurter Rundschau

    Die umstrittene Konferenz „50 Jahre israelische Besatzung“ des Koordinationskreises Palästina-Israel findet statt. Zuvor finden sich rund 120 Unterstützer*innen der Konferenz zu einer von der Gruppe „Free Palestine Frankfurt“ angemeldeten Kundgebung am Eingang der S-Bahnstation Frankfurt-West ein. Am Veranstaltungsort versammeln sich rund 150 Gegner*innen der Konferenz; Bürgermeister Uwe Becker, der bereits zuvor erklärt hat, dass die Konferenz antisemitisch und daher in Frankfurt nicht willkommen sei, betont die Nähe der Konferenz zur BDS-Bewegung.

     
  • 07.06.2017, Frau mit Menora-Kette als „Judenschwein“ beschimpft

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf dem Weg zu einer Straßenbahnhaltestelle wird in Leipzig-Volkmarsdorf eine Person von zwei entgegenkommenden Frauen als „Chinzir Yahudi“ (arabisch: „Judenschwein“) beschimpft. Die ältere der beiden Frauen schaut auf ihre Brust, bleibt stehen und seufzt laut, bevor sie sie beschimpft. Die Betroffene bemerkt erst dann, dass ihre Kette mit einem Menora-Anhänger über ihrem T-Shirt zu sehen ist, obwohl sie diese sonst bewusst nicht sichtbar trägt. In der Situation ist die Betroffene zu geschockt, um zu reagieren. Erst im Nachhinein kann sie nachvollziehen, was geschehen ist.

     
  • 06.06.2017, Antisemitische Symbole und Parolen in Unterführung

    Hessen

    (Kassel)

    Quelle:
    Informationsstelle Antisemitismus Kassel (via Facebook)

    Unbekannte bringen mehrere antisemitische Symbole und Schriftzüge in einer Unterführung an der Bundesstraße 83 im Kasseler Stadtteil Waldau an. Neben dem Slogan „Juden raus“ ist dort auch ein durchgestrichener Davidstern zu sehen. Großflächig aufgesprüht werden zudem das Kürzel „NS“ sowie eine Parole gegen die Antifa.

     
  • 06.06.2017, Schändung des Jüdischen Friedhofs

    Thüringen

    (Gotha)

    Quelle:
    MOBIT & MDR Thüringen

    Auf dem jüdischen Friedhof werden 20 Grabsteine mit Nazi-Symbolen beschmiert. Nach Polizeiangaben sind unter anderem Hakenkreuze und SS-Runen mit schwarzer Farbe aufgemalt worden. Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung haben die Schmierereien entdeckt. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe. 

     
  • 04.06.2017, Antisemitische Ansprache im sozialen Umfeld

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Aus ihrem sozialen Umfeld heraus wird eine Frau in der Gneisenaustraße antisemitisch angesprochen. Die Jüdin besucht das Straßenfest „Karneval der Kulturen“ gemeinsam mit einer Gruppe von Personen, die sie zum Teil nur flüchtig kennt. Ein junger Mann aus der Gruppe spricht die Frau nach einiger Zeit unvermittelt an. Er sagt, er fände die Juden unsympathisch und begründet dies auf Nachfrage mit antisemitischen Klischees. So würden sich die Juden immer isolieren und sich gegenseitig bevorzugen. Zudem sagt er, er fände die „ganze Israel-Sache auch echt nicht in Ordnung“. Als die Betroffene meint, für sie stünde das Existenzrecht Israels nicht zur Debatte, antwortet er, das sehe er anders, woraufhin die Betroffene das Gespräch abbrach. Der Person ist bekannt, dass die Betroffene Jüdin ist.

     
  • 03.06.2017, Antisemitische Parolen bei Neonazi-Demo

    Baden-Württemberg

    (Karlsruhe)

    Quelle:
    Flickr

    Im Lauf der Demonstration des neonazistischen „Tag der Deutschen Zukunft“ in Karlsruhe-Durlach werden u.a. antisemitische Parolen („Nie wieder Israel!“, „Wer Deutschland liebt, ist Antisemit!“) gerufen. 

     
  • 02.06.2017, Mahnmal zur Erinnerung an frühere Synagoge beschädigt

    Niedersachsen

    (Osnabrück)

    Quelle:
    CFCA & Neue Osnabrücker Zeitung

    Die Metalltafeln an dem Mahnmal „Alte Synagoge“ werden nach Angaben der Polizei von Unbekannten beschädigt.

     
  • 30.05.2017, Antisemitische Äußerungen nahe des Mahnmals Friedrichstraße

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Ein Mann äußert am S-Bahnhof Friedrichsstraße in der Nähe des Mahnmals für die deportierten jüdischen Kinder antisemitische Inhalte. Dieselbe Person ist dabei schon mehrmals beobachtet worden.

     
  • 28.05.2017, „Die Rechte”-Kundgebung für Holocaustleugner Mahler

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    aida-Archiv

    Die extrem rechte Kleinstpartei „Die Rechte“ führt vor dem ungarischen Generalkonsulat im Stadtteil Bogenhausen eine Solidaritätskundgebung für den Holocaustleugner Horst Mahler durch. Zeitgleich finden ähnliche Kundgebungen in Düsseldorf, Erfurt und in Berlin statt, an denen sich jeweils einige wenige Dutzend Personen beteiligen.

     
  • 26.05.2017, Antisemitische Propaganda auf Gelände des Evangelischen Kirchentags

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS & Register Berlin

    Ein Mann zeigt Schilder antisemitischen Inhalts am Hammarskjöldplatz in Westend. Anlässlich des Evangelischen Kirchentags im Messegelände ruft er dazu: „Zionisten sind die Lügner und Verräter“. Zwei Besucher des Kirchentags stellen sich mit Courage vor dessen Schild. Die Polizei überredet eine Person zu gehen und erteilt der Zweiten einen Platzverweis.

     
  • 26.05.2017, Antisemitische Schmiererei an Wilmersdorfer Wohnhaus

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS & Register Berlin

    An die Wand im Eingangsbereich eines Wohnhauses, in dem Menschen jüdischen Glaubens wohnen und vor welchem drei Stolpersteine verlegt sind, wird ein Hakenkreuz geschmiert.

     
  • 24.05.2017, NS-Symbole auf Spielplatz gegenüber Synagoge

    Hessen

    (Kassel)

    Quelle:
    Informationsstelle Antisemitismus Kassel (via Facebook)

    Bei einer Rast auf dem Spielplatz gegenüber der Kasseler Synagoge finden Teilnehmende des Projekts „Jüdisches Leben in Frankfurt“ Mitte Mai mehrere nationalsozialistische Symbole vor, darunter ein Hakenkreuz und SS-Runen. Zu der Reisegruppe gehören auch Nachfahren der Kasseler Familie Wertheim. Zahlreiche Angehörige der Familie waren 1941 von den Nationalsozialisten vom Kasseler Hauptbahnhof aus in das Ghetto Riga verschleppt worden, wo Horst Wertheim 1943 starb, während seine Verwandten seither als verschollen gelten. Die Symbole werden rasch durch die Stadt Kassel entfernt und sind nicht mehr sichtbar.

     
  • 20.05.2017, Bedrohliche Situation beim Einkaufen

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In eine bedrohliche Situation gerät eine Frau beim Einkaufen in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs, da sie Ohrringe in der Form von Davidsternen trägt. Ein Mann, der ihr unmittelbar zuvor von einer Freundin vorgestellt wird, hat sie zu einem Schmuckgeschäft geführt, um es ihr zu zeigen. Unmittelbar vor dem Geschäft sagt er auf offener Straße zu ihr, sie müsse die Davidstern-Ohrringe herausnehmen, damit sie das Geschäft betreten dürfe. Die Betroffene weigert sich zunächst und besteht darauf, dass es egal sein müsse, was für ein Symbol an ihren Ohrläppchen hänge. Der Mann weist sie jedoch aggressiv zurecht, dass sie es mit ihrem „provokanten äußerlichen Auftreten“ noch provozieren würde, „mit dem Messer abgestochen“ zu werden. Um die einschüchternde Situation nicht weiter zu eskalieren, nimmt die Betroffene die Ohrringe schließlich ab und betritt das Geschäft. Eine weitere Diskussion auch mit zwei weiteren sich im Laden befindenden Männern, mit denen sich ihr Begleiter im Beisein der Betroffenen auf Arabisch unterhält, empfindet sie als zu bedrohlich. Sie verlässt das Geschäft möglichst schnell ohne etwas zu kaufen.

     
  • 18.05.2017, Antizionistische Schmiererei an Wände eines israelischen Restaurants

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Amadeu Antonio Stiftung (via Facebook)

    An die Wände eines Berliner Restaurants, das israelische Spezialitäten anbietet, werden die Worte „ZIONISMUS TÖTET„ geschmiert.

     
  • 18.05.2017, Israel-feindliche Doppelstandards in bayerischem Schulbuch entdeckt

    Bayern

    Quelle:
    DIG Hochschulgruppe Augsburg (via Facebook)

    Eine Augsburger Schülerin entdeckt eine Israel-feindliche Quelle von „Amnesty International“ in einem bayerischen Schulbuch, in der behauptet wird, der Staat Israel richte politische Gegner*innen ohne Gerichsverfahren hin. Über die Dämonisierung Israels hinaus bemerkt die Schülerin: „Staaten wie Saudi Arabien, Nordkorea und China finden in der Statistik leider keinen Platz, obwohl dort jährlich hunderte Menschen hingerichtet werden.“

     
  • 17.05.2017, Antisemitische Beleidigungen auf jüdischem Friedhof

    Sachsen-Anhalt

    (Magdeburg)

    Quelle:
    Jüdische Allgemeine & Mobile Opferberatung

    Drei Besucher*innen des jüdischen Friedhofs werden von einem Unbekannten von dessen Balkon aus mit Worten und Gesten antisemitisch beleidigt und beschimpft. Der Mann kommt auf die Besucher*innen zu, beleidigt sie weiter und droht zudem mit körperlicher Gewalt. Schließlich wird ein 65-Jähriger von dem Angreifer zu Boden gestoßen, sodass er am linken Unterarm verletzt wird. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt gegen einen 43-jährigen.

     
  • 15.05.2017, Holocaustleugnung und israelbezogener Antisemitismus auf Facebook

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Kommentarspalte auf der Facebook-Seite einer jüdischen Institution wird von drei User*innen der Holocaust geleugnet und das Existenzrecht Israels delegitimiert. In dem Kommentar wird Arye Friedman mit den Worten „Der Holocaust ist eine historische Fiktion“ zitiert. Zudem wird, entsprechend einer angeblichen Aufdeckung von drei Berliner Rabbinern in einem Kommentar behauptet, „die Juden“ hätten „die Deutschen und die Welt belogen“ und den „Holocaust [...] benutzt […], um den Palästinensern das Land weg zu nehmen und die welt und die engländer zu erpressen!“ (sic!) An diese These anknüpfend wird Israel die Existenzberechtigung abgesprochen. Zwei weitere öffentliche Kommentare beziehen sich hierauf zustimmend und äußern unter anderem, dass der „Holocaust ein Riesenbetrug ist, mit dem die Zionisten das unnötige „schlechte Gewissen“ der Deutschen für die Bereicherung des jüdischen Staats und ihre weiteren Weltmachtsträume missbrauchen!“ Die Kommentare werden vom Betreiber der Facebook-Seite entfernt.

     
  • 14.05.2017, Antisemitische Propaganda auf offener Straße in Wilmersdorf

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS & Register Berlin

    Ein Mann zeigt an der Xantener Straße, Ecke Brandenburgische Straße in Wilmersdorf Schilder mit antisemitischem Inhalt. Er versucht sich dabei der Demonstration „Jewish Parade für Toleranz und Vielfalt” zu nähern. Er wird von der Polizei weggedrängt.

     
  • 13.05.2017, Antisemitische, zum Mord aufrufende Parolen in Linienbus

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    Süddeutsche Zeitung & aida-Archiv

    Sechs Männer und Frauen grölen antisemitische und zum Mord aufrufende Parolen in einem Linienbus, der vom Hauptbahnhof bis Pasing fährt. Die 18- bis 33-Jährigen rufen u.a. „Juden raus” und „Verbrennt die Juden”. Als eine 38-Jährige Frau einschreitet und die Gruppe zum Aufhören auffordert, wird sie ebenfalls antisemitisch beschimpft. Daraufhin greift auch der Partner der Frau ein und kann eine weitere Eskalation der Situation verhindern.

     
  • 12.05.2017, Antisemitische Schmiererei in Köpenick

    An der Haltestelle Bahnhofstraße/Lindenstraße wird eine antisemitische Schmiererei entdeckt und entfernt.

     
  • 11.05.2017, Antisemitische Schrift in der Botschaft des Staates Israel eingegangen

    Der Botschaft des Staates Israel geht in der Auguste-Viktoria-Straße in Schmargendorf eine Postkarte zu, die antisemitische Dämonisierungen („jeden Tag Schießbefehl und Zerstörung und Vertreibung), den Vorwurf der Schuld am Antisemitismus und der Ausnutzung des Themas („Gejammere über wachsenden Antisemitismus) und den Vorwurf, Juden würden sich für die 'Gerechten unter den Völkern' halten, enthält. Eine weitere Zuschrift ist adressiert an die „Botschaft des Mörder Staates Israel: Ein beiliegender Zeitungsartikel über Israel-Tourismus war versehen mit einer Anmerkung, wonach Israel ein „Faschistenstaat wäre, wohin „[e]in Mensch mit Vestand nicht einmal in Gedanken verreisen würde.

     
  • 10.05.2017, Holocaustleugnung gesprüht

    An der Ludwigsburger Straße im Heilbronner Stadtteil Böckingen wird eine Parole gesprüht, die den Holocaust leugnet: „Holocaust=Lüge!!“ Dies ist die zweite antisemitische Straftat innerhalb weniger Wochen.

     
  • 09.05.2017, Antisemitisch motivierter Angriff in Neukölln

    Ein 49-jähriger Mann stellt einen anderen Mann, der in Berlin regelmäßig Schilder mit antisemitischen und verschwörungstheoretischen Botschaften zeigt, wegen der präsentierten Plakate zur Rede. Daraufhin beginnt der zur Rede Gestellte den 49-Jährigen anzuschreien und zu schlagen. Der Betroffene hat Anzeige bei der Polizei erstattet.

     
  • 04.05.2017, Brutaler Angriff nach Antisemitismus

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS & Register Berlin

    Eine Frau wird in der Nähe des S+U-Bahnhofs Friedrichstraße angegriffen, nachdem sie eine Person kritisiert, die Plakate mit antisemitischen Inhalten präsentiert und die Botschaften lautstark skan-diert. Nachdem die Frau dem Mann gesagt hat, er solle es lassen, da es Antisemitismus sei, schlägt dieser ihr mit dem Schild auf den Kopf und mit der Faust in ihr Gesicht. Als die Frau zu Boden fällt, tritt er ihr gegen die Rippen, wobei er deutlich gegen ihren Kopf zielt. In diesem Augenblick greifen Passant*innen ein, was der Betroffenen zur Flucht verhilft. Die Betroffene erleidet mehrere Verlet-zungen durch den Angriff. Der Angreifer ist bekannt und stellt seine Schilder mit antisemitischen Texten häufig an vielfrequentierten Orten zur Schau.

     
  • 03.05.2017, Inschrift mit roter Farbe besprüht

    Baden-Württemberg

    (Villingen-Schwenningen)

    Quelle:
    CFCA & Südkurier

    Die einen Davidstern zierende Inschrift zum Andenken an den Villinger Juden Joseph Haberer, der im Kindesalter seine Heimat aufgrund der Verfolgung durch das NS-Regime verlassen musste und in die USA emigrierte, wird mit roter Farbe übersprüht. Die Farbe auf dem Schild wird von Passant*innen mit einer Bürste entfernt.  

     
  • 30.04.2017, Antisemitischer Angriff bei Kundgebung

    Im Rahmen der Kundgebung „FÜR die Deutsch-Israelische Freundschaft“ des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft am Pariser Platz in Berlin-Mitte wird ein Angriff auf eine Demonstrantin in letzter Sekunde verhindert. Die Betroffene trägt eine Israelflagge um ihre Schultern. Gegen 13:40 Uhr nähert sich, von der Betroffenen unbemerkt, ein Unbekannter von hinten an sie und versucht mit einem Feuerzeug die Fahne in Brand zu setzen. Nur durch die schnelle Reaktion eines Kundgebungsteilnehmers, der seine Hand zwischen Feuerzeug und Flagge hielt, konnte Schlimmeres verhindert werden. Die Betroffene und der couragierte Teilnehmer sind derartig perplex, dass sich der Täter unerkannt entfernen kann.

     
  • 28.04.2017, AfD-Politiker trotz eindeutig antisemitischer Betätigung in Partei geduldet

    Der nordhessische AfD-Politiker Gottfried Klasen ist trotz anhaltender antisemitischer Betätigung weiterhin als Funktionsträger für seine Partei aktiv. Klasen hat als Delegierter am Bundesparteitag der AfD in Köln teilgenommen. Auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht Klasen regelmäßig antisemitische Inhalte. Am Ende verlässt er die Fraktion. 

     
  • 28.04.2017, Antisemitische Schrift in der Botschaft des Staates Israel eingegangen

    Der Botschaft des Staates Israels geht in der Auguste-Viktoria-Straße in Schmargendorf eine Schrift zu. Diese enthält eine antisemitisch motivierte Täter-Opfer-Umkehr: Die Adressierten haben aus Ihrer eigenen Geschichte lernen sollen, andere Menschen mit Anstand zu behandeln. Diese Be-hauptung lässt sich so deuten, dass es den Holocaust bedurft habe, um Jüd*innen zu einer höhe-ren Moral zu führen. In demselben Schreiben wird behauptet, die Besetzung des Rheinlands habe zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges geführt. Dabei handelt es sich um eine geschichtrevisio-nistische Schuldabwehr. Dass der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vom Deutschen Reich geplant und beabsichtigt war, ist die vorherrschende Forschungserkenntis der Neuesten Geschichte.

     
  • 26.04.2017, Antisemitische Propaganda auf offener Straße in Charlottenburg

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS & Register Berlin

    Ein Mann präsentiert am Hardenbergplatz in Charlottenburg Schilder mit antisemitischem Inhalt.

     
  • 26.04.2017, Antisemitische Schrift in der Botschaft des Staates Israel eingegangen

    Der Botschaft des Staates Israels geht in der Auguste-Viktoria-Straße in Schmargendorf eine Schrift zu. Diese enthält eine antisemitische Täter-Opfer-Umkehr: Unbeschadet der Verbrechen unserer 'Väter' kann man vor Menschenrechtsverletzungen und absurden verstößen gegen Völkerrecht [...] die Augen nicht verschließen.

     
  • 24.04.2017, Grabstein auf jüdischem Friedhof mit Hakenkreuz beschmiert

    Bremen

    (Bremen)

    Quelle:
    Die Tageszeitung (taz)

    Auf dem alten jüdischen Friedhof wird ein Grabstein mit einem Hakenkreuz beschmiert. Der Friedhofsverwalter hat den Vorfall angezeigt. Nun ermittelt der Staatsschutz wegen Störung der Totenruhe und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die Tat geschieht am israelischen Nationalfeiertag zum Gedenken an die Ermordeten des Holocaust sowie an die Held*innen des jüdischen Widerstands. 

     
  • 24.04.2017, Antisemitische Schmierereien in Dahlem

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS & Register Berlin

    Auf einem Stromkasten in Berlin-Dahlem werden antisemitische Schmierereien entdeckt. Auf dem Kasten an der Ecke Breisacher Straße/Leichhardtstraße wird der Schriftzug „Antifa“ sowie ein Anarchie-Zeichen durchgestrichen und daneben die Wörter „Anti-Antifa“, „NS-Zone“ mit Keltenkreuz sowie ein an einem Galgen hängender Davidstern angebracht.

     
  • 23.04.2017, Antisemitische Beiträge und Jubel über Polizistenmord

    Hessen

    (Bebra)

    Quelle:
    Informationsstelle Antisemitismus Kassel (via Facebook)

    Ein Mann aus Bebra postet Mitte April auf seiner öffentlichen Facebook-Seite zahlreiche antisemitische Grafiken und Beiträge. So veröffentlicht er Fotos von Politikern, denen die von den Nationalsozialisten eingeführte Zwangskennzeichnung „Jude“ auf die Stirn retuschiert worden ist. Zu sehen sind zudem Darstellungen von Jüd*innen im Stil der nationalsozialistischen Propaganda. Jüdische Menschen werden in ihnen als geldgierig, die Welt beherrschend, manipulativ, aggressiv und niederträchtig typisiert.

     
  • 22.04.2017, Antisemitischer AfD-Politiker nominiert

    Baden-Württemberg

    (Konstanz)

    Quelle:
    Amadeu Antonio Stiftung (via Facebook)

    Die AfD Konstanz nominiert den wegen antisemitischer Äußerungen aus der AfD Landtagsfraktion in Baden Württemberg ausgeschlossenen Abgeordneten Wolfgang Gedeon als Deligierten für den AfD-Bundesparteitag am 22/23.April in Köln. Wolfgang Gedeon hat bundesweite Bekanntheit aufgrund seiner als antisemitisch eingestuften Positionen erlangt. Es ist daher ein bemerkenswerter Schritt, dass die AfD Konstanz Wolfgang Gedeon für den Bundesparteitag in Köln als ihren Deligierten bestimmt. Der Konstanzer AfD-Kreisverband behauptet, dieser sei schon im März 2015, also vor dem Antisemitismus-Skandal, nominiert worden; daran gibt es aber erhebliche Zweifel.

     
  • 22.04.2017, Holocaustleugnung, offener Antisemitismus und Verschwörungstheorien auf dem March for Science

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Im Rahmen des „March for Science Berlin“, an dem ca. 11 000 Personen teilnehmen, wird durch eine Gruppe von vier Personen auf einem Plakat und in Flugblättern der Holocaust geleugnet, Verschwörungstheorien und offener Antisemitismus verbreitet. So werden auf den Flugblättern u.a. die deutsche Kriegsschuld am 2. Weltkrieg sowie der Holocaust suggestiv in Frage gestellt sowie Verschwörungstheorien über den Klimawandel, den 11. September und Selbstmordattentate verbreitet. Jüd*innen wird zudem in antisemitischer Art und Weise unterstellt, großen Einfluss auf das Finanzwesen, auf Hollywood, die Presse, Pornographie und das Internet zu haben. Auch die vermeintliche Macht von „Bilderbergern“ und anderen Gruppen werden im Rahmen der Flugblätter, auf die das gezeigte Plakat Bezug nimmt, als „evidenzbasierte Fakten – frei von jeglicher Ideologie!“ bezeichnet.

     
  • 21.04.2017, Plakate für Filmvorführung „Shoah“ an der FU abgerissen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Zwei Plakate, die auf eine Filmvorführung des Films „Shoah“ und einen dazugehörigen Einführungsvortrag hinweisen, werden zwischen den Nachmittagen des 20. und 21. April auf dem Gelände der Freien Universität Berlin abgerissen. Die Plakate sind direkt am Henry Ford Bau in der Garystraße sowie in seiner unmittelbaren Nähe gehangen. Die Filmvorführung und der Vortrag sind von der studentischen Hochschulgruppe „Gegen jeden Antisemitismus an der Freien Universität Berlin“ organisiert worden. Auf den Plakaten ist in Großbuchstaben der Titel des Films sowie der Name des Regisseurs, Claude Lanzmann, zu lesen.

     
  • 21.04.2017, Antisemitische Beleidigung und Bedrohung am Nettelbeckplatz

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS & Register Berlin

    Als ein Aktivist des „Jugendwiderstands“ am Nettelbeckplatz in Wedding Flyer der Gruppe verteilt und eine Passantin es ablehnt, einen davon zu nehmen und sich Antisemitismus-kritisch auf den „Jugendwiderstand“ bezieht, beschimpft der Aktivist sie als „Zionistenfotze“ und „blöde Schlampe“ und versucht die Frau anzuspucken. Anschließend droht er ihr mit den Worten: „Du hast gerade Glück, dass ich dich nicht die Straße hinunter trete.“ In den vergangenen zwei Jahren sind Aktivist*innen des „Jugendwiderstands“ mehrmals durch Beschimpfungen, Gewaltandrohungen und physische Attacken auf politische Gegner*innen aufgefallen.

     
  • 20.04.2017, Grabsteine auf Jüdischem Friedhof beschädigt

    Ein bislang unbekannter Täter beschädigt im Zeitraum zwischen 20. April und 02. Mai insgesamt zehn Grab- und Gedenksteine des Jüdischen Friedhofs im Sontheimer Gewann „An der Schozach“.

     
  • 19.04.2017, Antisemitische Zettel in Wilmersdorf gefunden

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS & Register Berlin

    Am Heidelberger Platz in Wilmersdorf wird ein Zettel mit verschwörungsideologischen Inhalten gefunden. Unter anderem wird dazu aufgefordert, Begriffe wie Ernst Zündel, Protokolle der Weisen von Zion oder 6000000 in die Google- und YouTube-Suchen einzugeben, wohl mit dem Wissen, dass auf diese Weise antisemitische verschwörungsideologische und Holocaust leugnende Inhalte gefunden werden. 

     
  • 17.04.2017, Holocaust relativierende Rede und israelbezogener Antisemitismus auf dem Hermannplatz

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Etwa 50 Personen nehmen an einer Kundgebung gegen die Sicherheitskooperation zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde teil. Diese findet im Rahmen der internationalen Kampagne „End Security Coordination“ statt, die an diesem „Tag der palästinensischen Gefangenen“ Kundgebungen in acht Städten Europas und der USA einschloss. Durch eine aggressiv gehaltene Rede fällt Tarek M. auf, der als Aktivist der Gruppe „For One State and Return Palestine“ (FOR-Palestine) bekannt ist. Er spricht dem Staat Israel jede Existenzberechtigung ab: Zionisten hätten im Nahen Osten nichts verloren, es ginge der palästinensischen Befreiungsbewegung um den „gesamten palästinensische[n] Boden“. Mit dem Slogan „Nieder mit dem Zionismus“ und der Behauptung, der Zionismus sei ein Apartheidsystem, spricht er dem jüdischen Volk das Recht auf nationale Selbstbestimmung ab.

     
  • 17.04.2017, NS-Gedenkort wird zum Schauplatz für Palästina-Aktivist*innen

    Der diesjährige Kasseler Ostermarsch hält laut Medienberichten eine Zwischenkundgebung am Ehrenmal für die Opfer des Nationalsozialismus ab. Dabei zeigen mehrere Teilnehmer*innen palästinensische Flaggen sowie ein Plakat mit der Aufschrift „Free Palestine“. Dieser Slogan ist in kämpferischer Weise gegen den jüdischen Staat Israel gerichtet. Es ist mehr als irritierend, dass er an einem Ort gezeigt wird, der laut Internetauftritt der Stadt Kassel dazu anregen soll, „sich Gedanken über die Opfer des Naziregimes zu machen“.

     
  • 16.04.2017, Antisemitische Propaganda im Familienkontext

    Niedersachsen

    (Cuxhaven)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Am Ostersonntag sieht sich ein Ehepaar im Familienkreis mit antisemitischer Propaganda konfrontiert: Ein jüdischer Mann besucht mit seiner nicht-jüdischen Ehefrau deren Großvater im Landkreis Cuxhaven. Im Zuge eines Gesprächs über Weltpolitik stellt die Lebensgefährtin des Großvaters unvermittelt die Frage: "Was ist mit den Juden?". Daraufhin händigt dieser seiner Enkelin einen Ausdruck einer antisemitischen Rede mit dem Hinweis aus, dort stünde die Wahrheit über die Juden. In der 1961 vom Antisemiten und Holocaustleugner Benjamin H. Freedman gehaltenen Rede wird neben zahlreichen weiteren antisemitischen Aussagen die Existenz einer jüdischen Weltverschwörung behauptet und den Juden die Schuld am 1. und 2. Weltkrieg gegeben. Sie wird daher in revisionistischen Zeitschriften und Blogs bis heute weiterverbreitet. Das Ehepaar bricht den Kontakt zum Großvater der Ehefrau in Folge des Gesprächs ab.

     
  • 12.04.2017, Mit Flasche beworfen und antisemitisch beschimpft

    Ein 32-jähriger Mann wird abends in der Haupthalle des Ostbahnhofs aus einer Gruppe von vier Personen heraus mit einer Glasflasche beworfen und am Bein getroffen. Als der Mann die Gruppe daraufhin anspricht, beschimpft ihn eine 38-Jährige mehrfach lautstark mit den Worten „Scheiß Jude“. Bundespolizisten schreiten ein und eröffnen entsprechende Ermittlungsverfahren. Der 32-Jährige bleibt körperlich unverletzt. Die Beamten verbringen die alkoholisierte 38-Jährige zunächst in die Diensträume der Bundespolizei und erteilen ihr nach Abschluss der polizeilichen Maßnah-men einen Platzverweis.

     
  • 12.04.2017, Beschädigung der Gedenktafel für jüdische Antifaschisten III

    Bayern

    (Fürth)

    Quelle:
    aida-Archiv

    Am 12. April jährt sich zum 84. Mal die Ermordung der beiden jüdischen Antifaschisten Rudolf Benario und Ernst Goldmann aus Fürth im KZ Dachau. Bei der Gedenkfeier wird entdeckt, dass Unbekannte in die Gedenktafel ein Hakenkreuz geritzt hatten. Die Tafel muss nach dem Gedenken ausgetauscht werden.

     
  • 08.04.2017, Frau antisemitisch bedroht und bespuckt

    Baden-Württemberg

    (Herrenberg)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Frau wird beim Umsteigen auf dem Bahnsteig antisemitisch beschimpft, bedroht und bespuckt. Sie trägt eine Kette mit Davidstern, als sie mit der Ammertalbahn nach Herrenberg fährt. Im Zug bemerkt sie einen Mann, der sie verächtlich mustert. Die Frau bekommt ein mulmiges Gefühl und bleibt während der kurzen Fahrt an der Wagontür stehen. In Herrenberg verlässt sie den Zug und geht zügig zu den Treppen zur Bahnhofsunterführung. Der Mann steigt ebenfalls aus, folgt ihr und beleidigt sie unvermittelt als „Judenhure“. Er wünscht ihr den „Tod in der Gaskammer“ und bespuckt sie. Die Frau schaut sich auf dem Bahnsteig um und als sie niemanden außer dem Mann sieht, läuft sie schnell die Treppe hinunter und bringt sich in einem abfahrtbereiten Bus in Sicherheit. Der Mann bleibt auf dem Bahnsteig stehen. Die Frau hat den Übergriff bei der Polizei angezeigt. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

     
  • 07.04.2017, Stolpersteine in Friedenau besprüht

    In der Fregestraße werden gegen 8.50 Uhr zwei mit silberner Farbe besprühte Stolpersteine entdeckt. In Friedenau sind in der Vergangenheit immer wieder Stolpersteine, die an ermordete jüdische Menschen erinnern sollen, beschmiert und zerstört worden.

     
  • 03.04.2017, Zigarette beschädigt Gegenstände und erzeugt Rauchentwicklung

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld wird eine Frau beleidigt und es wird versucht ihren Rucksack in Brand zu stecken. Sie ist mit einer El Al-Maschine aus Tel Aviv gelandet, die aufgrund einer zwei-stündigen Verspätung zeitgleich mit einem Germania-Flug aus Beirut angekommen ist. Als sie kurz nach der Landung als Erste aus ihrem Flug durch die elektrische Schiebetür in die Ankunftshalle tritt, ruft eine Gruppe von ca. 25 jungen Männern „Free, free Palestine!“. Die Gruppe bildet daraufhin ein schmales Spalier, durch das die Frau hindurch laufen muss, um zum Ausgang gelangen zu können. Am S-Bahnhof angekommen stellt sie fest, dass der von ihr auf dem Rücken getragene und zuvor verschlossene Rucksack geöffnet und eine brennende Zigarette hineingeworfen worden ist. Unterschiedliche Gegenstände ist durch die Zigarette beschädigt worden, es ist zu Rauchentwicklung gekommen.

     
  • 01.04.2017, Antisemitische Hetze unterm Brandenburger Tor

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Am 1. April 2017 demonstrieren ca. 100 Personen gegen die militärische Intervention Saudi-Arabiens im Jemen unter dem Motto „Stoppt den Krieg gegen den Jemen“. Die Route verläuft direkt vom Potsdamer Platz vorbei am Denkmal für die ermordeten Juden Europas zum Brandenburger Tor. Der Veranstalter der Demonstration ist der jemenitische Aktivist Saif al-W., der 2015 aufgefallen ist, als er auf dem Berliner Al-Quds-Marsch „Tod Amerika, Tod Israel, verdammt seien die Juden und Sieg dem Islam“ vom Lautsprecherwagen gerufen hat.

     
  • 28.03.2017, Zur eliminatorischen Gewalt aufrufende antisemitische und rassistische Schmierereien

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf dem Geländer der Schillingbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg werden vor kurzem Schmierereien entdeckt, die zu massiver antisemitischer und rassistischer Gewalt sowie zur Gewalt an politischen Gegner*innen aufrufen. So heißt es unter anderem: „Knarre raus TOT den Juden, Russen, Negern + Kommis…and fuck the Islam“. Neben dem Schriftzug „Wotan grüßt“ wurde eine SS-Runde angebracht. Die Schmierereien sind inzwischen teilweise unkenntlich gemacht und Anzeige erstattet worden.

     
  • 26.03.2017, Autorin erzählt antisemitische Erzählungen in Kolumne

    Bremen

    (Bremerhaven)

    Quelle:
    Salonkolumnisten

    Eine Kolumne mit antisemitisch-verschwörungsideologischen Inhalten wird in dem Bremerhavener Stadtmagazin „Laufpass“ abgedruckt. Die Autorin greift die alte Erzählung der Brunnenvergiftung auf und bedauert, dass denjenigen, die Brunnen vergiften, nicht mehr so begegnet werden wie früher – mit dem Tode, da sie der Allgemeinheit schaden.

     
  • 24.03.2017, Relativierung des Holocaust durch gepostete Abbildung der AfD Berlin

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Facebook

    Die AfD Berlin bewirbt ein Bild auf Facebook, worauf ein weißes T-Shirt abgebildet ist. Darauf ist ein stilisierter Davidstern abgedruckt, in dem der Schriftzug „Rechtspopulist“ steht. Durch die eigene Opferinszenierung relativiert sie den Holocaust und setzt sich mit den sechs Millionen jüdischen Opfern des Nationalsozialismus gleich.

     
  • 24.03.2017, 14-jähriger Schüler antisemitisch beleidigt und angegriffen

    Ein 14-jähriger Schüler einer Gemeinschaftsschule in Friedenau wird von anderen Schülern wiederholt antisemitisch beleidigt. Der 14-Jährige wird an einer Bushaltestelle von zwei Schülern angegriffen. Der Schulleiter erstattet Anzeige. Der 14-Jährige wechselt die Schule.

     
  • 22.03.2017, Rapper „Kollegah“ bedient in Gespräch antisemitische Stereotype

    (Deutschland)

    Quelle:
    Die Tageszeitung (taz)

    Nachdem der Rapper „Kollegah“ aufgrund seiner antisemitischen Inhalte in den Medien themati-siert worden ist, wird er von Jan Böhmermann zu einem Klärungsgespräch eingeladen, bei dem auch Shahak Shaipra und Kat Kaufmann teilgenommen haben. Auf die Antisemitismus-Vorwürfe angesprochen, entgegnet der Rapper: „Die einzigen, die sich immer in diese Opferrolle setzen, seid ihr Juden.“ Und: „Ich hab immer das Gefühl, man kriegt gar nicht so viel mit von der jüdischen Bevölkerung – sie integrieren sich nicht, sie zeigen sich auch gar nicht, sie zeigen nicht so die Präsenz.“ 

     
  • 22.03.2017, Antisemitische Schilder am S-Bahnhof Schöneweide hochgehalten

    Am S-Bahnhof Schöneweide steht ein berlinweit bekannter Antisemit und hält Schilder in die Höhe, auf denen er vor der Gefahr einer sog. „jüdischen Weltverschwörung“ warnt.

     
  • 19.03.2017, WDR-Dokumentation stellt Geert Wilders als zionistischen Agent dar

    (Deutschland)

    Quelle:
    Die Welt

    In einer WDR-Dokumentation wird Geert Wilders als Agent des Zionismus dargestellt. Nach der Doku habe sein antimuslimischer Rassismus etwas mit Juden zu tun, da in Wilders Verwandtschaft Juden seien, er ein Jahr in Israel gelebt habe und bis heute dem jüdischen Konsulat regelmäßig Besuche abstatte. Zudem wird seine finanzielle Unterstützung von jüdischen Spender*innen übermäßig betont; dies bedient verschwörungsideologische Erzählungen.

     
  • 19.03.2017, Antisemitische Nachrichten in Messenger-Gruppe der AfD

    Niedersachsen

    Quelle:
    Die Welt

    In einer Messenger-Gruppe der AfD Weserbergland, werden über längeren Zeitraum neben pornografischen auch antisemitische und andere menschenverachtende Nachrichten geteilt.

     
  • 18.03.2017, AfD bildet Bundeskanzlerkandidat Martin Schulz mit Hakennase ab

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Bento

    Die AfD postet eine Meldung mit dem Titel „Fakenews auf zwei Beinen“, darin wird der aktuelle Hype um Schulz als inszeniert dargestellt. Er selbst verkörpere das „sich selbst bereichernde und verlogene Establishment“. Schulz wird in einer bearbeiteten Grafik mit antisemitischen Stereotypen versehen: Seine Nase ist leicht nach unten verkrümmt, seine Unterlippe schwülstig. Die Photoshop-Arbeit erinnert an die Karikaturen, die zur Zeit des Nationalsozialismus angefertigt worden sind.

     
  • 18.03.2017, „Nie wieder Israel!“ bei Neonazi-Demonstration gerufen

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    RIAS (via Twitter)

    Auf einer Neonazi-Demonstration wird laut Felix M. Steiner die Parole „Nie wieder Israel!“ gerufen.

     
  • 18.03.2017,

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Licht-Blicke & Register Berlin

    Die Angestellten und der Besitzer einer Kneipe in der Hagenstraße werden von drei Gästen antisemitisch und rassistisch beleidigt. Der Besitzer verweist die Personen des Lokals.

       
    • 18.03.2017, Antisemitische Plakate um den Prerower Platz entdeckt

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      Licht-Blicke & Register Berlin

      Um den Prerower Platz werden ein halbes Dutzend Plakate des Querfront-Aktivisten Michael Koth gefunden, die unter anderem die „Antisemitismus-Verschwörung“ zum Thema haben. Sie werden entfernt.

       
    • 15.03.2017, Relativierung des Holocaust bei Neonazi-Demonstration

      Rheinland-Pfalz

      (Zweibrücken)

      Quelle:
      RIAS (via Twitter)

      Auf einer Neonazi-Demonstration wird laut Stoerungsmelder ein Transparent gezeigt, in welchem der Holocaust relativiert wird und dabei suggeriert wird, Juden könnten keine Deutschen sein.

       
    • 14.03.2017, Person zeigt verschwörungstheoretische Plakate mit antisemitischem Inhalt

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      RIAS (via Facebook)

      Ein berlinweit bekannter Antisemit zeigt an der S-Bahn-Haltestelle Friedrichstraße mehrere verschwörungstheoretische Plakate mit antisemitischem Inhalt. Im Jahr 2016 wird die Person der „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus“ (RIAS) insgesamt 31 Mal gemeldet, die vor allem in den Bezirken Neukölln und Mitte an öffentlichen Orten wie Kreuzungen und zuletzt insbesondere an Bahnhöfen sowie im Rahmen von Demonstrationen verschwörungsideologische Plakate mit antisemitischen Chiffren zeigt.

       
    • 14.03.2017, Holocaustleugnung in Kommentarspalte einer jüdischen Institution

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      RIAS (via Facebook)

      In der Kommentarspalte auf der Facebook-Seite einer jüdischen Institution wird von zwei Usern der Holocaust geleugnet und behauptet, es gäbe einen Völkermord von Zionisten an Juden, Deutschen und Nicht-Juden. Diese Kommentare gehen einher mit Beleidigungen und massiven Bedrohungen bis hin zu Vernichtungsphantasien. Die Behauptung, Juden oder Zionisten begingen heute einen neuen Völkermord, stellt eine Täter-Opfer-Umkehr dar, die häufig darauf abzielt Israel zu dämonisieren und zu delegitimieren. In diesem Fall sollen durch die Täter-Opfer-Umkehr jüdische Perspektiven im Allgemeinen und ganz konkret die Stimme der adressierten jüdischen Organisation in Frage gestellt und unter Androhung von Gewalt zum Schweigen gebracht werden. Für die adressierten Betroffenen sind solche Äußerungen extrem verletzend und einschüchternd. In diesem Fall wurde Anzeige erstattet, die Polizei ermittelt.

       
    • 11.03.2017, Antisemitische Kundgebung von BDS Berlin in Westend

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      haGalil & Register Berlin

      Eine Kundgebung der Gruppe Boykott, Desinvestition, Sanktionen (BDS Berlin) findet vor dem Messeeingang in der Jafféstraße in Westend statt. BDS Berlin demonstriert anlässlich der Inter-nationalen Tourismusbörse gegen israelische Aussteller. Auf einem Transparent steht: Holidays in the Shadow of the Apartheid-Wall. Die Aktion ist Teil der Kampagne Israeli Apartheid Week. Das Abstreiten des Rechts des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung, z.B. durch die Behauptung, die Existenz des Staates Israel sei ein rassistisches Unterfangen, ist eine Form des israelbezogenen Antisemitismus.

       
    • 11.03.2017, Antisemitische Chiffren bei Neonazi-Aufmarsch verwendet

      Sachsen-Anhalt

      (Dessau)

      Quelle:
      RIAS (via Twitter) RIAS

      Bei einem Neonazi-Aufmarsch werden laut einer Meldung von Friedenswatch antisemitische Chiffren verwendet. Dabei wird der Nationalsozialismus verherrlicht und die antisemitische Gegenüberstellung einer internationalen Hochfinanzwirtschaft vs. ehrlicher deutscher Arbeit vollzogen.

       
    • 10.03.2017, Gedenkstele der Jüdischen Gemeinde Adass Jisroel beschmiert

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      Register Berlin

      Eine Gedenkstele der Jüdischen Gemeinde Adass Jisroel in Berlin-Mitte wird mit Schriftzügen beschmiert. Ein Anwohner entdeckt verschiedene Schmierereien am frühen Morgen auf dem Mahnmal in der Nähe des Wullenweberstegs und informiert zunächst die Gemeinde. Diese erstattet anschließend beim LKA Strafanzeige.

       
    • 10.03.2017, Antisemitische Schilder an der S-Bahnstation Neukölln gezeigt

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      Register Berlin

      Ein Mann platziert sich vormittags mit drei Plakaten, die antisemitische und verschwörungstheo-retische Botschaften tragen, auf dem Bahngleis der S-Bahnstation Neukölln.

       
    • 10.03.2017, 14-jähriger Schüler aus antisemitischer Motivation bedroht und beschossen

      Ein 14-jähriger Junge wird mittags in der Rubensstraße aus antisemitischer Motivation von zwei 15-jährigen Jungen in den Schwitzkasten genommen und mit einer Spielzeugpistole bedroht und beschossen.

       
    • 10.03.2017, Israelhass mit kirchlichem Segen?

      Niedersachsen

      (Georgsmarienhütte)

      Quelle:
      haGalil

      Im „Haus Ohrbeck“, einer Heimvolkshochschule des Landes Niedersachsens in Trägerschaft des Bistums Osnabrück und des Franziskanerordens, findet wie in den Jahren zuvor die Jahrestagung der „Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V.“ (DPG e.V.) statt. Geladen ist u.a. Udo Steinbach, der im Oktober 2014 antisemitische Parolen bei judenfeindlichen Demonstrationen während des Gaza-Konflikts verharmlost hat. 

       
    • 08.03.2017, Antisemitische Schilder am Hermannplatz gezeigt

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      Register Berlin

      Ein Mann platziert sich gegen 17.30 Uhr mit drei antisemitischen und verschwörungstheoretischen Plakaten am Hermannplatz, am Rande einer Demonstration zum Internationalen Frauenkampftag.

       
    • 08.03.2017, Mann mit antisemitischen Zeilen wegen Volksverhetzung verurteilt

      Hessen

      (Gießen)

      Quelle:
      Jungle World

      Ein 33-jähriger Mann wird wegen Volksverhetzung verurteilt: Mit seinem Musiklabel „Überlegenheit durch Intoleranz“ hatte der Mannheimer verschiedene Platten der Kategorie „National Socialist Black Metal“ verkauft, darunter Bands wie „Arisches Blut“ oder „Holocauststurm“, deren Lieder eindeutig antisemitische, rassistische und NS-verherrlichende Zeilen enthalten. Außerdem zieren Hakenkreuze und SS-Runen die Cover der Platten. Der Richter verurteilt den Mann zu einer Geldstrafe in Höhe von 4.800 Euro.

       
    • 07.03.2017, Bedrohung und Beschimpfung wegen Button mit Davidstern

      Ein junger Mann wird in der Kurt-Schumacher-Straße wegen eines Buttons mit Regen-bogen und Davidstern antisemitisch beleidigt und bedroht. Ein unbekannter Mann beschimpft ihn als „nach Pisse stinkender Jude“ und wirft ihm vor, „mit Nazis zusammen gegen die Türkei“ zu käm-pfen. Er fordert den Träger des Buttons auf zu verschwinden, ansonsten werde er „seine Leute holen“.

       
    • 07.03.2017, Antisemitischer Angriff auf Pro-Israel Demonstranten

      Hamburg

      (Hamburg)

      Quelle:
      RIAS (via Facebook)

      Im Rahmen einer Kundgebung der Plattform „Nein zum Referendum in der Türkei“, die sich gegen eine Wahlkampfveranstaltung des türkischen Außenministers in Hamburg richtet, kommt es zu einem antisemitischen Angriff. Einem Kundgebungsteilnehmer wird eine Wollmütze, auf der die israelische Fahne aufgenäht ist, vom Kopf gerissen und es wird versucht, die Mütze in die Alster zu werfen. Zuvor hatte es keinerlei Gespräch zwischen der vierköpfigen Gruppe, aus der der Übergriff erfolgt, und dem Betroffenen gegeben. Die Gruppe stammt nach Einordnung des Betroffenen aus dem linken Spektrum. Die vier Personen versuchen den Betroffenen einzuschüchtern, andere Teilnehmer gegen ihn aufzuhetzen und bezeichneten ihn als Faschisten und Zionisten. Umstehende gehen auf die Aggression jedoch nicht ein, die Polizei verweist den Täter von der Kundgebung. Anzeige wird erstattet.

       
    • 05.03.2017, Antisemitische Beschimpfungen am Rande eines Fußballspiels

      Bremen

      (Bremen)

      Quelle:
      Twitter

      Nach einem Fußballspiel der 3. Liga zwischen Werder Bremen II und MSV Duisburg skandieren laut einer Twitter-Meldung mehrere Fans „Juden MSV“. 

       
    • 04.03.2017, Verwendung antisemitischer Codes bei „Merkel muss weg“-Demonstration

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      JFDA

      Im Rahmen der fünften „Merkel muss weg“-Demonstration verwenden Redner*innen antisemiti-sche Codes: In den Redebeiträgen wird u.a. von „einer kleinen internationalen Clique in Europa“ gesprochen, welche die „Volkssouveränität“ unterminiere. Die Verwendung der Begriffe „Schuld-kult“ und „Holocaust-System“ wird laut geteilt.

       
    • 03.03.2017, Antisemitische Schrift in der Botschaft des Staates Israel eingegangen

      Der Botschaft des Staates Israels geht in der Auguste-Viktoria-Straße in Schmargendorf eine Schrift zu. Diese enthält den israelbezogenen antisemitischen Vorwurf, dass die Politik der israelischen Regierung Ausdruck einer archaischen Kultur sei.

       
    • 01.03.2017, Ermittlungen gegen Björn Höcke eingestellt

      Sachsen

      (Dresden)

      Quelle:
      MDR

      Die Staatsanwaltschaft Dresden stellt die Ermittlungen gegen den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke wegen dessen sog. „Dresdner Rede“ (17.01.2017) ein. Die Rede erfülle weder den Tatbestand der Volksverhetzung noch handele es sich um eine Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Gegen Höcke sind nach dessen Rede über Erinnerungskultur und Vergangenheitsbewältigung insgesamt 91 Strafanzeigen gestellt worden. Die Staatsanwaltschaft hat zudem von Amts wegen gegen den Politiker ermittelt.

       
    • 28.02.2017, Antisemitische Schrift in der Botschaft des Staates Israel eingegangen

      Der Botschaft des Staates Israels geht in der Auguste-Viktoria-Straße in Schmargendorf eine Schrift zu. Diese enthält Äußerungen, die dem israelbezogenen Antisemitismus zuzuordnen sind. Die israelische Politik wird mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt: „Begeben sich israelische Soldaten auf das Niveau dieser Barbaren?” Zudem wurde der Vorwurf geäußert, für die Zunahme der „Ressentiments gegen 'die Juden'” sei die Politik Israels verantwortlich. Mit der Anmerkung, die hebrä-ische Bibel sei kein Grundbuch, wurde impliziert die israelische Politik sei Ausdruck einer archaischen Religion.

       
    • 27.02.2017, Antisemitische Schmierereien im Prenzlauer Berg

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      RIAS & Register Berlin

      Im Prenzlauer Berg werden an einer Werbefläche eines Supermarktes antisemitische Schmierereien entdeckt. Der Slogan enthält die Worte Juden … (unleserlich) und FCU Jude. Letztere bezieht sich auf den Fußballclub 1.FC Union Berlin. Die Bezeichnung Jude wird in antisemitischen Kreisen auch für nicht-jüdische Personen und Institutionen benutzt, um sie zu beleidigen und herabzuwürdigen. Im Fußballkontext ist diese Form der antisemitischen Alltagskommunikation regelmäßig bei Bezeichnungen der gegnerischen Teams und deren Fans feststellbar.

       
    • 25.02.2017, Antisemitische Schmiererei in Französisch Buchholz

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      [moskito] & Register Berlin

      Im Berliner Ortsteil Französisch Buchholz wird eine antisemitische Schmiererei an der Kreuzung Rosenthaler Weg, Ecke Blankenfelder Straße mit dem Slogan Fuck Usrael entdeckt.

       
    • 25.02.2017, Antisemitische und den Holocaust relativierende E-Mails

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      JFDA

      Das JFDA erreicht mehrere antisemitische E-Mails. In einer der Zuschriften hetzt der anonyme Absender „GEGEN Semitismus“ und Flüchtlinge. In einer zweiten namentlich unterschriebenen Mail versuchte ein 83-jähriger Deutscher offenbar seine individuelle „Vergangenheitsbewältigung“ anhand der Projektionsfläche Israel zu vollziehen. Die Art und Weise, wie er und andere Deutsche „im Krieg“ gelitten hätten, ließe ihn natürlich „differenziert“ darauf blicken, dass auch Juden es nicht leicht hatten. Aus dieser privilegierten historischen Einsicht heraus scheint es ihm jedoch unverständlich, „warum […] die Palästinenser jetzt von den Juden genauso unmenschlich behandelt“ würden. An einer Antwort auf die ihn umtreibende Frage, die offensichtlich darauf abzielt, das Verhältnis von Deutschen und den von ihnen verfolgten und ermordeten Jüd*innen als Täter und Opfer zu verwischen und dabei die Relativierung des Holocaust betreibt, zeigt sich der Absender nicht interessiert.

       
    • 25.02.2017, Antisemitische, rechtsradikale und rassistische Symbole auf Marx-Plakaten

      Hessen

      (Kassel)

      Quelle:
      Informationsstelle Antisemitismus Kassel (via Facebook)

      Mehrere Plakate der Partei „Die Linke“ in der Kasseler Nordstadt werden mit antisemitischen, rechtsradikalen und rassistischen Zeichen beschmiert. So hinterlassen Unbekannte den Schriftzug „Jude“ auf dem Konterfei von Karl Marx. Ein weiteres Plakat wird mit einem Davidstern versehen. Der ebenfalls vorgefundene Schriftzug „Le Pen“ weist auf einen rechtsextremen Hintergrund der Sachbeschädigung hin. Diese Einschätzung wird auch von dem eingesetzten Keltenkreuz untermauert, das für die rassistische „White-Power“-Bewegung steht und eine Vormachtstellung der „weißen Rasse“ propagiert.

       
    • 23.02.2017, Stolpersteine mit schwarzer Farbe übersprüht II

      Mecklenburg-Vorpommern

      (Stralsund)

      Quelle:
      CFCA & Polizeipräsidium Neubrandenburg

      Erneut werden drei Stolpersteine, die in den Boden eingelassen sind, mittels schwarzen Sprays übersprüht. Die eingesetzten Beamt*innen entfernen die Farbe rückstandslos. 

       
    • 22.02.2017, Abgeordnete stellt deutsche Staatsangehörigkeit in Frage

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      Neues Deutschland

      Die fraktionslose Bezirksverordnete Anne Zielisch, auf AfD-Ticket ins Parlament gekommen, stellt im Rahmen einer Bezirksverordnetenversammlung in Neukölln die deutsche Staatsangehörigkeit von Andreas Nachama, Direktor der Stiftung „Topographie des Terrors”, in Frage. Auf einen Beitrag einer SPD-Verordneten, die Nachama als „deutschen Professor” bezeichnet hat, fragt sie: „Wieso Deutscher? Ist der nicht Jude?” Demnach würden sich deutsche und jüdische Identität ausschlie-ßen.

       
    • 22.02.2017, Karikatur mit antisemitischer Bildsprache veröffentlicht

      (Deutschland)

      Quelle:
      Mena-Watch

      Der Karikaturist Horst Haitzinger veröffentlicht eine Karikatur, die sich einer antisemitischen Bildsprache bedient. Zudem enthält sie Anspielungen auf den Holocaust, die gegen Israel gewendet werden. Der Cartoon ist u.a. in der „Nordwest-Zeitung” und der „Badischen Zeitung” erschienen.

       
    • 21.02.2017, Stolpersteine mit schwarzer Farbe übersprüht I

      Mecklenburg-Vorpommern

      (Stralsund)

      Quelle:
      CFCA & NNN

      Drei Stolpersteine, die in den Boden eingelassen sind, werden mittels schwarzen Sprays übersprüht. Die eingesetzten Beamt*innen entfernen die Farbe rückstandslos. 

       
    • 21.02.2017,

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      RIAS (via Facebook)

      Im Jahr 2017 werden RIAS bereits sechs antisemitische Schmierereien an Denkmälern für die Opfer des Holocaust in Berlin Moabit bekannt. An die Denkmäler und Erinnerungsorte in der Levetzowstraße auf der Putlitzbrücke, in der Ellen-Epstein-Straße und am Wullenwebersteg wurden erstmals am 21. Februar, später am 26. Februar sowie am 03. und 10. März in roter Farbe die Worte „Liebe“, „Jesus“ und „Wahrheit“, erstmals auch in Englisch „Truth“ und „Love“ geschrieben.

       
    • 20.02.2017, Vorwurf des Antisemitismus gegen Vermieter

      Nordrhein-Westfalen

      (Düsseldorf)

      Quelle:
      RP Online

      Im Rahmen des „Paul-Spiegel-Filmfestival“ in Düsseldorf wird einer von auswärts angereisten Mitarbeiterin der fünftägigen Kulturveranstaltung von einem Düsseldorfer Privatvermieter bei einer Übernachtungsanfrage am Telefon gesagt: „An Juden vermiete ich nicht.“

       
    • 19.02.2017, Antisemitische Beschimpfungen bei Fußballspiel

      Nordrhein-Westfalen

      (Lippstadt)

      Quelle:
      WDR

      Bei einem Fußball-Oberligaspiel zwischen der Hammer Spielvereinigung und SV Lippstadt beschimpfen Fans der Hammer Spielvereinigung die gegnerischen Fans u.a. als „Jude”. Der Staatsschutz der Polizei ermittelt, der Vorstand der Hammer Spielvereinigung zeigt sich entsetzt und möchte die Vorfälle vereinsintern aufklären. 

       
    • 18.02.2017, Redner spricht von 'Bombenholocaust'

      Bayern

      (Würzburg)

      Quelle:
      RIAS

      Auf einer Demonstration der rechtsextremen Kleinstpartei „Der III. Weg” spricht ein Redner vom „Bombenholocaust“.

       
    • 17.02.2017, Judenfeindliches Buch erscheint erstmals und löst Debatte aus

      (Deutschland)

      Quelle:
      Jüdische Allgemeine

      Das umstrittene Buch „Finis Germania“, das erstmals im neurechten „Verlag Antaios“ erscheint, ist eine Sammlung von Texten aus dem Nachlass des Historikers Rolf Peter Sieferle (1949-2016). Kurze Zeit später wird das Buch auf Platz neun der zehn Sachbücher des Monats aufgeführt, die vom NDR und der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wird; dies löst eine öffentliche Debatte aus, denn das Buch strotze vor völkischen und judenfeindlichen Aussagen. 

       
    • 14.02.2017, Antisemitische dpa-Meldung selbst nach Überarbeitung in Kritik

      (Deutschland)

      Quelle:
      Deutschlandfunk

      Zwei Autoren der „Deutschen Presse-Agentur“ bedienen anlässlich des Besuchs des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu in den USA den Mythos der sog. „jüdischen Weltverschwö-rung“. Demnach sei Donald Trump von „einflussreichen jüdischen Parteispendern auf den Thron gehoben“ worden.

       
    • 13.02.2017, Relativierung des Holocaust durch überklebte Stolpersteine

      Sachsen

      (Dresden)

      Quelle:
      "Aluhut für Ken" (via Facebook)

      Am Jahrestag der Bombardierung Dresdens relativiert die Gruppe „Freie Aktivisten Dresden“ den Holocaust, indem sie vielfach Stolpersteine mit Namen von Bürgern und der Ergänzung „verstorben im allierten Bombenholocaust von Dresden“ (sic!) überklebt. 

       
    • 13.02.2017, Antisemitisches Schild bei NPD-Kundgebung auf dem Pariser Platz

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      Register Berlin

      Am Abend des 13. Februar 2017, dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten während der Zweiten Weltkrieges, organisiert die Berliner NPD unter der Hand eine Kundgebung auf dem Pariser Platz. Nachdem eine Kundgebung des Berliner PEGIDA-Ablegers „BärGiDa“ auf der anderen Seite des Brandenburger Tors beendet worden ist, stößt ein Teil der dortigen Rechten zur NPD-Kundgebung; darunter befindet sich eine Person, die ein Schild mit der Aufschrift „Die Zionis-ten verbergen sich in dem Geheimdienst. Deshalb führen sie Terror in die Welt.“ und „Die Zionisten regieren die Welt, nicht Merkel und Obama“ zeigt.

       
    • 12.02.2017, Rabbi wird antisemitisch beleidigt

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      Zeit Online

      Aus einem vorbeifahrenden Auto wird der orthodoxe Rabbi Jehuda Teichtal auf offener Straße mit „Yahoud“ (übersetzt: „Jude“) angebrüllt.

       
    • 11.02.2017, Holocaustleugner lobt das „Modell“ des Nationalsozialismus

      Sachsen

      (Dresden)

      Quelle:
      Endstation Rechts & Blick nach Rechts

      Bei einer Demonstration des verurteilten Holocaustleugners Gerhard Ittner anlässlich der Bom-bardierung Dresdens am 13. Februar 1945 wird der Nationalsozialismus verherrlicht und die Bombardierung der Stadt mit dem Holocaust gleichgesetzt. Das Dezernat Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung. Der Neonazi-Aktivist und Holocaustleugner Gerhard Ittner behauptet: „Was Adolf Hitler dem deutschen Volk mit dem Nationalsozialismus an die Hand gegeben hat: Es wäre ein Modell, heute, für die ganze Welt.“ Im September 2017 wird er deshalb zu einer Geldstrafe von 5400 Euro verurteilt. Zudem soll er gesagt haben: „Warum sollte der Holocaust die Wahrheit sein?“ 

       
    • 10.02.2017, Antisemitische Beleidigung gegen politisch Andersdenkende

      Sachsen

      (Dresden)

      Quelle:
      RIAS (via Twitter)

      In Dresden werden politisch Andersdenkende antisemitisch beleidigt: „Das ist unser neues Volk da, die Juden!“

       
    • 09.02.2017, Mann wegen Verleumdung einer Holocaust-Überlebenden verurteilt

      Hessen

      (Fulda)

      Quelle:
      NDR

      Ein Mann wird wegen Verleumdung der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano in einem Facebook-Post zu 60 Tagessätzen à 30 Euro verurteilt. Die Hamburgerin Bejarano zeigt sich erfreut über das Urteil: Ich bin sehr froh, dass endlich mal solche Dinge, die öfters passieren; von Leuten, die wie Neonazis sprechen, geahndet werden.

       
    • 09.02.2017, Antisemitische Schrift in der Botschaft des Staates Israel eingegangen

      Der Botschaft des Staates Israels geht in der Auguste-Viktoria-Straße in Schmargendorf eine Schrift zu. Diese enthält dämonisierende antisemitische Vorwürfe: „Israel ist drauf und dran, die Mensch-heit als ein Reich des Bösen zu gestalten, und niemand kann Israel grundsätzlich daran hindern, ein Reich des Bösen zu erreichten, außer Israel sich selbst.“ Konkretisiert wurde dies mit einem Mythos über eine vermeintliche jüdische Kontrolle des Weltgeschehens: „Israel ist schon lange der eigentliche Herrscher der Welt auf Erden.“

       
    • 08.02.2017, Mordaufrufe mit Bild einer Duschbrause gesprüht

      Sachsen

      (Limbach-Oberfrohna)

      Quelle:
      CFCA & Seligenstadt gegen Rechts

      In der Innenstadt werden offene Mordaufrufe gegen Jüd*innen samt Hakenkreuz und Bild einer Duschbrause gesprüht. Zudem wird u.a. der Spruch „Wir kriegen euch alle“ gegenüber dem Albert-Schweizer-Gymnasium geschmiert. 

       
    • 08.02.2017, Werbekampagne für Buch mit antisemitischem Inhalt

      (Deutschland)

      Quelle:
      CFCA

      Dr. Shimon Samuels, Direktor der Abteilung für Internationale Beziehungen der französischen Abteilung des Simon Wiesenthal Centers, schickt einen Protestbrief an den Gründer einer Vertriebs-Webseite auf Amazon, die in den letzten Wochen in Deutschland eine Werbekampagne für ein Buch mit antisemitischem Inhalt gefördert hat. Samuels betont in seinem Brief, dass die Förderung des Verkaufs für das Buch „Die Rothschilds: Eine Familie beherrscht die Welt“ nicht akzeptabel sei, und verlangt, dass er den Verkauf dieses antisemitischen Buches einstellt.

       
    • 08.02.2017, Antisemitische Demonstration von BDS Berlin in Westend

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      Register Berlin

      Eine Kundgebung der Gruppe „Boykott, Desinvestition, Sanktionen“ (BDS Berlin) findet vor dem Messeeingang am Hammarskjöldplatz in Westend statt. BDS Berlin demonstriert anlässlich der Fruit-Logistica-Messe gegen israelische Exporteure landwirtschaftlicher Produkte. Auf einem Transparent steht: „Boykottiert die Profiteure der israelischen Apartheit!“. Sie rufen: „Don't support the Apartheit-State!“ Das Abstreiten des Rechts des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung, z.B. durch die Behauptung, die Existenz des Staates Israel sei ein rassistisches Unterfangen, ist eine Form des israelbezogenen Antisemitismus.

       
    • 06.02.2017, Antisemitische Sprechchöre bei Fußballspiel

      Thüringen

      (Erfurt)

      Quelle:
      Jungle World

      Beim Aufeinandertreffen der Fußballdrittligisten Rot-Weiß Erfurt und FSV Frankfurt kommt es zu antisemitischen Vorfällen. Mit Sprechchören wie Juden Jena beleidigen die Erfurter Anhänger die Fans ihres Erzrivalen FC Carl Zeiss Jena, von denen einige das Spiel vom Frankfurter Fanblock aus verfolgen.

       
    • 05.02.2017, Antisemitische Witze kursieren in Whatsapp-Gruppe

      Bayern

      (München)

      Quelle:
      Süddeutsche Zeitung

      Eltern haben auf dem Smartphone ihres Sohnes einen Chat unter Schülern entdeckt, in dem die SS verherrlicht wird und Judenwitze gemacht werden. An der Gruppe, die im vergangenen Frühjahr unter Namen wie Schwarzer Humor, Schwarzer Tumor und Arische Bruderschaft aktiv gewe-sen ist, beteiligten sich nach Erkenntnissen der Münchner Staatsanwaltschaft 179 Personen.

       
    • 04.02.2017, Antisemitische Schmähungen bei Fußballspiel

      Nordrhein-Westfalen

      (Dortmund)

      Quelle:
      MDR

      Bei einem Fußballspiel zwischen dem BVB Dortmund und RB Leipzig kommt es zu Ausschreitungen und antisemitischen Schmähungen. Der zu den RB-Fans zählende Linken-Stadtrat Sören Pellmann twittert, er sei angegriffen und als Jude bezeichnet worden.

       
    • 04.02.2017, Antisemitische Drohungen gegenüber Polizei

      Bayern

      (Schweinfurt)

      Quelle:
      aida-Archiv

      Ein 34-Jähriger wirft eine Parkbank in die große Scheibe eines Hotels in der Hohen Brückengasse. Als die Polizei den Mann festnehmen und zur Dienststelle transportieren will, droht er u.a. damit, Juden „in die Luft zu jagen, sie aufzuhängen und zu verbrennen”. Seine Drohungen beendet er mit „Heil Hitler”-Rufen. 

       
    • 04.02.2017, Erfurter Fans provozieren mit „Juden Jena“-Rufen

      Thüringen

      (Erfurt)

      Quelle:
      Thüringen24

      Nach einem Fußballspiel zwischen FC Rot-Weiß Erfurt und FSV Frankfurt 1899 kommt es zu antisemitischen Provokationen und gewalttätigen Auseinandersetzungen. Im Stadion sind vonseiten der Erfurter Fangruppe „Juden Jena“ an Fans des FC Carl Zeiss Jena zu hören, die im Frankfurter Fanblock stehen.

       
    • 02.02.2017, Antisemitische Stimmungsmache im Netz durch Ditib-Gemeinden

      Nach Informationen des Hessischen Rundfunks machen Gemeinden des türkischen Islamverbands Ditib im Internet massiv Stimmung gegen Juden. Auf ihren Facebook-Seiten haben Ditib-Gemein-den türkischsprachige Zitate wie „Der kannibalische Jude kotzt den Tod in Palästina” oder „Um die Barbarei der Juden zu beschreiben, werdet ihr nicht die richtigen Worte finden können” veröffent-licht.

       
    • 02.02.2017, Absage des „Hessentag“ nach Antisemitismus-Vorwürfen gegen Rapper „Kollegah“

      Die geplante Rap-Nacht auf dem im Juni 2017 geplanten „Hessentag“ in Rüsselsheim wird abge-sagt, dies hat die Stadtverordnetenversammlung entschieden. Im Zentrum der Kritik stehen die antisemitischen Inhalte des Rappers Kollegah, der im Rahmen der Rap-Nacht neben anderen Rappern hätte auftreten sollen. Zuvor hat der Zentralrat der Juden in Deutschland und andere jüdische Organisation in einem „Offenen Brief“ die Stadt aufgefordert, dem „Hessentag“ keine Bühne für „Hass, Antisemitismus, Rassismus, Homophobie und Frauenfeindlichkeit“ zu geben. Kollegah reagiert mit einem offenen Brief auf Antisemitismus-Vorwürfe und bezeichnet sie als „völlig aus der Luft gegriffen und haltlos“; seine Fans reagieren auf Facebook mit teilweise antisemitischen Kommentaren.

       
    • 31.01.2017, Nach BKA-Ermittlungen: Jüdische Einrichtungen auf NSU-Adresslisten

      Bayern

      (München)

      Quelle:
      Tagesschau

       
    • 31.01.2017, Mutmaßlicher Täter eines Bombenanschlags festgenommen

      Nordrhein-Westfalen

      (Düsseldorf)

      Quelle:
      Spiegel Online

      In Ratingen wird der mutmaßliche Täter des Bombenanschlags an der Düsseldorfer S-Bahn-Station Wehrhahn festgenommen. Der 50-Jährige gilt als Waffennarr und ist zu Zeiten der Explosion der Rohrbombe im Juli 2000 im Düsseldorfer Stadtteil Flingern als Neonazi bekannt gewesen. Bei dem Anschlag sind 10 Menschen schwer verletzt worden, darunter haben sich sechs Juden befunden. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft. 

       
    • 28.01.2017, Hakenkreuz-Schmiererei an Gedenkstein für ehemalige Synagoge

      Thüringen

      (Eisenach)

      Quelle:
      CFCA & MOBIT

      Der Gedenkstein für die ehemalige Synagoge wird mit einem Hakenkreuz beschmiert.

       
    • 27.01.2017, Bürgermeister erhält antisemitischen Brief

      Niedersachsen

      (Weyhe)

      Quelle:
      Kreiszeitung

      Der Bürgermeister Andreas Bovenschulte erhält am Holocaust-Gedenktag einen antisemitischen Brief. Der Verfasser schreibt vom Holocaust-Schandmal in Berlin und dass den Juden alles in den Arsch gesteckt werde.

       
    • 27.01.2017, Hausverbot für Björn Höcke nach antisemitischer Rede

      Thüringen

      (Weimar)

      Quelle:
      Thüringen24

      Nach seiner sog. „Dresdner Rede„ macht die Gedenkstätte Buchenwald von ihrem Hausrecht Gebrauch und verwehrt dem AfD-Fraktionsvorsitzenden aus Thüringen, Björn Höcke, den Zutritt; Mitarbeiter*innen händigen ihm ein schriftliches Hausverbot aus. Polizeibeamt*innen stehen in Bereitschaft, falls Höcke dem Hausverbot nicht gefolgt wäre. Höcke akzeptiert die Entscheidung und steigt wieder in sein Auto. Bereits am Vormittag ist er von der Gedenkstunde im Landtag in Erfurt ausgeschlossen worden.

       
    • 27.01.2017, Antisemitische Vernichtungsdrohung nach Gedenkveranstaltung

      Nordrhein-Westfalen

      (Siegen)

      Quelle:
      RIAS (via Facebook)

      Die Betroffene hat an einer Zeremonie anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am Bahnhof der Stadt teilgenommen. Von diesem Bahnhof waren zwischen 1942 und 1944 Jüd*innen in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert worden. Nach Ende der Veranstaltung begab sich die Teilnehmerin gemeinsam mit einer kleineren Gruppe Richtung Innenstadt. Sie hatte dabei eine Israel-Fahne über die Schulter gelegt, die sie zur Gedenkveranstaltung mitgebracht hatte. Beim Überqueren des Zentralen Omnibusbahnhofs rief ihr ein etwa 20-jähriger junger Mann „Juden ins Gas“ zu. Die Betroffene reagierte, indem sie die Israel-Fahne deutlich hochnahm und schwenkte.

       
    • 27.01.2017, Antisemitische Schrift in der Botschaft des Staates Israel eingegangen

      Der Botschaft des Staates Israels geht in der Auguste-Viktoria-Straße in Schmargendorf eine Schrift zu. Diese enthält zahlreiche antisemitische Motive, darunter das Tabubruch-Motiv, eine Dämonisierung Israels, antijudaistische Motive, und weitere Vorwürfe. Der 27. Januar hat als Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust eine besondere Bedeutung.

       
    • 26.01.2017, "Heil Hitler"-Rufe an Haltstelle

      Hessen

      (Kassel)

      Quelle:
      Informationsstelle Antisemitismus Kassel (via Facebook)

      Ein rund 80 Jahre alter Mann ruft um etwa 12.25 Uhr an der Haltestelle "Am Stern" in Kassel mehrfach laut "Heil Hitler". Der Rollstuhlfahrer adressiert laut Aussage eines Zeugen mit den Rufen eine Gruppe von jungen Männern. Der Senior fährt anschließend mit einer Straßenbahn weiter.

       
    • 26.01.2017, Strafe wegen Hetzpostkarte an Jüdische Gemeinde

      Bayern

      (Regensburg)

      Quelle:
      Jungle World

      Eine pensionierte Lehrerin erhält wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in sieben Fällen einen Strafbefehl über 150 Tagessätze. Die Frau hatte 2016 Hetzpostkarten an den Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer, die Jüdische Gemeinde Regensburg und den Wenzenbacher Bürgermeister Sebastian Koch verschickt.

       
    • 25.01.2017, Neonazi-Gruppe plante Anschläge auf Menschen jüdischen Glaubens

      Berlin

      (Berlin)

      Quelle:
      Frankfurter Allgemeine Zeitung

      Nach einer Razzia gegen eine Netzwerk von Rechtsextremen werden zwei Männer festgenommen, da sie unter Terrorverdacht stehen. Nach der Bundesanwaltschaft soll die Gruppe unter anderem Anschläge auf Jüd*innen, Asylbewerber*innen und Polizist*innen geplant haben.

       
    • 25.01.2017, Zeitsoldat wegen antisemitischen Beschimpfungen entlassen

      Nordrhein-Westfalen

      (Düsseldorf)

      Quelle:
      Neues Deutschland

      Ein Zeitsoldat wird aus der Bundeswehr entlassen, da ihm die Nähe zu Rechtsextremismus vorgeworfen worden ist. Er hat die Bezeichnung Jude als Schimpfwort benutzt und soll Auszubildende rassistisch beleidigt haben. Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht bestätigt die Entlassung als rechtens.

       
    • 25.01.2017, NPD-Abgeordneter verlässt provokativ Saal bei Schweigeminute

      Brandenburg

      (Cottbus)

      Quelle:
      RBB 24 (via Twitter)

      Der NPD-Abgeordnete Ronny Zasowk verlässt bei einer Schweigeminute demonstrativ den Saal, die für den kürzlich in den USA verstorbenen Juden Max Schindler abgehalten worden ist. Schindler wurde während des Zweiten Weltkrieges in das KZ Theresienstadt deportiert und überlebte den Holocaust.

       
    • 25.01.2017, BDS-Aktivist zu Veranstaltung eingeladen

      Nordrhein-Westfalen

      (Dortmund)

      Quelle:
      Amadeu Antonio Stiftung (via Facebook)

      In der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen” findet eine Veranstaltung zur Situation palästinensischer Christ*innen statt, zu welcher der BDS-Aktivist Martin Breidert eingeladen ist. 

       
    • 25.01.2017, Schreiender Mann mit antisemitischen Beleidigungen

      Sachsen

      (Dresden)

      Quelle:
      CFCA

      Ein 28-Jähriger zieht in der Nacht verschiedene, teils antisemitische Beleidigungen schreiend die Rudolf-Renner-Straße entlang und tritt währenddessen zwei Autospiegel ab.

       
    • 24.01.2017, „Keltischer Druide“ hat Anschläge auf Menschen jüdischen Glaubens geplant

      Baden-Württemberg

      (Schwetzingen)

      Quelle:
      Die Zeit

      In Schwetzingen findet eine Razzia statt: Seit August vergangenen Jahres ermittelt die Karlsruher Bundesanwaltschaft gegen den 66-jährigen Karl Burghard B. aus Schwetzingen, der verdächtigt wird, sich mit sechs Personen zu einer rechtsextremistischen Vereinigung namens „Keltischer Druide“ zusammengeschlossen zu haben. Diese Zelle soll seit Frühjahr 2016 geplant haben, bewaffnete Angriffe auf Polizist*innen, Menschen jüdischen Glaubens und Asylsuchende zu begehen. Die sechs weiteren Beschuldigten kommen aus Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz; dort finden ebenso Razzien statt. 

       
    • 23.01.2017, Vorsitzender von BDS Südafrika erhält Gastprofessur „Forum Humanum“

      Hamburg

      (Hamburg)

      Quelle:
      Audiatur

      Der Vorsitzende von BDS Südafrika, Professor für islamische Theologie und Leiter der Fakultät für Religionswissenschaften der Universität Johannesburg, Dr. Farid Esack, hat im Wintersemester 2016/17 die Gastprofessur „Forum Humanum“ in Hamburg erhalten. Die südafrikanische BDS-Gruppe ist eine der aktivsten und organisiert jedes Jahr die sogenannte „Israeli Apartheid Week“. 2011 hat unter maßgeblichem Einsatz von Esack eine Boykottkampagne stattgefunden, die dazu führte, dass die Universität Johannesburg alle Verbindungen zur Ben-Gurion-Universität in Israel beendet hat. 

       
    • 23.01.2017, Norman Finkelstein bietet Workshop in Institut an

      Sachsen

      (Halle)

      Quelle:
      Die Welt

      Im ethnologischen Max-Planck-Institut in Halle tritt Norman Finkelstein auf, der einen Workshop mit dem offiziellen Titel „Rechtfertigung des Einsatzes staatlicher Gewalt“ anbietet. Intern und auf seiner Homepage heißt er: „Gaza: Untersuchung seines Martyriums“. In der Ankündigung steht, Israel habe Gaza in ein „Freiluftgefängnis“ verwandelt, die Hamas habe „keine Raketen auf Israel abgefeuert“ und „keine Terror-Tunnel gebaut“, weshalb die Operation „Protective Edge“ von 2014 „keine Verteidigungsaktion“ gewesen sei. Seit Jahren provoziert Finkelstein bereits mit umstrittenen Thesen.

       
    • 23.01.2017, Antisemitischer Brief bei AStA der TU Berlin eingereicht

      Der Allgemeine Studierendenausschuss der Technischen Universität in der Straße des 17. Juni erhält einen Brief mit antisemitischem Inhalt. Dem Brief liegt eine Kopie von Personenerhebungsdaten bei, die nahelegt, in Auschwitz wären nur wenige Menschen jüdischen Glaubens ermordet worden. Der Brief relativiert den Holocaust mit der Unterstellung der Auschwitz-Lüge.

         
      • 21.01.2017, Israelfeindliche Organisation mit antizionistischer Wahl

        Niedersachsen

        (Hannover)

        Quelle:
        Focus

        In der Innenstadt von Hannover baut die israelfeindliche Organisation „Die Feder“, die sich selbst als „muslimische NGO“ bezeichnet und sich als „Anhänger der Islamischen Revolution“ sieht, einen Stand auf, in der sie Passant*innen darüber abstimmen lässt, ob Israel illegal ist. Der Stand ist von der Stadt zuvor genehmigt worden. Im Logo der Gruppe ist der Führer der iranischen Revolutions-führer Ajatollah Sejjed Ali Chāmene’i abgebildet, der einst öffentlich zur Vernichtung Israels und der Jüd*innen aufgerufen hat. 

         
      • 21.01.2017, Zahlreiche gegen die Erinnerungskultur gerichtete Kommentare

        Die Hessische/Niedersächische Allgemeine hat auf ihrer Facebook-Seite über die Aktion #weremember berichtet, in deren Rahmen der Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen gedacht wird. Zu diesem Zweck hat die HNA-Onlineredaktion ein Foto von Iris Berben gepostet, auf dem sie einen Zettel mit der Aufschrift „I remember“ in die Kamera hält. Dies hat die Lokalzeitung mit dem Aufruf verbunden: „Wer mitmachen möchte, postet ein solches Bild von sich mit dem Stichwort #WeRemember unter diesem Beitrag.“ Diesem Aufruf folgen allerdings nur zwei Nutzer. In den 107 geposteten Kommentaren beschweren sich hingegen zahlreiche Personen über die Aktion.

         
      • 21.01.2017, 24-Jähriger vor Bar antisemitisch beleidigt, geschlagen und getreten

        Berlin

        (Berlin)

        Quelle:
        Polizei Berlin & Reach Out Berlin

        Ein 24-jähriger Mann wird gegen 5.10 Uhr vor einer Bar in der Fasanenstraße von einem 28- und einem 33-jährigen Mann antisemitisch beleidigt, geschlagen und getreten.

         
      • 20.01.2017, Schulbuchverlag druckt antisemitische Grafik

        (Deutschland)

        Quelle:
        Tagesspiegel

        In einem seit 2012 benutzten Schulbuch der Oberstufe wird bekannt, dass die Euro-Krise mit antisemitischen Stereotypen unterrichtet wird. In einer Grafik wird ein Kugelkopf mit Reißzähnen abgebildet, welcher Europa verschlingt. Hinter dem Wesen zieht ein Schweif, der in Blassgelb mit „Rothschildbank“ beschriftet ist. Demnach sei eine Bank für die Misere Europas verantwortlich, womit das antisemitische Stereotyp des geldgierigen Judens bedient wird. Die Botschaft: Treibende Kraft ist einzig eine jüdische Bank. Der Klett-Verlag stoppte die Auslieferung des Lehrbuchs mit sofortiger Wirkung und bezeichnete den Abdruck des Bildes als „schwerwiegenden Fehler”.

         
      • 20.01.2017, AfD-Fraktion stellt Erinnerungskultur in Frage

        Baden-Württemberg

        (Stuttgart)

        Quelle:
        Schwäbisches Tagblatt

        Der baden-württembergische AfD-Fraktionschef Jörg Meuthen stellt einen Antrag, in dem Zuschüsse für Fahrten zu „Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts“ zu „bedeutsamen Stätten der deutschen Geschichte“ umgewidmet werden sollen. Als Begründung gibt er an, eine „einseitige Konzentration“ auf zwölf Jahre NS-Unrecht sei „abzulehnen“, um „eine positive Identifikation mit Deutschland zu ermöglichen“. Zudem stellt Meuthen einen zusätzlichen Antrag im Haushaltsausschuss, in dem er die Fördergelder für die NS-Gedenkstätte Gurs (Frankreich) entziehen möchte. 

         
      • 20.01.2017, Antisemitische Sprüherei im Bürgerpark Pankow

        Berlin

        (Berlin)

        Quelle:
        EAG & Register Berlin

        Im Berliner Stadtteil Pankow werden im Bürgerpark Pankow am Julius-Fucik-Denkmal antisemitische Sprühereien entdeckt. Das Denkmal ist mit dem Wort „Jude” und einem Davidstern versehen. Darüber hinaus befinden sich noch einige Sprüche gegen Merkel auf dem Denkmal.

         
      • 17.01.2017, Björn Höcke fordert „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad”

        Sachsen

        (Dresden)

        Quelle:
        Tagesspiegel

        Auf einer Veranstaltung der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative fordert der AfD-Fraktionsvorsitzender aus Thüringen, Björn Höcke, in einer Rede eine erinnerungspolitische Wen-de um 180 Grad. Er wirft den Deutschen vor, „sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt“ zu haben, womit er das Berliner Holocaust-Mahnmal meint.

         
      • 16.01.2017, Antisemitische Propaganda in Charlottenburg

        Berlin

        (Berlin)

        Quelle:
        RIAS & Register Berlin

        Ein Mann versucht sich sich am „Bärgida”-Aufmarsch am Breitscheidplatz in Charlottenburg zu beteiligen. Er demonstriert seine Schilder mit antisemitischem Inhalt vorbeifahrenden Autos. Er geht auf die Straße, um die Schilder Autos frontal entgegenzuhalten.

         
      • 16.01.2017, Rechtsrock-Gruppe „Kaltes Judenleder” freigesprochen

        Rheinland-Pfalz

        (Betzdorf)

        Quelle:
        Siegener Zeitung

        Die Rechtsrock-Gruppe Kaltes Judenleder wird vom Verdacht auf Verbreitung rechtsextremer Propaganda freigesprochen. Die Ermittlungen haben im September 2012 begonnen, für den Prozess sind Termine bis März 2017 vorgesehen gewesen. Jedoch ist der Prozess nach dem zweiten Verhandlungstag aus Mangel an Beweisen eingestellt worden. Die Band singt u.a. über das Verbrennen von Judenresten, das Zerhacken linker Zecken und Baseballschläger-Attacken auf Homosexuelle.

         
      • 11.01.2017, Gerichtlich bestätigt: Anschlag auf Synagoge kein Antisemitismus

        Nordrhein-Westfalen

        (Wuppertal)

        Quelle:
        Jüdische Allgemeine

        Das Urteil gegen drei junge Männer palästinensischer Herkunft, die im Sommer 2014 einen Brandanschlag auf die Synagoge in Wuppertal verübt haben, ist rechtsgültig. Das Oberlandesgericht Düsseldorf verwirft einen Antrag auf Revision. Damit werden die Bewährungsstrafen und die Begründung der Täter bestätigt: Die Behauptung der drei Täter, sie hätten mit ihrem Angriff auf das Bethaus die Aufmerksamkeit auf den Gaza-Konflikt lenken wollen, wird ihnen von den Gerichten geglaubt. Schon das Amtsgericht in Wuppertal hat in seiner Urteilsbegründung hinter dem Brandanschlag keinerlei antisemitische Motive erkannt. 

         
      • 11.01.2017, Antisemitische Kommentare am Arbeitsplatz

        Berlin

        (Berlin)

        Quelle:
        RIAS (via Facebook)

        Nachdem an der Arbeitsstelle eines Mannes dessen Zugehörigkeit zum Judentum bekannt wurde, weil er an jüdischen Feiertagen frei genommen hatte, kommt es zu antisemitischen Kommentaren durch die Vorgesetzte. Diese betritt das Büro des Betroffenen und behauptet, die Bürokratie zu Zeiten des Nationalsozialismus sei doch sehr effizient gewesen. Als der jüdische Mitarbeiter daraufhin nichts erwidert, wiederholt die Vorgesetzte die Aussage noch einmal, diesmal direkt als Frage an den Mann gerichtet. Eine ebenfalls anwesende nicht-jüdische Kollegin wird von der Vorgesetzten nicht angesprochen.

         
      • 02.01.2017, Antisemitischer Vorfall im Wartezimmer einer Arztpraxis

        Berlin

        (Berlin)

        Quelle:
        RIAS & Register Berlin

        Als eine Jüdin in einem Wartezimmer des Medizinischen Zentrums in der Residenzstraße neben einem ca. 55-jährigen Mann Platz nimmt und er ihre Halskette mit einem Magen David registriert, steht er auf und sagt für alle Wartenden gut wahrnehmbar, dass er nicht neben Juden sitzen würde. Keine der 10 bis 12 Personen reagiert und der Mann nimmt in einer anderen Ecke des Wartezimmers Platz. Die Betroffene wird kurze Zeit später vom Arzt zu ihrem Termin aufgerufen.

         
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